Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Vierfachmord in Rupperswil: Thomas N. will seine Verwahrung ersatzlos aufheben lassen 

13.09.18, 09:27 13.09.18, 11:26


Der Vierfachmord von Rupperswil kommt vors Obergericht: Der verurteile Thomas N. hat innerhalb der gesetzlichen Frist Berufung eingereicht.

QUALITY REPEAT --- Thomas N., left, and his public defender Renate Senn, right, at the pronouncement of judgement for the quadruple murder of Rupperswil at the district court Lenzburg in Schafisheim (AG), on Friday, 16 March 2018. Thomas N. has been handed a life sentence in prison for the murder of four people, a woman, two boys and a girl with a knife in a family home in Rupperswil. (KEYSTONE/Sibylle Heusser)

Thomas N. links, und Pflichtverteidigerin Renate Senn, rechts, bei der Urteilsverkuendung zum Vierfachmord von Rupperswil im Bezirksgericht Lenzburg in Schafisheim (AG), aufgenommen am Freitag, 16. Maerz 2018. Das Bezirksgericht Lenzburg hat den 34-jaehrigen Schweizer in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Es verhaengte eine lebenslaengliche Freiheitsstrafe und ordnete eine ordentliche Verwahrung an.(KEYSTONE/Sibylle Heusser)

Thomas N. geht in Berufung. Bild: KEYSTONE

Der Beschuldigte wendet sich einzig gegen die vom Bezirksgericht Lenzburg angeordnete ordentliche Verwahrung, heisst es in einer Mitteilung der Gerichte des Kantons Aargau.

Er beantragt, die Verwahrung sei ersatzlos aufzuheben. Die Staatsanwaltschaft, die auf eine Berufungserklärung verzichtet hat, hat nun Gelegenheit, innert 20 Tagen Anschlussberufung zu erheben.

Thomas N. wurde im Frühling 2018 vom Bezirksgericht Lenzburg wegen vierfachen Mordes verurteilt. Das Gericht sprach eine lebenslängliche Freiheitsstrafe und ordnete eine ordentliche Verwahrung an. Es sprach den Beschuldigten diverser Verbrechen schuldig, darunter Mord und sexuelle Handlungen mit Kindern.

Für die von der Anklage geforderte lebenslängliche Verwahrung fehlte hingegen eine wichtige Voraussetzung: Der Beschuldigte wurde nicht von zwei unabhängigen Gutachtern als dauerhaft untherapierbar bezeichnet. (az/mlu/sda)

Staatsanwältin Loppacher zum Urteil von Rupperswil

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

67
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Yogi Bär 13.09.2018 13:29
    Highlight Korrektur kann angebracht werden lebenslange Verwahrung!
    13 4 Melden
  • Hiker 13.09.2018 13:24
    Highlight Hier kommt es wohl im wesentlichen darauf an, wie sich die Gutachter in einigen Jahren entscheiden. Die Verteidigung muss den Verwahrungsentscheid anfechten. Alles andere wäre unrecht dem Mandanten gegenüber. Auch wenn uns das hier nicht passt hat auch der Verurteilte seine Rechte die es zu schützen gilt. Soweit ist das in Ordnung und stärkt mein Vertrauen in unser Rechtssystem. Wo ich Zweifel hege sind die Gutachter, hier gab es zu viele Fehler in der Vergangenheit.
    20 4 Melden
    • HLeon 13.09.2018 13:37
      Highlight Ich sehe das Problem eher in der sogenannten ambulanten Therapie. Es ist zweifelhaft, ob diese anschlägt, wenn der Psychologe/Psychiater den Gefangenen alle zwei Wochen für ein ein- oder zweistündiges Gespräch besucht.
      9 0 Melden
    • Hiker 13.09.2018 14:44
      Highlight Das ist ein anderes Problemfeld. Aber ich sehe das auch so, hier wäre es sinnvoller zu investieren anstatt immer härtere Strafen zu fordern die dann auch nichts bringen ausser das noch höhere Kosten entstehen. Leider ist es politisch in unserer jetzigen Gesellschaft nicht klug sowas zu fordern. Da punktet man eher mit der Forderung nach der Todesstrafe, leider.
      7 4 Melden
  • P. Hodel 13.09.2018 12:30
    Highlight Sollte eine höhere Instanz die Verwahrung aufheben verliere ich endgültig mein eh schon angeknacktes Vertrauen in unser Rechtssystem.
    Aber spätestens dem BG ist ja alles zuzutrauen...
    32 41 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 12:58
      Highlight @P. Hodel: Selbst wenn die Verwahrung aufgehoben wird, wird er wohl nie mehr in Freiheit gelangen. Er hat vier Menschen getötet und wäre den Indizien nach zum Serientäter geworden. Aus der lebenslänglichen Haft kann nur entlassen werden wer nach objektiven Kriterien keine Gefahr mehr für dritte ist. Und da auch keine psychische Erkrankung zu Grunde liegt die therapiert werden kann wird er es verdammt schwer haben zu beweisen, dass er keine Gefahr mehr ist.

      Unsere Justiz ist nicht perfekt, aber sicher um Welten besser als die SVP immer rumschreit.
      34 5 Melden
    • Hiker 13.09.2018 14:51
      Highlight Weil dem Gesetz genüge getan wird haben Sie und Ihresgleichen Gesinnte gleich ein Problem mit der Justiz? Haben Sie eine Ahnung welche Verantwortung die Justiz in unserer Gesellschaft hat? Sie würden sich demnach wünschen, dass Willkürlich geurteilt wird nur damit Sie und ihre Gesinnungsgenossen schalten und walten können wie es ihnen gerade in den Kram passt? Gottseidank leben wir (noch) in einem Rechtsstaat und nicht in einem in dem Leute wie Sie das sagen haben.
      8 8 Melden
    • Garp 13.09.2018 15:26
      Highlight @Hodler Vielleicht befasst Du Dich mal intensiv mit unserem Rechtssystem und bildest Dich weiter, statt emotional zu bewerten. Ich bin froh tun das unsere Gerichte und Gutachter nicht. Emotionale Bewertungen führen schlussendlich zu Lynchjustiz.
      3 3 Melden
  • Bivio 13.09.2018 11:18
    Highlight Das Problem ist, dass es oft bei solchen Tätern keine Therapie gibt bzw. diese dermassen teuer (weil lang) sind und wenig Aussicht auf Erfolg bieten. Es gäbe hier (und in and. Fällen) 2 Möglichkeiten, welche der Rechtsstaat hätte, den Täter zu bestrafen und die Öffentlichkeit zu schützen.

    Lebenslange Haft ohne Bewährung oder mind. 30/50 Jahre

    Addierte Strafen: 4x 20 Jahre = 80 Jahre plus weitere Strafen für andere Delikte (Brandstiftung, sex. Nötigung etc.)
    56 17 Melden
    • Magenta 13.09.2018 11:38
      Highlight Ich wüsste nicht, was gegen addierte Strafen sprechen würde...
      34 22 Melden
    • satyros 13.09.2018 12:40
      Highlight Addierte Strafen würden z.B. dazu führen, dass man wegen ein paar Drogendeals 20 und mehr Jahre in der Kiste sitzt. Man kann das wollen, ich will das nicht.
      41 6 Melden
    • supremewash 13.09.2018 13:19
      Highlight @satyros Ich finde bei Verbrechen gegen Leib und Leben könnte man dies durchaus diskutieren. Zustände wie in den USA aber (je nach Staat z.B.5-10 Jahre für Ersttäter bei Drogenbesitz) will ich ja auch nicht.
      13 3 Melden
    • Bivio 13.09.2018 13:29
      Highlight Warum nicht? Wenn ich 1 kg. Koks am Montag deale und ein weiteres Kilo am Freitag, was spricht dagegen, dass ich 2x für die Tat eines Deals über 1kg bestraft werde?
      Man denke mal an jemanden, welcher mehrere Male Leute ausraubt oder zusammenschlägt
      Nicht direkt.

      Es gäbe aber auch die Möglichkeit, addierte Strafen nur bei Taten gegen Leib und Leben zu verhängen.

      Sowie gibt es der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit bei Kooperation einen Deal zu offerieren, welcher es dem Täter erlaubt, die Strafen "gleichzeitig" abzusitzen.
      7 15 Melden
    • Yogi Bär 13.09.2018 13:31
      Highlight Spanien, USA und andere Staaten kennen diese Form. Finde ich auch in Ordnung und ist auch hier ein guter Ansatz!
      5 2 Melden
    • jonas3344 13.09.2018 14:31
      Highlight Ob ich eine Straftat einmal oder mehrere Mal begehe hat natürlich bereits heute einen Einfluss auf das Strafmass. Natürlich innerhalb des vorgesehenen Rahmens.

      Also, wer einmal dealt wird garantiert weniger stark bestraft als jemand der mehrere Male dealt.
      5 0 Melden
    • supremewash 13.09.2018 14:56
      Highlight Ich spreche nur von Drogenbesitz! Klar, erwerbsmässiger Handel ist ein anderes Thema. Zu Spanien: Ist es da immer noch so, dass sich Alkohol- und Drogeneinfluss negativ auf das Strafmass auswirken, also keine Milderung zur Folge haben? Fände ich nämlich auch gut.
      1 3 Melden
    • JoeyOnewood 13.09.2018 15:33
      Highlight @Yogi Bär: Spanien hat eins der schlechtfunktionierensten Justizsysteme von Westeuropa, wenn nicht ganz Europa. Gewaltentrennung gibt es auch nur halbwegs. aber klar, hauptsache der Pöbel kriegt seine Gerechtigkeit, oder was auch immer er dafür hält. dann nimmt man auch ein Justizsystem in Kauf, dass aus Francos Zeiten stammt. Viel spass!
      3 3 Melden
    • Bivio 13.09.2018 16:32
      Highlight @JoeyOnewood
      Ich verstehe nicht, was der Kommentar soll. Niemand sagt, man soll das Justizsystem von Spanien oder den USA übernehmen. Jedoch ist die Addierung der Strafen durchaus ein probates Mittel und hat nichts mit Franco oder übertriebener Law&Order Politik zu tun.
      Wo ist das Problem? Ich begehe 2 Straftaten also finde ich es total ok 2x unterschiedlich bestraft zu werden.
      Und ja, Strafe (Sühne) ist auch eine der 3 Säulen des modernen Strafrechts.

      Jedoch würde es schon stark helfen (Gerechtigkeitsempfinden), wenn es keine Geldstrafen auf Bewährung mehr geben würde.
      3 0 Melden
    • Yogi Bär 13.09.2018 16:48
      Highlight @Joey Onewood, mag sein das Spanien kein gutes Justitzsystem hat. Es stellt sich die Frage was hier Gerecht ist, eine Familie die samt Freundin for ever durch einen Perversen ausgelöscht wurde, der hier noch das Recht erhält zu rekurieren. Zudem bin ich mir sicher, dass der Schutz der Zivilgesellschaft vor geht und sich sowas nicht wiederholt. Dies hat nichts mit der Gerechtigkeit für den Pöbel zu tun! Den der Pöbel würde solchen Typ an Ort und Stelle lynchen!
      3 1 Melden
    • JoeyOnewood 14.09.2018 00:06
      Highlight Oh doch, die Addierung von Strafen hat genau damit zu tun. Ein probates Mittel gegen was? Gegen eine der weltweit tiefsten Kriminalitätsraten und vergleichsweise hohen Reintegrationsquoten? Ja, die Schweiz macht wirklich alles falsch... Eier Ruf ist exakt das, Law & Order und subjektives Gerechtigkeitsempfinden.
      3 3 Melden
    • Yogi Bär 14.09.2018 09:30
      Highlight @Joey Reintegration gut und recht aber nicht für krankhafte Triebtäter! Viele sind nicht therapierbar und bleiben ein lebenlang gefährlich. Schutz der unschuldigen Menschen hat absolutes Vorrecht!
      3 1 Melden
    • JoeyOnewood 14.09.2018 11:14
      Highlight 1)Du widersprichst dir hier selbst. Niemand sagt, man solle unterapierbare Psychopathen frei herumlaufen lassen. Aber es ist nunmal Fakt, dass man fast nie sagen kann, ob jemand in 20, 30 Jahren immernoch unterapierbar ist. Doch eine fortlaufende überprüfung der Therapierbarkeit ist für mich in einem Rechtstaat eine Bedingung um jemanden für den Rest seines Lebens wegzusperren. Und genau da erhoffe ich mir mehr Vertrauen in unsere forensischen Psychiater und Gerichte. Diese VerwahrungsInitiative war nett gemeint, aber juristisch blödsinnig.
      2 4 Melden
    • JoeyOnewood 14.09.2018 11:40
      Highlight 2) Bei Unterapierbarkeit geht nänlich auch die einfache Verfahrung bis ans Lebensende. Allenfalls gibt man ihm die Würde ausserhalb des Gefägnisses zu sterben, wenn er eh alt und schwach ist.

      Eine dauerhafte Unterapierbarkeit kann niemand voraussagen. Für mich ist es klar ein Akt von Menschlichkeit, diese schlimmen Verbrecher vortlaufend zu überprüfen. Ist der Täter tatsächlich unterapierbar kommt es nämlich aufs selbe raus.

      Was man diskutieren kann ist: Wie hoch darf das Restrisiko (und das gibt es immer) sein, dass man einen Triebtäter wieder freilässt.
      1 3 Melden
    • JoeyOnewood 14.09.2018 11:46
      Highlight 3) Kurz gesagt: Ein gutes Justizsystem funktioniert nicht nach dem Prinzip „Auge um Auge“. und genau in diese Richtung scheint die Mehrheitsmeinung in der Schweiz zu driften. Das macht mich sauer, weil es ein eklatanter Rückschritt in unserer Zivilisation wäre. Wir sind doch besser als das. Wir sind besonnen und können unsere Rachegefühle im Zaun halten..
      3 3 Melden
    • Yogi Bär 14.09.2018 13:54
      Highlight @yoey es geht hier nicht um Rachegefühle es geht um die Sicherheit, der Menschen die hier leben. Die Vergangenheit hat schon zu viel bewiesen, dass solche Täter Wiederholungstäter sind. Ich finde ihre Haltung naiv zu glauben, dass sich solche Täter zum guten verändern, diese sind Schitzophren und unberechenbar!
      4 1 Melden
    • JoeyOnewood 15.09.2018 15:14
      Highlight Alles was sie sagen widerspricht dem nicht, was ich sage. Ich sage nur, es muss laufend überprüft werden, ob die Person noch eine Gefahr ist, da man keine Prognosen für 40 Jahre machen kann.
      1 1 Melden
  • Der müde Joe 13.09.2018 11:12
    Highlight Der kann froh sein gibt es die Todesstrafe nicht mehr!😒
    40 19 Melden
  • Joely Tafanalo (1) 13.09.2018 10:49
    Highlight Meinetwegen, Verwahrung aufheben - aber zusammen mit dem Sonderschutz im Gefängnis. Soll er sich mit den anderen Insassen umgeben u. dieses lebende Problem ist gelöst.
    47 36 Melden
    • abishot 13.09.2018 11:09
      Highlight Ich spielte gegen die Knastmannschaft von Pöschwis ein Freundschaftsspiel. Der Wächter, der uns herumgeführt hatte meinte, Thomas N. käme nach einiger Zeit in den normalen Vollzug. Momentan ist er in Sicherheitshaft. Aber schon dort bekommt er seine Taten zu spüren..
      31 4 Melden
    • Silent_Revolution 13.09.2018 11:11
      Highlight Du schaust zu viele Amifilme.

      Als ob ein Knasti in der Schweiz für einen Mord riskiert seine Entlassung um 20 Jahre nach hinten zu verlegen. Und wer schon für den Rest seines Lebens sitzt, hat eine moralisch ähnlich verwerfliche Tat begangen und wird kaum den Rächer der Gesellschaft spielen.
      24 5 Melden
    • wipix 13.09.2018 12:42
      Highlight @Silent_Revolution
      Im Knast sitzen nicht wenige extrem intelligenz-freie Typen,verschiedenster Nationen mit entsprechend moralischen Ansichten.
      Typen wie T.N. haben einen jahrzehntelangen Spiessrutenlauf vor sich.Er wird in der hoffentlich lebenslangen Zeit von strafverbüssung und ansschliessender Verwahrung diverse Institutionen durchlaufen in denen ähnlich gestörte Typen wie er einsitzen ohne Aussicht auf Freiheit.Hier dann werden andere Masstäbe gelten als die von uns freien Menschen denkbar! Ohne moralischen Kompass,ohne Intelligenz sein Verhalten zu hinterfragen, nichts mehr zu verlieren.
      12 2 Melden
  • HallerK. 13.09.2018 10:37
    Highlight Da spielt wohl das "Incoming" der Strafverteidigerin auch noch eine grosse Rolle.
    6 65 Melden
    • Radesch 13.09.2018 11:04
      Highlight Mit einer Pflichtverteidigung wird man bestimmt nicht reich. Ausserdem ist es echt frech, der Verteidigung Vorwürfe zu machen, weil sie die Rechte des Schuldigen wahrt. Irgendjemand muss ja diesen unangenehmen Job übernehmen.
      106 5 Melden
  • chicadeltren 13.09.2018 10:28
    Highlight Ja, also zwei Gutachten wären für ein derart einschneidendes Urteil schon angebracht. Frage mich, wieso das nicht von Anfang an gemacht wurde.
    31 16 Melden
    • Teslanaut 13.09.2018 10:51
      Highlight Es waren zwei Gutachter, aber sie waren nicht derselben Meinung. Es steht ja im Bericht, beide Gutachter müssen ihn für untherapierbar bezeichnen, was nicht der Fall war.
      40 0 Melden
    • Nilda84 13.09.2018 12:57
      Highlight Die Gutachter hielten ihn zu jung um die Aussage „untherapierbar“ zu bestätigen, da sie der Meinung sind, dass Thomas N. vielleicht in 20 Jahren auf eine Therapie anschlagen könnte. Untherapierbar können sie nämlich nicht zurückändern. Bei der ordentlichen Verwahrung wird die Therapierbarkeit alle 5 Jahre neu geprüft.
      13 0 Melden
  • Magnum44 13.09.2018 10:25
    Highlight Interessant, wie immer auf dieser lebenslänglichen Verwahrung herumgeritten wird, obwohl bereits die ordentliche faktisch ein Leben lang andauert.
    129 14 Melden
    • Magenta 13.09.2018 11:40
      Highlight Praktisch magst Du Recht haben, doch zumindest auf dem Papier stimmt das nicht. Aktuell besteht nur bei einer lebenslänglichen Verwahrung die Garantie, dass der Täter nie mehr in die Freiheit entlassen wird.
      11 20 Melden
    • Nilda84 13.09.2018 13:00
      Highlight @Magenta das stimmt, aber solange der Täter als untherapierbar gilt, wird er auch bei einer ordentlichen Verwahrung nicht frei gelassen. Bei der ordentlichen Verwahrung wird diese einfach alle 5 Jahre neu geprüft.

      Aber mir wäre es auch wohler, wenn ich wüsste dass dieser Kerl bestimmt nie wieder auf freien Fuss käme... 😬
      17 3 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 13:05
      Highlight @Magenta: Das Problem ist, dass die lebenslängliche Verwahrung bis jetzt nur einmal verhängt wurde - und auch die nur, weil der Betroffene nicht dagegen rekurriert hat.

      Die Bedingung ist, dass zwei unabhängige Gutachter bestätigen, dass es nie jemals eine Behandlungsmöglichkeit gibt. Wer in die Zukunft schauen kann ist nicht Gerichtsgutachter sondern spielt z.B. heute Euromillions und hat ausgesorgt.

      Zu Entlassungen aus der Verwahrung:
      https://bit.ly/2p5cpWi
      6 1 Melden
    • Driver7 13.09.2018 13:25
      Highlight faktisch das gleiche ja.. ABER: bei der ordentlichen hat er immernoch die "kleine" Hoffnung irgendwann mal wieder raus zu kommen.. bei der lebensänglichen weis er, dass er da niemals mehr rauskommt.. und genau mit diesem Wissen sollte er leben! Und ausserdem: wenn nicht jemand, der Kinder vor den Augen der Familie vergewaltigt und dann die ganze Familie umbringt lebenslänglich verwahrt werden sollte.. wer dann???
      8 5 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 13:59
      Highlight @Driver7: Nochmals, die Verwahrung ist keine Strafmassnahme.

      Ja, ich bin mit dir einig, ich habe kein Problem damit wenn er nie mehr rauskommt.
      Auf der anderen Seite, wenn man ihn mit 80 rausläusst und er nicht mehr rund CHF 390.- pro Tag als Strafgefangener kostet ist mir das auch recht.
      Mit 80 ist sein Leben gelaufen - so oder so. Wahrscheinlich ist nach so vielen Jahren im Gefängnis sogar die Freilassung eine Strafe.
      Stell dir mal einen vor der heute nach 50 Jahren im Gefängnis rauskommt. Fängt damit an, dass er in einer Telefonzelle ein Taxi rufen will. Finde mal eine Telefonzelle...
      3 2 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 13.09.2018 10:19
    Highlight Das wird viele provozieren, aber die Rechtsfrage, die die Verteidigung vielleicht aufwerfen wird, finde ich interessant: Nämlich ob eine Massnahme ohne Behandlungsziel (Verwahrung) verhältnismässig sein kann, wenn zugleich eine lebenslange Freiheitsstrafe ausgesprochen wird, die laut Gesetzestext nur beendet werden darf, wenn nicht anzunehmen ist, der Täter werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen...
    29 7 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 10:30
      Highlight Die Frage gelangte bereits bis ans Bundesgericht und es ist zulässig. Die Begründung weiss ich aber nicht mehr.
      18 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.09.2018 11:05
      Highlight Das war 6B_513/2015. Damit begründet, dass die Bedingungen der Entlassung materiell und formell höher sind, wenn zugleich die ordentliche Verwahrung angeordnet wird. Das stimmt ja auch.

      Der Widerspruch stört mich trotzdem. Irgendwie baut diese Argumentation doch darauf auf, dass man die Gefährlichkeit des Täters in etwa zwanzig Jahren schlechter einschätzen können wird, als man dies jetzt für diesen Zeitpunkt prognostizieren kann.

      Ich vermute, da steckt ein wenig Strafbedürfnis im Massnahmenrecht.
      18 2 Melden
    • Tommyboy Jones 13.09.2018 11:17
      Highlight Frage von einem Laien: Könnte man diese Widersprüche nicht aufheben wenn eine lebenslange Strafe auch ein Leben lang dauern würde? Dann braucht es keine Verwahrung mehr.
      9 3 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 11:30
      Highlight Mir erscheint die Argumentation des BG auch nicht schlüssig. Aber anscheinend wollte man die Möglichkeit unbedingt haben und irgendwie versucht eine Argumentationskette aufzubauen.
      6 0 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 11:57
      Highlight @Tommyboy: Auch in der Schweiz gilt eine lebenslängliche Haftstrafe grundsätzlich lebenslänglich. Es gibt aber Umstände unter denen man wieder freikommt. Eine Bedingung dazu ist, dass man keine Gefahr mehr ist.

      Da ist auch der Widerspruch zu lebenslänglich plus Verwahrung. Die Verwahrung ist eine Massnahme um Gefangene nach verbüssen einer Strafe weiter hinter Gitter zu behalten weil er weiterhin gefährlich ist. Theoretisch muss N. also gar nicht verwahrt werden, denn mit der Entlassung aus der lebenslänglichen Haftstrafe fällt auch der Verwahrungsgrund weg.
      6 0 Melden
    • satyros 13.09.2018 12:36
      Highlight Könnte es sonst nicht zum Widerspruch führen, dass eine zeitlich begrenzte Freiheitsstrafe mit ordentlicher Verwahrung in der Praxis länger dauern könnte als eine lebenslange Freiheitsstrafe, da die Entlassungsvoraussetzungen ja nicht genau die selben sind? Der Beschuldigte würde deshalb mit der lebenslangen Freiheitsstrafe besser fahren als z.B. mit 20 Jahren plus Verwahrung.
      8 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 13.09.2018 12:46
      Highlight @satyros

      Stimmt. Gesetzessystematisch gesehen muss es wohl so sein.

      6 0 Melden
  • Herr Ole 13.09.2018 10:09
    Highlight Ob er verwahrt werden soll oder nicht, hängt ja nicht von seiner Tat aber, sondern von der Gefahr, die er am Ende seiner Haftstrafe noch darstellt. Insofern macht es doch gar keinen Sinn, jetzt schon irgendetwas darüber zu beschliessen.
    33 9 Melden
  • Echo der Zeit 13.09.2018 09:58
    Highlight Hat anscheinend noch nicht Begriffen was er getan hat.
    158 18 Melden
    • Rubby 13.09.2018 12:35
      Highlight Das ist ein klares zeichen...dass der mann für immer in eine geschlossene Psychiatrie muss..!!!!...
      2 4 Melden
    • HLeon 13.09.2018 13:29
      Highlight Unabhängig von der Frage nach dem Schuldbewusstsein ist es sein gutes Recht, ein erstinstanzliches Urteil, das übrigens von diversen Juristen als irrsinnig betitelt wurde, nochmals überprüfen zu lassen.
      1 7 Melden
  • DerSimu 13.09.2018 09:55
    Highlight Kann man bei einer Berufung das Strafmass auch noch weiter erhöhen?

    Korrekt wäre nämlich eine lebenslange Sicherheitsverwahrung!
    29 43 Melden
    • Lolus 13.09.2018 10:55
      Highlight Ja soviel ich weis kann das Strafmass auch erhöht werden. Egal von welcher Partei die Berufung kommt.

      Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege.
      13 3 Melden
    • Radesch 13.09.2018 11:05
      Highlight Ja die höhere Instanz kann auch Urteile verschärfen. Sie ist nicht an das Vorurteil gebunden.
      19 2 Melden
    • Bivio 13.09.2018 11:07
      Highlight Ja, das geht.
      Jedoch muss auch die Staatsanwaltschaft Berufung einlegen und eine Erhöhung fordern. Das Gericht darf bei einer unilateralen Berufung seitens des Täters die Strafe nicht erhöhen.
      15 1 Melden
    • satyros 13.09.2018 11:09
      Highlight Wenn die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung erklärt und das beantragt, ginge das. Allerdings ist eine Verwahrung (ob ordentlich oder lebenslang) keine Strafe sondern eine Massnahme. Die Chance, dass eine lebenslange Verwahrung ausgesprochen wird, ist ziemlich klein, da schlicht und einfach die gesetzlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.
      21 1 Melden
    • satyros 13.09.2018 12:30
      Highlight Da hier etwas Verwirrung aufgekommen ist; Art. 391 Abs. 2 der Strafprozessordnung: "Sie [die Rechtsmittelinstanz; das Berufungsgericht] darf Entscheide nicht zum Nachteil der beschuldigten oder verurteilten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist. Vorbehalten bleibt eine strengere Bestrafung aufgrund von Tatsachen, die dem erstinstanzlichen Gericht nicht bekannt sein konnten." Vorsicht: Das gilt nicht für Einsprachen gegen Strafbefehle. Dort kommt es zu einem ordentlichen erstinstanzlichen Verfahren, das auch zu Ungunsten des Einsprechers ausgehen kann.
      8 0 Melden
  • Ruggedman 13.09.2018 09:46
    Highlight Sollte die Verwahrung aufgehoben werden, verstehe ich die Welt nicht mehr. Dass er sich schon dafür hat das überhaupt anzufechten. (Das ist sein Recht ich weiss.)
    31 11 Melden
  • Ulmo Ocin 13.09.2018 09:41
    Highlight Stimmt, da hat er richtig gehandelt. Die richtige Strafe wäre nämlich eine lebenslange Verwahrung.
    260 31 Melden
    • Astrogator 13.09.2018 09:55
      Highlight was de Facto dasselbe ist wie die ordentliche Verwahrung....
      31 3 Melden
    • wasps 13.09.2018 10:15
      Highlight Das ist Hans was Heiri. Der kommt nie mehr raus.
      37 1 Melden
  • Datsyuk 13.09.2018 09:40
    Highlight Nein, bitte nicht aufheben.
    25 6 Melden

Abu-Dhabi-Reise hat Folgen: Maudet nicht mehr Genfer Regierungspräsident

Dem angeschlagenen Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet werden weitere Kompetenzen entzogen. Er gibt das Regierungspräsidium sowie die Kontrolle über die Polizei und den Flughafen vorübergehend ab, bleibt aber Staatsrat.

Diese Massnahmen gab die Regierung an einer Medienkonferenz am Donnerstag bekannt. Die Polizeiaufgaben übernimmt interimistisch Staatsrat Mauro Poggia, das Flughafenressort Serge Dal Busco.

Maudet habe wiederholt das Protokoll der Genfer Regierung verletzt und Geschenke …

Artikel lesen