Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der entgleiste Bauzug am Bahnhof Winterthur am Freitag, 15. Juni 2018. Am Freitagnachmittag ist ein Bauzug beim Bahnhof Winterthur entgleist. Ein Intercity riss zudem eine Fahrleitung herunter. Es kommt zu stundenlangen Zugausfaellen und Verspaetungen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der entgleiste Bauzug sorgte für ein Verkehrschaos während den Stosszeiten. Bild: KEYSTONE

Die Ursache für die Entgleisung in Winterthur ist bekannt – Verkehr bis Sonntag gestört



Viel Nerven und Geduld brauchen Zugreisende im Raum Winterthur ZH: Nach der Entgleisung eines Güterzuges bleibt der Bahnhof Winterthur noch bis Sonntagmittag lahmgelegt. Auf der Ost-West-Achse geht nichts mehr.

Drei mit Schottersteinen beladene Wagen waren am frühen Freitagabend im Bahnhof Winterthur aus den Schienen gesprungen. Grund dafür war eine Arretierung an einem Förderband-Wagen einer externen Baufirma, die den vorauslaufenden Wagen aus den Schienen gehievt hat, wie die SBB am Samstagnachmittag erklärte.

Zu diesem Schluss kommen laut Mitteilung die Sicherheitsexperten der SBB und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST). Dabei wurde ein Strommast beschädigt, was zu einem Kurzschluss führte. Neben dem Fahrleitungsmast wurden auch die Gleise beschädigt, wie die SBB mitteilten. Verletzt wurde niemand.

Nach der Entgleisung konnte der Stromunterbruch aber soweit eingegrenzt werden, dass Richtung Oberwinterthur Zugfahrten wieder möglich waren. Bei der Durchfahrt eines ICE fiel dann aber die Fahrleitung herunter, was erneut einen Kurzschluss auslöste. Verletzt wurde niemand.

Aufwändige Reparatur

Die SBB gingen noch am späteren Abend davon aus, dass der Bahnhof im Fernverkehr aufgrund von Beschädigungen bis am Samstagmittag stillsteht. Nach jetzigen Erkenntnissen dauert die Störung aber voraussichtlich bis zum Sonntagmittag. Danach könne der Betrieb durch Winterthur im Regional- und Fernverkehr teilweise wieder aufgenommen werden.

Die Aufräumarbeiten gestalteten sich sehr aufwändig, wie SBB-Mediensprecher Stephan Wehrle auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. Um die Güterwagen aus dem Gleisfeld zu heben, sei am morgen ein zweiter Kran notwendig gewesen.

Ab Mittag arbeite man nun mit Hochdruck daran, die Reparaturen an den Schienen und Weichen sowie an den Strommasten durchzuführen. Weil es sich beim defekten Strommast um eine über mehrere Gleise zusammenhängende Installation handelt, bräuchten diese Arbeiten besonders viel Zeit.

Störungen im Bahnverkehr

Die Einschränkungen im Bahnverkehr sind weiterhin gross. Im Fernverkehr verkehren nach aktuellem Stand bis Sonntagmittag keine Züge über Winterthur weiter Richtung Schaffhausen oder St.Gallen. Neben den Regionalzügen verkehrt von Westen ein Fernverkehrszug pro Stunde bis Winterthur.

Im Raum Winterthur sind Ersatzbusse im Einsatz. Reisende mit Reiseziel Richtung Osten müssen derzeit noch mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Ab Sonntagmittag kann voraussichtlich der Betrieb im Fernverkehr durch Winterthur wieder teilweise in Betrieb genommen werden

Der Zwischenfall hatte bereits am Freitag grosse Auswirkungen im Feierabendverkehr. Die Passagiere auf der Ost-Westachse mussten mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Hunderte von Pendlern waren an verschiedenen Bahnhöfen gestrandet. (cbe/sda)

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 16.06.2018 17:50
    Highlight Highlight Im Fernverkehr gibt es keine Züge über Winterthur nach Schaffhausen, die werden also auch nach Sonntagmittag nicht fahren... Der einzige Fernverkehr nach Schaffhausen fährt über Bülach.
    Und den Kurzschluss hat ein ICN verursacht, kein ICE (solche fahren gar nicht nach Winterthur).
    45 6 Melden
  • Evan 16.06.2018 17:09
    Highlight Highlight Optimal für solche Falle wäre natürlich ein Umfahrungsgleis de Bahnhof Winterthurs. Mir ist natürlich bewusst, dass dies ziemlich unrealistisch ist, aber mit der Zeit wenn die Kapazität am Anschlag ist, dann würde sich einmsolches Gleis eventuell lohnen, damit der Güterverkehr nicht mehr durch den Bahnhof geführt werden muss. Winterthur ist ein ziemliches Nadelöhr nd der gesamte Schienenverkehr in die Ostschweiz führt durch den Bahnhof.
    15 16 Melden
    • riqqo 16.06.2018 20:40
      Highlight Highlight Zum Glück ist ja der Platz vorhanden...
      11 1 Melden
    • A_C_Doyle 16.06.2018 21:27
      Highlight Highlight Man könnte das vermutlich unterirdisch sicherlich hinbekommen wenn man wollte denk ich mir. Obs das aber wirklich braucht...
      2 1 Melden
    • Evan 16.06.2018 22:00
      Highlight Highlight @riqqo, wäre wohl nur mit einem Tunnel oder 2 unterirdischen Gleisen unter dem Bhf. Winterthur möglich. Aber zum Glück ist so ein Unglück auch nicht alltäglich.
      5 0 Melden

Rammbock-Einbrecher erbeuten mehrere 100'000 Franken in St.Galler Altstadt

Einbrecher haben in der Nacht auf Montag Uhren und Schmuck im Wert von mehreren 100'000 Franken aus einem Juweliergeschäft in St.Gallen gestohlen. Die Täter rammten das Geschäft mit einem gestohlenen Auto als Rammbock.

Der spektakuläre Einbruch wurde gegen 4 Uhr an der Multergasse in der Altstadt verübt, wie die St.Galler Kantonspolizei mitteilte. Drei Unbekannte rammten den Eingang des Juweliergeschäfts mit dem Heck eines gestohlenen Kombis. Durch die entstandene Öffnung drangen sie ins …

Artikel lesen
Link to Article