Neue Studie zeigt: Frauen setzen bei Geldanlagen auf Sicherheit statt Rendite
Frauen in der Schweiz legen beim Umgang mit Geld grossen Wert auf Sicherheit. Beim Investieren steht für sie die Stabilität klar vor Vermögensaufbau oder Rendite. Dies zeigt die am Dienstag veröffentlichte Studie «Frauenperspektiven 2026» der Grossbank UBS und des Forschungsinstituts gfs.bern.
94 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass Geld ihnen Sicherheit vermittelt. Beim Investieren nannten 57 Prozent Sicherheit als wichtigstes Ziel, deutlich vor Vermögensaufbau mit 34 Prozent und Rendite mit 21 Prozent. Mehr als die Hälfte der Frauen (56 Prozent) fragt sich laut der Studie gelegentlich, ob sie finanziell ausreichend für die Zukunft vorsorgt.
«Wir sehen, dass Finanzfragen einen wichtigen Einfluss auf den Alltag haben», sagt Cloé Jans, Senior Projektleiterin von gfs.bern. Trotzdem seien Frauen an Geldanlagen insgesamt eher wenig interessiert. «Viele denken, dass sie zu wenig Geld zum Investieren haben.»
Unterstützung vom Bankberater
Professionelle Beratung und aktiver Vermögensaufbau bleiben dabei eher die Ausnahme. Fast drei von zehn Frauen informieren sich nach eigenen Angaben gar nicht aktiv über Geldanlagen. Wer Informationen sucht, greift am häufigsten auf Bankberater zurück. Diese wurden von 40 Prozent der Befragten als wichtigste Informationsquelle genannt.
Hier gebe es Unterschiede nach Alter, erklärt Jans. «Ältere Frauen informieren sich beim Bankberater, während Jüngere sich eher im sozialen Umfeld informieren». Zugleich schätzen mehr als acht von zehn Frauen (82 Prozent) ihren Umgang mit Geld als gut oder sehr gut ein.
Als grösste finanzielle Belastung nennen die Frauen die Gesundheitskosten. Fast jede zweite Befragte (46 Prozent) zählt diese zu den fünf wichtigsten Problemen der Schweiz. Im Haushaltsbudget rangieren die Krankenkassenprämien laut Studie vor Steuern und Wohnkosten.
Für die Studie wurden zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 insgesamt 2037 Personen in der Schweiz befragt, darunter 1014 Frauen. Die Erhebung ist laut den Verfassern repräsentativ für die Schweizer Wohnbevölkerung. (pre/sda)
