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SVP-Unternehmer Peter Spuhler, SVP-Nationalrat Hansjörg Walter und SVP-Bundesratskandidat Thomas Aeschi im angeregten Gespräch. 
bild: watson

Nach der Nacht der langen Messer sagen alle: «Guy Parmelin wird's»

Der grosse Parlamentarier-Treff in der Bar des Hotels Bellevue neben dem Bundeshaus war aufschlussreich. Man ist sich einig: Die offiziellen SVP-Kandidaten sind schlecht, Sprengkandidat Thomas Hurter will Bundesrat werden. Und der Waadtländer Weinbauer Guy Parmelin macht das Rennen.



Die FDP will Ticket wählen, die CVP will Ticket wählen, die BDP will Ticket wählen und die Grünliberalen wollen auch Ticket wählen. Die SP will Norman Gobbi und Thomas Aeschi nicht wählen und die Grünen wollen gar keinen SVPler wählen. 

Vor dieser Ausgangslage trafen sich gestern Abend die Politiker aller Parteien in der Bar des Hotel Bellevue nahe des Bundeshauses zur traditionellen Nacht der langen Messer. 

Neben den drei offiziellen Kandidaten Guy Parmelin, Norman Gobbi und Thomas Aeschi war auch Sprengkandidat Thomas Hurter anwesend. Gobbi ging früh. Er war beleidigt, weil die SP-Spitze ihn als Rassisten und als unwählbar bezeichnet hatte, und da beschloss er, erst einmal etwas essen zu gehen. 

Bei den verbliebenen Gästen der Bar zeichnete sich folgendes Muster ab: Die SVPler bezeichneten ihr Ticket als sehr valabel, die Linken als eigentlich gänzlich unwählbar, wie die beiden folgenden Statements von Erich Hess (SVP) und Cédric Wermuth (SP) zeigen: 

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Erich Hess, SVP
YouTube/Maurice Thiriet

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Cédric Wermuth, SP
YouTube/Maurice Thiriet

Angesichts der Parteiparolen und der demonstrativen Entspanntheit des CVP-Präsidenten Christophe Darbellay, war der Tenor früh klar: Überraschungen sind unwahrscheinlich, Parmelin wird Bundesrat. Und was auch klar wurde: Der Schaffhauser SVP-Nationalrat Thomas Hurter will unbedingt Bundesrat werden. Er mischte sich unters Volk und demonstrierte Widerborstigkeit gegen die SVP-Order, dass Nichtnominierte die Wahl nicht annehmen dürfen. Zuerst gab er weiterhin nicht durch, dass er nicht zur Verfügung stehe. Dann antwortete er auf die Frage, was er im Fall einer Wahl tun würde: «Das sehen Sie dann.»

Ebenso diplomatisch gab der offizielle SVP-Kandidat Thomas Aeschi Auskunft. Wer gewählt werden solle, müsse die Bundesversammlung entscheiden und alle Kandidaten seien gut. Nur auf die Frage nach den K.o.-Tropfen reagierte er unwirsch, beleidigt und damit unbundesrätlich:  

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Thomas Aeschi, SVP-Bundesratskandidat
YouTube/Maurice Thiriet

Zum Schluss tauchte der vielleicht einzige Mann auf, der auch schon als möglicher Kandidat gehandelt worden ist und dem allenfalls sogar Cédric Wermuth Bundesratsformat zugestehen würde: der Thurgauer Unternehmer Peter Spuhler. Was macht er in Bern? Ausgerechnet heute? 

Zu später Stund im Hotel Bellevue …

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