DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

SVP-Liste für den Bundesrat: Noch 7 Kandidaten kommen in Frage

16.11.2015, 18:5002.12.2015, 14:54

Der Vorstand der SVP empfiehlt der Bundeshausfraktion, mit einem Dreierticket ins Bundesratsrennen zu gehen. Als mögliche Nachfolger von Eveline Widmer-Schlumpf stehen sieben Kandidaten aus allen drei Sprachregionen im Vordergrund.

Die Findungskommission empfiehlt der SVP-Fraktion die Kandidaturen von Thomas Aeschi (ZG), Heinz Brand (GR), Oskar Freysinger (VS), Norman Gobbi (TI), Guy Parmelin (VD), Albert Rösti (BE) und Res Schmid (NW) weiter zu verfolgen. Das gab Fraktionspräsident Adrian Amstutz (BE) am Montagabend vor den Bundeshausmedien in Bern bekannt. Zur Anhörung in der Fraktion seien aber weiterhin alle Kandidaten zugelassen.

Die möglichen SVP-Bundesratskandidaten

1 / 9
Die möglichen SVP-Bundesratskandidaten
quelle: keystone / gian ehrenzeller
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Pro Sprachregion empfiehlt der Fraktionsvorstand eine Person aufzustellen. Einstimmig habe der Fraktionsvorstand zudem beschlossen, Ueli Maurer zur Wiederwahl zu empfehlen. Zuvor hatte die Findungskommission an einer ausserordentlichen Sitzung über die Ergebnisse ihrer Arbeit informiert. Am Freitag entscheidet die Fraktion definitiv, wen sie als Bundesratskandidaten nominiert.

Aus elf mache sieben

Insgesamt waren bis vergangenen Freitag um Mitternacht elf SVP-Kandidaten für den frei werdenden Bundesratssitz nominiert worden: Acht Deutschschweizer, zwei Westschweizer und ein Tessiner wurden von ihren Kantonalparteien ins Spiel gebracht – oder meldeten sich gleich selbst bei der Findungskommission. Frauen waren keine dabei.

Bei den Kandidaten handelte es sich neben den sieben im Fokus stehenden Kandidaten um Thomas de Courten (BL), David Weiss (BL), Hannes Germann (SH) und Thomas Hurter (SH). Weiss habe seine Kandidatur am Montagmorgen zurückgezogen, sagte Amstutz.

Brunner wollte Dreierticket

Die Kandidaten wurden von der eigens eingesetzten Findungskommission geprüft. Um ein Debakel wie 2011 mit dem Fall Zuppiger zu verhindern, mussten sie unter anderem einen Strafregisterauszug vorlegen.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner sagte jüngst in einem Interview, er wolle mit einem Dreierticket in die Wahlen gehen, mit je einem Kandidaten aus jeder Sprachregion. Die Fraktion ist nun diesem Vorschlag gefolgt.

Damit hat Gobbi ein Platz auf dem Ticket beinahe sicher, in der Romandie kommen nur Parmelin und Freysinger infrage, während die Deutschschweizer Kandidaten um einen Platz kämpfen müssen.

Das letzte Wort aber hat das Parlament – und dieses entscheidet sich nicht immer für den offiziellen Kandidaten, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Die SVP hat für diesen Fall aber vorgesorgt: Parteimitglieder, die entgegen dem Vorschlag der Fraktion die Wahl in den Bundesrat annehmen, werden laut Statuten ausgeschlossen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

250-Mio-Steuersenkung (fast) heimlich beschlossen – jetzt droht das Referendum

Die Stempelsteuer-Abschaffung ging fast an der breiten Öffentlichkeit vorbei. Es geht um eine Viertelmilliarde und die Frage, wie KMUs und Konzernen nach der Pandemie sparen können sollten.

Es gibt politische Themen, die können trockener und technischer nicht sein. Eines davon ist die Stempelsteuer. Sie existiert seit Jahrhunderten und hatte den Zweck, Steuereinnahmen für den Staat zu schaffen, wenn etwas offiziell mit einem «Stempel» oder einer «Stempelmarke» bestätigt werden muss. Heute muss sie dann bezahlt werden, wenn eine Firma sich neues Geld holt oder wenn mit Wertschriften gehandelt wird.

Diese Steuer hatte von Anfang an den Zweck, dem Staat Geld einzubringen. So wurde sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel