Schweiz
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Interview mit Christoph Blocher vom 18.06.2014 (Artikel: 19.06.2014)
Alt-Bundesrat
SVP

Dauergast in den Medien und trotzdem unzufrieden: Christoph Blocher beim Interview mit watson. bild: watson

Die unerfüllten Medienträume des Christoph Blocher

SVP-Vordenker Christoph Blocher plant angeblich die Lancierung einer Gratis-Sonntagszeitung. Seine bisherigen Versuche, die Schweizer Medienlandschaft aufzumischen, hatten wenig Erfolg.



Das nennt man wohl eine «geheime Kommandosache»: Unter dem Codenamen «007» soll Christoph Blocher bei verschiedenen Druckereien Offerten eingeholt haben. Dies berichtet das Magazin «Schweizer Journalist» in seiner aktuellen Ausgabe. Dahinter verbirgt sich ein Plan mit Zündstoff: «Agent» Blocher arbeitet demnach an der Lancierung einer Gratis-Sonntagszeitung.

Dabei will der SVP-Übervater angeblich mit der grossen Kelle anrichten: Mit einer Auflage von 500'000 Exemplaren und einem Umfang von 64 Seiten wäre die neue Zeitung ein Grossangriff auf die bezahlten Sonntagsblätter. Markus Somm, Autor einer Blocher-Biographie und derzeitiger Chefredaktor der «Basler Zeitung», soll die publizistische Leitung übernehmen.

Markus Somm, neuer Chefredaktor der Basler Zeitung, an der Medienkonferenz der Basler Zeitung Medien am Montag, 30. August 2010 in Basel. (KEYSTONE/Andreas Frossard)

Markus Somm soll Chefredaktor der neuen Zeitung werden.
Bild: KEYSTONE

Wie ernst ist es Christoph Blocher mit seinen ambitionierten Plänen? Der «Schweizer Journalist» zitiert ihn mit der Aussage: «Ich würde es gerne noch erleben, eine Pressestimme in der ganzen Deutschschweiz zu haben.» Das allerdings ist keine Neuigkeit. Blocher träumt seit Jahren davon, sich und der SVP eine stärkere Präsenz in der Schweizer Medienszene zu verschaffen.

Obwohl Blocher ein Dauergast in den Medien ist, lästerte er bei jeder Gelegenheit über ihre angeblich uniforme und linkslastige Berichterstattung. Als Bundesrat und Gastredner warf er 2004 am Jahrestreffen der Schweizer Verleger den Medien fehlende Meinungsvielfalt und übertriebene Staatsnähe vor: «Einige Themen werden tabuisiert, abweichende Meinungen kriminalisiert.»

Wiederholt hat Christoph Blocher aktiv versucht, in der Presselandschaft Fuss zu fassen. Mit überschaubarem Erfolg. So übernahm er 1986 als SVP-Nationalrat und Eigentümer der Ems Chemie das serbelnde «Bündner Tagblatt», um es als rechtsbürgerliche Konkurrenz zur «Bündner Zeitung» (der heutigen «Südostschweiz») von Verleger Hanspeter Lebrument zu positionieren.

Bündner Verlustgeschäft

Der Markt in Graubünden erwies sich jedoch als zu klein für zwei Tageszeitungen. Nachdem er zehn Jahre lang Millionendefizite gedeckt hatte, trat Blocher das «Bündner Tagblatt» 1996 faktisch an Lebrument ab, der heute beide Zeitungen unter einem Dach herausgibt. Einzig bei der Wahl des «Tagblatt»-Chefredaktors konnte sich Blocher ein Mitspracherecht sichern.

Nationalrat, Unternehmer und Verwaltungsrat der

Blochers erster Versuch als Verleger im Kanton Graubünden war erfolglos.
Bild: KEYSTONE

In den 90er Jahren nahm Blocher Einsitz im Verwaltungsrat der Medien Z in Zürich, deren Volksmusiksender Radio Eviva danach die Albisgüetli-Tagung der SVP live übertrug. 2010 übernahm er die Mehrheit der Lobster Studios, einer Filmproduktionsgesellschaft Schlieren. Beide Engagements sorgten in der Öffentlichkeit für wenig Resonanz.

Verdeckte Übernahme der «BaZ»

Seine nächste grosse Übernahme startete der SVP-Vordenker auf einem heiklen Terrain: 2010 kauften der Anwalt Martin Wagner und der Tessiner Financier Tito Tettamanti die «Basler Zeitung». Blochers Robinvest AG hatte ein Beratungsmandat. Kurz darauf trat der am Rheinknie populäre Crossair-Gründer Moritz Suter als Verleger auf. Die Ernennung von Blocher-Biograph Markus Somm zum Chefredaktor sorgte jedoch von Beginn an für Misstrauen.

Schliesslich liess Blocher die Maske fallen, er übernahm die «BaZ». Sein Engagement und Somms strammer Rechtskurs sorgten für einen Exodus der Leserschaft. Trotzdem gilt die «BaZ» heute als profitabel, nachdem sie die hoch defizitäre Druckerei abstossen konnte. Publizistisch aber war Blochers Einstieg ein Reinfall. Weder konnte er die «Basler Zeitung» als Titel mit nationaler Ausstrahlung positionieren, noch gelang es ihm, das linkslastige Basel auf eine bürgerlichere Linie zu bringen.

Überschaubar ist auch der Erfolg seines Online-Kanals «Teleblocher». Er wird höchstens von seinen Hardcore-Fans angeklickt – und von Journalisten der Sonntagspresse, die sich die Plauderei mit Matthias Akeret antun, in der meist vergeblichen Hoffnung auf ein knackiges Quote. Unklar ist, wie weit Blocher beim gescheiterten Versuch involviert war, seinen Intimus Somm als Chefredaktor der NZZ zu installieren. Er selber hat eine Beteiligung stets dementiert.

Als publizistischen Erfolg könnte man allenfalls die «Weltwoche» verbuchen, die es immer wieder schafft, für mächtigen Wirbel zu sorgen. Wobei Blocher zumindest offiziell nie an ihr beteiligt war. Es ist jedoch alles andere als ein Geheimnis, dass zwischen ihm und «Weltwoche»-Chef Roger Köppel eine starke Symbiose besteht.

100 Millionen sind zu viel

Mit einer eigenen Sonntagszeitung würde Christoph Blocher tatsächlich in neue mediale Sphären vorstossen. Ein solches Unterfangen wäre allerdings mit beträchtlichen Kosten verbunden, die auch für eine Person mit seinen tiefen Taschen nicht ohne Weiteres zu stemmen wären. Blocher selbst bezifferte sie gegenüber dem «Schweizer Journalist» auf mindestens 100 Millionen Franken und fügte an: «Das ist für einen wie mich eine Schuhnummer zu gross.»

Aufhorchen lässt auch eine Aussage von Rolf Bollmann, Verwaltungsratspräsident der «Basler Zeitung» und angeblicher Projektleiter des Sonntagsblatts. «Ich kann nur bestätigen, dass wir eine neuartige Idee für den Sonntagsmarkt in der Schublade haben», sagte er dem «Schweizer Journalist». Der Begriff Schublade ist mehrdeutig. Tatsache ist, dass die «BaZ» 2012 eine eigene Sonntagsausgabe gestartet und mangels Erfolg nach nur einem Jahr wieder eingestellt hatte.

Neben dem Sonntagsprojekt soll Blocher an einem weiteren Plan arbeiten. Angeblich will er die «Basler Zeitung» an den Tamedia-Verlag abtreten und im Gegenzug dessen Zürcher Landzeitungen übernehmen. Publizistisch würde eine solche Transaktion wenig Sinn ergeben, denn in den ländlichen Gebieten des Kantons Zürichs hat die SVP schon heute ein dominante Stellung. Tamedia betont, ein Verkauf oder Abtausch der Regionalzeitungen sei kein Thema.

Es bleibt fraglich, ob sich Blochers Träume erfüllen lassen. Dabei ist die von ihm beklagte Linkslastigkeit der Journalisten zunehmend ein Mythos. Viele Zeitungen sind in den letzten Jahren aufgrund stetig schrumpfender Auflagen nach rechts gerückt in der Hoffnung, damit neue Leserschichten zu erschliessen. «Schweizer Journalist»-Chefredaktor Kurt W. Zimmermann hat dies kürzlich in seiner Kolumne in der «Weltwoche» selbst konstatiert: «Die These vom linken Medien-Mainstream hat ausgedient. Die wichtigen Redaktionen sind nun bürgerlich.»

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 04.08.2016 08:59
    Highlight Highlight Eigentlich ein gutes Zeichen, dass Blocher ein eine eigene Sonntagszeitung will: offenbar haben haben sich die bestehenden Medien nicht so der Blocherei unterworfen, wie er dies möchte. Zudem entlastet dies die heutigen Medien davon, in Zukunft allzu sehr nach ganz Rechts zu schielen und ihre liberale LeserInnen vor den Kopf zu stossen. Blocher wird wohl vor allem solche mit einer Gratiszeitung erreichen, die heute noch keine Bezahlzeitung lesen. Den Markt wird er so wohl nicht völlig aufmischen können.
  • seventhinkingsteps 04.08.2016 06:40
    Highlight Highlight Der Grund, wieso die Kosten mit 10 Mill. von Blocher so hoch angesetzt sind, ist weil er den ungefragten Versand auch gleich mit ein berechnete
  • BigMic 04.08.2016 00:26
    Highlight Highlight Chritoph wer?
  • äti 03.08.2016 20:24
    Highlight Highlight Der immense Schaden an Bäumen kann voll und ganz umgangen werden: man überdruckt einfach die zurückgekommenen Weltwocheexemplare.
  • Zeit_Genosse 03.08.2016 20:20
    Highlight Highlight Alle die über e-Media reden, sollen mal zeigen wie man so etwas finanziert. Hinter jeder Plattform stecken Strukturen aus Printmedia. Zudem sind e-Medien Jetzt-/Newsmedien, die wie watson ständig mit Content abgegüllt werden müssen. Das ist teuer wenn man Qualitätsjournalismus bieten möchte und führt dazu, dass man mit seichtem Material strecken muss.

    Der Sonntagslesermarkt ist bereits übersättigt und Gratispapier führt zu Kannibalismus der Sonntagsmedien.

    Es wird CB nicht gelingen einen zusätzlichen Sonntagstitel wirtschaftlich erfolgreich zu etablieren. na dann, Weltwoche am Sonntag.

    • rodolofo 04.08.2016 08:19
      Highlight Highlight Ja genau! Blochers Güllen-Bewegung!
  • Alpöhy 03.08.2016 19:21
    Highlight Highlight Hätte Idee für Name der Zeitung:
    "Sonntagsbloch" oder "[R]echte Predigt"
    Wer hat Ideen?
    • Thomas Rohrer 03.08.2016 20:02
      Highlight Highlight Schweizerische Volks Zeitung, Christoph Blocher - Ein Kampf um die Freiheit der Schweiz

      Blocher an die Nation

      Blocherjugend


    • äti 03.08.2016 20:25
      Highlight Highlight "Blochard"
    • paddyh 04.08.2016 01:08
      Highlight Highlight Nennen wir es doch beim Namen: "der Stürmer"
    Weitere Antworten anzeigen
  • RescueHammer 03.08.2016 19:21
    Highlight Highlight Blocherli auf den Spuren des Cavaliere... Der wesentliche Unterschied und NB ich bin kein Fan von Beiden, ist: Der Cavaliere verkauft die Milan für ein paar 100 Millionen aber Blocher traut sich nicht 100 in die Hand zu nehmen... So kannst Du nix verändern, Christoph! Das einzig sichere, hat man mir begebracht ist die Steuerrechnung (oder das Ende)
  • Aberbitterschön 03.08.2016 18:41
    Highlight Highlight Ich verstehe ihn nicht. Ein solches Blatt gibt es doch bereits. Liegt vor Wahlen und Nat. Abstimmungen immer gratis in meinem Briefkasten. Also jeden Sonntag bräuchte ich diese verzerrten Grafiken nun nicht.
  • slashinvestor 03.08.2016 18:37
    Highlight Highlight Ist doch super, der Alte ;) produziert Papier! Die Leute die das lesen sind sowieso SVP Leute. Die Zukunft liegt nicht bei Papier sondern bei e-media. Aber na ja, wenn jemand von 18 Jahr hundert ist ;) ;) ;) kann jemand nur so denken.

    Im ernst, was überhaupt will dieser Mann erreichen? Er redet über Demokratie und das Volk, aber irgendwie muss er das Volk belehren. Wir Schweizer kapieren es schon und wissen wohin wir wollen. Wir müssen nicht belehrt werden! Nein danke Herr Blocher!
    • Marcel Nandy Füllemann 04.08.2016 00:39
      Highlight Highlight Die Zeitung kann ich ins Katzenklo legen.. Das wird mit Tablets vermutlich ein teurer Spass, bin aber trotzdem contra SVP 😇
  • zombie woof 03.08.2016 18:26
    Highlight Highlight Dieser alte Mann will ums verrecken nicht wahrhaben, dass seine Zeit abläuft, da helfen ihm auch seine Milliarden nicht. Mit allen Mitteln versucht er an seiner vermeintlichen Macht festzuhalten, versucht die Menschen zu manipulieren und hofft immer noch als GRÖFAZ der Schweiz in die Geschichte einzugehen. Dieser Mann hat der Schweiz mehr geschadet als manch anderer, hat Unruhe gestiftet, beleidigt wie kaum ein zweiter und den Fremdenhass geschürt bis zum geht nicht mehr. Blocher, es reicht jetzt!
    • Froggr 04.08.2016 00:51
      Highlight Highlight Wo wären wir denn jetzt ohne Blocher? In der EU! Wäre sicherlich toll dort. Oder? Nur schon diese Leistung hat der Schweiz einiges gebracht.
    • Fabio74 04.08.2016 07:09
      Highlight Highlight @Froggr: Blochers Märchen vom EU Beitritt wird auch 2016 nicht wahrer. Ausser dem EWR Beitritt haben wir über nichts abgestimmt.
      Und dort gings ihm nur ums Zementieren des Klüngels mittels Kartellen und dem Kontrollieren des Imports. Mit dem EWR wäre sowas nicht mehr möglich.
      Die einzige Leistung des Demagogen ist die Spaltung des Landes und das salonfähig machen des braunen Packs
    • Froggr 04.08.2016 20:34
      Highlight Highlight Eben haben wir nicht über die EU Abgestimmt wenn der EWR Beitritt so vernichtet wurde.
  • rodolofo 03.08.2016 18:22
    Highlight Highlight Ach der schon wieder!
    Ist wohl eifersüchtig auf Trump, dass sich alle über den aufregen anstatt über ihn, den nervigsten aller schweizerischen Schweizer zu lästern...
  • Marc Mueller 03.08.2016 18:20
    Highlight Highlight Zeitung? Really? Wer interessiert sich noch gür alte Nachrichten auf gedrucktem Papier.
  • Süffu 03.08.2016 17:52
    Highlight Highlight Wenn die Zeitung dreilagig, perforiert und weich ist, hole ich mir dann auch mal eine.
  • Barracuda 03.08.2016 17:48
    Highlight Highlight Noch ein paar Schönheits-OP's und die Silvia durch ein paar junge Häschen ersetzen, dann könnte er es bald mit Berlusconi aufnehmen.
    • Randy Orton 03.08.2016 18:51
      Highlight Highlight Oder Trump ;)
    • kurt3 04.08.2016 10:15
      Highlight Highlight Als erstes käme aber der Zahnartzt zum Zug . Oder was denkt Ihr , warum die Pferdehändler den Gäulen immer zuerst das Maul aufreißen ?
  • Normi 03.08.2016 17:44
    Highlight Highlight das ist jemand wohl auf Berlusconi's spuren...
  • Palmstroem 03.08.2016 17:21
    Highlight Highlight Die rechtsnational-populistische Weltsicht ist offenbar schwer verkäuflich, siehe Abozahlen BaZ/Weltwoche. Dann muss man sie halt gratis verschleudern. Findet jedenfalls Herr Blocher. Nur - wer geht schon Sonntag früh auf die Strasse um sich ein Propagandablatt zu holen? Ich jedenfalls nicht.
    • Madison Pierce 03.08.2016 18:10
      Highlight Highlight Er könnte ein kostenloses Abo anbieten, dann hätte er auch gleich Adressen für Wahlwerbung. Wäre evtl. eine Konkurrenz zum Sonntagsblick, aber nicht für die seriösen Blätter.
    • Mett-Koch 04.08.2016 03:52
      Highlight Highlight Warum Sonntag früh? Die liegen auch am Nachmittag noch auf. Perfekt um sie auf dem Weg in den Wald mitzunehmen und das Feuer zum Bräteln anzuheizen.
  • Alnothur 03.08.2016 16:47
    Highlight Highlight Man kann übrigens anstatt "Quote" auch einfach "Zitat" schreiben. Dann liest es sich nicht so dämlich ;)
    • John Smith (2) 03.08.2016 18:37
      Highlight Highlight Ist wohl nicht Ihr ernst! Ein Artikel ganz ohne neudeutsche Einstreusel? Wie uncool! Wie unhip!! Wie analog!!!
  • Heinz Moll 03.08.2016 16:40
    Highlight Highlight DIE WELTWOCHE könnte anstatt donnerstags ja sonntags erscheinen, als Gratisangebot käme sie aus dem Auflagenloch heraus & der medial grotesk überbewertete Somm könnte am Rhein bleiben, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Als Schriftleiter einer überregionalen oder gar nationalen Zeitung wäre er hoffnungslos überfordert.
    • El Vals del Obrero 03.08.2016 17:20
      Highlight Highlight Ja, Basel und der Rhein haben schon schlimmere giftige Lasten überstanden.
      Wenn wir diese Bürde übernehmen sollen, dann haben wir beim Rest der Schweiz aber massiv was gut!
    • Richu 03.08.2016 17:43
      Highlight Highlight @Heinz Moll: Richtig analysieren scheint nicht Ihre "Stärke" zu sein!
    • phreko 03.08.2016 19:40
      Highlight Highlight @Richu, was willst du uns mitteilen? Hast du noch etwas Fleisch am Knochen zu bieten?
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