Schweiz
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Spricht Klartext: Ignaz Heim (54), Präsident der Schweizerischen Vereinigung der Berufsbeistände.  bild: Thomas Wehrli

Der undankbarste Job der Schweiz: Zu Besuch beim obersten Beistand der KESB

Statt Profi-Beiständen sollen künftig Verwandte zum Zug kommen, wenn es in einer Familie harzt. So will es die Anti-KESB-Initiative. watson hat mit dem Präsidenten der Schweizer Berufsbeistände über die Initiative, den Fall Flaach und Pornos in Kinderzimmern gesprochen. 



Ein Apéro, neue Bekanntschaften, lockerer Smalltalk. Und was machst du so beruflich? Wenn diese Frage fällt, weiss Ignaz Heim: Jetzt muss er sich warm anziehen.

Ignaz Heim ist der Präsident der Vereinigung der Berufsbeistände in der Schweiz (SVBB). Also jener Menschen, die von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) eingesetzt werden, wenn eine Person nicht mehr selber für sich oder ihre Kinder sorgen kann.

Wenn der 54-Jährige Fremden von seinem Job erzählt, merkt er, wie schlecht viele Menschen auf diese Behörde zu sprechen sind. Verkrampftes Lächeln, aufgerissene Augen. «Ui, die KESB! Du bist also einer von den ‹Bösen›.»

Der Fall Flaach und seine Folgen

Spätestens seit dem Fall Flaach kommt die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde nicht mehr aus den Negativschlagzeilen heraus. 2015 tötete in der Zürcher Gemeinde eine junge Mutter ihre beiden Kinder, nachdem die KESB das Mädchen und den Buben gegen den Willen der Familie in einem Heim platziert hatte. In den sozialen Medien hagelte es Drohungen gegen die Mitarbeiter der Behörde. Seit letztem Monat nun läuft die Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative, welche die KESB entmachten will.

Ignaz Heim arbeitet genau genommen nicht für die KESB, sondern für den KESD – den Kindes- und Erwachsenenschutzdienst. Während die KESB Gefährdungsmeldungen erhält, die Fälle abklärt und Entscheidungen trifft – eben zum Beispiel, ein Kind fremdzuplatzieren oder jemandem einen Beistand zur Seite zu stellen – ist der KESD der ausführende Dienst. Bei ihm sind die Berufsbeistände angestellt.

Genau diese Berufsbeistände sind es, die faktisch im Fokus der Volksinitiative stehen. Geht es nach SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und seinem Komitee, sollen in Zukunft nur noch in Ausnahmefällen Profis zum Zug kommen, wenn Eltern das Wohl ihrer eigenen Kinder gefährden oder wenn eine Person urteilsunfähig wird. Der Initiativtext sieht vor, dass automatisch ein Familienmitglied einspringt – der Lebenspartner, die Grosseltern, die Tante.

«Das klingt sympathisch, ist aber leider nicht zu Ende gedacht», sagt Ignaz Heim beim Gespräch in seinem Büro in Wohlen AG. Wenn ein Familienmitglied geeignet sei, sich um ein Kind zu kümmern, werde schon heute eine solche Lösung bevorzugt. «Nur haben wir es leider häufig mit Familienkonstellationen zu tun, in denen sehr vieles im Argen liegt. Was ist, wenn Familienmitglieder auch Täter sind?» Er zeigt auf einen Stapel mit Dossiers auf seinem Schreibtisch.

Vanessa*, 10 Jahre alt: Das Mädchen kommt im Winter leicht bekleidet zur Schule, manchmal erscheint es gar nicht zum Unterricht. Es ist verwahrlost, die anderen Kinder hänseln es wegen des starken Geruchs, der von ihren Kleidern und ihrem Körper ausgeht. Oft wirkt Vanessa in der Schule abwesend und unkonzentriert. Ihr Verhalten ist stark sexualisiert. Die Schule beobachtet die Situation ein Jahr lang, dann macht sie bei der KESB eine Gefährdungsmeldung.

Die Abklärungen ergeben: Die Mutter, eine IV-Rentnerin, leidet unter psychischen Problemen. Sie hatte den Vater aus Übersee in seinem Heimatland kennengelernt. Die Frau wurde schwanger; der Vater kam in die Schweiz. Bald nach der Geburt trennte sich das Paar. Vanessa lebt seither abwechslungsweise bei der Mutter und dem Vater. Die Eltern streiten sich nicht um die Obhut, beide lassen das Mädchen oft allein. In ihrem Zimmer hat die 10-Jährige einen TV, auf dem sie offenbar regelmässig Pornos schaut.

Heim deutet auf einen roten Ordner im Regal. Ein weiterer Fall:

Alisha*, 6 Jahre alt: Ein Onkel des Mädchens ist wegen Kindsmissbrauchs vorbestraft. Eines Nachmittags passt er im Einverständnis der Eltern auf Alisha auf. Er fährt mit ihr in den Wald und vergreift sich an ihr. Ein Bekannter der Eltern wird hellhörig, als das Mädchen ihm erzählt, dass es im Wald nackt mit ihrem Onkel gespielt habe. Der Mann geht zur Polizei, diese schaltet die KESB ein.

Dem Onkel kann die Tat zweifelsfrei nachgewiesen werden, der Mann kommt ins Gefängnis. Alisha empfindet das Geschehene nicht als schlimm, sie versteht noch nicht, was passiert ist. Auch die Eltern erkennen die Tragweite des Vorfalls nicht. Der Onkel tut ihnen leid.

Heim könnte noch viele weitere Beispiele nennen. Zum Beispiel jenes des dementen Vaters, der von seinen eigenen Enkeln ausgenommen wird. Allein im KESD des Bezirks Bremgarten, den Heim neben des SVBB-Präsidiums leitet, betreuen die 13 Berufsbeistände jährlich 930 Fälle. In den Regalen der Büros sind die Ordner fein säuberlich aufgereiht, jeder mit dem Namen eines Klienten beschriftet.

«Während es in manchen Fällen sinnvoll ist, wenn die Grossmutter oder der Onkel ein Kind betreut – unterstützt von der Schulsozialarbeit und dem Schulpsychologischen Dienst –, verlängert sich die Leidenszeit in anderen Fällen dadurch unnötig», sagt Heim, «und der Schaden wird grösser.»

So gebe es im Fall von Vanessa keinen Verwandten, bei dem davon auszugehen sei, dass er dem Mädchen die nötigen Strukturen bieten könnte. «Zudem würde ein solches Experiment die Krise noch verschärfen.» Wenn eine 10-Jährige regelmässig unbeaufsichtigt sei und Pornos konsumiere, dann sei ihr Wohl stark gefährdet. Die Chance sei gross, dass sie eine psychische Auffälligkeit entwickle.

In diesem Alter zähle jeder Monat. «Wenn wir zwei Jahre warten, ob sich etwas ändert, geht im Leben dieses Mädchens ganz viel kaputt.» Vanessa hat deshalb einen Beistand bekommen, der sie in der Entwicklung begleitet und die Eltern in der Betreuung unterstützt.

«Die Eltern von Alisha verstehen die Situation ihres Kindes und die langfristigen Folgen der Tat offensichtlich nicht. Sie grenzen sich vom Onkel zu wenig ab.»

Auch Alisha hat einen Beistand erhalten. Er setzt sich dafür ein, dass das Mädchen eine finanzielle Genugtuung bekommt. Mit dem Geld soll eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden, damit sich Alisha später, wenn sie das Geschehene begreift, und «höchst wahrscheinlich eine Krise erlebt», in psychologische Behandlung begeben kann.

«Die Eltern von Alisha verstehen die Situation ihres Kindes und die langfristigen Folgen der Tat offensichtlich nicht, sie grenzen sich vom Onkel zu wenig ab», stellt Heim fest. Auch für den Grossvater wäre es schwierig, die Interessen der Enkelin gegen jene seines Sohnes – des übergriffigen Onkels – zu verteidigen.

Heim, ein studierter Naturwissenschaftler, spricht schnörkellos. Ohne Pathos erzählt er vom jungen Mann, «wo id Chischte cho isch». Von Leuten, «wo komplett duregheied». Von dem kleinen Mädchen, das in der Schule ständig «figge» sagt. Sie sind sein tägliches Metier.

Er habe es oft mit schlimmen Schicksalen zu tun, sagt Heim. Doch es gelinge ihm, sich abzugrenzen, weil er keine Schuldigen suche: «Die Situation ist so, wie sie ist. Wir müssen die bestmögliche Lösung für die Betroffenen finden und eine gute Entwicklung fördern.»

Kritiker beklagen Willkür und Bürgerferne

Die KESB-Kritiker um Pirmin Schwander stellen sich auf den Standpunkt, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden operierten «fernab der Bürgerinnen und Bürger». Sie handelten willkürlich und unverhältnismässig. Bei ihren Entscheiden liessen die Juristen und Sozialarbeiter gesunden Menschenverstand vermissen.

Seelenruhig lässt sich der KESD-Chef mit den Vorwürfen konfrontieren. Sollten ihn die wiederkehrenden Anwürfe ärgern, verraten es die stahlblauen Augen nicht.

«Wenn so etwas passiert, und die KESB mit Verweis auf das laufende Verfahren einfach schweigt, dann schreiben die Journalisten die Version der unter Schock stehenden Angehörigen und der Kritiker auf. Das schadet letztlich allen.»

Er räumt ein, dass die KESB und die Berufsbeistände tief in die Privatsphäre der Betroffenen eindringen. «Wir kennen intimste Details aus dem Leben fremder Leute, das irritiert und bewegt mich manchmal selber.» Allerdings sei es anders gar nicht möglich, fundierte Entscheide zugunsten der Betroffenen zu treffen.

Heim selber äussert sich in bestimmten Punkten durchaus kritisch gegenüber der KESB. «Insbesondere in der Kommunikation hat man wiederholt Chancen verpasst», stellt er nüchtern fest. So werde der Fall Flaach die Behörde wohl noch die nächsten zehn Jahre verfolgen. «Wenn so etwas passiert, und die KESB mit Verweis auf das laufende Verfahren einfach schweigt, dann schreiben die Journalisten die Version der unter Schock stehenden Angehörigen und der Kritiker auf. Das schadet letztlich allen.»

Vor 2013 waren Laienbehörden am Werk

2013 wurde der Kindes- und Erwachsenenschutz in der Schweiz neu organisiert. 1500 Laien-Vormundschaftsbehörden wurden von 150 professionellen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden abgelöst, bei denen Sozialarbeiter, Psychologen und Juristen arbeiten. Dieser «überstürzte Wechsel» habe bis heute Folgen, sagt Heim: Die Ressourcen mancher KESB-Stellen seien so knapp bemessen, dass sie die Fälle nur minimal abklären könnten.

Neben dem Studium der Akten und Berichte hören die KESB-Mitarbeiter die Betroffenen während einer Stunde an, bevor sie – mindestens zu dritt – über eine Massnahme entscheiden. «Das ist sehr wenig Zeit, um die betroffenen Menschen und deren Situation zu erfassen.» Nur: Ein besseres System existiert in Heims Augen nicht.

Anders als im alten System regle das heutige Gesetz klar, in welchen Fällen in welcher Form eingegriffen werden muss. «Wir fragen: Was kann dieser Mensch noch selber und wo braucht es Unterstützung?» So würden Personen heute nicht mehr komplett bevormundet, nur weil sie in einzelnen Lebensbereichen Schwierigkeiten haben.

Heim verweist zudem darauf, dass die Berufsbeistände als Korrektiv wirkten: Sie können bis vor Bundesgericht verlangen, dass eine Massnahmen der KESB geändert wird. Auch die Betroffenen selber sowie die Angehörigen haben diese Möglichkeit.

«Sobald sich zeigt, dass die Grossmutter oder die Tante die Situation nicht entschärfen kann, landen die Fälle sowieso wieder bei uns auf dem Tisch.»

Und nun kommt also die Anti-KESB-Initiative. Er habe nichts dagegen einzuwenden, dass die Frage im Rahmen eines demokratischen Prozesses offen diskutiert werde, sagt Heim. Genau so müsse die Auseinandersetzung in der Schweiz geschehen. «Für die KESB, ja für den Kindes- und Erwachsenenschutz insgesamt, ist dies eine Gelegenheit, bei der Bevölkerung noch mehr Klarheit über Rollen und Aufgaben zu schaffen.»

Sollte die Initiative angenommen werden, gehe die Schweiz nicht unter. Allerdings verlängere sich das Leiden vieler Kinder, die sich in ausweglosen familiären Situationen befänden. Um seinen Job und den seiner Mitarbeiter fürchtet der Mann im karierten Kurzarmhemd nicht. «Sobald sich zeigt, dass die Angehörigen die Situation nicht entschärfen können, landen die Fälle sowieso wieder bei uns auf dem Tisch, leider wohl dann akuter.»

*Name von der Redaktion geändert, Beispiele zum Schutz der Betroffenen leicht verfremdet

Darum geht es in der Anti-KESB-Initiative

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Video: srf

Wie der Kampf gegen die KESB begann

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papipapo 16.06.2018 08:43
    Highlight Highlight Die Initiative ist der falsche Weg. Trotzdem werde ich sie unterstützen, da sich diese Leute noch nie von selbst bewegt haben. Ohne Druck ändert sich nichts. Sie waren selbst gegen die Einführung der KESB, gegen das gemeinsame Sorgerecht und fanden sie hätten schon immer höchst professionel gearbeitet. Werfen der Gegenseite vor, dass sie sich nicht wehren könnten und bringen dann selbst Fallbeispiele, zu denen weder Vanessa noch die Mutter eine Korrektur anbringen könnte. Da ist einfach nicht sauber.
  • demokratie-fan 14.06.2018 06:06
    Highlight Highlight Liebe Watson-Leser, die meisten von euch sind jung und hip, und ja, es ist euer gutes Recht, der Kesb zu vertrauen. Nur: Sagt mir mal, ob die Kesb verpflichtet ist, Arzt und Umfeld anzuhören. Euch selber einfach glauben ginge auch. Tut sie leider nicht immer. (Ihr alle geht ja auch zu einem Arzt, den ihr gut findet. Darum meine ich eine Anhörung *eures* Arztes. Wenn ihr den Kesb-Bürokraten mehr vertraut als eurem Arzt, entbindet ihr ihn ganz einfach nicht von der Schweigepflicht.) Was ein Umfeld ist, wisst ihr ja. Nach Initiativ-Annahme kommt die Kesb übrigens immer noch! Wenn man sie ruft.
  • Sonnenfeld28 13.06.2018 20:13
    Highlight Highlight Ich war 20 Jahre Präsident einer Vormundschaftsbehörde. Bei der Errichtung einer Beistandschaft wurde i m m e r geprüft, ob dies durch Verwandte oder sein näheres Umfeld gemacht werden kann. Der Verbeiständete könnte auch immer selber Vorschläge machen.
  • Mietzekatze 13.06.2018 17:01
    Highlight Highlight Ich frage mich wo denn die Familienangehörigen waren, die die Situation hätten entschärfen können, bevor die KESB eingreifen musste? War das Verhältnis doch nicht so gut, dass sie nichts bemerkt haben? Oder entschuldigt man immer was in den Familien der Kinder/Schwester/Brüder passiert? Hätten diese Familienmitglieder vorher reagiert und sich eingesetzt, wäre die KESB wahrscheinlich gar nicht zum Zug gekommen und viel Leid wäre den Kindern erspart geblieben! Danke gibt es Leute die diese Arbeit tun!
  • Nick Name 13.06.2018 16:53
    Highlight Highlight Merci. Pflichtlektüre für alle Anhänger der Initiative.
    Die nebenbei ganz offensichtlich Populismus in quasi reinster Form ist.
  • Olmabrotwurst 13.06.2018 16:45
    Highlight Highlight Ich bin mit der Kesb nicht zufrieden in gewissen Dingen, aber die Initative ist ein Witz....
  • Fanta20 13.06.2018 14:48
    Highlight Highlight Die Anti-KESB-Initiative wird wohl ein ziemlicher Rohrkrepierer werden. Schade um die Zeit, welche beim Sammeln der Unterschriften vertrödelt wird. Interessant ist ja auch, dass die KESB teilweise von den gleichen politischen Kreisen kritisiert werden, welche damals eine Professionalisierung des ehem. Vormundschaftswesen forderten:
    https://www.watson.ch/!130325448

    So oder so ist diese Materie extrem heikel; das liegt in der Natur der Sache. Früher, auf Gemeindeebene, lag die grösste Gefahr häufig in der Befangenheit der Entscheidträger, da man sich im Dorf kannte.
  • Elendil91 13.06.2018 14:22
    Highlight Highlight Ich habe grossen Respekt vor seiner Arbeit. Es ist schwer solche krassen Fälle zu betreuen, dabei proffesoinell zu bleiben und Distanz zu wahren, hut ab.
    Die KESB ist eine jener Behörden, welche nur negativ auffällt, da positive Verfahren privat sind. Deshalb wird sie jetzt allgemein für 2, 3 schlechte Fälle als untauglich erklärt. Ich personlich möchte die alte Vormumdschaftsbehörde nicht zurück.
  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 13.06.2018 14:00
    Highlight Highlight Die Kritik sollte sich weniger auf KESB-Mitarbeiter richten, denn die heutige Kompetenzordnung, die strukturelle Mängel aufweist.

    Definitive Fremdplatzierungen sollten nur durch ein Gericht angeordnet werden dürfen. Die KESB sollte dafür in dringenden Fällen die Möglichkeit haben, vorsorglich die Obhut zu entziehen bis das Gericht entschieden hat.
    Die blosse Möglichkeit gegen einen KESB-Entscheid ein Rechtsmittel einzulegen, reicht angesichts der Tragweite einfach nicht aus, da die Betroffenen zu schlecht informiert sind.
    • fcsg 13.06.2018 15:53
      Highlight Highlight Das bisherige System ist durchaus sinnvoll, denn die Behörde, die den Fall am besten kennt soll zunächst ein Urteil fällen. Das funktioniert im ganzen Verwaltungsbereich so und es gibt keinen Grund dies bei der KESB zu ändern. Die Gerichte haben unmöglich die Kapazitäten jeden einzelnen Fall einer Fremdplatzierung abzuklären. Der Rechtsweg steht den Beteiligten ja immer offen und in jedem Entscheid findet sich eine Rechtsbelehrung.
    • kettcar #lina4weindoch 13.06.2018 16:47
      Highlight Highlight @olma die KESB ist eigentlich nichts anderes als ein Gericht mit sehr spezifischem Fokus. Die Behördenmitglieder haben die Funktion als Richter, die Behördenpräsidentin analog Gerichtspräsidentin, KESB Rechtsdienst analog Gerichtsschreiber. Ich sehe den Vorteil nicht, wenn ein anderes Gericht mit weniger Know How die Entscheide fällt.
    • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 13.06.2018 17:37
      Highlight Highlight Das mit dem Know How möchte ich lieber unkommentiert lassen. Ich bin mir aber sicher viele meinen es gut.

      Trotzdem: Betroffen sind ja in der Regel Leute, die mit dem Vorgehen der KESB heillos überfordert sind und sich nicht ernsthaft zur Wehr setzen können. Bevor man dann also Eltern von ihren Kindern trennt, sollte wirklich eine andere Instanz beigezogen werden, die insbesondere nicht ihre eigenen Abklärungen bewertet...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 13.06.2018 13:44
    Highlight Highlight Wir können froh sein, gibt es Leute die sich in solchen schwierigen Jobs engagieren und sich dafür immer wieder auch anfeinden lassen müssen (im besten Fall).
    Und sie machen das - so vermute ich mal - nicht zu exorbitanten Managersalären....
    • demokratie-fan 14.06.2018 06:14
      Highlight Highlight Wie bitte? Wussten Sie nicht, dass die heutige Berufsbeistände ein Mehrfaches von dem verdienen, was Beistände bis 2012 verdienten?
  • Nibu 13.06.2018 13:40
    Highlight Highlight Sehr komplex das Thema.
    Interessant, dass der Präsident des Verbands der Berufsbeistände Naturwissenschafter ist und eine Wortwahl pflegt, die mich eher an Stammtisch erinnert, als an eine Person mit Fachkompetenz.

    "Ohne Pathos erzählt er vom jungen Mann, «wo id Chischte cho isch». Von Leuten, «wo komplett duregheied»."
    (siehe Interview)

    • Mietzekatze 13.06.2018 17:05
      Highlight Highlight Mit den Leuten mit denen er zu tun hat, muss man nicht Hochgestochen sprechen. Das sind meistens einfache Leute die Probleme haben! Da ist ihnen (glaube ich) jemand lieber der Klartext spricht als jemand bei dem man erst einen Duden Konsultieren muss!
    • häxxebäse 13.06.2018 17:40
      Highlight Highlight das ist kompetenz: komplexe dinge in einfache worte packen, damit es jedermann versteht
    • Nibu 13.06.2018 23:30
      Highlight Highlight @Mietzekatze
      Herr Heim benutzt diese Worte in einem Interview für eine Online Zeitung, d.h. eine solche Wortwahl respektlos. Das hat für mich nichts mit hochgestochen zu tun, sondern mit Feingefühl und Fachkompetenz.



  • Nibu 13.06.2018 13:36
    Highlight Highlight Im Artikel steht, dass man zu dritt eibe Stunde die zu beurteilenden Leute besucht?!!?
    In offensichtlichen Fällen mag das ja reichen.
    Es gibt aber Fälle, die weniger klar und nicht akut sind. Zu dritt (unangemeldet?) zu kommen kann auch einschüchternd bzw. nicht representativ sein.
    Dann doch besser an 3 Tagen jeweils alleine die Leute besuchen.
    • Daenerys Targaryen 13.06.2018 16:28
      Highlight Highlight Genau lesen bitte. Es steht im Artikel dass sie die betroffene Person für eine Stunde anhören können und DANN anschliessend zu dritt den Fall beurteilen, da die Ressourcen nicht für mehr reicht. Und unangemeldete Besuche gibt es nicht, es gibt zuerst einen Brief nach Hause, nur in ungewöhnlichen Fällen kommt jemand unangekündigt von der Kesd nach Hause.
    • Nibu 13.06.2018 17:51
      Highlight Highlight Ja gut, danke, da müsste man wohl die Details kennen.
      Es könnte also sein, dass zwei der drei Entscheidungsträger nur anhand der Berichte entscheidet ohne die Person je gesehen zu haben.


  • Basubonus 13.06.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich bin selber betroffen, sprich in Kontakt mit der KESB (wegen Kind). Und ich muss bzw darf sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass es diese Form der Unterstützung gibt. Die Behörde handelt umsichtig, nach dem Motto "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" und absolut mit Augenmass. Lassst euch nicht abschrecken von dummen Horrorgeschichten, da zeigt in aller Regel Jemand einfach die eine Seite der Medallie und kehrt die Gegenseite unter den Tisch. Danke an Alle, die sich in diesem Bereich engagieren.
  • Matthiah Süppi 13.06.2018 13:10
    Highlight Highlight Beistand ist wohl einer der schwierigsten Jobs die es gibt. Oft hat ein Beistand über 100 Fälle um die er sich kümmern muss. Klar passieren da Fehler. Die Kesb müsste dringend mehr Mittel bekommen.
    • demokratie-fan 14.06.2018 06:17
      Highlight Highlight Passieren Fehler? Sie wissen schon, dass von der Kesb nicht Hilfe kommt, sondern ein Verfahren gegen die Familie? Ich habe Beistände erlebt, die einen Keil treiben zwischen Teenager und Eltern. Wäre mehr Geld da für die Beistände, würde das dann plötzlich nicht mehr passieren?
    • Asho 14.06.2018 07:56
      Highlight Highlight Kannst du deine Erfahrung konkretisieren? Wie wurde ein Keil zwischen Teenager und Eltern getrieben?
  • taisho-corer 13.06.2018 13:04
    Highlight Highlight Schaut euch mal die Vorstrafen der Eltern von Flaach an. Die beiden waren schwerst kriminell und nun ist die Mutter noch Kindermörderin. Was kann man da Anderes machen als die Kinder wegnehmen?
  • marcog 13.06.2018 13:03
    Highlight Highlight "Die KESB kommt nicht aus den Negativschlagzeilen raus"... Nun, es gibt offensichtlich einfach ein paar wenige militante Brandstifter, welche aus allen Kanonen schiessen und jeden Entscheid anprangern. Einer davon wurde in Rapperswil zum Glück kürzlich verurteilt. Solange das Bundesgericht die KESB Entscheide nicht gleich reihenweise zerlegt, glaube ich denen auch kein Wort.
  • Ursus der Rächer 13.06.2018 12:54
    Highlight Highlight Ich mag mich noch gut an die Vor-KESB-Zeiten erinnern, als alles "Laiendarsteller" waren. Da wurden Sorgenkinder und Mündel wahllos an Vormunde verteilt, die teilweise gar nichts Gutes im Schilde führten. Da wurde bestohlen und missbraucht. Es ist gut, dass da alles in professionellere Bahnen gelenkt wird, auch wenn noch nicht alles perfekt ist.
    Den Zustand, den die SVP wünscht, würde wieder in die gleiche Katastrophe führen. Vormund aus der Familie, bis das Konto abgeräumt ist oder die Kinder missbraucht, nein danke.
  • büezer83 13.06.2018 12:42
    Highlight Highlight ich bin sehr dankbar, dass es menschen gibt, welche diese aufgaben bewältigen. es gäbe vermutlich viel mehr kriminalität in unserem land ohne menschen wie herr heim.
    ja als kesD oder eben kesB mitarbeiter macht man wirklich einen undankbaren job. solange die behörde ihren job richtig macht, kriegt mancher nichtmal mit, dass es überhaupt so etwas wie die kesb gibt. geht aber mal was schief mit zugegeben verherenden folgen (fall flaach), wollen dann wieder alle köpfe rollen sehen.
    ich vertraue der kesb und ihren angestellten und werde die anti-kesbinitiative klar ablehnen!
    • häxxebäse 13.06.2018 17:37
      Highlight Highlight bravo. das mit der internen familienbetreuung der letzten jahrhunderte hat ja meist nicht so gut geklappt....
  • Hr. Döpfel 13.06.2018 12:38
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel.
    Ich teile die Haltung von Herrn Heim und habe grosse Achtung vor dem Job, den professionelle, wie auch teilw. private Beistände machen.
    Und wenn die Beistände einen guten Job machen, kommen weniger Kinder ins, Vorsicht Wortspiel, Heim.
  • Kreasty 13.06.2018 12:36
    Highlight Highlight Also ich denke dieser Mann bekommt genug Anerkennung und Bestätigung, allein durch seine Position, von wem ist doch egal.

    Es gibt weitaus undankbarere Jobs.

    Zum Beispiel "Titelausdenker" bei Watson :) Immer nen Schippchen draufsetzten, klingt besser :D
    • gecko25 13.06.2018 13:24
      Highlight Highlight Sie sollten weniger dem Titel, sondern den Aussagen des Experten Glauben schenken.
    • Kreasty 13.06.2018 15:54
      Highlight Highlight So wie den Experten in unserer Politik? Achja :) Experte zu sein ist einfach. Behauptungen aufstellen genauso.

  • djangobits 13.06.2018 12:24
    Highlight Highlight Die Initiative ist ein Witz. Meine Frau arbeitet im Kindsschutz, ist im Mandat der KESB unterwegs. Bevor ein Kind fremdplatziert wird, wird heute schon IMMER zuerst geprüft,

    1. ob das System (also die Familie) Ressourcen hat, die aktiviert werden könnten (zb Grosseltern, die auch manchmal willens, aber nicht immer fähig sind)

    2. ob eine externe Hilfe eingesetzt werden kann (zB eine Familienbegleiterin, die 1-2x pro Woche vorbeikommt)

    3. Ob eine temporäre Auszeit etwas bewirken könnte (Time-Out)

    Erst dann (und meist in Absprache mit den Betroffenen, wird eine Fremdplatzierung geprüft)
    • pamayer 13.06.2018 23:32
      Highlight Highlight War eine SVP initiative je mehr als ein, z. T. gefährlicher, Witz?
    • demokratie-fan 14.06.2018 06:11
      Highlight Highlight Oh mein Gott.

      Also die Familienbegleiterin lässt sich ja nie von Teenager, zu dem die Kesb sie schickt, instrumentalisieren. Dank was genau kann das nicht passieren? Dank ihrem Diplom vielleicht?

      Wissen Sie, was das mit dem Time-Out ist? Theorie. Wäre super.

      Ressourcen im Umfeld der Familie? Wenn der Teenager langjährige Schulfreunde hat, bei denen er willkommen ist, und Götti (Akademiker), und und...
      Wissen Sie: Wenn die Ideologie sagt, nur "Fachleute" seine fähig, dann ignoriert die Kesb auch ein noch so ressourcenreiches Umfeld.

      Ich wählte früher linksgrün. Teils auch heute noch.

    • djangobits 14.06.2018 13:02
      Highlight Highlight @demokratie-fan

      Die Familienbegleiterin beobachtet und bespricht, was ihr auffällt mit der Familie und gibt Inputs, was man ändern kann. Natürlich wird sie dabei auch von allen Beteiligten beeinflusst. Dennoch ist das in vielen Fällen ein hilfreiches Mittel. Zudem agiert sie nicht alleine. Und ja, Ausbildung und Erfahrung helfen sicher.


      Weshalb Theorie? Time-outs können erst Mal Ruhe reinbringen, damit Zeit besteht Grundlegendes anzugehen.

      Ich sage ja, dass bereits zuerst wird, genau diese Ressourcen zu nutzen. Das sagt ja auch die KESB und macht sie auch.

      Hauptsache sie wählen...
  • Spiessvogel 13.06.2018 12:16
    Highlight Highlight Es ist bezeichnend, dass sich just jene Kreise mit einem erzkonservativen Familienbild gegen die KESB wenden. In ihrem Weltbild kann nicht sein, was nicht sein darf. So wird die Sippe geschützt und die Täterrolle den Opfern zugeschoben. Dieses Modell kennen wir. Zum Glück wurde es mit der KESB in den Mülleimer der Geschichte versenkt. Dort soll es bleiben.
    • Mietzekatze 13.06.2018 17:09
      Highlight Highlight Aber sonst immer die Kuscheljustiz Keule schwingen! Wenns dann aber um Kinder und unsere Zukunft geht, da zählt das nicht! "Sippe geschützt".. Schön gesagt!
  • WhoRanZone 13.06.2018 12:14
    Highlight Highlight Dieser «überstürzte Wechsel» habe bis heute Folgen, sagt Heim: Die Ressourcen mancher KESB-Stellen seien so knapp bemessen, dass sie die Fälle nur minimal abklären könnten.

    Hier liegt doch genau das Problem... Im Fall Flaach wären die Grosseltern zur Stelle gewesen, da jedoch zu wenig Zeit und Ressourcen vorhanden waren, wurde ein fataler Fehlentscheid gezogen... Die KESB arbeitet mit einen System, welches ebenfalls "nicht zu Ende gedacht" ist...
    • phreko 13.06.2018 13:26
      Highlight Highlight Kannst du deinen letzten Satz begründen?
    • gecko25 13.06.2018 13:30
      Highlight Highlight wie sollen Grosseltern für das Kinderwohl einstehen können, wenn diese unter starkem Einfluss der Eltern stehen ? Denken sie wirklich, dass die Grosseltern unnachgiebig die Kinder von den Eltern fernhalten ? der einzige der etwas nicht zu Ende gedacht hat sind wohl sie
    • Mietzekatze 13.06.2018 17:12
      Highlight Highlight Wo waren denn diese Grosseltern davor? Es gab ja schon etwas länger Probleme... Und entweder sie wollten das nicht mitkriegen und haben die Eltern geschützt oder sie konnten es nicht mitkriegen, dann hatten sie kein gutes Familienverhältnis! Oder siehst du noch eine weiter Option? In beiden Fällen, hätte man ihnen das Sorgerecht nicht geben sollen!
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  • jimknopf 13.06.2018 12:00
    Highlight Highlight Ich habe täglich mit Angehörigen, v.a. von betagten Menschen zu tun. Theoretisch klingt die Anti-KESP Initiative sehr schön, leider in Realität absolut nicht machbar. Viele ältere Menschen werden vernachlässigt von der Familie, Ausnahmen gibt es, sind leider selten. Ich selbst muss mich am Riemen reissen um meine Grossmutter regelmässig zu sehen und um ihr zu helfen (wir haben ja sonst so viel zu tun). Die KESB ist eine grosse Unterstützung, leider überfordert mit zu vielen Fällen und zu wenig Personal.

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