Schweiz
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Das bessere Uber? Schweizer Start-up macht Taxifahren halb so teuer, aber...

Drei Zürcher lancieren eine iPhone- und Android-App, mit der man die Taxi-Fahrkosten halbieren kann. David tritt gegen Goliath an.



Das Timing erscheint perfekt: Gerade erst hat Uber seinen umstrittenen Amateur-Fahrdienst in Zürich gestoppt, da gehen drei Zürcher mit einer Alternative an den Start.

Ridr ist eine Gratis-App fürs iPhone und für Android, die ermöglicht, eine Taxifahrt mit anderen zu teilen.

So einfach soll's gehen:

How-to (für Lesefaule)

abspielen

Video: YouTube/Ridr

Kostengünstig und umweltschonend: So versuchen die drei Zürcher, die hinter Ridr stehen, ihr Vorhaben zu vermarkten.

«Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu Uber oder den traditionellen Taxis, sondern ergänzen den Markt mit einer kostengünstigen und umweltfreundlichen Option, die eigentlich überall funktionieren wird, wo sich andere Ridr-User befinden.»

Philipp Sumi, Firmengründer

Bild

screenshot: ridr

Es gibt mehrere Haken

1. Das Konzept steht und fällt mit dem raschen Aufbau einer Community, wie die drei Ridr-Gründer in ihrer eigenen Medienmitteilung einräumen: «Je mehr Nutzer die App hat, desto höher sind die Chancen, passende MitfahrerInnen zu finden.»

«Ridr ist ein sehr idealistisches Projekt. Wir hoffen, dass unsere Nutzer das honorieren und die App in ihrem sozialen Umfeld pushen werden – zumal eine grössere Community ihnen selbst ja auch wieder zugute kommt.»

2. Die (mächtige) Konkurrenz aus dem Silicon Valley schläft nicht: Uber hat ein eigenes Fahrten-Sharing-Tool namens «UberPOOL» am Start. Auch da kann man über die Smartphone-App Mitfahrer finden, um die Reisekosten zu teilen.

3. Der Vorteil von Uber, abgesehen davon, dass der Service bereits in und im Umfeld von mehreren Schweizer Städte gut funktioniert: Das Zahlungsmittel (Kreditkarte) ist hinterlegt, so dass der Fahrpreis automatisch über die App abgebucht wird.

Dazu die Ridr-Gründer: «UberPOOL» sei wie ähnliche Angebote von bestehenden Anbietern eine gute Sache, «wir haben aber gar nicht so Angst vor dem Angebot».

Weitere Länder sollen folgen

Philipp Sumi: «Die App ist derzeit nur in der Schweiz erhältlich, weil wir die Leute natürlich erreichen müssen, damit das soziale Konzept klappt. Funktionieren tut das Konzept aber dann überall, wo es Taxis gibt. Wir unterhalten ja keine eigenen Taxis, sondern bringen nur die Menschen zusammen, die sich dann ein Taxi ihrer Wahl teilen können.»

Man wolle Ridr schlussendlich auch in verschiedenen Ländern anbieten. Derzeit gebe es einfach mal Lokalisierungen für Deutsch und Englisch, aber (noch) nicht für Französisch.

Vorläufig gratis

Ihren Firmensitz hat die Ridr GmbH in Winterthur. Neben der Website gibt's eine Facebook-Präsenz. Denn wie bei allen crowdbasierten Diensten gilt auch für Ridr: Sharing is caring.

Und wie wird der Service finanziert? Dazu schreibt uns der Geschäftsführer: «Microsoft unterstützt uns damit, dass sie unsere Cloud-Infrastruktur finanzieren. Der Rest ist derzeit von Erspartem und Idealismus finanziert ;)»

Sie seien gerade dabei, noch eine Eingabe beim Bund zu machen. «Was wir nie machen werden, ist unsere Nutzerdaten zu verkaufen wie viele ‹Gratis›-Apps», verspricht Philipp Sumi. 

«Wir überlegen uns, in Zukunft dann vielleicht irgendwann einmal einen jährlichen Franken für die App zu verlangen, aber auch nur von Usern, die die App aktiv nutzen, also schon viel gespart haben, und diesen Beitrag mit der nächsten Fahrt gleich wieder reinholen.»

Das Gründer-Trio besteht aus dem unabhängigen Software-Entwickler Philipp Sumi, dem Finanzspezialisten und Winterthurer Kultur-Lobbyisten Stephan Lätsch sowie der ETH-Informatikerin und Business-Analystin Asli Ozal.

Umfrage

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  • 11%Chabis, ich teile kein Fahrzeug.
  • 7%Team Uber!

Schweizer Ridr-App ermöglicht Taxi-Sharing

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 21.08.2017 06:13
    Highlight Highlight Das Konzept basiert darauf, dass Zielgruppen in Zukunft sich anders verhalten (Geld statt Zeit sparen möchten). Woher die Annahme kommt, dass das so eintreffen soll wäre interessant zu erfahren. Ich denke, dass man selbst von der Idee begeistert war und eine App bauen wollte und damit den Fehler beging, von sich auf andere zu schliessen. Während UBER über Einfachheit und Preis besticht, wird es für die neuen Startuper mit einer komplizierteren App sehr schwierig.
  • Henzo 19.08.2017 15:45
    Highlight Highlight Zwei besoffene parteien fahren von der langsstrasse. Am ziel: "ou scheisse... Han gar ke geld meh. Sorry, gäll."

  • BRO 19.08.2017 15:25
    Highlight Highlight Die Taxibetriebe müssen zusammenspannen und (wie in Brasilien die App 99) ihre Posititon jederzeit bekanntgeben. Die App soll vermitteln. Wartezeiten können so enorm gedrückt werden. Der Preisunterschied zu Uber gegenüber "99" ist kaum 10-15%.
    Benutzer Bild
    • trio 19.08.2017 17:16
      Highlight Highlight Der einzige logische Schritt, die Zentralen wehren sich aber mit Händen und Füssen dagegen.
    • Tavares 21.08.2017 08:20
      Highlight Highlight Die Zentralen werden sich wehren, bis die letzte zahlungsunfähig sein wird...

      Es ist schon erstaunlich, wie sich eine komplette Branche komplett gegen die Digitalisierung wehrt.

      Kodak & Co. sollten doch "Vorbild" genug sein...
  • Desmind 19.08.2017 15:21
    Highlight Highlight Und was ist jetzt der Vorteil gegenüber von UberPool?!? Man kann vielleicht normale Taxis bestellen, dafür hat man bei Uber alles in einer App und muss sich beim Pooling auch auf keinen gemeinsamen Treffpunkt einigen
    • Alnothur 21.08.2017 16:58
      Highlight Highlight Vielleicht, dass hier nicht so eine abartige Firma dahintersteckt, wie Uber eine ist?
  • Mia_san_mia 19.08.2017 14:46
    Highlight Highlight Das wird doch viel zu kompliziert...
  • Olaf44512 19.08.2017 14:35
    Highlight Highlight Das geht nur mit massiven Subventionen am Anfang, zum Beispiel Gratis fahrten wenn man einen Kollegen empfielt etc. Kostet einen Haufen Geld, aber nur so hat man eine Chance die Community zu bauen. In der Schweiz Investoren dazu zu finden wird allerdings sehr sehr schwer.
  • bcZcity 19.08.2017 13:08
    Highlight Highlight Klingt viel zu kompliziert, i.d.r nimmt man ein Taxi entweder spontan und will es dann auch sofort, oder man plant im Voraus und nimmt gleich einen Fahrdienst wie z.b Blacklane o.a
  • GLaDOS 19.08.2017 12:29
    Highlight Highlight Ich tippe bei der Zielgruppe mal auf das Ausgangs-Volk. Viel Erfolg beim Einigen auf einen Treffpunkt mit anderen (ebenfalls) angetrunkenen Personen.
  • PenPen 19.08.2017 12:12
    Highlight Highlight Das Konzept steht und fällt mit der gebotenen Convenience.
    Deshalb sehe ich die Erfolgsaussichten eher kritisch.
  • Hugeyun 19.08.2017 11:21
    Highlight Highlight Grundsätzlich etwas anderes als Über. Hier geht es darum zuschauen, wer wann und wohin mit dem Taxi fahren will und andere zusteigen zu lassen.
    Ähnliches Konzept habe ich so auch nur beim deutschen Mitfahrangebot Flinc gesehen, wo Fahrer eintragen wann und wohin sie fahren und andere zu günstigen Konditionen mitnehmen und das unter anderem auch durch die Deutsche Bahn mit Investitionen unterstützt wird.
  • marcog 19.08.2017 11:08
    Highlight Highlight Für mittelstrecken könnte dies funktionieren, wenn nahezu alle Fahrer eine solche app benutzen würden. Dann hätte man genügend auswahl um mit nur kurzer Wartezeit sehr genau zum Ziel gebracht zu werden, allenfalls sogar indem man unterwegs in ein anderes Auto umsteigt. Aber wenn man nicht schnell ein paar Hundertausend user findet funktioniert die ganze Idee einfach nicht. Solange es noch eine Lotterie ist, ob man eine Mitfahrgelegenheit findet, hat niemand ein Interesse es zu benutzen. Aus meiner Sicht hat einzig blablacar derzeit die Möglichkeit so etwas zu verwirklichen.
  • Cheimo 19.08.2017 10:56
    Highlight Highlight Wirkt auf mich wie eine Art Missionierung.
    • StealthPanda 19.08.2017 16:33
      Highlight Highlight Genau...
      Benutzer Bild
  • Oban 19.08.2017 10:47
    Highlight Highlight Eigentlich ist diese App nur eine Symptombekämpfung. Die Taxi Unternehmen freuts, gleiche Verdienst und man muss sich selbst nicht entwickeln, da man jetzt halt einfach 2 statt einer Person von A-B befördert. Bei aller, teilweise verständlicher Kritik an Uber, aber die Software / das Konzept dahinter ist Genial. Es werden beinahe keine Standzeiten generiert, fahren tut der Nächste in der Umgebung, Abrechnung erfolgt über die App, sprich kein Taxi muss mit Kartenterminal und Wechselgeld ausgerüstet sein und auch das Taximeter entfällt. Das sind alles vorteile die klassische Taxis nicht haben.
    • Freddie 20.08.2017 09:02
      Highlight Highlight Nun, solache sachen sind ja schnell in der neuen app umgesetzt. Ein persönlicher QR code für jeden taxifahrer, scannen und mit twint bezahlen.
      Weiter kann man die app auch zur mitfahrgelegenheit ausbauen um das verkehrskaos zu mindern. Bspw werden alle angestellten einer firma registriert und dann punkte festgelegt, wo sie aufgeladen werden.
  • Loe 19.08.2017 10:46
    Highlight Highlight Wie sieht die App im Store aus? Kannsie leider nicht finden
    • cybernaught 19.08.2017 13:38
      Highlight Highlight Links sind im Artikel
    • Loe 19.08.2017 16:58
      Highlight Highlight Ah super, dann sind die mittlerwile aufgeschaltet worden 😊 danke fürs mitteilen
  • Chääschueche 19.08.2017 10:29
    Highlight Highlight Interssant aber das beste bietet meiner meinung nach aktuell Nova Taxi mit der App
    Go! Taxi.
    Man gibt abfahrt und zielort ein und bestellt ein Taxi. Der Fahrpreis ist jedoch 10 Franken günstiger als wenn ich ein 0815 Taxi benutze.

    Also zahle ich anstatt 40 CHF nur noch 30 CHF.
    Da bin ich aber eben sicher, das die Fahrer entsprechend Versichert sind und rechtlich ebenfalls alles geklärt ist.

  • Butterscotch&hardcandy 19.08.2017 10:27
    Highlight Highlight Zu idealistisch! Jemand der ein Taxi will, wartet i.d.R. nicht auf andere User. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber wenn man warten kann, kann man gleich die Bahn wählen..
    Ob es sich lohnt, diese App zu nutzen, nur um nach dem Ausgang nach Hause zu kommen ist fragwürdig. Mit Uber geht das sharen schliesslich auch und die App ist bereits etabiliert.
  • fw_80 19.08.2017 10:25
    Highlight Highlight Nur noch auf den gemeinsamen Ort und Zeitpunkt einigen? Genau daran wird das ganze scheitern. 😕
  • Mäsee 19.08.2017 10:09
    Highlight Highlight Ist das nicht etwa das selbe wie blablacar?
    • huii 19.08.2017 10:22
      Highlight Highlight oder flinc
    • Anded 19.08.2017 10:30
      Highlight Highlight Nein. Blablacar vermittelt zwischen Fahrer und Mitfahrer. Ridr vermittelt zwischen Mitfahrern. Der Fahrer hat nix mit de App zu tun.
    • cybernaught 19.08.2017 13:41
      Highlight Highlight Hmm, schon vergleichbar. Blablacar ist einfach, wenn jemand ein Auto hat. So wie ichs verstehe, vermittelt Ridr kurzfristig Mitfahrer, die zusammen ein Taxi nehmen wollen.

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