Schweiz
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Gleis-Attacke von Frankfurt: Tatverdächtiger kommt in Psychiatrie



31.07.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Frau legt am Gleis 7 des Hauptbahnhofs Blumen ab, im Vordergrund liegt eine Schleife mit der Aufschrift

Bild: dpa

Einen Monat nach der tödlichen Gleis-Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof wird der Tatverdächtige vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag mitteilte, wurde der Haftbefehl in einen entsprechenden Unterbringungsbefehl umgewandelt.

Der Schritt sei erforderlich, da der 40-Jährige eine «Gefahr für die Allgemeinheit» darstelle, hiess es. Dem Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, wird vorgeworfen, am 29. Juli einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestossen zu haben.

Der Junge starb im Gleisbett, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Eine ältere Frau, die er auch attackiert hatte, konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen.

Nach Angaben des Sachverständigen, der in den vergangenen Wochen die psychische Verfassung des Mannes überprüft hatte, leidet dieser «an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Spektrum, nach gegenwärtigem Erkenntnisstand am ehesten an einer paranoiden Schizophrenie», wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte.

Es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass er aufgrund seiner Erkrankung auch künftig erhebliche rechtswidrige Taten begehen werde. Deshalb sei die Unterbringung in der psychiatrischen Klinik erforderlich. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DangerousMind 29.08.2019 18:12
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Tooto 29.08.2019 18:51
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  • Peter R. 29.08.2019 16:44
    Highlight Highlight Ein Mörder schickt man in die Psychiatrie? Unglaublich.
    • ostpol76 29.08.2019 18:35
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    • Connor McJesus 29.08.2019 19:04
      Highlight Highlight *Einen
    • DemonCore 29.08.2019 19:22
      Highlight Highlight atorator, wie darf ich das verstehen? Befürwortest du dass es "schlimm" ist? Ich dachte der Sinn am Strafvollzug sei Wiedereingliederung (falls möglich) und der der Psychiatrie, die nach Möglichkeiten der Medizin adäquate Behandlung. Ich hoffe der Grund für die Einweisung ist nicht Zuführung zur Folter unter dem Deckmantel der Psychiatrie.
  • Mutbürgerin 29.08.2019 16:18
    Highlight Highlight Ist nicht jeder, der einen anderen Menschen umbringt psychisch krank? Ansonsten wäre es ja natürlich, dass Menschen morden.
    • ingmarbergman 29.08.2019 17:51
      Highlight Highlight Nennt sich Armee..
    • DemonCore 29.08.2019 19:25
      Highlight Highlight Nein Mutbürgerin. Fahrlässige Tötung, Notwehr nur die offensichtlichen Gegenbeispiele.

      ingmar, tsts. In der Schweiz gibt's hunderttausende Milizsoldaten, die noch nie jemanden umgebracht haben, und es auch nie werden.

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