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Das hätte arg ins Auge gehen können: Am Samstag stürzte ein Baukran auf einen durchfahrenden Zug. Bild: KANTONSPOLIZEI AARGAU

Baukran kracht in Zug: Es war menschliches Versagen

Am Samstagmorgen krachte in Schinznach-Bad der Ausleger eines Baukrans in einen SBB-Zug. Jetzt gibt die Kranfirma zu: Ursache war menschliches Versagen.

28.05.18, 06:23 28.05.18, 07:47


Am Samstag, kurz nach 9 Uhr, ereignete sich bei der Demontage eines Baukrans ein Zwischenfall. Der 10 Tonnen schwere und 57 Meter lange Ausleger des Baukrans war an einem Pneukran aufgehängt und krachte in die Frontscheibe eines S-Bahn.

Weshalb der Ausleger in den Bereich der Gleise geriet, war am Samstag noch unklar. Am Sonntag sagte Jose Texeira, Chefmonteur bei Interkran, gegenüber Tele M1 der Grund für den Unfall sei wohl menschliches Versagen. Sein Monteur habe den Ausleger am falschen Punkt angehängt, dieser sei gekippt und dann auf den Zug gestürzt.

Die Firma macht jeden Tag Krandemontagen. Der verantwortliche Mitarbeiter sei ein zuverlässiger und erfahrener Mitarbeiter, so Texeira. Dieser müsse jetzt erst einmal in die Ferien. «Danach werden wir überlegen, was wir machen.» Der Mann leide unter psychischen Problemen und befinde sich am Tiefpunkt. «Er ist sich bewusst, dass viel mehr hätte passieren können», so Texeira.

Gegenüber dem «Blick» sagte ein Mitglied der Geschäftsleitung der Firma: «Das Spannseil ist gerissen. Das hätte den Ausleger sichern sollen, bevor man ihn absenkt.» Der Kran-Ausleger hatte einen Drehkreuzschaden und sollte deswegen ersetzt werden.

Die Ermittlungen zum Unfall laufen noch. Laut Rechtsanwalt André Kuhn kann einiges auf den Monteur zukommen, wie er gegenüber TeleM1 ausführt. Im Vordergrund stehe versuchte Körperverletzung, Verletzung der Regeln der Baukunde und Störung des Eisenbahnverkehrs. Es wäre mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe zu rechnen. (az/fh/ldu)

Schinznach-Bad: Baukran stürzt auf Regionalzug

Ein Kranausleger kracht bei Demontage-Arbeiten auf einen SBB-Zug. Die Lokführerin konnte die Notbremse ziehen und kam mit einem Schock davon. Video: © TeleM1

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • G.Oreb 28.05.2018 12:26
    Highlight Obwohl heilfroh, frage ich mich gerade wie die Lokführerin das überlebt hat. Entweder hatte die Frau unvorstellbares Glück, oder sie konnte den Kran fallen sehen, die Notbremse ziehen und ist in den hinteren Teil der Lok gerannt. Wie das aber gehen soll in der Zeit ist für mich unvorstellbar.
    1 2 Melden
    • Butschina 28.05.2018 22:06
      Highlight Genau das hat sie aber gemacht. Stand zumindest in einem früheren Artikel. Ein Zeichen was man unter Adrenalin alles schaffen kann.
      1 0 Melden
  • Unclemitch 28.05.2018 08:15
    Highlight Versuchte Körperverletzung? Dem Mann scheint ein Fehler unterlaufen zu sein... Um Menschen zu schädigen gibt es wohl zuverlässigere Methoden. Und psychische Probleme haben viele Menschen, auch solche mit verantwortungsvollen Tätigkeiten. Aber jetzt kommt bestimmt wieder der Klassiker: "das hätte man dich vorhersehen müssen, unglaublich das solche Menschen solche Verantwortung tragen, blablabla..." Ich glaube der Schock ist Strafe genug für den Monteur. Ich wünsche ihm gute Erholung vom Schock und dass er seinen Job behalten kann.
    33 0 Melden
  • Nosgar 28.05.2018 07:36
    Highlight "Im Vordergrund stehe versuchte Körperverletzung"
    Das ist doch Unsinn. Dafür müsste ein Vorsatz vorliegen.
    27 0 Melden
    • Joe Smith 28.05.2018 12:33
      Highlight Habe mich auch gewundert, und das von einem «Strafrechtsexperten». Es handelt sich offensichtlich um eine Fahrlässigkeit. Da (soweit bekannt) niemand verletzt wurde, wäre es eine versuchte fahrlässige Körperverletzung. Ein fahrlässiger Versuch ist aber im Strafrecht nicht vorgesehen. Also fällt die versuchte Körperverletzung weg. Was bleibt, ist eine Störung des Eisenbahnverkehrs und eventuell eine Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde. Bei diesen beiden Tatbeständen ist explizite auch Fahrlässigkeit strafbar. Hier ist eine Verurteilung wohl unumgänglich, ob sinnvoll oder nicht.
      3 0 Melden
  • Butschina 28.05.2018 07:08
    Highlight Ist das nicht eher ein Haftpflichtfall? Es waren bestimmt noch andere Personen dort, die auf den falschen Haltepunkt hätten aufmerksam machen können. Ein Fehler kann jedem passieren, nur die Folgen sind unterschiedlich. Eine Busse OK, aber geteilt durch alle die am Kran gearbeitet haben. Freiheitsstrafe finde ich nicht i.O. Noch besser nicht im Baugewerbe, Medizin,... arbeiten, es könnte ja ein Fehler geschehen (Ironie). Ferien nehmen ist sicher gut. Das ganze muss erst mal sacken. Zum Glück ist ausser Sachschaden nichts passiert. Die Lockführerin hat gut reagiert.
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