Schweiz
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Charlie Hebdo: Solidaritätswelle in der Schweiz ebbt nicht ab

#Jesuischarlie-Kundgebungen in der Schweiz

Solidaritätswelle in der Schweiz: «Wir stehen auf - und zusammen»



Am Tag nach dem Attentat auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» ebbt die Solidaritätswelle nicht ab. Hunderte Menschen haben sich am Donnerstag an verschiedenen Orten in der Schweiz im Gedenken an die Opfer versammelt. In Zürich kamen rund 600 Personen am Abend auf den Bürkliplatz, um ein Zeichen zu setzen für die Pressefreiheit. Zur Gedenkkundgebung hatten die Gewerkschaft Syndicom, der Verband Junge Journalisten Schweiz und Reporter ohne Grenzen aufgerufen.

Die Medienschaffenden zeigten sich schockiert und tief betroffen von den Ereignissen in Paris. «Wir stehen auf - und zusammen. Für eine offene Gesellschaft, welche sich durch die Bluttat nicht vom Weg abbringen lässt», heisst es in dem Aufruf. Bei der Kundgebung wurden Fackeln, Plakate oder einzelne Ausgaben von «Charlie Hebdo» getragen. Auffallend viele französischsprachige Leute waren unter den Teilnehmern.

Kundgebung in Zürich keystone

Schweigeminute am Radio

In St. Gallen fanden sich beim Waaghaus rund 100 Personen zu einer Gedenkminute ein. Sie setzten ein Zeichen für die hiesigen Werte, die allgemeinen Menschenrechte und die Presse- und Meinungsfreiheit. Aufgerufen zur Gedenkminute hatte die Gewerkschaft Syndicom. Ein Zeichen für Meinungsfreiheit setzten Schweizer Radiosender auf ihre Weise, indem sie um 12 Uhr ihr Programm unterbrachen und für eine Minute schwiegen. Der Idee von Radio 1 hatten sich Planet 105, Radio Top und Top Two angeschlossen.

«Ganzer Berufsstand in Trauer»

Bereits am Mittag versammelten sich in Genf über 400 Menschen auf Initiative der Genfer Journalistenvereinigung und der Vereinigung der Redaktoren und des Personals der Zeitung «Tribune de Genève» zu einer Schweigeminute. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten, Politikerinnen und Politiker sowie Bürgerinnen und Bürger drückten ihre Solidarität gegenüber der Redaktion von «Charlie Hebdo» aus.

«Heute ist ein ganzer Berufsstand in Trauer. Und das schreckliche Attentat erinnert uns auf extrem brutale Art daran, dass wir mehr denn je und jeden Tag - mit dem Zeichenstift oder der Schreibfeder in der Hand - kämpfen müssen, um die Meinungsäusserungs- und Pressefreiheit zu verteidigen, welche die Grundlagen der Demokratie und des Rechtsstaates bilden»,

heisst es in einem vor Ort vorgelesenen Brief an das französische Satiremagazin. Am morgigen Freitag hält die UNO eine Gedenkveranstaltung an ihrem Sitz in Genf ab. Dabei soll den Opfern des Attentats auch mit einer Schweigeminute gedacht werden.

Kondolenzschreiben

In einem Schreiben kondolierten Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Claude Hêche ihren beiden Amtskollegen, den Präsidenten der beiden Parlamentskammern Frankreichs. Die Meinungsfreiheit sei ein fundamentaler Wert der öffentlichen Debatte und dürfe nicht durch eine solche Gewalttat geopfert werden, heisst es in dem Brief. (kub/sda) 

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