Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Schweiz ist nur «genügend» bei Korruptionsprävention

Bestechung Korruption Schmiergeld (Bild: shutterstock)



Die Staatengruppe des Europarats gegen Korruption (Greco) hat die bisherigen Bemühungen der Schweiz bei der Korruptionsprävention in Parlamenten, Gerichten und Staatsanwaltschaften auf nationaler Ebene gesamthaft als genügend eingestuft. Handlungsbedarf sieht sie bei der Unabhängigkeit der Richter.

Die Erhöhung der Transparenz im Parlament wird von der Greco begrüsst, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Donnerstag mitteilte. Bedauert werde, dass das Parlament namentlich der Erweiterung der Deklarationspflicht auf finanzielle Interessen und der Kontrolle der Interessendeklarationen nicht gefolgt ist.

Im Bereich der Unabhängigkeit der Richterinnen und Richter werde zwar anerkannt, dass die Frage des Wahlsystems sowohl vom Bundesrat wie auch vom Parlament im Lichte der Empfehlung sorgfältig geprüft worden sei. Die Gefahr, dass Richterinnen und Richter aus politischen Gründen abgewählt werden könnten, sei jedoch vorhanden und die Beibehaltung der Mandatssteuer an die politischen Parteien verstosse gegen den Grundsatz der richterlichen Unabhängigkeit.

Die Staatengruppe hatte der Schweiz 2016 zwölf Empfehlungen gemacht, die unter anderem die Einführung von Verhaltensregeln für Parlamente, Gerichte und Staatsanwaltschaften betrafen. Im nun veröffentlichten Konformitätsbericht komme die Greco zum Schluss, dass die Schweiz von den zwölf an sie gerichteten Empfehlungen fünf vollständig und drei weitere teilweise umgesetzt habe.

Die Schweiz hat nun laut EJPD bis Ende September 2020 Zeit, die noch offenen Empfehlungen umzusetzen und die Greco darüber zu informieren. Dazu werde die Staatengruppe in einem zweiten Konformitätsbericht im Jahr 2021 Stellung nahmen, schreibt das EJPD. (sda/mim)

Erst Präsident, dann im Knast

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ingmarbergman 13.06.2019 14:19
    Highlight Highlight Wer hätte das gedacht mit einer FDP SVP Mehrheit im Nationalrat..

    Nein! Doch! Oh!
  • Chriguchris 13.06.2019 13:37
    Highlight Highlight Wie will die Schweiz diesbezüglich besser werden solange die Politik nichts gegen die eigene Bestechlichkeit unternimmt?
    Getarnt oder besser gesagt der modus operandi ist, dass unsere Politiker geködert werden mit Verwaltungsratmandaten, Vorstandssitzen etc. für die Zeit nach der politischen Laufbahn. Für dieses "nachträgliche" Honorar handeln sie dann im Interesse der jeweiligen Interessengruppe.
    Wir können wohl eher froh sein nicht noch schlechter dazustehen....

Der Ständerat hat 13'807'000'000 Franken für Autobahnen bewilligt – das musst du wissen

Das Nationalstrassennetz soll ausgebaut werden und es braucht Geld für Unterhalt und Betrieb. Der Nationalrat hatte sich im März grosszügig gezeigt und den Vorschlag des Bundesrates um 1.5 Milliarden Franken erhöht. Der Ständerat folgte ihm nun weitgehend – mit unseren Grafiken behältst du die Übersicht.

Der Ständerät hat sich am Donnerstagvormittag über die Weiterentwicklung des Nationalstrassennetzes sowie den Betrieb des bestehenden Netzes für die Jahre 2020-2023 gebeugt. In der Frühlingssession hatte der Nationalrat dafür Ausgaben von rund 13.8 Milliarden Franken bewilligt. Für diese Summe sprach sich nun auch die kleine Kammer aus.

Der grössere Teil dieser Ausgaben, rund 8.2 Milliarden, sind für den Betrieb, Unterhalt und Anpassungen des bestehenden Nationalstrassennetzes vorgesehen. Hier …

Artikel lesen
Link zum Artikel