Schweiz
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5 Dinge, die du über Karin Keller-Sutter wissen musst

Karin Keller-Sutter (54) ist die neunte Bundesrätin der Schweiz. Die St. Gallerin im Kurzporträt.



Karin Keller-Sutter erzielte einen Start-Ziel-Sieg. Warum?

Noch 2010 verlor die St. Gallerin die Ausmarchung gegen den Berner Johann Schneider-Ammann. Jede Bundesratswahl hat ihre eigene Geschichte. Vor acht Jahren musste es unbedingt ein Unternehmer sein.

Karin Keller-Sutter freut sich ueber ihre Wahl zum 119. Mitglied des Bundesrates waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 5. Dezember 2018 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

KKS nach der Wahl. Bild: KEYSTONE

Dieses Jahr sprach hingegen alles für Karin Keller-Sutter. Da sind einmal die äusseren Merkmale: das Geschlecht und die Herkunft. Mit der Wahl von Karin Keller-Sutter konnte die FDP endlich ihr Frauentrauma überwinden.

Zudem war die Ostschweiz seit dem Rücktritt der Bündner BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht mehr in der Landesregierung vertreten. Karin Keller-Sutter bringt sowohl Exekutiverfahrung mit – zwischen 2000 und 2012 war sie St. Galler Justizdirektorin – und sie ist im Bundeshaus bestens vernetzt. Seit ihrer Wahl in den Ständert 2011 gehört sie zu den einflussreichsten Politikern in Bern.

Wo steht Karin Keller-Sutter politisch?

Die St. Gallerin bezeichnet sich selbst als «stockbürgerlich». So gehört etwa die Rettung des Weltklimas nicht zu ihren obersten Prioritäten. Die abgelehnte Rentenreform bekämpfte Keller-Sutter an vorderster Front wegen der Erhöhung der AHV um 70 Franken. Sie gilt als wirtschaftsliberal und wertkonservativ. Dem Rahmenabkommen mit der EU steht die Freisinnige sehr kritisch gegenüber. Vielleicht müsse die Schweiz gewisse Schikanen der EU aushalten, findet sie.

Was sind Keller-Sutters Stärken?

Trotz ihrer politischen Haltung wird die neue Bundesrätin selbst von linken Politikern sehr geschätzt. Mit dem ehemaligen Gewerkschaftsboss Paul Rechsteiner oder SP-Präsident Christian Levrat etwa hat die 54-Jährige im Ständerat sehr gut zusammengearbeitet. So bei der Umsetzung der Zuwanderungsinitiative oder der Neuauflage der Unternehmenssteuerreform. Karin Keller-Sutter wird selbst von ihren politischen Gegner wegen ihrer Gradlinigkeit und Zuverlässigkeit geschätzt.

Zudem wir ihr ein starker Wille zur Suche von kompromissfähigen Lösungen attestiert. Ausserdem ist Karin Keller-Sutter kommunikativ stark. Die ausgebildete Dolmetscherin spricht perfekt Französisch und kommt in der Romandie sehr gut an. Die Westschweizer betrachten Keller-Sutter als halbe Romande.

Was sind Ihre Schwächen?

Selbst was ihre Gegner als Schwächen bezeichnen, klingt zuweilen wie ein Kompliment. Keller-Sutter gilt als eher unnahbar und schützt ihre Privatsphäre stark. Neben ihrem Arbeitseifer bleibe nicht sehr viel Platz für Geselligkeit, monieren Parlamentarier.

Keller-Sutter gehörte nicht zu jenen Parlamentariern, die während der Session oft an Lobbyveranstaltungen anzutreffen sind. Keller-Sutter gilt überdies als dominante Persönlichkeit. Sie lasse anderen wenig Platz, das hätten bereits ihre ehemaligen Regierungskollegen in St. Gallen merken müssen.

Was ist ihr Lieblingsessen?

Bei Käse und Gummibärchen verliert die frisch gewählte Bundesrätin nach eigenen Worten die Selbstdisziplin. (aargauerzeitung.ch)

Nico Franzoni an der Nacht der langen Messer

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Video: watson/Angelina Graf, Nico Franzoni

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Silent_Revolution 05.12.2018 12:48
    Highlight Highlight "Wirtschaftsliberal und Wertkonservativ"

    Oder mit anderen Worten; der Wirtschaft die Freiheiten zugestehen die man der Gesellschaft verwehren will.
    • Liselote Meier 05.12.2018 14:42
      Highlight Highlight "Wirtschaftsliberal und Wertkonservativ" kann man auch nur sein, wenn man die gesellschaftliche Sphäre von der ökonomischen trennt, was aber ziemlich Unsinnig ist, denn ohne Ökonomie keine Gesellschaft, ohne Gesellschaft keine Ökonomie.

      Einen Wirtschaftsliberalismus kann man gar nicht begründen aus einer Wertkonservativen Haltung heraus, ausser man trennt eben die Spähern. Das hat aber mit Wirtschaftsliberalismus nichts mehr zu tun sondern ist opportunistische Besitzstandswahrung.
    • Mischa Müller 05.12.2018 21:14
      Highlight Highlight Psychologische Zwänge könnten einen Diskussionsrahmen darstellen.
  • Max Dick 05.12.2018 11:40
    Highlight Highlight 6. Sie getraut sich nachts nicht, alleine durch Bern zu laufen. Gottseidank hat sie jetzt bezahlte Bodyguards, die sie vor den Tausenden YB-Hooligans, Reitschülern und Sans-Papiers schützen, die Tag für Tag riesiges Elend über die Bundesstadt bringen.
    • Madrigale 05.12.2018 14:01
      Highlight Highlight Oder vor dir.
    • phreko 05.12.2018 17:00
      Highlight Highlight Sie hat sich in der Fussballszene dermassen einen Namen gemacht, dass es für sie wohl tatsächlich ungemütlich werden könnte.

      Erich Hess musste es ja auch schon spüren...
  • baBIELon 05.12.2018 11:20
    Highlight Highlight Ich verstehs nicht... Wieso wählt man eine Person welcher das Weltklima egal ist...
    • Jason96 05.12.2018 11:26
      Highlight Highlight *Klischeekanone an*
      Gibt es bei der FDP überhaupt jemanden der sich nicht nur für Wirtschaft interessiert?
      "Egal, geht die Welt eben unter, Hauptsache ich musste nicht 70 Franken mehr AHV zahlen."
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 05.12.2018 11:28
      Highlight Highlight baBIELon

      Hast du wirklich das Gefühl Hans Wicki würde sich für den Klimaschutz starkmachen?
    • MSpeaker 05.12.2018 11:29
      Highlight Highlight Weil es nicht das einzige wichtige Thema ist, sondern eines von vielen. Und die Mischung im Bundeshaus und Bundesrat machen meiner Meinung nach viel für den Erfolg der Schweiz aus.
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