Schweiz
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ARCHIVBILD ZUM ENTSCHEID DES BUNDESRATES GEGEN ZU HOHE ROAMING-TARIFE VORGEHEN ZU WOLLEN, AM DONNERSTAG, 7. SEPTEMBER 2017 - A group high school students use their smart phones on the schoolyard of their high school, photographed in Zug, Switzerland, on June 9, 2015. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Eine Gruppe Gymnasiasten benutzen ihre Smartphone auf dem Pausenplatz ihrer Schule, aufgenommen am 9. Juni 2015 in Zug. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Auf dem Handy eines Minderjährigen wurde kinderpornografisches Material gefunden. Nun ermittelt die Jugendanwaltschaft Appenzell. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Polizei findet Kinderporno auf Handy von Appenzeller Teenager – der Tipp kam vom FBI

Die Appenzeller Polizei hat auf dem Handy eines Minderjährigen kinderpornografisches Material gefunden. Der entscheidende Tipp kam laut watson-Recherchen vom FBI.



Mittwochmorgen: Bei einer Hausdurchsuchung in Appenzell finden Polizisten auf einem Handy kinderpornografisches Material. Die Spuren führen zum Gymnasium St.Antonius. Am Mittag hat die Jugendanwaltschaft Appenzell alle Schüler in einer kurzfristig einberufenen Infoveranstaltung über den Vorfall informiert.

Wie Recherchen von watson zeigen, stammte der entscheidende Hinweis für die Aktion vom FBI, der Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten. Auf Anfrage bestätigt Caius Savary, Jugendanwalt von Appenzell: «Das FBI hat der Bundeskriminalpolizei einen Hinweis betreffend Kinderpornografie weitergeleitet und diese hat sich dann mit der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden in Verbindung gesetzt.»

Der Hinweis betraf den Social-Media-Account eines Minderjährigen, wie Savary weiter sagt. Der Kinderporno sei in den sozialen Medien zirkuliert. Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube, WhatsApp oder Twitter werden durch verschiedene staatliche Organisationen systematisch auf verbotene Inhalte gescannt. In vorliegendem Fall stiess das «National Center for Missing & Exploited Childern» auf das Material und informierte das FBI.

Prorektor bestätigt Infoveranstaltung

Marco Knechtle, Prorektor des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell, erfuhr von der Jugendanwaltschaft Appenzell von der Hausdurchsuchung und dem Fund des verbotenen Materials. «Es hat heute eine Infoveranstaltung der Jugendanwaltschaft stattgefunden», bestätigt er gegenüber watson. «Dabei sind die Schüler informiert worden, dass auf dem Handy eines Jugendlichen kinderpornografisches Material auf ein soziales Netzwerk geladen worden sei.» Die betreffende Datei sei auf dem Gelände des Schulhauses hochgeladen worden.

Die Jugendlichen wurden an der Veranstaltung darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Besitz von kinderpornografischem Material strafbar ist und sie mit Konsequenzen rechnen müssen, falls sie ebenfalls über entsprechende Videos oder Bilder verfügen. Sie bekamen bis 13:30 Uhr Zeit, entsprechendes Material und andere illegale Inhalte auf ihren Geräten zu löschen.

Laut Savary wäre die rechtliche Grundlage gegeben, um weitere Handys einzuziehen. Vorerst sei aber darauf verzichtet worden, unter der Bedingung, dass die Schüler die Daten fristgerecht löschen. «Gewissen Kindern und Jugendlichen war, zumindest bis heute, nicht unbedingt klar, dass es sich beim Besitz von kinderpornografischen Dateien um ein schweres Delikt handelt.»

«Viele haben ihre eigenen Handys nach solchen Bildern durchforstet oder es in Panik ausgestellt.»

Schüler Gymnasium Appenzell

Laut einem Schüler, der bei der Veranstaltung in der Aula anwesend war, reagierten viele Jugendliche verunsichert auf die Nachricht. «Viele haben ihre eigenen Handys nach solchen Bildern durchforstet oder es in Panik ausgeschaltet.»

Für den Minderjährigen, auf dessen Handy das kinderpornografische Material gefunden wurde, gelte die Unschuldsvermutung, sagt Jugendanwalt Savary. Es drohten aber Kosten von mehreren hundert Franken für das Strafverfahren, das Vernichten des Handys sowie eine Strafe in Form einer persönlichen Arbeitsleistung.

Wie aus einem internen Dokument der Jugendanwaltschaft hervorgeht, das watson vorliegt, muss der Jugendliche nicht mit einem Strafregistereintrag in der Schweiz rechnen. Er wird allerdings vom FBI registriert. Dies kann die Einreise nach Amerika erschweren oder gar verunmöglichen.

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38
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    Alle Leser-Kommentare
  • Olmabrotwurst 29.03.2018 11:10
    Highlight Highlight Weiss das FBI überhaupt wo Appenzell liegt? ^^
  • Ϲ.У. Иic 29.03.2018 08:24
    Highlight Highlight Schiesst ein Jugendlicher explizite Fotos von sich selbst und schickt sie seiner Freundin, begeht er gleich mehrere der nach derzeitiger westlicher Rechtsordnung schlimmstmöglichen Verbrechen. Geraten die beiden in die Fänge des Überwachungsstaats, werden sie um ihre Zukunft gebracht, ohne dass es weit und breit ein Opfer gibt. Da ist doch was ganz gewaltig ausm Ruder gelaufen!
  • giandalf the grey 29.03.2018 01:05
    Highlight Highlight Das ist einfacheine sauschwierige Situation. Klar Kinderpornografie ist erstmal etwas abscheuliches, aber wenn die 15 jährige Chantal aus Appenzell dem 16 jährigen Kevin aus der Parallelklasse ein paar Nacktbilder schickt, dann ist das zwar grundsätzlich Kinderpornografie und beide strafbar, aber die leben halt einfach ihre Pubertät aus und begehen meiner Meinung nach kein schwerwiegendes Delikt. Auch wenn Kevin dann mit 21 nach Las Vegas fliegt und dummerweise diese Bilder noch in der iCloud hat ist das nicht das selbe wie wenn ein 21 Jähriger mit einer 15 Jährigen sexted.
  • Bivio 28.03.2018 23:54
    Highlight Highlight Also wenn das FBI involviert ist, geht es vermutlich um mehr als nur ein paar oben-ohne Pics von ein paar Teenie-Girls.
    Auch schnüffelt das FBI nicht einfach so in Appenzeller/Schweizer Handys rum.
    Vermutlich hat das FBI in den USA Filme gefunden und diese getraced - technisch (IP/ Meta-Daten) oder durch Aussagen von Tätern. Diese Daten wurden dann an die Schweiz weitergeleitet und die Behörden haben dann reagiert. Selber Schuld wer sowas macht.
    Und ja, alle Videos mit sexuellem Inhalt mit u18 Personen gelten als Kinderporno. So ist das Gesetz.
    • Pius C. Bünzli 29.03.2018 19:07
      Highlight Highlight Ich glaube der FBI algorytmus schnüffelt in allen Daten rum die er kriegen kann. Ihm egal ob EU/USA..
  • Magnum44 28.03.2018 22:40
    Highlight Highlight Denke der Junge hatte einfach Pech, dass ein typisches-Gruppenchat-Video auf seinem Smartphone abgespeichert wurde. Ich würde übrigens behaupten ein Grossteil der Jungen hatte ebenfalls schon Kontakt mit Kinderpornografie oder diese sogar selbst produziert, auch wenn i.d.R. wohl unbewusst (Bild des minderjährigen Freund/in, Icetea-Video, Zufallsfund im Netz...).
  • AxelF 28.03.2018 22:09
    Highlight Highlight Ohne das Problem kleinreden zu wollen: es ist doch hier die Frage, welche Motivation des Teenagers dahintersteckt! Hat er Nacktfotos der 13jährigen Klassenkameradin hochgeladen, bereits in Umlauf befindliche Whatsapp-Filmchen verbreitet oder steckt echte Pädophilie dahinter????
    Ist in allen Fällen schlimm, aber grundsätzlich ist mir ein naiver/doofer Teenager lieber als ein frühstartetender psychisch Kranker!
    • Saraina 29.03.2018 07:47
      Highlight Highlight Ja wenn nicht echte Pädophilie dahinter steckt, ist das Teilen von Kinderpornographie nicht so schlimm, oder was? Es ist ja kaum anzunehmen, dass das FBI auf Nacktfotos einer Schulkollegin reagiert.
    • the_livio 29.03.2018 08:23
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass das FBI weiss ob auf dem Bild seine Schulkollegin abgebildet ist oder nicht. Für das FBI ist die abgebildete Person minderjährig und das bedeutet es ist Kinderpornographie. Obwohl das den jugendlichen wahrscheindlich nicht einmal bewusst ist.
  • .jpg 28.03.2018 21:27
    Highlight Highlight Es ist eine Sauerei. Ja Kinderpornos auch. Aber jugendlichen weltweit hinterherzuschnüffeln ist genau so eine perverse Sauerei liebe FBI.

    Saftlade.
    • the_livio 29.03.2018 08:25
      Highlight Highlight Dann müsste ja komplett den Internetzugang U18 jährigen verbieten. Und ich glaube nicht, dass dies sinvoll ist.
  • Fischra 28.03.2018 20:30
    Highlight Highlight Sehr fragwürdiges Vorgehen der Jugendanwaltschaft. Anstatt aufzuklären werden Kinder bestraft. Kinder brauchen aufklärung im Umgang mit Handy und Sozialen Medien. Leider geht das in unserer modernen Zeit tätsächlich vergessen. Bestrafen ist garantiert der falsche Weg.
    • Fabio74 29.03.2018 09:23
      Highlight Highlight Nun gibt es ein Strafgesetzbuch. Und dies gilt in jedem Fall
  • EvilBetty 28.03.2018 19:58
    Highlight Highlight Kinderpornografie... hmmmm... angenommen seine ebenfalls minderjährige Freundin schickt ihm ein Video von sich selbst in dem sie oben ohne ist, ist dies Kinderpornografie.

    Wenn mam dann von Politikern liesst, die Dickpics rumschicken und trotzdem an ihrem Sessel kleben, wird es wohl schwer werden mit der Einsicht.

    Handy zerstören 😂

    Benutzer Bild
    • the_livio 29.03.2018 08:29
      Highlight Highlight Trotzdem kann es von der Freundin gewesen sein. Und dann finde ich es nicht nötig ihn zu bestrafen.
    • EvilBetty 29.03.2018 09:46
      Highlight Highlight Brüste gehören also nicht zu Sexualität? Sollte man mal Kilchsberger erzählen...

      Wir können es ja versuchen, du lädst dir ein Video einer 15 jährigen mit nacktem Oberkörper aufs Handy und ich geb der Polizei nen Tipp, ok?
  • Gubbe 28.03.2018 19:21
    Highlight Highlight Kann ein minderjähriger bestraft werden? Wieso das Handy zerstört werden muss, wissen wohl nur Eingeweihte. Bei einem Minderjährigen ist das wohl Strafe genug. Ob da eine "Arbeitsleistung" verhängt werden kann - ist mir schleierhaft.
    • gesetzesbecher 28.03.2018 20:08
      Highlight Highlight Mir ist ebenso schleierhaft, wie der Appenzeller Gerichtspräsident (nicht etwa der Staatsanwalt!) hier im einen Satz sagen kann, die Unschuldsvermutung gelte, im gleichen Atemzug aber mögliche Sanktionen ziemlich konkret aufzählt.

      Die Zerstörung des Mobiltelefons könnte man allerdings über eine Einziehung nach Art. 69 StGB machen - wenn es zur "Begehung einer Straftat gedient" hat und die "Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährdet". Eine ziemlich schwammige Bestimmung: Damit hat man auch schon ganze Häuser eingezogen und dem Staat zugeführt.
    • politico 28.03.2018 20:59
      Highlight Highlight Minderjährige unterstehen dem Jugendstrafrecht. Sie können für Delikte nach StGB mit Massnahmen wie Geldstrafen, Arbeitseinsätzen oder in Extremfällen mit der Einweisung in eine geschlossene Anstalt bestraft werden. Zuständig ist die Jugendanwaltschaft, die genau wie normale Gerichte von der Unschuldsvermutung ausgehen muss. Es gelten letztlich auch die Kriterien des Strafrechts: Legalitätsprinzip, Rechtswidrigkeit, Vorsatz und Verschulden.
    • olmabrotwurschtmitbürli 28.03.2018 21:21
      Highlight Highlight Die Begründung der Zerstörung des Natels wird sein, dass es Tatwerkzeug gewesen sei. Ob das auch passiert, ist ziemlich willkürlich.

      Bestraft werden die Jugendlichen nach Jugendstrafrecht. Das sieht Arbeitsleistung als Strafe vor, bei Versäumnis wird das in Busse umgewandelt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marmuel 28.03.2018 19:19
    Highlight Highlight Finde es allgemein fragwürdig anhand von einem Video von Besitz von Kinderpornos zu sprechen. Heisst das jetzt wenn man das Video streamt ist es was anderes? Wer schon mal Pornographie geschaut hat (aka alle) findet schnell mal fragwürdigen Inhalt. Soll doch erst ein Erwachsener zu den Kids gehen und Ihnen das ganze genau zu erklären - Eben, macht halt keiner.
    • gesetzesbecher 28.03.2018 20:10
      Highlight Highlight Wenn man entsprechende Dateien auf seinem Handy/Computer hat, handelt es sich um Besitz. Genau wegen Streaming gab es vor einigen Jahren eine Gesetzeslücke, welche der Gesetzgeber nun aber geschlossen hat, indem er "konsumieren, einführen, lagern, erwerben, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschaffen oder besitzen" unter Strafe gestellt hat (Art. 197 Abs. 5 StGB).
  • Schluch 28.03.2018 19:09
    Highlight Highlight Es kursiert so viel und so viel Grausames, dass dies leider oft als nahezu normal erlebt wird. Jetzt nur den einen Goof zu bestrafen wird wohl kaum dazu beitragen, die Staatsgewalt als richtig und gerecht in den jungen Köpfen zu verankern.
    • Fabio74 28.03.2018 20:22
      Highlight Highlight Alternative? Es sein lassen? Kanns wohl kaum sein!
  • Rerruf 28.03.2018 19:02
    Highlight Highlight Vom FBI?? Kann nicht nicht sein! Taugen nichts— sagt Trump.
  • Snowdrum 28.03.2018 18:49
    Highlight Highlight Hallo ich habe zwei fragen
    Warum soll das Handy zerstört werden und warum werden die Daten des Täters an das FBI weiter gegeben ?
    • RETO1 28.03.2018 19:55
      Highlight Highlight das FBI kontrolliert auch deine Daten, sicher
    • Snowdrum 29.03.2018 19:18
      Highlight Highlight Danke Silent Speaker für deine ausführliche Antwort
  • Caturix 28.03.2018 18:35
    Highlight Highlight ? was waren es für Bilder ? hat er seine Freundin oder sich selber Fotografiert. Dann wäre ja nur das hochladen je nach Foto mehr oder weiniger illegal.
    • x4253 28.03.2018 20:32
      Highlight Highlight Naja, StGB 197 Abs 3, 4 und 5.
      Zwar gibt es noch Abs 8, aber das trifft hier wohl eher nicht zu.
    • Caturix 28.03.2018 21:40
      Highlight Highlight Warum so negativ ? Da er selber minderjärig ist ist es je nach alter sowieso nicht strafbar. Wenn er selber ein Kind ist ist es ja keine Kinderpornografie wenn er sich selber oder die Freundin oder den Freund forografiert hat. Nur das verbreiten ist vielleicht illegal oder das anschauen. So wie ich es gelesen habe geht es um eine Datei.
    • ast1 28.03.2018 22:33
      Highlight Highlight @Caturix Eben gerade ist es strafbar, auch wenn minderjährige sich selber fotografieren oder filmen, und unabhängig davon ob das Material weiterverbreitet wird oder nicht
  • cal1ban 28.03.2018 18:30
    Highlight Highlight Klar ist der Besitz von solchem Material verboten. Aber anstatt Minderjährige in Panik zu versetzen, sollte die Polizei mehr Jagd auf Personen machen, die ganze Sammlungen besitzen.
  • Mr. Spock 28.03.2018 18:28
    Highlight Highlight Vernichtung des Handys!? Was genau bringt diese Massnahme in Zeiten der Clouds!? Ebenfalls etwas seltsam, dass man nun Ilegales beseitigen kann, bevor man erwischt wird. Finde das impliziert geradezu eine "einfach nicht erwischen lassen" mentalität bei den Jugendlichen!? Aufklären und an die dem Menschen grundlegende Ethik und Moral appelieren... Diese geht leider mehr und mehr verloren, da scheinbar niemand diese vermitteln oder vorleben möchte...
    • bokl 28.03.2018 20:39
      Highlight Highlight "Aufklären und an die dem Menschen grundlegende Ethik und Moral appelieren..."

      Genau darum wurde ja die Infoveranstaltung gemacht. Die Frist zur Bereinigung des eigenen Device ist da nur fair. Ausser man denkt die Jugendlichen wussten eh schon was Sache ist. Dann hätte es aber auch keine Infoveranstaltung mehr gebraucht.
  • MrJS 28.03.2018 17:50
    Highlight Highlight Was viele nicht wissen, das ominöse „Ice-Tea“-Video, welches vor ein paar Jahren im Umlauf war, war auch Kinderpornografie. Die gezeigte Frau war noch minderjährig...
    • Raembe 29.03.2018 08:37
      Highlight Highlight Kann mich noch gut daran erinnern wie geifernde alte Säcke mich im Geschäft fragten ob ich als damals 19jähriger das Video habe.....
      Einfach nur pfui!

      (Nein, das Video hatte ich und wollte ich nicht)

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