Schweiz
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Swiss Defense Minister Guy Parmelin sits in the cockpit of a new Swiss Army boat during a presentation in the Swiss Army Base in Frauenfeld, Switzerland April 19, 2016. REUTERS/Ruben Sprich

Da war die Welt noch halbwegs in Ordnung: Guy Parmelin begutachtet Mitte April in Frauenfeld ein Fahrzeug der Armee.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Pleiten, Pech und Pannen: Parmelin unter Dauerbeschuss

Das Macher-Image des Verteidigungsministers bekommt Risse. Guy Parmelin gelingt es nicht, die Brände in seinem Departement zu löschen. Eine kritische Zwischenbilanz.

10.05.16, 04:49 10.05.16, 07:33

lorenz honegger / Aargauer Zeitung



Es ist kurz vor 16 Uhr, als sich gestern die Tür des Kommissionszimmers 301 im Bundeshaus öffnet. Heraus kommt Verteidigungsminister Guy Parmelin, der sich soeben den Fragen einer parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission stellen musste. Vor dem Sitzungszimmer erwarten ihn Kameras, Mikrofone und viele kritische Fragen.

Lange hält es der Westschweizer Magistrat aber nicht aus. Er sagt zwei, drei Sätze auf Französisch, dann flüchtet er über die Wendeltreppe aus dem Bundeshaus. Weg von den Fragen, weg von der Kritik, raus in die Sonne. Nachdem Parmelin vergleichsweise fulminant in sein Amt gestartet ist, brennt es in seinem Departement mittlerweile an mehreren Fronten. Wenig ist übrig geblieben vom Macherimage, das er in den ersten Wochen nach seinem Antritt ausstrahlte. Eine Übersicht der wichtigsten Pleiten und Pannen.

1. Die Bauland-Affäre und der uneinsichtige Weinbauer

Guy Parmelins zurzeit grösstes Problem ist er selbst. Im Raum steht der Verdacht, dass er im Bundesrat Politik fürs eigene Portemonnaie gemacht hat. Wie der «Blick» enthüllte, hat sich der ehemalige Weinbauer diesen Frühling in einem Mitbericht dafür eingesetzt, dass Landwirte beim Verkauf von Bauland steuerlich privilegiert werden.

Dabei vergass er zu erwähnen, dass er zu diesem Zeitpunkt formell immer noch Besitzer einer 1366 Quadratmeter grossen Bauland-Parzelle in seiner Heimatgemeinde Bursins war. Geschätzter Wert: über eine Million Franken.

Une vue de la parcelle de vigne que le Conseiller federal Guy Parmelin a vendu a son frere ce samedi 7 mai 2016 a Bursins dans le canton de Vaud. Le journal Blick rapporte vendredi que Guy Parmelin a préconise aupres de ses collegues que le Conseil federal appuie le projet de reforme fiscale visant a exonerer de l'impot federal direct, les benefices issus de la vente de terrains agricoles. Or, ces cadeaux fiscaux pourraient beneficier au frere du conseiller federal en cas de revente des parcelles qu'il detient sur la commune de Bursins. Le Conseiller federal Guy Parmelin nie categoriquement avoir favorise ses interets personnels. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Gehörte bis vor kurzem Guy Parmelin: Bauland-Parzelle in Bursins.  Bild: KEYSTONE

Bei einer Pressekonferenz am Freitag zeigte sich Parmelin uneinsichtig und betonte unablässig, das Grundstück sei rückwirkend per Anfang Jahr auf seinen Bruder überschrieben worden – doch der fahle Nachgeschmack bleibt. Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK) will heute entscheiden, welche Konsequenzen sie aus der Affäre zieht.

Parmelin selber räumte gestern nach der Befragung durch die GPK in einer kurzen Stellungnahme ein, dass er einen «politischen Fehler» begangen habe. Im Nachhinein sei man immer schlauer. Juristisch jedoch hält er seinen Entscheid, im Bundesrat nicht in den Ausstand zu treten, weiterhin für vertretbar.

2. Spionage bei Ruag, der Nachrichtendienst merkt's nicht

Die Cyberspione schlugen im Winter 2014 zu, und niemand bemerkte es. Die russischen Hacker infiltrierten die IT-Systeme des bundeseigenen Rüstungskonzerns Ruag, die wiederum eng mit dem Verteidigungsdepartement (VBS) verzahnt sind. Sie luden Daten mit den streng geheimen Namen der Elite-Einheit AAD10 herunter, sammelten Informationen über Zehntausende Bundesangestellte und Parlamentarier. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) Alarm schlug.

Besonders peinlich: Die Schweizer Geheimdienstler hätten es selber nicht gemerkt. Auch die Ruag, die mit Cyber-Security-Lösungen Geld verdient, hatte keine Ahnung von den Eindringlingen im eigenen System. Der Hinweis auf den Angriff kam von einem europäischen Partnerdienst.

ZUR MELDUNG, DASS DER RUESTUNGSBETRIEB RUAG UND DAS VERTEIDIGUNGSDEPARTEMENT VBS IM VERGANGENEN JANUAR VON HACKERN AUSSPIONIERT WURDEN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 4. MAI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. DIE MITTEILUNG WURDE VON VERTEIDIGUNGSMINISTER GUY PARMELIN BESTAETIGT. - Das Logo der Ruag anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der Ruag vom Donnerstag, 19. Maerz 2015, in Emmenbruecke. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Ausspioniert: Schweizer Rüstungskonzern Ruag.
Bild: KEYSTONE

Dennoch will das VBS gegenüber der «Nordwestschweiz» keine Fehler einräumen. Dass der Hinweis aus dem Ausland kam, sieht das Departement nicht als Zeichen der Schwäche, sondern als Bestätigung. «Wie der aktuell mediatisierte Fall eindrucksvoll zeigt, können heute sicherheitspolitisch bedeutsame Cyberattacken nur im internationalen und nationalen Verbund erfolgreich erkannt und bekämpft werden», heisst es auf Anfrage. Das wirkt wenig überzeugend: Punkto Cyber-Sicherheit herrscht im Departement Parmelin offensichtlich massiver Nachholbedarf.

3. Armeechef sorgt für Eklat und muss sich entschuldigen

Der Ende Jahr scheidende Armeechef André Blattmann wird langsam aber sicher zur Hypothek für den Verteidigungsminister. Bei einem Auftritt in Brugg liess der Korpskommandant letzte Woche seinem Frust über die mediale Kritik an der Armee freien Lauf. Vor mehr als 150 Generalstabsoffizieren verunglimpfte er den Moderator der SRF-Sendung «Rundschau» als «Sandro Kotz, äh Brotz» und schimpfte über den Whistleblower in der Armee, der geheime Dokumente zum problembehafteten Fliegerabwehr-System Bodluv 2020 an die Medien weitergegeben hatte.

Verbale Ausrutscher: Korpskommandant André Blattmann. Bild: watson/srf/keystone

«Ich freue mich, wenn man den Missetäter, den Verräter, findet, und ich freue mich, wenn wir diesen im übertragenen Sinne auf die Schlachtbank führen können», sagte Blattmann laut der «Zentralschweiz am Sonntag». Gestern Mittag sah er sich zu einer öffentlichen Entschuldigung gegenüber Moderator Brotz gezwungen. Das VBS distanzierte sich auf Anfrage von der Wortwahl des Armeechefs.

4. Unbeantwortete Fragen um Fliegerabwehr-Debakel

Anfänglich erhielt Guy Parmelin viel Lob für seinen Entscheid, die Beschaffung des Fliegerabwehrsystems Bodluv 2020 zu sistieren und eine Untersuchung einzuleiten. Er stand als Mann der Tat, als Macher da. Wie über die Medien bekannt geworden war, hätte Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg zwei Lenkwaffensysteme kaufen wollen, welche die Auflagen an Allwettertauglichkeit und Reichweite nicht erfüllten. Parmelin, so der Eindruck, hatte mit der Sistierung am 22. März ein weiteres Rüstungsdebakel verhindert.

Mittlerweile mehren sich jedoch die kritischen Stimmen, auch aus der eigenen Partei. Nur wenige Sicherheitspolitiker nehmen dem VBS-Chef ab, dass es ihm darum geht, zuerst eine Gesamtschau über die ganze Luftwaffe zu erstellen, bevor es mit der Beschaffung von Bodluv 2020 weitergeht. Denn ein solcher Bericht existiert schon seit 2014.

Sympathien hat er sich vor allem in der sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats verspielt, deren Fragen Parmelin Mitte April mit Verweis auf die laufende Untersuchung unbeantwortet liess. Etliche Kritiker glauben, der Verteidigungsminister und seine Mitstreiter wollten die Fliegerabwehr opfern, um möglichst bald ein neues Kampfflugzeug zu kaufen.

ARCHIV --- Das Model eines Gripen Kampfflugzeuges steht im Saal waehrend einer Informationsveranstaltung am 14. April 2014 in der Mehrzweckhalle  Ennetbuergen im Hinblick auf die Referendumsabstimmung vom 18. Mai 2014 ueber das Gripen- Fonds- Gesetz. Der Bundesrat hat am Mittwoch, 24. Februar 2016 die Vorarbeiten für eine neue Kampfjet-Evaluation gestartet. Das eigentliche Auswahlverfahren soll naechstes Jahr starten. Ab 2025 koennten die neuen Kampfjets Einsaetze fliegen. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Gripen-Fail: Die Armee sucht immer noch nach einem neuen Kampfflugzeug. Bild: KEYSTONE

5. Gegen die Armeereform droht ein Referendum

Nach langem Hin und Her stimmte das Parlament der Weiterentwicklung der Armee (WEA) in der Frühlingssession zu. Doch damit ist die Armeereform nicht über den Berg. Ein Referendumskomitee um die rechtsbürgerliche Offiziersgruppierung Giardino sammelt derzeit Unterschriften, um das Projekt an der Urne zu bodigen. Selbst die SVP des Kantons Aargau unterstützt den Angriff auf die Reform, obwohl die nationale SVP diese befürwortet.

ZUR HEUTIGEN DEBATTE IM NATIONALRAT UEBER DIE ARMEEREFORM STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 18. JUNI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  -  Infantry recruits stand in two rows on a green field, pictured on May 17, 2013, in the infantry recruit school of the Swiss army in Colombier, canton of Neuchatel, Switzerland. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Rekruten der Infanterie stehen auf der gruenen Wiese in Reih und Glied, aufgenommen am 17. Mai in der Infanterie RS 5 (Rekrutenschule) in Colombier, Kt. Neuenburg. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Reformen bei der Schweizer Armee: Das Referendum steckt in der Pipeline. Bild: KEYSTONE

Auf Anfrage der «Nordwestschweiz» nennt das Bürgerkomitee «Nein zur Halbierung der Armee» keine Zahlen zum Stand der Sammlung, betont jedoch, die meisten Unterschriften würden im letzten Drittel der 100-tägigen Frist erwartet. Für Verteidigungsminister Parmelin heisst das: Auch dieser potenzielle Brand ist vorerst nicht gelöscht.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 10.05.2016 13:04
    Highlight liebe bürgerliche, SPAREN (habt ihr's gelesen, das ist ja, was ihr wollt) könnte man mit dem verhindern von solchen leerläufen sehr sehr viel.

    liebe bürgerliche, hand auf's herz, wer von euch hätte allen ernstes einen der 3 vorgeschlagenen svp kanditaten im dez 15 für seinen betrieb als vorgesetzte eingestellt??
    15 4 Melden
    • Skip Bo 10.05.2016 18:13
      Highlight Alle BR sind Kompromisse. Wer das Gefühl hat BR müssten alles können, soll Comic Helden wählen.
      Wen man der optischen Erscheinung vor der Kompetenz den Vorzug lässt, könnte ich mir vorstellen unter Doris zu arbeiten.
      4 9 Melden
    • Michelle29 11.05.2016 09:14
      Highlight Pamayer Sie haben völlig Recht mit den SVP -Kandidaten.
      Nochmals Hand aufs Herz würden Sie irgendein der Bundesräte einstellen?
      1 0 Melden
    • pamayer 11.05.2016 12:54
      Highlight Ja. Sommaruga. Und den burkhalter.

      Wenn ich geissen und kühe hätte, den ueli vielleicht, wenn ich zu viel geld hätte... - ich glaube; ich lasse die rubrik 'wenn' besser weg.
      0 2 Melden
  • trollo 10.05.2016 13:03
    Highlight das thema ist zu tode geritten. das meistgelesene auf watson ist ein artikel über masturbation.

    parmelin ist eine erfahrung reicher.
    er liegt am boden, was wollt ihr mehr. also hört auf mit nachtreten und lasst ihn aufstehen.

    7 13 Melden
    • Luchs 10.05.2016 22:19
      Highlight Trollo sagt wies ist. Masturbation geht vor Politik und Kulltur.
      Liegt das am Journalismus odet an den leser?
      1 1 Melden
    • cassio77 11.05.2016 05:17
      Highlight Trollo, ich erinnere an den Fall Hildebrand. Nur sind dort die wahren Motive wesentlich interessanter als etwa hier bei Parmelin.
      1 0 Melden
    • trollo 11.05.2016 06:54
      Highlight cassio, soll parmlin jetzt wegen seinem nichtausstand zurücktreten (seine meinung hatte k e i n e konsequenzen auf die meinung des gesamtbundesrates) oder soll er zurücktreten weil hildebrand zurückgetreten ist?

      sind bei allen br ihre angehörige auf ev. interessen geprüft worden? br schneider besitzt auch landwirtschaftsland.
      ist die parzelle von ss in köniz frei von spekulativen möglichkeiten?

      mal eine theoretische annahme: wenn parmelin eine andere meinung gehabt hätte und auch nicht in ausstand getreten wäre, hätte er die regel ebenso verletzt würde hier aber als robin hood gefeiert.


      2 0 Melden
  • pamayer 10.05.2016 13:03
    Highlight na ja, als die 3 kronFAVORITEN (männlich alle 3) gegen ende nov präsentiert wurden, war eigentlich schon klar, dass wenn einer aus den vorgeschlagenen (!!!) gewählt würde, einfach das kleinste übel gewählt würde, nicht aber eine person von kompetenz und format, was für das amt des bundesrates mal rein theoretisch von vorteil wäre.

    und dabei schön daran denken, dass einer der gewählten irgendwann mal bundespräsident werden würde.
    nun debakelt's halt. weil nichts besseres zur wahl stand und die anderen parteien vor dem jämmerlichen vorschlag der svp kuschten.



    8 5 Melden
  • Theor 10.05.2016 12:20
    Highlight Und ich dachte Parmelin werde einfach ein langweiliger Bundesrat. Aber spätestens seit der Bauernland-Affäre weiss ich, dass er es faustdick hinter den Ohren hat. Leider zugunsten eigener Interessen und nicht die der Bevölkerung, aber das ist eigentlich auch keine Überraschung. SVP halt.
    23 4 Melden
  • Marcel Baur 10.05.2016 09:28
    Highlight Abgesehen vom "Bauerntrickli" dürfte es sich um Altlasten seines Vorgängers handeln.
    Es ist auch nicht das erste Mal, dass es im VBS zu Datenabfluss gekommen ist. Man denke an den Datendiebstahl im NDB zurück. Auch die Affäre um die Bülacher Firma Wavecom ist aus meiner Sicht nicht gegessen.
    Da hat Parmelin einen ganzen Swimingpool auszulöffeln.
    Im da einen Strick zu drehen halte ich für nicht ganz fair.

    Ich sehe auch anhand der weiteren Kommentare, dass einige meine Befürchtung teilen, dass uns nach 4 Jahren Ueli Maurer ähnliche Zustände im Finanzdepartement erwarten
    44 8 Melden
    • Sapere Aude 10.05.2016 09:42
      Highlight Geht weniger darum, Parmelin für alles einen Strick zu drehen. Die Auflistung zeigt lediglich die Baustellen, um welche er sich kümmern sollte. Im scheinen jedoch Mitberichte zu Steuererleichterungen, die gar nicht sein Ressort sind wichtiger, als seine Arbeit zu machen. Dass er dadurch noch selber zumindest indirekt profitiert, macht ihn erst recht unglaubwürdig.
      41 5 Melden
  • 7immi 10.05.2016 09:23
    Highlight 1. ja!
    2. war vor seiner zeit. ausserdem fällt es in den aufgabenbereich des melani?
    3. bei einer ansprache vor seinen angestellten entgleist der cda verbal, entschuldigt sich aber anschliessend. nichts weiter. man muss nicht alles aufblasen.
    4. muss er das beantworten? er hats gestoppt und will zuerst einmal die lücke definieren, die zu schliessen ist. macht doch sinn?
    5. war auch vor seiner zeit. ausserdem ist das absehbar, wenn man die armee halbieren möchte.

    also hat parmelin - wie alle anderen auch - etwas vor sich. aber gleich einen artikel schreiben?...
    4.
    13 21 Melden
  • Firefly 10.05.2016 09:09
    Highlight Wieso schweigt Köppel? Die Anschuldigung der frivolen Leichtfertigkeit würde hier bestens passen! Aber man prangert ja gern nur vermeindliche Fehler anderer an, nicht wahr Mr. Weltwoche?
    55 9 Melden
    • adi37 10.05.2016 11:49
      Highlight Firefly: Mit Akribie werden Fehler - auch kleinster, unbedeutendster Art, von linker Seite, im Besonderen bei SVP-Exponenten, gesucht und "aufgemöbelt", um Schlammschlachten anzuzetteln. Für gewisse, linkslastige Medien ein "gefundenes Fressen"! Nicht, dass ich dagegen wäre, Missstände auf zu decken, aber bitte neutral und auf der ganzen Breite des politischen Spektrums! Wo gearbeitet wird passieren Fehler, oder werden Fehler gemacht, ob bewusst, oder zufällig ! Glücklich all jene, die Fehler gemacht haben und kein "Nachspiel" verantworten mussten!
      3 12 Melden
    • R&B 10.05.2016 13:09
      Highlight @ adi37: Normalerweise würde ich Ihnen Recht geben. Die SVP ist eine Gefahr für die Schweizer Gesellschaft und daher finde ich es gut, dass aufgezeigt wird, wie korrupt, egoistisch und unfähig SVP-Politiker sind.
      11 2 Melden
    • adi37 10.05.2016 14:13
      Highlight R&B: Ich würde Korruption nicht einer Partei zu ordnen. Vetternwirtschaft gibt es überall - auch bei Linken und Grünen! Wo hört "Söihäfeli-Söidecheli" auf und wo fängt Korruption an? Wer in "Machtstellung", in irgend einer Weise steht, ob klein oder gross, kommt in Versuchung, sie zu missbrauchen, mit oft dreisten Begründungen, wenn es ans Tageslicht kommt! Bei BR Parmelin wurde ganz eindeutig übertrieben - weil er ein SVP-Exponent ist!?
      100 Tage im Amt und schon hat er alles schlecht gemacht? Starke "Rücken" brauchen diese Leute!!

      3 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 10.05.2016 08:50
    Highlight Wäre er bei der SP hätte die SVP schon lange den Rücktritt gefordert
    61 5 Melden
    • rodolofo 10.05.2016 09:39
      Highlight Aeschi will lieber nach Eritrea.
      Ein Leben lang Militärdienst leisten findet er nämlich gar nicht so schlimm.
      Also Aeschi, zeig den weinerlichen Eritreischen Weicheiern mal, wie's geht!
      38 4 Melden
    • Sapere Aude 10.05.2016 09:58
      Highlight In weltbürgerlicher Dreistigkeit sollen jetzt also die Linken Schuld sein, ernsthaft? Das Problem ist eher hausgemacht. Die SVP verfügt schlicht nicht über die richtigen Leute, um Regierungsverantwortung übernehmen zu können. Erinnere mich noch zu gut an Zuppiger oder Fehr, die es auch nicht so genau mit den Regeln nehmen. Aeschis Verbindungen zur NSA sind ebenso bedenklich wie die Kandidatur Gobis unglaubwürdig war. Wenn man nur Mist zur Auswahl hat, wählt man jenen der am wenigstens stinkt.
      36 2 Melden
  • amore 10.05.2016 08:31
    Highlight Nehmen wir an, eine grüne BR hätte das VBS so schlecht geführt, wie würden die SVP-Regisseure über die Person "oflätig" und stillos herfallen und deren Absetzung fordern (vgl. grüne RR Hochuli im Aargau)? Wenn SVP-BR seit Jahren das VBS runterwirtschaften, wird von den Nicht-SVPlern hart und konstruktiv kritisiert ohne billige Glarnerische Grossmaul-Methoden. Bitte SVP, immer mit den gleichen Ellen messen! Ob das wohl bei dieser Partei mal möglich sein wird?
    51 4 Melden
  • TheRabbit 10.05.2016 08:23
    Highlight Ich frage mich einfach wie merkt ein ausländischer Geheimdienst, dass eine schweizerische Firma (Ruag) gehackt ist.
    Hatten die auch Ihre Finger im Spiel?

    Plus heutzutage ist es ein leichtes die Herkunft des Hack's zu verschleiern. Ein Elitehacker würde doch kaum seine Spuren leichtfertig offenlegen. Vielmehr ist es wohl Taktik absichtlich über Russland anzugreifen.
    15 9 Melden
    • rodolofo 10.05.2016 09:45
      Highlight Ah ja?
      Dann ist der Russische Geheimdienst gar nicht so raffiniert, wie wir glauben?
      Dann sind die Russischen Geheimdienstler im Grunde CIA-Agenten, die nur so tun, als wären sie Putin-Trolle?
      Oder sind sie Doppelagenten einer geheimen Achse USA-Russland-China?
      Darum also diese Chinesischen Reisegruppen in Holliwood und Las Vegas...
      7 7 Melden
    • TheRabbit 10.05.2016 10:33
      Highlight Darf man nicht mal mehr kritisch hinterfragen?

      Wenn ich meine IP-Adresse nach Deutschland verschieben kann mit einem Add-on, dann schaffen es doch Hacker ihre eigene vollkommen zu verschleiern.

      Bei einem Einbruch würdest du wohl auch falsche Fährten legen. Oder wenigstens schauen, dass du nicht gefilmt wirst dabei.

      Aber hauptsache alles ins Lächerliche ziehen.
      11 5 Melden
    • rodolofo 10.05.2016 11:18
      Highlight Natürlich kannst Du kritisch hinterfragen!
      Aber aus diesen Geheimdienstlern kannst Du eh nie richtig schlau werden.
      Die Maskerade gehört ja zu ihrem Beruf!
      Sie verstellen sich so professionell, dass sie am Schluss selber nicht mehr wissen, wer sie wirklich sind, die Maske, oder das (unkenntliche) Gesicht dahinter. Und vielleicht ist ja die aufgesetzte Maske noch ansehnlicher, als die Fratze dahinter?
      Putin z.Bsp. hat an seiner faschistoiden Parade zur Feier des Sieges über Hitler-Deutschland davon gesprochen, das Schlechte zu bekämpfen.
      Glaubt er seine eigenen Lügen, oder lügt er ganz bewusst?
      4 4 Melden
  • Scaros_2 10.05.2016 08:18
    Highlight Also man kann ihm nicht alls zulasten machen.

    1. Bauaffäre - Ja! Dort hat er such äusserst unpassend verhalten, Kommunikation ein totalversagen
    2. RUAG - Dieser war im W2014 und somit in der übergangszeit. Das ist Uelis Bier er hätte dafür sorge tragen müssen - Parmelin hat den Schaden
    3. Den Armeechef tauscht er ja schon aus - er kann ja auch nichts dafür das dieser sich so verhält.
    4. Auch das ist ein Bier von ueli - Parmelin muss in der Projektstruktur aber jetzt definitiv aufräumen
    5. Referenden sind legitim - das kann kein BR beeinflussen!

    Er hat viel arbeit vor sich ohne zweifel
    29 2 Melden
  • teufelchen7 10.05.2016 08:13
    Highlight auch für ein politiker ist das leben manchmal kein ponyhof! er wurde gewählt, um seine arbeit zu machen. ich bin kein fan von herr parmelin, aber fairerweise muss man sagen, dass punkt 2 und 3 nicht unbedingt seine schuld ist. jedoch ist er nun chef dieses departements. die zeit wird zeigen, ob er diesen zustand korrigieren kann.
    36 2 Melden
    • R&B 10.05.2016 13:13
      Highlight Parmelin soll nicht rumeiern, sondern die Probleme anerkennen und aktiv lösen. Das wird von ihm erwartet, selbst wenn sein Vorgänger die Arbeit schlecht gemacht hat. Wir wählen keine Politiker, die Probleme vor ihrer Zeit nicht lösen.
      4 1 Melden
  • joséklopp 10.05.2016 07:38
    Highlight Punkt 2 und 3 haben mit Parmelin überhaupt nichts zu tun. Punkt 2 fällt in die Dienstzeit von Ueli Maurer, Punkt 3 ist lediglich Blattmann's Schuld.
    Parmelin hat das denkbar unattraktivste Departement übernommen und bis anhin einen guten Job gemacht - mal abgesehen von der Steuerbegünstigung. Ich würde noch allzu voreilig über ihn urteilen und Probleme bei ihm suchen, die bei der Armee und dem VBS hausgemacht sind! Hoffen wir dass er mehr bewirken kann, als sein Vorgänger.
    23 9 Melden
    • R&B 10.05.2016 13:13
      Highlight Parmelin soll nicht rumeiern, sondern die Probleme anerkennen und aktiv lösen. Das wird von ihm erwartet, selbst wenn sein Vorgänger die Arbeit schlecht gemacht hat. Wir wählen keine Politiker, die Probleme vor ihrer Zeit nicht lösen.
      3 1 Melden
  • Herbert Anneler 10.05.2016 07:29
    Highlight Ich denke nicht, dass man Parmelin dieser Geschichten wegen in die Pfanne hauen sollte. Die Kacke begann unter seinem Vorgänger zu dampfen. Ein solcher Kä-Luscht-Bundesrat ist eine schwere Hypothek für unser Land.
    53 3 Melden
  • dracului 10.05.2016 07:26
    Highlight Bei dieser Aufzählung sehe ich für einen Punkt im Moment gar keine Lösung: Der heutige Nachrichtendienst ist völlig veraltet und es fehlt an fachlicher (ICT-)Führung/Kompetenz. Im Moment brauchen wir hier viel mehr Kompetenz und zwar dringender als jeder Stacheldraht an der Grenze, neue Flieger oder eine neue Fliegerabwehr. Die Bedrohung durch die Vernetzung wird gerne verniedlicht oder sogar verneint, vor allem von Leuten, die sich in der ICT nicht auskennen und davon gibt es in Bern leider eine Mehrheit.
    39 1 Melden
  • Raembe 10.05.2016 07:16
    Highlight Das die RUAG gehackt wird, musste in der heutigen Zeit mal passieren. Für Blattmanns Verhalten, kann Parmelin ganz und gar nix. Er will Blattmann sowieso austauschen. Btw. Ein Referendum gegen ein Armeefrage ist nix Neues.
    12 11 Melden
  • Sapere Aude 10.05.2016 05:34
    Highlight Das Problem einer "Führerpartei" ist immer das Personal. Normalerweise akzeptiert die jeweilige Führungsriege neben sich keine kompetenten Personen. Erstens müssen die Ämtli an Verwandte, Freunde und Gönner verteilt werden und niemand darf das Potential haben, el Chefe in den Schatten zu stellen. Wer sich das Gruselkabinett der SVP betrachtet, muss sich nicht wundern:
    Blocher
    Köppel
    Frey
    Martullo
    Rösti
    Amstutz
    Glarner
    Alles andere ist nur Beilage, selbst der Brum...
    93 22 Melden
    • pamayer 10.05.2016 06:40
      Highlight Sehr schön auf den punkt gebracht.
      50 15 Melden
    • Raembe 10.05.2016 07:12
      Highlight @Sapere Aude: Dann musst Du dich fragen wen Du ins Parlament gewählt hast. Die SVP hat Vorschläge gemacht, das Parlament gewählt.
      8 58 Melden
    • Sapere Aude 10.05.2016 07:21
      Highlight Raembe, wenn alle Vorschläge unbrauchbar sind, wählt man das kleinste Übel. Schon schwach, die anderen dafür verantwortlich zu machen, wenn man selbst nur unbrauchbares liefert.
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