Schweiz
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Two men take a selfie with Francois Hollande, President of France, at the

Ein Mitarbeiter der Stadt Bern posiert für ein Selfie mit dem französischen Präsidenten François Hollande (15.04.2015). Bild: KEYSTONE

Stinkefinger-Selfie mit Monsieur le Président hat Folgen: Der Mann muss sich bei Hollande entschuldigen und bekommt eine Rüge



Eine unüberlegte Geste kann auf dem diplomatischen Parkett für viel Ärger sorgen. Diese Erfahrung musste der junge Mann machen, der bei einem Selfie mit François Hollande während dessen Staatsbesuch in Bern den ausgestreckten Mittelfinger in die Kamera hielt.

Denn während sich der junge Mann auf dem Bild offensichtlich freut, fand seine Arbeitgeberin an dem Foto weniger Gefallen. Der junge Mann arbeitet nämlich bei der Stadt Bern. Dies machte die Ostschweiz am Sonntag publik. Der Informationsdienst der Stadt Bern bestätigte die Nachricht.

Ansehen und Vertrauenswürdigkeit repräsentieren

Als Verwaltungsangestellter ist der junge Mann gemäss Personalreglement eigentlich verpflichtet «das Ansehen oder die Vertrauenswürdigkeit» der Stadt Bern zu wahren. Das Stinkefinger-Selfie entsprach diesen Vorgaben offensichtlich nicht.

Der Mann erhielt daher eine Rüge. Ausserdem habe er einen Entschuldigungsbrief an den französischen Präsidenten geschickt, teilte der Infodienst der Stadt Bern mit. In dem Brief bedauere er die Geste und betone, dass er weder provozieren noch eine politische Aussage habe machen wollen.

Brief an Hollande

Doch damit war es nicht getan: Die Stadtverwaltung nahm nach dem Vorfall umgehend Kontakt mit dem Aussendepartement (EDA) auf, um die Sachlage zu erörtern. Zusätzlich zum Entschuldigungsbrief des jungen Mannes verfasste der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) einen persönlichen Brief an den französischen Botschafter. Darin teilte er sein tiefes Bedauern über den Vorfall mit.

Zu nachhaltigen diplomatischen Verwerfungen zwischen der Schweiz und Frankreich kommt es wegen des Vorfalls aber nicht: Die französische Botschaft habe geantwortet, dass sie die Entschuldigung zur Kenntnis genommen habe, teilte der Informationsdienst der Stadt Bern mit.

Der Angestellte der Stadt Bern dürfte sich mit solchen Gesten künftig zurückhalten: Er habe sofort realisiert, dass diese unangebracht war und er einen Fehler gemacht habe, schreibt der Infodienst. Das Selfie habe er umgehend gelöscht. Dass er von einem Keystone-Fotografen abgelichtet wurde, habe er aber erst erfahren, als das Bild in den Medien erschien. Er habe sich danach sofort bei seinen Vorgesetzten gemeldet und entschuldigt. (kri/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dagobert Duck 25.05.2015 08:54
    Highlight Highlight Eine Rüge? Die Kündigung!
    2 14 Melden
  • Karl33 24.05.2015 19:08
    Highlight Highlight koala, der ecuadorianische präsident:
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    23 1 Melden
  • koala 24.05.2015 16:52
    Highlight Highlight Das gibts noch ein Level höher:
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    41 6 Melden
  • Maria B. 24.05.2015 16:39
    Highlight Highlight An sich eine launige, wenngleich aus Gründen des Anstands, vor Allem aber im Hinblick auf seine Staatsstelle, nicht unbedingt geistreiche Idee :-)!
    13 2 Melden
  • TheTev21 24.05.2015 15:32
    Highlight Highlight Läck das Drama ...
    34 5 Melden
    • TheTev21 24.05.2015 20:36
      Highlight Highlight Ich gebe dir Grundsätzlich recht, finde aber das es wirklich wichtigeres gibt ... Geht für mich aber in die Richtung vom Legendären Reis Sack der in China umfällt ;-)
      18 0 Melden
    • Rocky77 25.05.2015 09:09
      Highlight Highlight Habt ihr diese Meldung gesehen:

      Wie wir gerade erfahren haben, ist heute in der chinesischen Provinz Guangdong 9:15 Ortszeit ein Sack Reis umgefallen. Die Ursache ist bislang völlig unklar. Die Finanzmärkte reagierten auf dieses Ereignis mit Bestürzung. Der Hang Seng hat mittlerweile 1,5 % abgegeben, auch die anderen asiatischen Börsen notieren im Minus.

      Der Hersteller des Reissackes erklärte, daß es absolut unmöglich ist, daß ein Sack Reis von allein umfällt, da die Konstruktion 100%ig kippsicher sei. Daher vermutet der chinesische Landwirtschaftsminister Kuuh Dung Agenten des japanischen Geheimdienstes hinter der Aktion, um die chinesische Landwirtschaft zu schwächen. Japans Ministerpräsident Koizumi hat soeben diese Vorwürfe mit aller Schärfe zurückgewiesen und China vor einer Eskalation gewarnt.

      Historiker sind sich noch nicht klar in der Bewertung dieses Ereignisses. Sie streiten noch darüber, ob es in der chinesischen Geschichte jemals einen solch einschneidenden Moment gegeben hat.

      Landwirtschaftsexperten sind sich einig, daß das Ganze nicht passiert wäre, hätte es in diesem Jahr eine Mißernte gegeben.

      Leider liegen uns zur Zeit noch keine Bilder aus der Krisenregion vor. Wir werden Sie an dieser Stelle umgehend informieren, sobald neue Nachrichten zu diesem Thema eingehen.
      23 4 Melden

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