Schweiz
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Die Schweiz im Dunkeln: Zivilschützer füllen Treibstoff ab für einen Stromgenerator. screenshot: srf

Der «Blackout» kommt – und die Gefahr ist grösser als viele glauben

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein massiver Stromausfall das alltägliche Leben in der Schweiz zum Erliegen bringt. Spätestens nach einer Woche finden wir auf die harte Tour heraus, wozu Menschen fähig sind.



Der Strom kommt aus der Steckdose, und wir geniessen die Vorzüge der 24-Stunden-Konsumgesellschaft.

Wer will es da meiner Kollegin Simone Meier verdenken, dass sie die fiktiven Folgen eines landesweiten «Blackouts» mit einem müden Lächeln kommentiert ...

Doch wir sollten uns nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Der vom Schweizer Fernsehen inszenierte Stromausfall endete nach fünf kalten Tagen und Nächten. Die Drehbuchschreiber ersparten uns so den Horror, den ein noch längerer Blackout mit sich bringen würde – und dies vor allem in den Städten, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben.

Ob wegen einer Hacker-Attacke, Inkompetenz oder gierigen Strom-Dealern:

Nach einem Blackout dauert es rund eine Woche, dann brechen in einem Land wie Deutschland bürgerkriegsähnliche Zustände aus.

Das ist keine dramatische Zuspitzung eines sensationsgeilen Journalisten, sondern wissenschaftlich belegt: Forscher untersuchten 2011 die Folgen «eines langandauernden und grossräumigen Stromausfalls». Ihre Studie mit dem Titel «Was bei einem Blackout geschieht» ist hier verfügbar (PDF).

Zum menschlichen Verhalten heisst es:

«Manche Individuen und Gruppen fallen hinter die etablierten Normen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zurück. Sie werden rücksichtsloser, aggressiver und gewaltbereiter. Die Bereitschaft zu helfen kann abnehmen. Andererseits werden auch Reaktions- und Verhaltensformen wie Kooperation, Empathie und Hilfsbereitschaft zutage treten, wodurch die Betroffenen das Gefühl der Bewältigbarkeit der Katastrophe gewinnen.»

quelle: studie «Was bei einem blackout geschieht» (pdf)

Blackout – wenn plötzlich nichts mehr geht

Sind wir in der Schweiz besser dran?

Zwar hat sich in den letzten Jahren einiges getan – doch gilt dies nicht nur im positiven Sinn: Der Hunger nach elektrischer Energie erscheint je länger desto unstillbarer, die Stromversorgung wird immer komplexer und das Profitstreben unverschämter.

«Wir planen kurzfristig. Speichern müssen wir nicht. Alles ist jederzeit verfügbar.»

Zitat aus dem 2014 veröffentlichten Video «Schweiz im Dunkeln» des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.

Ein Blackout mag für viele moderne Menschen unvorstellbar sein – und doch kann er jederzeit eintreffen. Es braucht nur eine unglückliche Verkettung von Zufällen. Oder bösen Willen.

Das Schweizer Fernsehen hat mit dem «Blackout»-Themenabend den Finger auf den wunden Punkt gelegt – und ist damit auch seinem Service-Public-Auftrag nachgekommen.

Für einen Oscar wird es nicht reichen, und ja, das «Product Placement» mit dem immer wieder gut sichtbaren iPad tat sogar dem Digital-Redaktor weh. Die Botschaft des Films sollte aber jeden und jede aufrütteln, ob Landei oder Stadtmensch.

Was mir negativ auffiel ist, dass die TV-Macher das Horror-Szenario eines AKW-Unfalls von sich aus «entschärften». Statt die bedenklich alte bzw. veraltete Reaktor-Technologie zu kritisieren, funktionierten sie einen angeblichen GAU nahe Basel in Kritik an den sozialen Netzwerken um. «Böse Fake News!»

So gab es statt eines erschütternden Worst-Case-Szenarios ein melodramatisches TV-Happening. Und wegen der schwierigen juristischen Suche nach den Schuldigen ging fast die gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger vergessen: Wir müssen nicht untätig abwarten, bis der Strom ausbleibt.

Wir können entscheiden, ob es mit ein paar Litern Mineralwasser, Dosen-Ravioli und einem Gas-Kocher im Keller getan ist. Und wir sollten uns fragen, ob wir uns bei Sicherung der Stromversorgung auf über 40-jährige AKW verlassen wollen.

Folgende Punkte legen uns die Fachleute ans Herz:

Umfrage

Bist du auf einen Blackout vorbereitet?

  • Abstimmen

1,709 Votes zu: Bist du auf einen Blackout vorbereitet?

  • 16%Ja, alles im Griff 👍
  • 25%Ach was, wird schon nicht so schlimm 🙈
  • 24%Keine Ahnung 😳
  • 35%Nicht vorbereitet, will es aber ändern!

Keine Panik, aber...

SRF Online schreibt: «Die Schweizer Stromversorgung ist eine der stabilsten der Welt. Im Durchschnitt hat man hier nur während 20 Minuten jährlich keinen Strom.»
Auch schnell behobene grossräumige Stromausfälle gehen ins Geld. Zu den drohenden Kosten heisst es, dass ein Blackout zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens so gut wie keinen finanziellen Schaden anrichten werde, einer zwischen Mittag und 3 Uhr nachmittags hingegen sehr viel. «Eine Faustregel sagt, dass ein landesweiter Blackout die Volkswirtschaft pro Minute eine Milliarde Franken kostet.» Doch sei die Berechnungsgrundlage sehr umstritten. Den Löwenanteil des Schadens trägt in jedem Fall die Allgemeinheit.

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112Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • YvesM 06.01.2017 08:03
    Highlight Highlight Interessant wäre hier noch eine Recherche zu den Notfallplänen des Bundes. So weiss ich, dass der Bund Nahrungsmittel für mehrere Monate für die gesamte Bevölkerung bunkert. Nur wie soll bei einem längeren Blackout die Logistik funktionieren? Wie wird die Bevölkerung informiert?
    • R&B 06.01.2017 08:37
      Highlight Highlight @YvesM: Im Film gibt es einige Indizien dazu. Der Bund hat Benzin für 4 Monate gelagert. Die Bevölkerung wird über Radio und Zettel im Briefkasten / Aushänge informiert.
      Einen längeren Blackout kann ich mir nicht vorstellen, weil wir 22 E-Werke haben, die selber aufstarten können.
  • DaniSchmid 04.01.2017 23:25
    Highlight Highlight Kurz bevor wir dieses Jahr wahrscheinlich AXPO mit Milliarden retten dürfen und Mühleberg 2019 stillgelegt werden sollte, werden Blackout-Schreckenszenarien gezeigt... 🤔
    • Energize 05.01.2017 08:53
      Highlight Highlight Vorher trifft es noch Alpiq...
    • Herbert Saurugg 05.01.2017 09:47
      Highlight Highlight Genau das ist ein riesen Problem bei der Risikokommunikation. Auf der einen Seite gibt es durchaus "Eigeninteressen" von Playern der etablierten alten, zentralisierten Energiewelt, die daran interessiert sind, dass alles bleibt, wie es ist.

      Auf der anderen Seite gibt es aber wirkliche, massive Systemänderungen, die so wie sie derzeit umgesetzt werden, nicht gut gehen können. Daher muss man sich aber mit dem Gesamtsystem und mit Komplexität beschäftigen und nicht nur mit Teilaspekten - wie etwa nationalen Anteilen des europäischen Stromversorgungsverbundsystems. Mehr dazu: www.saurugg.net
    • Lumpirr01 05.01.2017 19:52
      Highlight Highlight @Herbert Saurugg: Ob in der Schweiz nach einem Blackout mit vielen (wegen Überlast) ausgelösten Leistungsschaltern nach relativ kurzer Zeit wieder zu einem Inselbetrieb mit plus / minus 50 Hertz hochgefahren werden kann, ist in meinen Augen ein grosses Fragezeichen. Weil man so ein Szenario nicht üben kann, käme es da sicher zu einigen unerwünschten Überraschungen. Was meinen Sie als Experte zu dieser Frage? Besten Dank!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stigs 04.01.2017 23:15
    Highlight Highlight In solch einem Fall kann ich meine Campingausrüstung wieder einmal brauchen.
  • coronado71 04.01.2017 20:59
    Highlight Highlight Ich finde den Kommentar zum SRF "Blackout"-Thementag von Dani Schurter sehr gut geschrieben. Danke! Insbesondere der Link zur umfassenden Studie des dt. Bundestages. Gibt es so was ähnliches auch (öffentlich einsehbar) bezogen auf die Schweiz?
  • Skeptischer Optimist 04.01.2017 19:16
    Highlight Highlight Die absurde Panikmache schmeckt bedenklich nach einer Verschwörung unserer maroden Stromkonzerne, im Still eines von den Hirzel. Neef. Schmid. Konsulenten ausgebrüteten Märchens. Schlussendlich brauchen die Konzerne ja dringend Subventionen. Und sogar der Blocher Christof ist ja dafür.
    • @schurt3r 04.01.2017 19:26
      Highlight Highlight ...
      User Image
    • go4happy.com 06.01.2017 00:31
      Highlight Highlight Hat nix mit Panikmache zu tun,
      sondern mit Physik, siehe Kommentar weiter oben.

      Eine geringe Wahrscheinlichkeit nützt genau nix,
      wenn ein Ereignis dann doch eintritt und man nicht vorbereitet ist,
      da kann man dann den ganzen Tag flennen :-)
  • 7immi 04.01.2017 18:27
    Highlight Highlight man kann sich jetzt natürlich darüber unterhalten, wie wahrscheinlich das ganze ist und alles herunterspielen und bagatellisieren. oder aber man legt den notvorrat an und geht auf nummer sicher. schlussendlich muss es jeder selber wissen. ich wage zu behaupten, dass es angenehmer ist, den notvorrat nicht zu brauchen als ihn im ereignisfall nicht zu haben. er frisst kein ja kein heu. murphy ist immer dabei. ist wie beim flugzeugabsturz: sehr selten, aber dennoch scheisse, wenn mans erlebt.
    • 7immi 05.01.2017 07:47
      Highlight Highlight nicht von mir. wir haben einen, seit ich mich erinnern kann. daher verstehe ich ja das sträuben dagegen nicht. man bezahlt das x-fache an versicherungsbeiträgen jedes jahr. das wohl naheliegenste, einfachste und zuverlässigste lehnt man jedoch ab...
    • go4happy.com 06.01.2017 00:32
      Highlight Highlight @ 7immi _ BRAVO :-)

      dem ist nix hinzuzufügen
  • Herbert Saurugg 04.01.2017 17:52
    Highlight Highlight Ich beschäftige mich seit über 5 Jahren mit dem möglichen bzw. sehr realistischen Szenario eines europaweiten Strom- und Infrastrukturausfalls ("Blackout") und kann nur bestätigen, dass das Risiko massiv unterschätzt wird und unsere Gesellschaften so gut wie nicht darauf vorbereitet sind. In der Schweiz wahrscheinlich noch besser, als sonst wo. Aber die Auswirkungen werden noch deutlich länger als der unmittelbare Stromausfall zu massiven Folgen für die Bevölkerung führen. Daher ist der Notvorrat ein sehr wichtiger Baustein in der Selbsthilfe. Mehr dazu auf www.saurugg.net/strom-blackout
  • Firefly 04.01.2017 16:06
    Highlight Highlight Danke, ich behalte nun den Christbaum noch ein bisschen länger zuhause, im Notfall kann ich dann ein Feuerchen machen und die Dosenravioli kochen.
  • whatthepuck 04.01.2017 14:34
    Highlight Highlight Kein Experte auf dem Gebiet, habe persönlich aber den Eindruck dass wir uns - wie bei so vielem - immer weiter weg von einem wirklichen Ernstfall bewegen. Alles wird immer weiter durchdacht, ausgebaut, erneuert, stabilisiert, effizienter gemacht, ... Gibt es ernsthafte Gründe dafür anzunehmen, dass unser Stromnetz mal für eine Woche und länger, grossflächig tot sein könnte? Hat es so einen Blackout in dem Ausmass überhaupt schonmal irgendwo gegeben? Oder ist das nur Science Fiction?
    • manhunt 04.01.2017 15:11
      Highlight Highlight die wahrscheinlichkeit eines blackouts, wie von srf beschrieben, ist verschwindend klein. stromausfälle, kleinere wie grössere, wird es immer wieder geben.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stromausfälle
      das jedoch gleich landesweit, für eine dermassen grosse zeitspanne, der strom ausbleibt, und das natürlich sehr bald, wie der titel des artikels suggeriert, ist nichts weiter als spekulation.
    • @schurt3r 04.01.2017 15:21
      Highlight Highlight Ähm ja, alles halb so schlimm.
      Und falls es doch passiert, können wir ja noch schnell ein paar Hamsterkäufe tätigen. Oh shit, die Kassen/Automaten funktionieren nicht 😳

      *Ironie off*

      Fakt ist: Niemand weiss, wann es passiert. Ob morgen oder in 15 Jahren: Vorsorgen ist klug.
    • manhunt 04.01.2017 15:31
      Highlight Highlight @dani schurter: es passiert immer wieder. vor nicht allzu langer zeit in der stadt zürich, wegen eines defekten transformators, im hb wegen eines kabelbrandes. weitere beispiele gäbe es zur genüge. warum bist du dir auf teufelkommraus soo sicher, dass es in der schweiz ein totales, tagelanges blackout geben muss?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 04.01.2017 14:07
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht. Ein sachlicher Gegenpol zum unnötigen Kommentar von Simone Meier.
  • MeinSenf 04.01.2017 14:00
    Highlight Highlight Wie man Hollywood mit Wissenschaft vermischt? Das Buch "Blackout" von Marc Elsberg ist diesbezüglich sehr angenehm und interessant zu lesen...
  • Alnothur 04.01.2017 13:50
    Highlight Highlight Einfach mal "Blackout" lesen (wurde auch in der Sendung empfohlen), dann habt ihr die Bürgerkriegs-Zustände nach einer Woche mit drin ;)
  • R&B 04.01.2017 13:09
    Highlight Highlight Diese Kommentarspalte zeigt sehr offensichtlich, dass nicht wenige Kommentatoren hier eine Meinung, aber keine Ahnung haben. Es wird über die Sendung oder die Thematisierung des Blackouts gelästert, wobei es offensichtlich ist, dass einige die Sendung nicht gesehen haben.
    Wir sind wirklich im postfaktischen Zeitalter angekommen...
    • manhunt 04.01.2017 14:44
      Highlight Highlight weil du diese sendung gesehen hast, schliesst du nun daraus "ahnung" zu haben? dann muss ich mir den beitrag ein zweites oder gar drittes mal ansehen, und ich hab dann auch "ahnung"? wenn dich dieses thema wirklich interessiert, so empfehle ich dir ein wenig eigene recherche. menschen, welche sich kritisch mit dem inhalt des srf-beitrags auseinandersetzen und deren wahrscheinlichkeitsgehalt bezweifeln, gleich als "ahnungslos" hinzustellen, ist doch etwas gar frech.
    • manhunt 04.01.2017 15:19
      Highlight Highlight @mariabitterli: stromausfälle wird es immer wieder geben. bestimmt auch in der schweiz. bloss ist das szenario im srf-beitrag völlig überzeichnet. mittlerweile sind viele systeme redundant geführt. auch ist die infrastruktur in der schweiz in einem guten zustand. ich bestreite nicht, dass jederzeit etwas passieren kann. jedoch von einem mehrtägigen, landesweiten blackout zu reden, ist angstmacherei.
    • R&B 04.01.2017 16:40
      Highlight Highlight @manhunt: Aha! Sie haben die Sendung also angeschaut?
      Wenn, dann mit einem unglaublich starken Verschwörungstheorie-Filter.
      Ich glaube aber immer noch, dass Sie die Sendung nicht gesehen haben, wenn ich Ihren Kommentar zur Weihnachtsbeleuchtung lese.

      Ich glaube Ihnen nicht, sondern den vielen Experten, die an dieser Sendung teilgenommen. Diese haben einen Blackout diesen Ausmasses nicht in Frage gestellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 04.01.2017 13:08
    Highlight Highlight Es braucht weder ein akw, noch böse absichten für einen stromausfall. Auch bei erneuerbaren energiequellen wird das risiko weiterbestehen. Naturgefahren (waldbrände, erdrutsche, etc) sind sehr reale risiken, ganz ohne terror oder krimineller energie.
    Ein weiterer punkt ist das (kommende) smartgrid. Es macht unser netz leistungsstärker, aber auch anfälliger. Neben hackerangriffen kann eine fehlregulierung eine kettenreaktion auslösen. Hier hat zum glück solar impulse schon einiges erforscht und entwickelt. Unabhängig der politischen und technischen "lage" ist ein stromausfall immer möglich.
  • TanookiStormtrooper 04.01.2017 13:04
    Highlight Highlight Die Chancen, dass ein Tweet über schlechte Frisuren ab dem 20. Januar einen Atomkrieg auslöst, schätze ich mal als höher ein.

    BEREUT EURE SÜNDEN, DAS ENDE IST NAH!!!!!
    • manhunt 04.01.2017 13:13
      Highlight Highlight ymmd😂
    • @schurt3r 04.01.2017 13:26
      Highlight Highlight ...
      User ImagePlay Icon
    • Froggr 04.01.2017 14:02
      Highlight Highlight Du hast offensichtlich null Ahnung. :)
  • bimchen 04.01.2017 12:47
    Highlight Highlight Gibts nicht wichtigere Probleme, als die Was-wäre-wenn-Theorie ;) ? wir schauen uns doch lieber das Problem an, wenns denn wirklich da ist, Amen!
    • R&B 04.01.2017 12:58
      Highlight Highlight @bimchen: Bei Ihrer Logik sollten wir alle unsere Krankenkassen und Versicherungen kündigen...
    • glüngi 04.01.2017 13:39
      Highlight Highlight @R&B, kennst du sarkasmus?
    • Froggr 04.01.2017 14:03
      Highlight Highlight Ich glaube der hat das tatsächlich ernst gemeint. Unverständlich für mich. Vorsorge ist besser als Nachsehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tepesch 04.01.2017 12:29
    Highlight Highlight Das Buch Blackout von Marc Elsberg behandelt genau dieses Thema. Hier betrifft der Stromausfall jedoch ganz Europa. Sehr interessantes Buch. Am Ende leider etwas zu Hollywood-mässig. Aber es wird schön aufgezeigt, wie es passieren kann und wie sich die Menschen verhalten, wenn der Strom über Tage und Wochen weg bleibt.
    • Mr_Specter 04.01.2017 13:02
      Highlight Highlight Absolut brilliantes Buch! Aber auch sehr beängstigend. Elsberg hat ein durchaus realistisches Szenario aufgezeichnet...!
    • Firefly 04.01.2017 16:12
      Highlight Highlight Äh, das Buch ist ein Roman, eine Fiktion und soll vor allem spannend und unterhaltend sein, damit es so viele Leser wie möglich findet.

      Aber weil darin keine Zombies vorkommen lässt es heutzutage schon fast wie ein Sachbuch wirken, nicht wahr?
    • Tepesch 04.01.2017 16:57
      Highlight Highlight @Firefly
      Äh, ich weiss nicht ob du's schon wusstest, aber in so manchem Roman steckt verdammt viel Recherche-Arbeit. Romane per se als Unterhaltung abzutun, die keinerlei Wissen vermitteln, ist einfach falsch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • leclerc 04.01.2017 12:20
    Highlight Highlight Aus technischer Sicht sind AKW keine veraltete Technologie, sondern jahrzehntelang erprobt und somit im Notfall leichter handzuhaben als neue Technologien, da diese noch nicht ausgereift und somit nicht komplett erforscht sind.
    Auch möchte ich wissen, wie resp. mit was der Autor die circa 40% Atomstrom ersetzen will? :)
    • @schurt3r 04.01.2017 13:10
      Highlight Highlight Ganz ehrlich: Den Atomstrom würde ich durch ALLE Energiequellen ersetzen, die uns nicht dem Risiko aussetzen, das Land für tausende Jahre zu verstrahlen. Ganz zu schweigen vom Atommüll, den wir angeblich «sicher» vergraben sollen... ☠️
    • Lumpirr01 04.01.2017 13:22
      Highlight Highlight @dani schurter: Den Atomstrom würde ich durch ALLE REGENERIERBAREN Energiequellen ersetzen! Was nützt es Dir, wenn Du durch den Klimawandel durch CO2 und die Feinstaubbelastung durch Gas- oder deutsche Braunkohlekraftwerke vergiftet wirst?
    • @schurt3r 04.01.2017 13:35
      Highlight Highlight @Lumpirr01:
      Absolut einverstanden. Da müssen wir hin.

      Kohlekraftwerke sind aber (auf dem Weg dahin) aus meiner Sicht das kleinere Übel. Die Risiken beim Atomstrom/Atommüll? ... 😱
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lumpirr01 04.01.2017 11:27
    Highlight Highlight Die echten Schwachstellen würden sich erst zeigen, wenn man so ein Szenario echt üben könnte. So gibt es als Beispiel zwar viele Notstromgruppen in den Kellern, welche anstelle der Aussenluft mit Wasser von der Gemeinde gekühlt werden. In der Fachwelt wird so eine Installation als "Schwanzbeisser" bezeichnet. Ausserdem gibt es für keine Energieunternehmen eine Verpflichtung, ununterbrochen (365 Tagen / 24 h) Energie zu liefern. Deshalb war die Rolle der Staatsanwältin und der beklagten Stromhändler in der Inszenierung eine Illusion! Strom zu haben ist das Risiko zu 100% der Konsumenten!
  • Madison Pierce 04.01.2017 11:21
    Highlight Highlight Ach was wurde Herr Blattmann ausgelacht von urbanen Schreiberlingen mit dem Starbucks-Becher neben der Tastatur...

    Ist etwas wie bei Noah: am Schluss lacht der, der auf der Arche sitzt bzw. Vorräte hat. :)

    Dabei wäre es ganz einfach: nicht eine Packung Teigwaren kaufen und diese essen, sondern 10 Packungen kaufen und wenn eine gegessen ist, eine weitere kaufen und zuhinterst ins Regal stellen. Zwei Flaschen Öl und immer die ältere verwenden etc.
    • R&B 04.01.2017 11:35
      Highlight Highlight Man hat über die 900 Liter gelacht. Nicht darüber, dass er Notvorräte hat.
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.01.2017 12:05
      Highlight Highlight Ja ja das mit den Teigwaren. Nur ohne Notkocher und Wasser wird das nichts werden.
    • Maett 04.01.2017 12:30
      Highlight Highlight @R&B: nein, man hat allgemein über die Notvorräte gelacht, zumindest in den Kommentaren.

      http://www.watson.ch/!570182594
    Weitere Antworten anzeigen
  • manhunt 04.01.2017 11:15
    Highlight Highlight "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein massiver Stromausfall das alltägliche Leben in der Schweiz zum Erliegen bringt."?
    Wer sagt das? Das ist in erster Linie mal billige Panikmache.
    • @schurt3r 04.01.2017 11:16
      Highlight Highlight Nope, das ist in erster Linie mal Wahrscheinlichkeitsrechnung ;-)
    • R&B 04.01.2017 11:34
      Highlight Highlight @manhunt:
      In der Sendung hat ein Hacker sich ins Stromnetz der Basler Elektrizitätswerke gehackt und die Weihnachtsbeleuchtung ausschalten können. Er hätte alles manipulieren können. Schauen Sie die Sendung an. Es ist ein richtiger Augenöffner.
    • manhunt 04.01.2017 11:36
      Highlight Highlight es ist billige panikmache. es ist ein thema welches in letzter zeit einiges an beachtung durch die medien erhielt. ein landesweiter stromausfall in der schweiz, dazu noch mehr als einige stunden, ist nicht wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern mediale panikmache. genauso gut könnte man von einem "wahrscheinlichen" schweren erdbeben ausgehen. aber es stimmt schon, die zeiten eignen sich bestens um angst zu verbreiten. mit den aufgezeigten folgen bin ich einverstanden. mit dem scheinbar drohenden blackout allerdings überhaupt nicht. das ist für mich nichts weiter als effekthascherei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 04.01.2017 11:12
    Highlight Highlight Ein halbwegs guter Hacker braucht nur Stunden um ein Elektrizitäts- oder Wasserwerk abzuschalten. Und wenn man sieht wie schlecht sich manche Unternehmen gegen Hackerangriffe schützen, so ist es erstaunlich, dass noch nichts Grösseres passiert ist. Aber ich bin mir sicher, dass es keine Frage ist, ob es passieren wird, sondern wann es passieren wird.
  • Homes8 04.01.2017 10:59
    Highlight Highlight Keine 5 sondern eher 3 Tage bis Krieg ausbricht. Bei den heutigen Bargeldreserven der Leute würden viele schon am zweiten Tag zu klauen anfangen, weil sie bei der Bank kein Bargeld mehr beziehen könnten.
    Zudem wohin flüchten, Reisedokumente?
    Da fehlt eher noch ein Strick auf der Notfallliste.
  • wasylon 04.01.2017 10:55
    Highlight Highlight Ergänzend noch zur Bildstrecke. Der grosse Blackout in Italien im Jahr 2003 wurde durch einen Kurzschluss an der Lukmanierleitung in Brunnen im Kanton Schwyz verursacht.

    http://www.srf.ch/kultur/wissen/die-fuenf-groessten-blackouts-weltweit

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stromausf%C3%A4lle
  • Cerberus 04.01.2017 10:29
    Highlight Highlight Kkdt Blattmann (ehem. Chef der Armee) wurde vor zwei Jahren ausgelacht und als Panikmacher hingestellt, als er der Bevölkerung empfahl, einen Notvorrat anzulegen.

    Nach der Sendung «Blackout» hatten wohl einige ihr Aha-Erlebnis.
    • Nasi 04.01.2017 10:39
      Highlight Highlight Und ich lache immer noch.
    • Marek Zeman 04.01.2017 12:07
      Highlight Highlight Es ging mehr um die empfohlenen Mengen, als um die Grundidee.
  • Donald 04.01.2017 10:27
    Highlight Highlight Und als André Blattmann einen Notvorrat empfahl, wurde er ausgelacht? Ich bin verwirrt.
    • Töfflifahrer 04.01.2017 11:15
      Highlight Highlight Einzig das mit den Mengen (900 Flaschen Mineralwasse) gab Anlass zum Stirnrunzeln! Der Rest, dass es einen Vorrat braucht, ist und bleibt unbestritten.
    • Donald 04.01.2017 13:01
      Highlight Highlight Habe nachgeschaut. Es sollen maximal 240 sein. Was für eine Familie auch nicht mehr als ein Monat ausreicht (3L/T/P). Aber auch wenn es 900 sein sollten, verstehe ich nicht warum das lächerlich ist und ein "normaler" Vorrat nicht.
    • Saraina 04.01.2017 13:11
      Highlight Highlight Wenn der Mann auch in einer Notsituation gerne sein Klo spült oder ein Bad nimmt, dann soll er doch 900 Liter lagern.
  • Abdul der Klappstuhl 04.01.2017 10:24
    Highlight Highlight Ich schau Walking Dead, sollte schon für ein paar Tage über die Runden kommen ;-)
  • The Writer Formerly Known as Peter 04.01.2017 10:09
    Highlight Highlight Es fehlt "nicht vorbereitet" in der Befragung! Ich hätte zum Beispiel ausreichend Teigwaren zuhause. Aber ohne Notkocher sind die unbrauchbar! Leider im Moment auch kein Keller vorhanden. Will mir mal ein paar Gedanken dazu machen.
    • R&B 04.01.2017 10:44
      Highlight Highlight Gasgrill auf dem Balkon tut es auch.
    • Nguruh 04.01.2017 11:05
      Highlight Highlight Teigwaren mit kaltem Wasser "kochen"
      schmeckt wohl nicht besonders, könnte aber beim Überleben helfen :)
    • Yosh1 04.01.2017 12:23
      Highlight Highlight In einer Notsituation wirst du die auch roh essen ;)
    Weitere Antworten anzeigen

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