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Good News: Forscher gründen Netzwerk zur Entsorgung alter Atomkraftwerke – Schweiz mit am Start



Atomkraftwerke abschalten ist einfach, das Abwracken weniger. Deshalb wollen Forscher ihr Know-how bündeln – im deutschen Karlsruhe geht das europaweit einmalige Cluster «Rückbau» an den Start. Beteiligt ist auch das Schweizer Paul Scherrer Institut.

ZUM 125. GEBURTSTAG DES SCHWEIZER PHYSIKERS PAUL SCHERRER AM 3. FEBRUAR 2015 STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MONTAG, 26. JANUAR 2015, FOLGENDES NEUE BILDMATERIAL VOM PAUL SCHERRER INSTITUT PSI ZUR VERFUEGUNG --- The Paul Scherrer Institute PSI is a multi-disciplinary research center for natural sciences and technology and belongs to the Swiss Federal Institutes of Technology Domain. It is active in solid state physics, material sciences, elementary particle physics, life sciences, nuclear and non-nuclear energy research, and energy-related ecology. Pictured in Villigen in the Canton of Aargau, Switzerland, on January 13, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Das Paul Scherrer Institut in Viligen AG.
Bild: KEYSTONE

Netzwerk von 5 Partnern

Wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Freitag mitteilte, haben sich fünf Institute zum Cluster «Rückbau kerntechnischer Anlagen» zusammengeschlossen. «Mit dem Abschalten von Kernkraftwerken fängt die Arbeit erst an», begründete Oliver Kraft, Vize-Präsident für Forschung am KIT, die Initiative.

Vom Roboter, der anstelle von Menschen die radioaktive Belastung an Oberflächen misst und sie dekontaminiert, über Schutzmassnahmen für Beschäftigte, Bevölkerung und Natur vor radioaktiver Strahlung bis hin zur Information der Öffentlichkeit – das Netzwerk der fünf Partner soll Kompetenzen aus drei Ländern bündeln.

Wissenschaftler aus mehreren Fachbereichen vertreten

Es soll die Fachkräfte-Ausbildung stärken und Ansprechpartner für Industrie, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit sein. In ihm arbeiten Maschinenbauer, Verfahrenstechniker, Geochemiker und auch Sozialwissenschaftler zusammen.Etwa ein Drittel der derzeit 145 aktiven Atomkraftwerke in Europa soll bis 2025 stillgelegt werden. Dem KIT zufolge ist eine zentrale Herausforderung die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.

Gründungsmitglieder des Clusters sind neben dem KIT das Paul Scherrer Institut in der Schweiz, die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe, die Universität Stuttgart mit dem Institut für Kern- und Energietechnik und der Materialprüfungsanstalt Stuttgart sowie das Institut für Transurane (Karlsruhe) und das Institute for Reference Materials and Measurements (Belgien) der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.

(sda/dpa)

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