Schweiz
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Bye-bye Didier! Ein Diplomat des Herzens tritt ab 

Bundesrat Didier Burkhalter fotografiert waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 20. September 2017, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Angespannt? Nervös? Erleichtert? Baldiger alt Bundesrat Didier Burkhalter lauscht seiner Abschiedsrede. Bild: KEYSTONE/POOL



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Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP/ZH) hat am Mittwoch vor der Bundesratswahl die Leistungen des abtretenden Bundesrates Didier Burkhalter gewürdigt. Er hob Burkhalters Engagement für Frieden und seine Hochachtung vor den Institutionen der Schweiz hervor.

Zwischen Landsgemeinde und Weltpolitik – das Wirken von Didier Burkhalter

Im Aussendepartement (EDA) sei Burkhalters Persönlichkeit so richtig zur Geltung gekommen, sagte Stahl: Seine Fähigkeit, persönliche Beziehungen aufzubauen, und sein Redetalent seien ihm bei den schwierigen aussenpolitischen Herausforderungen seiner Amtszeit sehr zugute gekommen.

In der Ukraine-Krise habe Burkhalter die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch gebracht, sagte Stahl. Er erwähnte auch die Atomgespräche mit dem Iran sowie die Friedensverhandlungen für Syrien, Jemen und Zypern in Genf.

In der Europapolitik habe sich Burkhalter für enge Beziehungen mit der EU eingesetzt. Nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative habe er den Bundesrat dazu gedrängt, die Einwanderung besser zu kontrollieren, ohne auf den Ausbau der Beziehungen mit der EU zu verzichten.

Engagement und Herzlichkeit

Stahl würdigte ferner Burkhalters Auftritte im Parlament. «Während der Debatten in den eidgenössischen Räten hast du nie mit lyrischen Exkursen gegeizt, um uns zu überzeugen», sagte der Nationalratspräsident zu Burkhalter. Die Ratsmitglieder hätten gerne zugehört. «Erinnern werden wir uns aber vor allem an dein Engagement, deine Herzlichkeit und deine Hochachtung vor den Institutionen unseren wunderschönen Landes.»

Didier Burkhalter habe eine «Diplomatie des Herzens und der Nähe» gepflegt, fuhr Stahl fort. Das zeigten Fotos wie jenes, das ihn mit seiner Frau Friedrun zwischen dem Ehepaar Obama zeige oder das Bild, auf dem er mit dem damaligen US-Aussenminister John Kerry am World Economic Forum (WEF) in Davos herumscherze. (wst/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AlteSchachtel 20.09.2017 13:16
    Highlight Highlight ich bin wahrlich nicht bürgerlich, aber den Abgang (wenn auch verständlich) von Didier Burkhalter bedauere ich sehr.
    Seine sozialen und politische Kompetenzen, das Format eines richtigen Staatsmannes im besten Sinne, das er hat....das sind seltene Eigenschaften bei heutigen Politikern.
  • peterli90 20.09.2017 09:29
    Highlight Highlight Danke Didier! War ein guter Bundesrat, konsenorientiert und staatsmännisch. Alles Gute für die Zukunft!
  • Baba 20.09.2017 08:50
    Highlight Highlight "Baldiger alt Bundesrat Didier Burkhalter lauscht seiner Abschiedsrede"

    Gespenstisch. Er lauscht seiner Abschiedsrede 😂. Wer hält die? Ego oder Schizo? Weil der andere sitzt ja auf dem Stuhl und lauscht...

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