Schweiz
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Aargauer Polizei schreckt mit leeren Patrouillenfahrzeugen Einbrecher ab

Die Kantonspolizei Aargau geht mit verschiedenen Massnahmen präventiv gegen Einbruchdiebstähle vor. Nun parkiert die Polizei Patrouillenfahrzeuge in Wettingen, Untersiggenthal und auch im Freiamt – um Einbrecher abzuschrecken.

Luca Belci / Aargauer Zeitung



Ein Artikel der

Die Kantonspolizei Aargau parkiert Autos in Quartieren. Sie sollen Präsenz markieren und Einbrecher abschrecken. Nachdem solche Massnahmen seit letztem Herbst wiederholt in Wettingen und im Freiamt festgestellt wurden, fiel dies jüngst einem Anwohner auch in Untersiggenthal auf, wie das Regionaljournal Aargau-Solothurn berichtet.

Polizeiauto Kantonspolizei Aargau

Patrouillenfahrzeug der Kapo Aargau. bild: Kapo Aargau

Auf Anfrage der Aargauer Zeitung bestätigt Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei Aargau, das Vorgehen: «Die Polizeiautos schützen vor Straftaten jeglicher Art.»

«Die Leute wissen nie, ob sich gerade Polizisten in der Nähe befinden»

Konkret gehe man gegen Einbruchdiebstähle und -tourismus vor, jedoch nehmen auch Sachbeschädigungen und Littering im Gebiet um das Fahrzeug ab. «Denn die Leute wissen nie, ob sich gerade Polizisten in der Nähe befinden», sagt Pfister.

Die Kapo setzt Autos ein, die gerade nicht für Patrouillen oder Einsätze verwendet werden. «So erhalten wir einen Nutzen, ohne zusätzliche Ressourcen aufwenden zu müssen.»

Meist handle es sich dabei um ältere Fahrzeuge. Von den über 250 Autos der Kantonspolizei seien jeweils nur einzelne in den Quartieren abgestellt, bestätigt Roland Pfister. Seit Beginn der Aktion hätten sich bereits einige Anwohner gemeldet und erkundet. «Die Autos fallen schnell auf», so Pfister.

 «Wir stellen einen spürbaren Rückgang der Einbrüche fest»

Einbruchsprognosen

Die abgestellten Fahrzeuge sind nicht die einzige Massnahme gegen Einbruchdiebstähle: «Selbstverständlich sind wir mit Patrouillen in den Quartieren präsent», sagt Pfister.

Zudem könne die Kapo mit der Prognosesoftware «Precobs» die Risikogebiete für Einbrüche sehr gut voraussagen. «Neu ist auch unsere Facebook-Seite und die Kapo-App, hier können wir die Bevölkerung direkt ansprechen und sensibilisieren.»

Polizei stellt Rückgang der Einbrüche fest

Die verschiedenen Massnahmen scheinen zu wirken: «Wir stellen einen spürbaren Rückgang der Einbrüche fest.» Zuletzt stuften die Basler Versicherungen die Einbruchswahrscheinlichkeit im Aargau in einer Studie als gering ein. «Damit sind wir einigen Nachbarkantonen voraus», sagt Roland Pfister. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • runner 26.08.2015 07:41
    Highlight Highlight In den Niederlanden haben Gemeinden und Polizei ein Netzwerk über email + Mobilnummern geschaffen. Wenn es ein Delikt gibt, wird jeder per SMS oder email benachrihtigt, z.B. wurde ein Kind entführt. Die Teilnehemenden des Netzwerks dienen dann evtl. als Zeugen und können direkt an den Ermittlungen teil nehmen. Man hat dann die Cahnce zu helfen und steht nicht hilflos daneben.
  • Baba 25.08.2015 16:41
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob es der Sache wirklich dienlich ist, wenn so 'herausposaunt' wird, dass die Polizeifahrzeuge leer dort parkiert sind?
    • Thanatos 25.08.2015 18:37
      Highlight Highlight 1. Weiss man nie, ob die Polizisten wirklich weg sind oder nur schnell ausgestiegen sind und rumlaufen. (Ist im Kt. BL öfters der Fall)
      2. Bezweifle ich, dass die Einbrecher Deutsch können und hier mitlesen. Auch wenn sie es wüssten, sobald sie etwas neongelbes oder oranges sehen, sind sie weg ;)

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