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Gillis Gäste von links nach rechts: Matthias Aebischer (SP Bern), Natalie Rickli (SVP Zürich) und Gerhard Pfister (CVP Zug). 
Bild: screenshot/telezueri

Gerhard Pfister im «Sonntalk»: «Dass jetzt Wahlen sind, ist eine kalendarische Banalität!»



Topmotiviert seien seine Gäste heute Abend, sagte TeleZüri-Moderator Markus Gilli zur Eröffnung des «Sonntalk». Und als wäre das ihr Stichwort gewesen, lieferte Natalie Rickli (SVP Zürich) gleich den besten Beweis dafür – indem sie ein Feuerwerk an Wahlkampfparolen und Parteiwerbung zum Besten gab.

Auch Matthias Aebischer (SP Bern) hielt sich nicht zurück. Bereits in der Eröffnungsrunde, in der Gillis Gäste jeweils über Lust und Frust der Woche berichten, schoss Aebischer geradewegs gegen die SVP, die mit der Ankündigung des Referendums gegen die Asylreform aufwändige und gute Arbeit zunichte gemacht habe.

Gilli schloss sich Aebischer an: «Ihr wolltet doch beschleunigte Verfahren, entschleunigt jetzt aber wieder alles.» Rickli antwortete mit der Standardparole, man dürfe die Schweiz als Asylland ja nicht attraktiver machen. «Die schnellsten Verfahren zu haben könnte kontraproduktiv sein.» 

«Wir müssen jetzt dringend das Übel ... das Problem an der Wurzel packen.»

Natalie Rickli über das Referendum zur Asylreform

Schützenhilfe für Rickli gab's vom dritten Gast der Runde, Gerhard Pfister (CVP Zug), der das Referendum für ein berechtigtes Instrument hielt. Den Vorwurf, damit werde nur zwecks Wahlen das Thema bewirtschaftet, konterte Pfister mit: «Dass jetzt Wahlen sind, ist eine kalendarische Banalität.»

«Wir machen das jetzt. Die Energiewende ist Realität.»

Während Pfister diplomatisch zwischen links und rechts vermittelte, lief der Schlagabtausch zwischen Aebischer und Rickli für kurze Zeit aus dem Ruder. «Ihr wollt keine Lösung suchen!», rief der SP-Mann, woraufhin Rickli ein bisschen ausrutschte: «Wir haben alle bei uns im Land. Darum müssen wir dringend das Übel ... das Problem an der Wurzel packen.» 

Die verbleibenden Minuten widmete Gilli der Energiewende. Der Ständerat hatte den Entscheid des Nationalrats umgekippt, und beschlossen, dass AKW kein Ablaufdatum erhalten sollten. Auf Gillis Frage, ob die Energiewende auf der Kippe sei, sagte Aebischer: «Die Frage regt mich schon fast auf. Wir machen das jetzt. Die Energiewende ist Realität.»

Zum Schluss ging es um die Rolle der Medien im Wahlkampf, die alle drei Politiker als teilweise befremdlich beziehungsweise unausgewogen bezeichneten. Gilli mahnte seine Gäste in gewohnt scherzhaftem, aber doch provozierendem Ton: «Es klingt, als ob ihr ein Artenschutzprojekt wolltet!» (dwi)

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