Schweiz
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ZUR ABSCHALTUNG DES AKW GOESGEN ZUR URSACHENABKLAERUNG UND REPARATUR EINER DAMPFLECKAGE STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 17. AUGUST 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - The nuclear power plant Goesgen in the canton of Solothurn, Switzerland, pictured on May 29, 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das Atomkraftwerk Goesgen, aufgenommen am Sonntag, 29. Mai 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das AKW Gösgen: Wie weiter mit dem Atomstrom in der Schweiz?
Bild: KEYSTONE

Gewinne privat, AKW dem Staat: Warum ein dreistes Lobby-Szenario Realität werden dürfte

Ein für den Energiekonzern Alpiq erstelltes Papier sieht die Gründung einer staatlichen Auffanggesellschaft für Atomkraftwerke vor. Ein starkes Stück und ein Trauerspiel.



Der Streit um die Atomenergie hatte stets Züge eines Glaubenskrieges. Ihre Anhänger propagieren sie als Garantin einer sicheren und sauberen Stromversorgung. Für die Gegner handelt es sich um eine brandgefährliche und erst noch teure Technologie. Eskaliert war die Auseinandersetzung in der Schweiz in den 1970er Jahren mit der Besetzung des Geländes, auf dem das – am Ende nie realisierte – AKW Kaiseraugst gebaut werden sollte.

Mit 40 Jahren Abstand scheint die Anti-AKW-Bewegung eine Art späten Triumph feiern zu können. Das Parlament dürfte in der Energiestrategie 2050 ein Verbot für neue Atomkraftwerke festschreiben – unter anderem eine Spätfolge der Katastrophe in Fukushima vor fünf Jahren. Von den bestehenden Werken wird Mühleberg 2019 vom Netz genommen. Beznau 1 ist seit einem Jahr ausser Betrieb, nachdem Schäden am Reaktordruckbehälter entdeckt wurden. Ob das mit 47 Betriebsjahren weltweit älteste Atomkraftwerk je wieder hochgefahren wird, ist unklar.

Die Schweizer AKW

Bleiben Beznau 2, Gösgen und Leibstadt. Deren Ende ist absehbar. Zwar lehnt das Parlament eine Laufzeitbeschränkung ab. Im Herbst aber dürfte die Atomausstiegs-Initiative der Grünen zur Abstimmung gelangen. Sie verlangt eine Stilllegung nach spätestens 45 Betriebsjahren. Auch die Energiekonzerne gehen zunehmend auf Distanz zum Atomstrom, denn er ist zum Verlustgeschäft geworden. So beträgt der Marktpreis für Strom heute weniger als 3 Rappen pro Kilowattstunde. AKW-Strom aber kostet 4 bis 6 Rappen.

«Too big to fail»

Die fehlende Rentabilität ist der Hauptgrund, warum die Bernischen Kraftwerke (BKW) ihr bejahrtes AKW Mühleberg abschalten wollen. Deutlich weiter scheinen die Pläne des Stromkonzerns Alpiq zu gehen, der diese Woche einen Verlust von 830 Millionen Franken für das Jahr 2015 verkünden musste. Er will seine Beteiligungen an den AKW Leibstadt (32 Prozent) und Gösgen (40 Prozent) anscheinend auf den Staat abschieben. So zumindest steht es in einem «vertraulichen» Konzept, das die PR-Agentur Hirzel Neef Schmid für Alpiq erarbeitet hat.

Die «Basler Zeitung» hat das Papier publik gemacht. Es liest sich wie ein Drehbuch für Lobbying der dreisten Sorte. Durch die «Mobilisierung» von Experten, Politikern und Medien wollen die «Strombarone» möglichst viel Geld beim Staat abholen, etwa mit den bereits beschlossenen Subventionen für Wasserkraftwerke. Vor allem aber sollen die Atomkraftwerke «in einer Auffanggesellschaft zusammengefasst und einem staatlichen Eigner übergeben werden».

«Während Jahrzehnten haben die Energiekonzerne fette Renditen erzielt, und beim ersten Gegenwind rufen sie nach einer Staatsrettung.»

Christian Wasserfallen

Alpiq soll in diesem Planspiel diskret auftreten und «aus der zweiten Reihe» arbeiten. Denn die Stromkonzerne sollen als «too big to fail» dargestellt werden. Dazu wird unter anderem das «Totschlagargument» Jobverluste herangezogen. Teilweise liest sich das Papier unfreiwillig komisch, etwa wenn die Medien «Politiker als Helden ins Zentrum stellen» sollen. Anderes aber kommt einem ziemlich bekannt vor. So würde der zuständige Lobbyist laut der BaZ die Vorstösse für die Politiker schreiben und «sicherstellen», dass sie in den Räten zur Diskussion kämen.

Die CEO von Alpiq Jasmin Staiblin spricht anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz vom Montag, 7. Maerz 2016, im Hauptsitz in Olten. Der Energiekonzern Alpiq schreibt erneut tiefrote Zahlen. Der Reinverlust fuer das Geschaeftsjahr 2015 belaeuft sich auf 803 Millionen Franken. Bereits im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 902 Millionen Franken verbucht. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Alpiq-CEO Jasmin Staiblin hatte diese Woche nichts Gutes zu verkünden.
Bild: KEYSTONE

Das erinnert an die Kasachstan-Affäre, die vor einem Jahr für Wirbel sorgte, letztlich aber keinen grösseren Schaden verursachte. Ausser am Image von FDP-Nationalrätin Christa Markwalder, und das auch nur temporär. Das Alpiq-Szenario aber lädt dem Steuerzahler eine beträchtliche Last auf, nicht zuletzt für die Stilllegung und Entsorgung der Atomkraftwerke. Gemäss dem «Tages-Anzeiger» klafft in den dafür vorgesehenen Fonds eine Lücke von mindestens sechs Milliarden Franken.

Stromschwemme statt Stromlücke

Einmal mehr scheint die Devise zu lauten: Die Gewinne privat, die Kosten dem Staat. Bei den Politikern hält sich die Begeisterung denn auch in Grenzen. «Während Jahrzehnten haben die Energiekonzerne fette Renditen erzielt, und beim ersten Gegenwind rufen sie nach einer Staatsrettung», meint der Berner FDP-Nationalrat und Energiepolitiker Christian Wasserfallen, der im Konzept als «harte Nuss» bezeichnet wird und dies als Auszeichnung empfindet.

Ähnlich äusserte sich der Solothurner SP-Nationalrat Philipp Hadorn in einem Beitrag für die «Solothurner Zeitung»: «Erst wenn der Abschalttermin des letzten AKW in unserem Land beschlossen ist und die Konti der Stromkonzerne blank sind, darf der Staat die Verantwortung der Privaten übernehmen.» Seine Partei teilte am Donnerstag mit, eine staatliche Auffanggesellschaft komme nicht in Frage. Die SP sei aber bereit, über eine Abwicklungsgesellschaft mit staatlicher Beteiligung zu diskutieren, «welche den raschen Ausstieg aus der Atomtechnologie organisiert».

«Das Marktdesign in Europa ist kreuzfalsch.»

Jacqueline Badran

«Wir warnen seit 40 Jahren davor, dass das Geld nicht ausreichen wird und der Staat einspringen muss», sagt die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Badran. Sie benennt zwei «Sündenfälle»: Die 2009 beschlossene Teilliberalisierung des Strommarkts und die Teilprivatisierung von Alpiq, die im gleichen Jahr aus der Fusion der Oltner Atel und der Westschweizer EOS hervorgegangen war. Während die Axpo zu 100 Prozent den Nordwestschweizer Kantonen und ihren Elektrizitätswerken gehört, werden rund 10 Prozent von Alpiq an der Börse gehandelt.

** ARCHIV ** Rauch und Wasserdampf steigen am 6. April 2004 ueber dem Kohlekraftwerk Scholven der E.ON Kraftwerke GmbH in Gelsenkirchenen auf. Schlussspurt in den Verhandlungen ueber die EU-Klimaschutzplaene: Auf einem am Donnerstag, 11. Dezember 2008, beginnenden Gipfeltreffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs soll das EU-Klimaschutzpaket in trockene Tuecher gebracht werden.  (AP Photo/Michael Sohn) ----** FILE ** Smoke and steam billows from a coal power plant in Gelsenkirchen, western Germany, in this April 6, 2004 file photo. (AP Photo/Michael Sohn)

Dreckig und dreckbillig: Kohlekraftwerk in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet.
Bild: AP

Das erhöht den Leidensdruck auf die Konzernleitung. Sie will deshalb 49 Prozent ihrer Wasserkraftwerke – für Badran «die Cashcows von morgen» – verkaufen. Für die AKW-Beteiligungen dagegen ist angesichts des widrigen Marktumfelds kein privater Käufer in Sicht, also soll es der Staat richten. Tatsächlich ist der europäische Strommarkt völlig aus den Fugen geraten. Statt der vor einigen Jahren beschworenen Stromlücke herrscht eine Stromschwemme.

Kantone sollen Suppe selber auslöffeln

Dafür sind weniger die viel kritisierten Subventionen für Solar- und Windenergie verantwortlich, sondern vor allem der Strom aus Kohlekraftwerken, der im wahrsten Sinn «dreckbillig» ist. Mit einem EU-weiten CO2-Emmissionshandel sollte der klimabelastende Kohlestrom eigentlich verteuert werden, doch das Konzept funktioniert nicht, weil zu viele Zertifikate vorhanden sind. «Das Marktdesign in Europa ist kreuzfalsch», schimpft Jacqueline Badran.

In diesem Punkt trifft sich die streitbare Sozialdemokratin mit Christian Wasserfallen, der sonst eine völlig andere Linie verfolgt (er will die Option Kernenergie ausdrücklich weiter verfolgen): «Ich habe selten einen Politikbereich erlebt, in dem so viele Fehler gemacht wurden.» Das Alpiq-Konzept zeige die «Hilflosigkeit» der Branche, meint der ausgebildete Maschineningenieur. Die Kantone, die hinter den Energiekonzernen stehen, sollten die Suppe selber auslöffeln.

«Eine sichere Stromversorgung kommt an erster Stelle.»

Albert Rösti

Auch der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti, designierter Präsident und führender Energiepolitiker seiner Partei, hält das Szenario für «ordnungspolitisch falsch». Die Regulierung müsse über den Markt erfolgen, sowohl bei den Atomkraftwerken wie bei der Wasserkraft. «Eine Auffanggesellschaft ist nicht Aufgabe des Staates», sagt Rösti.

Die Berner Christian Wasserfallen, FDP, rechts, und Albert Roesti, SVP, links, diskutieren an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 1. Maerz 2016 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Albert Rösti und Christian Wasserfallen sind gegen Staatshilfe für Stromkonzerne.
Bild: KEYSTONE

Ist das «Alpiq-Szenario» somit Makulatur? Keineswegs. Mitarbeiter der Bundesverwaltung erachten es als durchaus realistisch. Alpiq-CEO Jasmin Staiblin führt laut der «Handelszeitung» ein weiteres «Totschlagargument» ins Feld: Versorgungssicherheit. Selbst Albert Rösti lässt hier ein Türchen offen: «Eine sichere Stromversorgung kommt an erster Stelle.» Bürgerliche Politiker könnten deshalb am Ende ebenso «umkippen» wie das linksgrüne Lager, vor allem wenn diesem eine klare Ausstiegsperspektive geboten wird.

Das Lobbying-Konzept dürfte in seiner dreisten Form kaum umgesetzt werden und dennoch zum Ziel führen. Manch ein alter Kämpe aus der Anti-AKW-Bewegung wird sich so in seinem damaligen Protest bestätigt sehen. Die Kosten für die Atomenergie bleiben letztlich am Steuerzahler hängen.

So dass am Ende nur eine Frage bleibt: Wie konnte man jemals auf eine Technologie bauen, deren Abwicklung mehr kosten könnte, als sie jemals an Einnahmen erwirtschaftet hat?

Umfrage

Braucht es eine staatliche Auffanggesellschaft für AKW?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 12.03.2016 13:57
    Highlight Highlight Denn grossen Gewinn machen die Firmen, die Akw's und Uran verkaufen. Die klugen Leute wissen, dass der Besitz von solchen Zeitbomben auf lange Zeit keinen Profit bringt.
    3 0 Melden
  • runner 12.03.2016 08:43
    Highlight Highlight Die Atomkraftwerke gehören den Konzernen, die ihre Gewinne zurücklegen müssen für die Zukunft. In Deutschland hat man dem Spiel den Riegel vorgelegt, dass der Steuerzahler später für diese unkalkulierbaren und sehr hohen Kosten aufkommen muss.
    Nicht nur die Abbaukosten sondern auch die Verbringung des atomaren Sonermülls wird utopisch teuer werden. Wenn man diese Kosten einrechnet, ist Atomstrom einer der teuersten energiequellen.
    8 0 Melden
  • Yippie 11.03.2016 22:45
    Highlight Highlight "Gewinne privat, AKW dem Staat" ist imho ein recht reisserischer Titel, wenn 10% von Alpiq in privater Hand sind (wie im Artikel erwähnt) und die restlichen 90% den Kantonen (also der öffentlichen Hand) gehören. Die Gewinne wurden demnach grösstenteils nicht privatisiert.
    Unabhängig davon bleibt aber die AKW-Problematik mit massiven Abbaukosten bestehen, die mit den jetztigen Gebühren der AKW-Betreiber nicht gedeckt werden können. Aber auch dort gilt wieder die AKWs gehören bereits heute zu fast 100% der öffentlichen Hand, ob Staat oder Kanton spielt für den Steuerzahler kaum eine Rolle.
    6 2 Melden
  • pamayer 11.03.2016 21:30
    Highlight Highlight dicker toback... wenn sogar svp-ler und fdp-lerinnen dagegen sind, muss es ja mehr als tolldreist sein. von den akw betreibern war/ist nichts anderes zu erwarten, als das, was sie immer taten: gewissenlos scheffeln.
    17 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 11.03.2016 17:29
    Highlight Highlight Ich frage mich eben, ob der Schlusssatz stimmt. Die Abwicklung der AKW kostet sogar mehr wie jemals Einnahmen erzielt worden sind? Der Rückbau von Mühleberg wird mehr kosten, wie dieses jemals an Gewinn erwirtschaftet hat? Gösgen, Leibstadt alles dasselbe? Oder verstehe ich den Satz irgendwie falsch?
    18 3 Melden
    • Raphael Stein 11.03.2016 18:30
      Highlight Highlight Diese Aussage verstehen Sie schon ziemlich richtig.
      Leider. Als diese Dinger gebaut wurden, dachten nur wenige weiter als bis zur Steckdose.
      Und
      "Tolle" Bilder aus Japan sieht man seit ein paar Tagen wieder. Das ist dann für eine Weile unbezahlbar. Das kleinste sprengt das Grösste in die Luft. Deshalb kostet das Atömchen doch auch soviel.
      20 2 Melden
  • Brehynfak 11.03.2016 17:20
    Highlight Highlight Alpenrepublik = Bananenrepublik = Schweiz

    Wer regiert die Schweiz, vielleicht Dick & Doof?
    14 4 Melden
    • äti 11.03.2016 18:54
      Highlight Highlight naa, eher Ebi, Tito, Freyi, Blochi, ..... und ein paar Swiss-Oligarchen, ex. Raiders oder immer noch, heul
      15 5 Melden
  • Moelal 11.03.2016 17:11
    Highlight Highlight Und die ewigen Holzköpfe ( inkl. Rechtsparteien!) haben jahrelang vom "sauberen" Strom gesprochen (gelogen). Was bitte ist sauber, wenn das Rückbauen, Abräumen und Entsorgen Jahrzehnte dauert und Milliarden kostet?
    26 1 Melden
    • TomTayfun 11.03.2016 20:59
      Highlight Highlight Ja jaa und nicht nur sauber und CO2 arm nein auch sind wir dem Volke günstigen Strom schuldig . . was für dämliche Lügen der SVP Jungs . . eine Schande die gehören alle zur Rechenschafft gezogen, alle Aufnahmen und Aussagen sind ja aufgenommen und so . .
      14 1 Melden
  • Triumvir 11.03.2016 15:40
    Highlight Highlight Ja das hätten sie gerne. Die Gewinne selber privat verjubeln und den Entsorgungsmüll dem Steuerzahler überlassen. Genau so funktioniert bürgerliche Nach-mir-die-Sinnflut-Politik. Und das nicht nur in der Energiepolitik! Was kümmert mich schon der Abfall!? Ich will die fette Kohle jetzt scheffeln. Die Suppe auslöffeln dürfen dann die Generationen nach mir, ich bin dann schon lange nicht mehr auf der Welt und gucke die verstrahlten Radieschen von unten an. Also so what!?!
    51 5 Melden
  • Angelo C. 11.03.2016 15:19
    Highlight Highlight Absolut und uneingeschränkt zutreffende Beurteilungen im WATSON-Artikel, da gibt es kaum noch was anzufügen....

    Wie immer, die Profite den Privaten, die Verluste dem Staat - wie schon mehrfach gehabt oder doch zumindest gewünscht - eine absolute Frechheit 😏! Inklusive SVP sind da alle Parteien unisono und zurecht dagegen.

    52 2 Melden
  • blueberry muffin 11.03.2016 15:08
    Highlight Highlight Soll komplett von SVP und FDP Waehlern bezahlt werden.

    Die duerfen dann auch den teureren Strom exklusiv verwenden.
    47 26 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 15:33
      Highlight Highlight Man kann ja fast aus allen Themen ein politisches LINKS - RECHTS Geplänkel machen, trifft jedoch bei diesem ernsthaftem Thema nicht zu! Würde erst dann stimmen, wenn bedeutende Kraftwerksanlagen mehrheitlich Privaten gehören würden (die dann noch FDP oder SVP wählen)..............
      22 13 Melden
    • rodolofo 11.03.2016 16:04
      Highlight Highlight @ Rhabarber
      Mach mal halblang!
      Wir wollen doch bitte all die StromkonsumentInnen nicht vergessen, die nach viel Billigstrom und Billigprodukten nachfragen!
      Der Fisch stinkt vom Kopf her.
      Aber er stinkt auch am Schwanz.
      21 8 Melden
    • Citation Needed 11.03.2016 18:27
      Highlight Highlight rodolfo: Angebot und Nachfrage wirkt wechselseitig! Hätte man die Risiken/Abfallprobleme z.B. einberechnet statt (immer schon!) externalisiert, Atomstrom wär nie so billig gewesen. Die Preisgestaltung ist/war direkt von der Energiepolitik abhängig. Nach Fukushima kursierte eine Liste der Parlamentarier mit Interessensbindungen zur Kernenergie, und siehe da: SVP und (etwas weniger) FDP, wo man hinguckte. Nicht nur der Atom-Spottpreis verhinderte die Entwicklung zahlbarer Alternativen, die SVP redete z.B. Wasserkraft stets klein und warnte vor Versorgungslücken und zu Wucherpreisen..
      9 1 Melden
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  • Madison Pierce 11.03.2016 14:47
    Highlight Highlight Die Energiekonzerne gehören gross-mehrheitlich den Kantonen. Diese haben jahrzehntelang gut an Dividenden und Steuern verdient. Falls jetzt also die öffentliche Hand einspringen würde, hätte sie nicht nur die Last, sondern wenigstens auch den Nutzen gehabt.

    Es bleibt aber die Kritik, dass die Rückbau- und Lagerkosten anscheinend massiv zu tief veranschlagt worden sind.
    12 22 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 14:50
      Highlight Highlight Wie Du schreibst gehören sie grossmehrheitlich den Kantonen und damit bereits der öffentlichen Hand...
      18 1 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 15:05
      Highlight Highlight Nun warum sollen die Bürger der Kantone bezahlen, welche keine Dividende von der Gesellschaft erhalten hatten???
      20 7 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 15:13
      Highlight Highlight @HansDampf_CH: Die Bürger haben indirekt von den Gewinnen der Kraftwerks - Gesellschaften provitiert. Die Kassen der Kantone wurde von den Dividenden gespiesen, sodass die Kantonssteuern dementsprechen tiefer ausfielen..............
      18 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 11.03.2016 14:44
    Highlight Highlight immerhin sind die bürgerlichen politiker gegen die verstaatlichung der akw und der damit verbundenen milliardenkosten der entsorgung. die SP wird ironischerweise für die verstaatlichung der kosten sein, nachdem die gewinne über jahre privatisiert worden sind. toll, momol.
    14 25 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 14:52
      Highlight Highlight Fairerweise muss man doch auch festhalten, dass in der Vergangenheit die Rechten eher für die Privatisierung und die Linken eher für eine Verstaatlichung waren...
      27 2 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 14:55
      Highlight Highlight Die "Bürgerlichen" Politiker sind nur jetzt dagegen... In der Abstimmung sehen Sie dann schon wie es aussehen wird.

      Das ist keine FRAGE von links oder rechts. Nein bei der Abstimmung im Parlament sollen ALLE Parlamentarier mit Interessenskonflikten Un den Ausstand treten. Auch die Ständeräte der Aktionäre.

      denken Sie nicht in stereotypischen Dimensionen!!
      Das System stinkt Parteiübergreiffend.
      18 6 Melden
  • Dionysus 11.03.2016 14:14
    Highlight Highlight Es kommt noch besser:
    Das Geld, welches für den Rückbau der AKW und die Endlagerung der radioaktiven Abfälle auf die Seite gelegt wird, muss nur für 50 Jahre Endlagerung reichen. Steht in irgendeinem Gesetz.
    Die radioaktiven Abfälle müssen aber 500'000 Jahre unter den Boden.
    Wenn wir aktuell pro KW/h 0,1 Rappen bezahlen für die Endlagerung und dies für 50 Jahre reicht, müssen diese Kosten also eigentlich 0,1 Rappen pro KW/h für 50 Jahre x (500'000 Jahre / 50 Jahre) = 1'000 Rappen pro KW/h betragen.
    Alleine die Endlagerung für 500'000 kostet also Fr. 10.-- pro KW/h.
    21 6 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 14:32
      Highlight Highlight Was für eine Pseudo-Rechnung! Nach 50 Jahren ist der Tiefenlager geschlossen und nicht mehr in "Betrieb", sondern in der "Beobachtungsphase"...

      http://www.nagra.ch/de/zeitplan.htm
      8 18 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 14:58
      Highlight Highlight @Polyirgendwas bist Du ein Troll oder in der PR Abteilung der Alpiq und Konsorten angestellt?

      Es gibt weltweit kein Endlager. KEINES nicht mal in China.

      und wenn ich s haue was für ein Desaster Asse in Deutschland war ist das alles nur Propaganda
      26 3 Melden
    • rodolofo 11.03.2016 16:12
      Highlight Highlight Genau wegen solchen "Buebetrickli" glaube ich diesen "tonangebenden" Politikern kein Wort mehr!
      Die stecken doch mit ihren Militärkameraden und Geschäftspartnern unter einer Decke!
      Und wer bezahlt wohl all die teuren Wahlkämpfe dieser "Pappkameraden" und charakterlosen "Manöggel"?
      Und warum machen die Bürgerlichen Parteien ein Geheimnis daraus, wer sie finanziert?
      Ist doch klar warum!
      Die Schweiz ist eine "Bananenrepublik", glaubt aber, sie sei besonders ehrenhaft und seriös...
      Da lache ich doch laut und ziehe dabei ein Gesicht wie der Schneider-Amman!
      15 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansDampf_CH 11.03.2016 14:04
    Highlight Highlight Kohle ist schuld?
    Schauen wir mal über den Tellerrand der Schweiz hinaus:
    http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/RWE-kuendigt-neue-Einschnitte-an-article17165516.html?utm_content=buffer47bac&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

    Das Management ist schuld mit einer Strategie aus dem letzten Jahrhundert....
    8 3 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 14:38
      Highlight Highlight @HansDampf_CH: laut wiki erfolgt RWEs Energieproduktion durch konventionelle fossile Kohle- und Gaskraftwerke. Für RWE ergeben sich dabei ungefähr folgende Werte: Die Stromerzeugung wird zu 16,7 % aus Kernenergie, zu 4,3 % aus erneuerbaren Energieträgern und zu 79,0 % aus fossilen und anderen Energieträgern realisiert.
      Auch wenn RWE damit auf dem Zahnfleisch wirtschaftet, vernichtet sie damit preislich die zu 100% regenerierbare Schweizer Wasserkraft und versaut mit dem gewaltigen Ausstoss von CO2 unser globales Klima. Bitte nächstes Mal vor dem schreiben bitte besser recherchieren!!!!!
      14 1 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 15:01
      Highlight Highlight Nun ich hatte mich falsch ausgedrückt. Die Alpiq gibt Kohlenstoff die Schuld an der Misere mit ein wenig EEG

      Die Kohlekraftwerke rentieren aber auch nicht mehr.

      Beide Managements haben es verpasst auf Erneuerbare umzustellen....
      11 1 Melden
    • rodolofo 11.03.2016 17:51
      Highlight Highlight Da haben sie uns immer Angst eingejagd wegen einer "Stromlücke"...
      Und was haben wir jetzt?
      Eine "Stromschwemme"!
      9 0 Melden
  • christianlaurin 11.03.2016 13:59
    Highlight Highlight Die alpiq kann ich verstehen. Der Staat sagt kein akw und Firmen müssen Blechen? Nein. Wir haben es doch in der Hand selbst zu entscheiden ob ich Atom will oder nicht.
    6 31 Melden
    • Gantii 11.03.2016 16:08
      Highlight Highlight endlager in deinem garten? - okay 👌🏻
      12 0 Melden
  • Kookaburra 11.03.2016 13:23
    Highlight Highlight Ja wie konnte man?
    22 0 Melden
  • Daylongultra 11.03.2016 13:19
    Highlight Highlight Welche Energieform soll dann bitteschön mit Stromgestehungskosten von 3Rp/kWh dienen können? Der AKW Strom ist so teuer wie er schon immer war (und da wird er eigentlich nur von der Kohle unterboten), dass Problem sind die marktverzehrende Wirkung der Energiewende unserer Nachbarn (20 Mrd. Subvention pro Jahr, Tendenz steigend + Einspeisegarantie). Daher funktioniert halt die bisherige Strategie nicht mehr und muss angepasst werden. Es wird wohl damit Enden, dass wir die gleiche Strompreise wie in D haben. Diese Mrd. fliessen dann halt in die EE-Lobby anstatt in die AKW-Lobby.
    12 18 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 14:07
      Highlight Highlight Die EE lobby wie sie das nennen sind potenziell wir alle. Ich kann mir eine solaranlage anschaffen, aber kein AKW oder Kohlekraftwerk.

      ich finde Ihre Aussage richtig, aber die Schlussfolgerung reichlich naiv.
      11 4 Melden
    • Mehrwegbechern 11.03.2016 14:09
      Highlight Highlight "Der AKW Strom ist so teuer wie er schon immer war"

      Soso. Nur leider hatte und hat er immer noch einen viel zu tiefen Preis, der die Rückbaukosten kaum berücksichtigt. Der effektive Preis einer kWh AKW Strom müsste seit jeher höher sein, nur war die Abwälzung der Rückbaukosten auf die Steuerzahler wohl von Anfang die Strategie der Strombarone.

      Und bez. Subventionierung der Erneuerbaren: mir ist eine teure, kalkulierbare Anschubfinanzierung à la KEV tausendmal lieber, als jahrelang "günstigen" AKW Strom zu beziehen, der dann aber unabsehbare Rückbau- und Folgekosten verursacht.
      27 4 Melden
    • Gantii 11.03.2016 16:12
      Highlight Highlight Der strom von akws müsste mit abstand am teuersten sein.

      sie zahlen keine versicherung - die versicherung trägt der staat.
      sie zahlen praktisch nichts für den abbau und entsorgung des radioaktiven müll.

      klar sind sie dann am billigsten :)
      nur schon die versicherungskosten tragen müssen und zackzack gibt es keine akws mehr 👌🏻
      10 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • christian_meister 11.03.2016 13:12
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass bei Alpiq unverzüglich ein Nachlassverfahren eingeleitet werden muss. Der Konzern scheint bereits so in Schieflage zu sein, dass er das Tafelsilber (Wasserkraft) verkaufen will. Das muss unbedingt verhindert werden, denn dies ist aus meiner Sicht Gläubigerschädigung. Die Gläubiger sind grösstenteils die Kantone und somit der Steuerzahler. Ein Verkauf muss durch einen Sachwalter abgewickelt werden. Sämtlicher Erlös muss in die AKW-Auffangesellschaft oder den Stilllegungsfond fliessen. Und dann die unrentablen Dinger sofort stilllegen, bevor noch mehr Kosten entstehen.
    42 5 Melden
    • Lumpirr01 11.03.2016 14:47
      Highlight Highlight Leider gehören bei diesen tiefen Grosshandelpreisen nicht mal Wasserkraftwerke noch zum Tafelsilber. Die Energiedienst-Gruppe mit Kraftwerken im Wallis und den beiden Wasserkraftwerken Laufenburg und Rheinfelden sind nun noch knapp in der Gewinnzone. Siehe
      https://www.energiedienst.de/investoren/
      Verursacher für diese Misère ist der billige Deutsche Kohlenstrom, welcher auch mit staatlichen Subventionen über kurz oder lang in einigen Konkursen endenwird!
      8 2 Melden
    • _kokolorix 11.03.2016 18:20
      Highlight Highlight @lumpir
      verursacher der krise ist die bürgerliche mehrheit, welche die strommarktliberalisierung durchgedrückt hat. ohne diese sinnlose vermarktung von etwas das nicht vermarktet werden kann, wäre der strom zwar teurer, aber unsere stromproduzenten nicht pleite.
      das konzept hat auch im gesundheitswesen versagt und wird auch in der Telekommunikation nicht funktionieren
      3 1 Melden
  • HansDampf_CH 11.03.2016 12:53
    Highlight Highlight AKTIONARIAT: 25% GEHÖREN EDF.
    also dem französischen Staat. Es sind nicht nur die Kantone und rund 10% der Aktien sind free-floating. Also im Streubesitz.
    man muss verhindern, dass Werte aus der alpiq "verkauft" werden und so dem Konkursrichter entzogen werden. Die Gesunden Teile werden för den Rückbau und Endlagerung benötigt
    zerschlagen, enteignen sofort.
    63 8 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 13:08
      Highlight Highlight der der den Blitz gemacht hat soll so offen sein Und schreiben warum. erträgt er oder sie die Wahrheit nicht?
      31 8 Melden
  • atomschlaf 11.03.2016 12:34
    Highlight Highlight Der Vergleich privat vs. Staat hinkt in diesem Fall aber ordentlich, da die grossen Elektrizitätsgesellschaften grossmehrheitlich der öffentlichen Hand gehören. Anders gesagt: Blechen wird am Ende so oder so der Steuerzahler.
    9 24 Melden
    • Kstyle 11.03.2016 12:57
      Highlight Highlight Diese argumentation kann ich verstehen die Städte sind mitaktionäre aber wieso müssen wir einen teuren verwaltungsrat und manager durchfüttern? Ich finde jede legitimation dieser Praxis ist gefährlich. Es legitiemiert sozusagen diebstahl.
      30 3 Melden
    • atomschlaf 12.03.2016 12:11
      Highlight Highlight Hier noch was zur Lektüre für die Blitzer: "Aufgrund dieser Struktur sind es vor allem die Kantone, die direkt oder indirekt die wichtigsten Eigentümer an den Verbundunternehmen und damit der Schweizer Stromproduktion sind."
      http://www.avenir-suisse.ch/50851/vernetzte-eignerstrukturen-in-der-schweizer-energiewirtschaft/
      2 0 Melden
  • Alex23 11.03.2016 12:33
    Highlight Highlight Wie hiess es doch lange Zeit? AKW-Strom: Billiger und sauberer Strom!
    Billig ja, so lange es nichts abzubauen und zu entsorgen gibt. Sauber ja, solange kein Desaster passiert, der Abfall ganz zynisch irgendwo in der dritten Welt entsorgt werden kann und man auch nicht an den alles andere als cleanen Uranabbau denkt. Nicht zu sprechen von den menschenunwürdigen Bedingungen eines unterbezahlten Minenarbeiters irgendwo in Niger oder Kasachstan.
    73 5 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 14:08
      Highlight Highlight Vielleicht solltest du auch die chinesische PV-Zellen anschauen...
      3 11 Melden
    • Alex23 11.03.2016 14:26
      Highlight Highlight Polybertarian: what about ..... ?
      8 3 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 16:24
      Highlight Highlight Bezüglich "Abfall ganz zynisch irgendwo in der dritten Welt entsorgt", "andere als cleanen Abbau", und "menschenunwürdigen Bedingungen eines unterbezahlten Arbeiters"...
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ElMundo 11.03.2016 12:33
    Highlight Highlight Diese Firmen lassen angebliche Terroristen ins Gefängniss stecken um ein exempel zu statuieren (fall Marco Camenisch) und bereichern sich noch an Gewinne. Im strompreis nicht inkludiert sind die Atomabfallentsorgungskosten welche auf den Staat abgewälzt werden, was solld das eigentlich? Lieber AKW Lobbyisten in meiner Welt seid Ihr verantwortungslose wesen.... AKW's sollen endlich abgeschafft werden...
    43 13 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 12:56
      Highlight Highlight Das sind ganz gemeine kriminelle mit Deckung durch Politiker die später ein jöbbli erhalten, für ihre "Dienste"
      30 4 Melden
    • atomschlaf 11.03.2016 13:02
      Highlight Highlight Dass Camenisch ins Gefängnis gehörte, steht wohl ausser Frage...
      13 15 Melden
  • lormel 11.03.2016 12:22
    Highlight Highlight Es gibt keine Marktwirtschaft im Strommarkt, alle grossen Teilnehmer sind staatlich dominiert. Lachhaft jetzt gegen den Kapitalismus zu schiessen, man hätte die Stromriesen schon längst verkaufen sollen. Aber vor allem die Linke hat sich immer gegen den Verkauf von "Volksvermögen" gewehrt. Was dieses Vermögen wert ist sieht man heute - nichts mehr. Ausbaden dürfen das Schlamassel wieder die Steuerzahler.
    11 44 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 13:06
      Highlight Highlight Ja in den Freien Märkten läuft es besser??? Das Problem ist nicht das System, sondern das die Atomwirtschaft immer die Kosten tief gerechnet hatte und die waren Kosten immer und überall der Staat und seine Bürger getragen haben. Das ist Betrug im ganz grossen Stil. Nichts anderes.
      Schau euch mal die Story von Enron in den USA an....
      egal ob freier Markt oder Staatlicher Markt. Die Technologie ist das Problem
      18 5 Melden
  • Lumpirr01 11.03.2016 12:10
    Highlight Highlight 1) Verlierer sind alle: Klimaveränderungen durch CO2 durch die Verstromung von deutscher Kohle
    2) Gewinner sind die Liegenschaftsbesitzer, welche eine Abnahmegarantie und übertriebene Preise ihres Stromes von Solaranlagen erhalten; demzufolge sind die Mieter als Nichtbeteiligte eben auch die Verlierer
    3) Verlierer sind die Wasserkraftwerke, welche wegen den unrentablen Grosshandelspreisen auf dem produzierten Strom Verluste schreiben; demzufolge gehören wir Steuerzahler der im Staatsbesitz befindlichen Kantonswerke ebenfalls zu den Verlierern
    4) Frau Leuthart: Ist dieses Ausstiegszenario ok??
    21 5 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 13:20
      Highlight Highlight Stimmt so nicht, auch die Aussage das der Kohlenstoff schuld sei. lesst mal die Aktuellen Berichte über RWE. deren Kohlekraftwerke rentieren nicht mehr!
      Es wie bei den Taxis und Uber
      die Zeiten haben sich geändert und wer sein Business Modell nicht anpasst geht unter...
      Simple as that
      11 7 Melden
  • MaxM 11.03.2016 12:10
    Highlight Highlight Gewinn für Private und Kosten für den Staat? Und wer ist wieder die Mehrheitsaktionäre von Alpiq, BKW, Axpo, CKW, etc.?
    22 3 Melden
    • Peter 11.03.2016 12:39
      Highlight Highlight Am Ende beisst sich die Katze in den Schwanz. Die Kantone können ihre Risiken auf den Bund abschieben. So gesehen ist der Begriff "privat" relativ.
      19 2 Melden
    • amore 11.03.2016 12:59
      Highlight Highlight Es ist schon noch wesentlich, ob die Kantone oder Bund bezahlen. Die Bundessteuer bezahlen vor allem besser Verdienende und Vermögende. Bei den Kantonssteuern zahlen kleine Einkommen mehr Steuern.
      14 0 Melden
  • mope 11.03.2016 12:03
    Highlight Highlight Ich mache jetzt hochspekulative Transaktionen mit geliehenem Geld. Kommt's gut, zahle ich nicht mal Steuern. Wenn nicht, erwarte ich selbstverständlich schon eine Wiederherstellung der Situation auf Bundeskosten.
    32 2 Melden
    • R&B 11.03.2016 13:02
      Highlight Highlight @mope: Das machen Banken schon seit Jahren....
      17 2 Melden
  • Triple 11.03.2016 11:57
    Highlight Highlight War absehbar, in Deutschland bereits Realität!!
    17 1 Melden
  • poga 11.03.2016 11:56
    Highlight Highlight Also wenn 6Milliarden der Preis sind sollten wir die in die Hand nehmen und das leidige Thema beenden. An alle die sich hier beschweren. Ihr habt ja recht. Trotzdem haben wir alle von den tiefen Strompreisen profitiert. Und wir werden alle mit der Abschaltung dem Kohlestrom Aufwind verschaffen und die Luft verpesten. Weil keiner von uns bis jetzt bereit ist die 2Kilowatt Gesellschaft zu bezahlen.
    11 9 Melden
    • Kstyle 11.03.2016 12:52
      Highlight Highlight Danke auf diese antwort habe ich gewartet wir profitieren ja alle davon. So ein schwachsinn.
      11 2 Melden
    • R&B 11.03.2016 13:01
      Highlight Highlight @Poga: Nein! Die Konzerne haben den Riesengewinn eingesackt, statt für den Rückbau zurückzustellen. Ein Teil des Gewinns ist in den Kauf der Politiker geflossen und fliesst immer noch. Wie sonst erklärt es sich, dass nun das Parlament die Laufzeit der AKWs nicht beschränken möchte? (Weiss übrigens jemand, wo man sehen kann, wer aktuell wie im SR abstimmt?) Die Konzerne sollen dies nun ausbaden. Das mit dem Kohlstrom stimmt sowas von nicht. Es gibt genug Alternativen, die sauber sind. Die SVP ist ja gut darin, aufzuzeigen, dass wir auch ohne die EU können und somit gilt dies auch für den Strom.
      11 6 Melden
    • poga 11.03.2016 13:15
      Highlight Highlight @Denkezuerst Das mit den Alternativen ohne die 2KW Gesellschaft möchte ich doch stark in Frage stellen. Ich persönlich bin weit davon entfernt. Und die Kosyen wären extrem hoch. Ich rede da nicht nur von Gebäude isolieren und PV Anlagen installieren. Ich rede hier davon das man viele Verbraucher(Boiler,Kochherd....) zentral ansteuern müsste.
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthias Studer 11.03.2016 11:55
    Highlight Highlight Sollen doch die AKW-Befürworter den Mehrpreis für den Strom bezahlen. Aber dann bitte mit Entsorgen und Abbau der AKW.
    21 6 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 14:22
      Highlight Highlight Sicher. Hebt ihr die arbiträre Einschränkungen auf, die das Prozess so teuer machen ?
      1 4 Melden
  • DailyGuy 11.03.2016 11:54
    Highlight Highlight Das ist ja wieder super. Am Schluss darf meine Generation (20 jähriger hier) die Sünden der älteren Generationen tragen. Ich werde die Konsequenzen aus dem Atomboom der 70er Jahre wohl mein ganzes Leben tragen und wohl kaum noch mehr davon profitieren.

    Und da sagt man doch unsere Generation sei verloren und würden die Gesellschaft zu Grabe tragen. Die Generationen vorher haben aber das Grab ausgehoben und den Weg gepflastert.
    33 5 Melden
    • mcfly74 11.03.2016 12:25
      Highlight Highlight Und auch wir werden solche Fehler machen auf Kosten unserer Kinder
      14 2 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 14:25
      Highlight Highlight Als Mitglieder der gleiche Generation muss ich sagen, du hast davon eigentlich viel profitiert. Saubere Luft und starke Wirtschaft sind sicher nicht wenig. Du überprivilegerte Westerner...
      1 9 Melden
    • DailyGuy 11.03.2016 15:00
      Highlight Highlight @Pokybertarian: Ja, ich habe viel davon profitiert, aber nicht nur. In einigen Jahren werden wir mit 5 AKW dastehen, welche abgebaut werden müssen. Milliarden an Kosten zusammen mit viel atomarem Müll, und niemand weiss, was man damit machen soll. Und wenn du meinen Satz genau anschaust, sage ich, dass ich nicht mehr davon profitieren werde. Damit wollte ich aussagen, dass wir heute davon profitiere, aber in 10-20 Jahren dies mehr tun werden.
      9 1 Melden
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  • LeChef 11.03.2016 11:47
    Highlight Highlight Am Schluss wird so oder so der Staat die Kosten tragen. Alpiq und Axpo sind hauptsächlich in Kantonsbesitz; wenn man die Konzerne bankrott gehen lässt, werden die Kantone als Aktionäre die Hauptlast tragen. Sie bezahlen damit die Zeche dafür, dass sie die Konzerne jahrzehntelang als Geldmaschinen benutzt haben, statt brauchbare Mechanismen für die Ausstiegsfinanzierung zu implementieren. Die Frage bleibt, ob der Bund einen Teil der Kosten überimmt, oder nicht. Wichtig ist, dass man die Verantwortlichen richtig benennt: Die Bürgerlichen Politiker bei Bund und Kantonen. CVP, FDP, SVP.
    63 5 Melden
  • Erode Terribile 11.03.2016 11:43
    Highlight Highlight wieder einmal mehr das die rechten das "Volch"
    als Milchkühe ausnutzen. Wann gehen die Augen auf? Das Management sahnt ab und die Konsumenten dürfen die überteuerten Fehlentscheide berappen.
    42 11 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 11.03.2016 11:19
    Highlight Highlight Freie Marktwirtschaft und Deregulation ja - aber bitte nur, wenn's zu verdienen gibt?
    WTF!?!
    57 5 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 12:31
      Highlight Highlight Wo siehst du die Markwirtschaft in einem Umfeld von Technologie-Verbot und Subventionen?
      3 16 Melden
    • HansDampf_CH 11.03.2016 14:42
      Highlight Highlight Es sollte einem Volk erlaubt sein zu entscheiden welche Risiken wir tragen wollen.

      @Polyirgenwas Freie Marktwirtschaft heisst nicht das die Unternehmen machen können was Sie wollen. Sondern das alle Firmen in einem Markt die selben Rahmenbedingungen haben. Die Verzerrung der Kosten in der Atomenergie ist eine Wettbewerbsverzerrung par excellence.

      Sie argumentieren ziemlich so verquer wie die Industrie welche uns das alles eingebrockt hat....
      6 2 Melden
    • Polybertarian 11.03.2016 15:05
      Highlight Highlight Genau. Sind Subventionen und Technologie-Verbote "die gleichen Rahmenbedingungen" ?

      Welche Verzerrung, genau ? Sind die Kosten anderen Energiequellen nicht verzerrt?
      3 6 Melden
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