Schweiz
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epa06215241 Ignazio Cassis gives his first press conference after his election as Federal Councilor by the United National Assembly, in the National Council in Berne, Switzerland, 20 September 2017.  EPA/PETER KLAUNZER

Buchstäblich Schützenhilfe erhielt Ignazio Cassis bei seiner Wahl.  Bild: EPA/KEYSTONE

Schmäh-Mails aufgetaucht! Wie Cassis' Schützen-Connection Maudet in drei Tagen demontierte

Waffenfreunde um Pro Tell setzten sich für den Tessiner ein. Und attackierten dessen Gegner Pierre Maudet mit Massenmails. 

henry habegger / Aargauer Zeitung



Die Affäre von Ignazio Cassis mit den Waffenfreunden von Pro Tell war eine kurze. Am 11. September trat er dem Klub bei. Und jetzt, nach öffentlichem Druck, schon wieder aus («Die Nordwestschweiz» berichtete). Aber der Flirt könnte Cassis die Schützenhilfe verschafft haben, die ihn zum Bundesrat machte, wie ein Blick auf die Zeitachse zeigt.

10. September 2017

Pikante Verbindungen

11. September 2017

L'UDC Jean-Luc Addor, lors du du second tour des elections au Conseil d'Etat valaisan ce dimanche 19 mars 2017 a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Pro-Tell-Vize Jean-Luc Addor. Bild: KEYSTONE

12. September 2017

Petra Goessi, FDP-SZ, links, gratuliert Ignazio Cassis zu dessen Wahl zum 117. Mitglied des Bundesrates, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017 im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Geschafft! Cassis nach seiner Wahl in den Bundesrat.  Bild: KEYSTONE/POOL

Cassis: «War nicht involviert»

Schützenhilfe der Schützen. Kann sich Bundesrat Cassis die zeitliche Nähe seines Pro-Tell-Beitritts und der Schmähmails gegen Gegner Maudet erklären? Auf Anfrage lässt er durch Ursula Eggenberger, Kommunikationsleiterin der Bundeskanzlei, ausrichten: «Er hat von dem am 11. September gegen Herrn Maudet gerichteten Serienmail zum gleichen Zeitpunkt Kenntnis genommen wie die anderen Mitglieder der Bundesversammlung. Herr Cassis war zu keinem Zeitpunkt in den Mailversand involviert und weiss deshalb auch nicht, wer ihn zu verantworten hat.»

Wie ein Popstar gefeiert – Neuer Bundesrat im Tessin

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    31Alle Kommentare anzeigen
      Alle Leser-Kommentare
    • Lusch 18.10.2017 16:38
      Highlight Highlight Der neue Politstil! Damit arbeitet die wiederwertig SVP seit den Kosovaren Plakaten! Verunglimpfen, Lügen, Verdrehen, Erfinden. Trump kann es nicht besser, wahrscheinlich ist er ein Busenfreund von Blocher!
    • Thomas Binder 18.10.2017 12:37
      Highlight Highlight Dass Cassis als letzter realisieren wird, dass er schon lange zurückgetreten ist, ist ein wesentlicher Teil seines Problems.
    • Makatitom 18.10.2017 11:50
      Highlight Highlight Hat wirklich jemand etwas anderes als ein Fähnchen im Wind erwartet? Und das von einem FDPler? Nicht wirklich, oder?
    • ujay 18.10.2017 11:38
      Highlight Highlight Frage: Wieso müssen Bundesratskandidatlnnen überhaupt bei diesem dubiosen Pro Tell Verein Red und Antwort stehen? Mir graut vor einer Schweiz, in der solche Gruppierungen das Sagen haben. Ein Albtraum.
      • Mugendai 18.10.2017 16:13
        Highlight Highlight Müssen nicht, das Interview war freiwillig.
      • ujay 19.10.2017 06:02
        Highlight Highlight ...müssen nicht, aber wenn sie es nicht tun, werden sie von PT zum Abschuss freigegeben, d.h. wer sich nicht " freiwillig" interviewen lässt, wird von diesen Clowns zur Ablehnung empfohlen.
    • piedone lo sbirro 18.10.2017 11:37
      Highlight Highlight zuerst hat kk-cassis sein italienischen pass abgegeben um bei der SVP stimmen zu erhaschen, und jetzt noch diese peinliche geschichte mit der waffenlobby.

      da bleibt einzig die hoffnung, dass cassis als bundesrat nicht all zu viel schaden für unser land anrichten wird.

      auch die FDP hinterlässt dabei einmal mehr einen miserablen eindruck.

      pro-tell-vize jean-luc addor ist ein verurteilter rassist.

      https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SVPNationalrat-wegen-Rassismus-verurteilt/story/23946493
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 09:26
      Highlight Highlight Passsende Musik dazu:
      Play Icon
    • ubu 18.10.2017 09:15
      Highlight Highlight Wer behauptet die Mails einiger Waffennarren hätten "Maudet in drei Tagen demontiert" verkennt, wieveiel Mails ein Parlamentarier täglich erhält und überschätzt "Pro Tells" Einfluss massiv.
      • Lusch 18.10.2017 16:41
        Highlight Highlight Darum geht es nicht, der Stil, die Art und Weise wie Politik in Zeiten von Milliardärs Parteien betrieben wird, ist widerlich!
    • Raphael Stein 18.10.2017 09:06
      Highlight Highlight Spannend das. Und sehr einflussreich für meine zukünftige Beurteilung vom Zahnstocher aus dem Tessin.
    • Theor 18.10.2017 08:32
      Highlight Highlight Ist Cassis nun ein besonders rückgradloser Bundesrat oder wird die Geschichte um ihn herum nur besonders aufgebauscht?
      • Lusch 18.10.2017 16:44
        Highlight Highlight Absolut rückgratlos, wenn er die Stimmen der SVP nur dann gekriegt hätte, wenn er seine Oma verkauft hätte, wer weiss!
    • felixJongleur 18.10.2017 08:17
      Highlight Highlight Wie wenn diese Serienmails den Ausschlag gegeben hätten, dann hätte ich ein grösseres Fragezeichen ob dem Rückgrat der Empfänger als bei Bundesrat Cassis. Geweibelt, lobbyiert und intrigiert wird doch immer, von links bis rechts, das haut mich jetzt nicht aus den Socken.
    • zombie woof 18.10.2017 07:54
      Highlight Highlight Ha, was Amerika mit Trump kann, können die Schweizer und ihre Politiker schon lange. Politik war schon immer ein Drecksgeschäft, frage mich nur, wie dreckig es noch werden kann?
    • Lusch 18.10.2017 07:50
      Highlight Highlight Einmal mehr aus der SVP Schmudelecke, wen wundert‘s!?
    • Schnapphahn 18.10.2017 07:48
      Highlight Highlight Für mich sieht der Sachverhalt aus wie ziemlich heisse Luft. Ich fasse den Artikel kurz zusammen:

      1. Bürger schreibt Mail mit BR -Empfehlung/ Nichtempfehlung an NR
      2. NR wählt Cassis.
      3.??

      Dem NR steht frei, aufgrund von welchen Kriterien sie den zukünftigen BR wählen. Vielleicht haben sie auch gewürfelt, wer weiss.
      Daher: Ziemlich viel Spekulation Watson.
    • Tochter aus Elysium 18.10.2017 07:34
      Highlight Highlight House of Cards CH
      • Radesch 19.10.2017 10:04
        Highlight Highlight Fände ich übrigens eine super Idee für eine Serie. Man stelle sich die Möglichkeiten vor. Mit Initiativen, Referenden...

        Falls irgend ein Regisseur das liest :D Bitte machen!
    • Wehrli 18.10.2017 07:30
      Highlight Highlight Was für ein .... Sturm im Wasserglas.
    • De Hans-Ueli vom Pragel 18.10.2017 07:25
      Highlight Highlight wenn cassis und co. house of cards spielen. mir dreht's den magen um...
    • Karl Müller 18.10.2017 07:25
      Highlight Highlight Ach! Deswegen wurde Maudet also nicht gewählt. Weil Pro-SVPler in Mails offenlegten, dass Maudet pro EU ist und im Kanton Genf unzähligen Sans-Papiers einen Aufenthaltsstatus erteilte. Das wusste vorher natürlich niemand, und es ist jetzt also total fies, wenn die Rechten ihn nur deswegen nicht gewählt haben, weil er quer gegen ihre Positionen steht! Gut, dass dieser Skandal aufgedeckt wurde.


      ...
      • häfi der Spinat 18.10.2017 13:30
        Highlight Highlight Müller,,,das ist nicht fies, das ist Politik.
        Maudet war bekannt als EU Turbo.
        Und ja, viele (darunter auch die SVP) möchten nicht in der grossen "Internationalen", der EU aufgehen.
        Was ist daran verwerflich?
    • JoeyOnewood 18.10.2017 07:07
      Highlight Highlight yey, die gucken sich wohl einiges bei der NRA ab. ich hoffe, das Schweizer Volk und die Parlamentarier lassen sich nicht dermassen aufstacheln, sonst haben wir hier bald amerikanische Verhältnisse
    • dracului 18.10.2017 07:00
      Highlight Highlight Die Schweiz hat also auch ihren Mini-Wahlbeeinflussungsskandal, auch eine Mini-NRA und der gewählte Bundesrat wusste auch nichts von alledem. Es läuft halt überall gleich.
    • Majoras Maske 18.10.2017 06:43
      Highlight Highlight Und warum genau hat diese zwielichtige Organisation so viel Einfluss, dass selbst Bundesratskandidaten dort antraben...?
    • Troxi 18.10.2017 06:09
      Highlight Highlight In meinen Augen ist so etwas Wahlbetrug und dementsprechend gehört die Wahl wiederholt. Dass der Herr X.Y. Nicht auf hartnäckige Fragen, ob der ProTell Vize sein Anwalt sei, bereit ist zu Antworten und die Kommunikation abbricht ist ja schon Ausdruck genug um sich ein Bild zu verschaffen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass man extrem Angst hatte, dass Maudet gewählt wird. Wenn man die Wahlganzgahlen durchliest, Cassis 109 Maudet 62 Moret 55, könnte man meinen im 1. Durchgang schuen es aufzugehen, denn im 2. Durchgang holte Maudet massiv auf Cassis 125 Maudet 90 Moret 28.
      • crik 18.10.2017 09:28
        Highlight Highlight @Troxi: Es wäre Ihnen frei gestanden, im Vorfeld der Wahl e-mails an alle Parlamentarier zu verschicken, und eine Wahlempfehlung abzugeben. Deswegen wären Sie Watson gegenüber nicht zu einer Auskunft über Ihre privaten Verhältnisse verpflichtet.
      • Rodney McKay 18.10.2017 09:43
        Highlight Highlight Ihnen ist die Bedeutung des Wortes "Betrug" aber schon geläufig ? Betrug ist es dann, wenn Stimmen gefälscht wurden, ansonsten nicht. Wenn auf die Parlamentarier Einfluss genommen wird, hat das doch nichts mit Betrug zu tun. Die Parlamentarier hatten an den Hearings die Möglichkeit die Kandidaten kennen zu lernen, und sich darauf hin eine Meinung zu bilden. Wer sich in seiner Meinung so leicht beeinflussen lässt, ist ohnehin nicht für die Politik geeignet. Bitte erklären sie, wo hier betrogen wurde.
      • Bits_and_More 18.10.2017 10:29
        Highlight Highlight Vor der Wahl eine Empfehlung abzugeben ist weder Betrug noch aussergewöhnlich. Zig Verbände, seien uns nun aus der Wirtschaft, Fachgruppen, Gewerkschaften etc. geben vor Wahlen Empfehlungen über Kandidaten ab.
        Das Maudet gerade in konservativen Kreisen wie der SVP nicht wahnsinnig beliebt ist, war auch vorher kein Geheimnis.
        Da ändern auch ein paar vorgängige Email einer Pro Tell Aktivsten wenig, welches vermutlich von der Mehrheit der Parlamentarier, bei deren täglichen Emailflut, nicht einmal gelesen / beachtet wurde.
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