Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Taxifahrer vergewaltigt und tötet 12-Jährige – 20 Jahre Gefängnis und Verwahrung



epa06793169 A taxi passes a mural under a bridge in Abidjan, Ivory Coast 06 June 2018 (issued 08 June). A photo study across the three African cities of Abidjan, Monrovia and Cape Town reveal a diverse use of this form of public art. Part educational, part history, part pure artistic impression the street art and graffiti on the walls of homes, buildings and bridges displays a rich tapestry of styles, meaning and communication through this guerilla art form.  EPA/LEGNAN KOULA  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET

Ein Taxifahrer verging sich an der Tochter seiner Partnerin und tötet sie. (Symbolbild) Bild: EPA/EPA

Wegen Vergewaltigung und Mordes eines zwölfjährigen Mädchens ist ein Taxifahrer vom Genfer Strafgericht zu 20 Jahren Gefängnis und einer Verwahrung verurteilt worden. Der Mann wurde zudem des sexuellen Missbrauchs an zwei Ex-Frauen schuldig gesprochen.

Der Mann hatte vor sechs Jahren eine Zwölfjährige – die Tochter seiner Freundin – vergewaltigt und erwürgt. Das Gericht sprach am Freitag von einer äusserst schweren Schuld des Angeklagten. Er habe das Vertrauen des Kindes ausgenutzt, weil er eine Beziehung zu seiner Mutter unterhielt.

Der 42-jährige Angeklagte war seit ein paar Monaten mit der Mutter des Mädchens befreundet und regelmässig bei dieser zu Besuch. Als er sich einmal allein mit der Zwölfjährigen in der Wohnung befand, hat er laut Gericht die Situation ausgenützt, um die Jugendliche zu vergewaltigen.

Der Angeklagte hatte wiederholt seine Unschuld beteuert. Die Richter stellten jedoch fest, dass es genügend Indizien gab, um jegliche Zweifel an der Schuld des Angeklagten auszuräumen.

DNA-Spuren im Slip

In seinem Urteil wies das Gericht erster Instanz auf die besonders kompromittierenden DNA-Spuren des Angeklagten hin. Die Polizei stellte diese insbesondere am Hals, in der Unterhose und unter den Fingernägeln des Mädchens sowie unter dem Bett sicher, wo er die Leiche versteckt hatte.

Gemäss den Richtern verfügte der Angeklagte auch über genügend Zeitspielraum, um nach seiner Tat ein Alibi zu konstruieren. Demnach telefonierte der Taxifahrer nach seinem Verbrechen mit der Mutter des getöteten Mädchens, um sie sowie die Schwester und den jüngeren Bruder des Opfers zum Essen in ein Restaurant einzuladen.

Aktuelle Polizeibilder

Das Gericht erwähnte in ihrem Urteil auch die verschiedenen Versionen, mit denen der Täter seine Anwesenheit am Tag des Verbrechens in der Nähe des Gebäudes, in dem das Opfer wohnte, zu erklären versuchte. So schenkten die Richter etwa der Aussage des Angeklagten keinen Glauben, er habe dem Mädchen einen Termin für einen «Fahrkurs» gegeben.

Seltsames Verhalten

Stutzig machte die Richter auch das seltsame Verhalten des Angeklagten, nachdem das Mädchen vermisst wurde. Dieser äusserte sich nie besorgt und beteiligte sich nur sehr passiv an der Suche des Kindes. Die Polizei entdeckte die Leiche der Zwölfjährigen schliesslich am Tag nach dem Verbrechen unter dem Bett der Mutter.

Das Gericht geht davon aus, dass der Angeklagte das Kind mehrere Minuten lang würgte, nachdem er es wegen seiner Triebe sexuell missbraucht hatte. Der Täter habe Angst gehabt, dass seine Tat auffliege. Deshalb habe er das Mädchen umgebracht. Danach habe der Mann sehr kontrolliert gehandelt, um nicht eines Verbrechens verdächtigt zu werden.

Rekurs angekündigt

Die Anwälte des Angeklagten, die auf Freispruch plädiert hatten, kündigten an, Berufung einzulegen. Nach ihrer Ansicht handelt es sich um «ein Urteil, das einen Unschuldigen bestraft». Sie bedauerten, dass das Gericht das Risiko eingegangen sei, einen unschuldigen Mann zu verurteilen, um die Emotionen der Öffentlichkeit zu beruhigen, sagten sie.

Das Urteil des Gerichts erster Instanz wurde unter grosser Spannung verlesen. Viele Mitglieder der äthiopischen Gemeinschaft aus Genf waren im Gerichtssaal anwesend. Einige Frauen trugen T-Shirts mit einem Bild des Opfers und der Aufschrift «Gerechtigkeit für die Unschuld». Der Mann verliess den Gerichtssaal unter Hasstiraden des Publikums.

Der Staatsanwalt hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit Verwahrung für den Angeklagten beantragt. Diese Massnahme wurde durch ein psychiatrisches Gutachten über den Mann gestützt. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bär73 22.06.2018 18:59
    Highlight Highlight Endlich wiedermal ein akzeptables Urteil eines Schweizer Gericht's. Hat Seltenheitswert 👍👍
  • PhilippS 22.06.2018 17:11
    Highlight Highlight Sieht irgendjemand den Zusammenhang des Titels mit dem Inhalt? Die Tat hat gemäss Bericht doch rein gar nichts mit dem Beruf des Täters zu tun - suggeriert aber, dass ein Taxifahrer in Ausübung des Berufs eine 12-Jährige vergewaltigt und umgebracht hat.

    Nicht dass die Tat dadurch „besser“ wird, aber wer nur den Titel sieht wird unweigerlich einen Zusammenhang herstellen.

    • Joe Smith 23.06.2018 00:41
      Highlight Highlight Die Tat hat mit seinem Beruf genau so viel oder so wenig zu tun wie die Farbe seines Passes. Diese wollen aber komischerweise immer alle wissen und stellen dann unweigerlich einen Zusammenhang her.

Kaiman oder doch nur ein grosser Hecht? Badegäste zweifeln an der Reptil-Sichtung

Ein Fischer hat beobachtet, wie das kleine Krokodil eine junge Ente frass. Die Polizei hat das Reptil am Montagabend erfolglos gesucht. Vielleicht, weil es gar nicht existiert, glauben einige Gäste am Hallwilersee.

Er dürfte nicht schlecht gestaunt haben, der Fischer. Am Sonntagabend entdeckte er im Hallwilersee bei Beinwil am See ein exotisches Tier. Er hat die Polizei alarmiert und glaubhaft geschildert, dass er ein etwa anderthalb Meter grosses Reptil beobachtet habe, das plötzlich an der Wasseroberfläche erschienen und nach einer schwimmenden jungen Ente geschnappt habe.

Danach soll das Tier mitsamt der Beute weggeschwommen sein. Aufgrund der Beschreibung gehen Fachleute davon aus, dass es sich um einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel