Schweiz
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[Staged Picture / Gestellt Aufnahme] People play roulette at the Swiss Casino Zuerich in Zurich, Switzerland, on October 24, 2015. The Swiss Casino Zuerich was opened in 2012 and is the largest casino in Switzerland. It offers 26 gambling tables and 400 slot machines. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Steigerte seine Umsätze zwei Mal in Folge: das Casino Zürich. Bild: KEYSTONE

«Geldmangel»? So steht es wirklich um die Finanzen der Schweizer Casinos

Die Kampagne für das Geldspielgesetz suggeriert, dass den Schweizer Spielbanken das Geld ausgeht. Allerdings konnten jüngst mehrere Casinos ihre Umsätze steigern. Die Ausgaben für Lottos und Wetten haben gar ein neues Rekordhoch erreicht.



Spielplatz: Verlottert. Tiergehege: Geschlossen. Konzert: Abgesagt. Mit diesen Slogans werben die Befürworter des Geldspielgesetzes. Ihre Botschaft ist klar: Versenken die Stimmbürger das Gesetz am 10. Juni an der Urne, schadet dies den Kultur- und Sportinstitutionen im Land. Auch die AHV müsse in dem Fall mit weniger Geldern auskommen, so das Komitee. 

Ob sich die düsteren Prognosen mit Fakten stützen lassen, ist bei näherer Betrachtung jedoch fraglich. Heute zahlen Casinos und Lotterien fast eine Milliarde Franken jährlich an die AHV, die IV, gemeinnützige Organisationen und die Standortkantone. Die Befürworter des neuen Gesetzes argumentieren, dass die Schweizer Casinos vermehrt Gäste an ausländische Online-Anbieter verlieren. In der Folge brächen die Umsätze in der Schweiz ein und damit auch die Abgaben zugunsten des Gemeinwohls.

Lotterien legten um 8 Prozent zu

Ein Blick auf die Zahlen legt jedoch nahe, dass es der Glücksspiel-Industrie im Land nicht so schlecht geht, wie es die Kampagne vermuten lässt. Für das Jahr 2016 haben die Schweizer Casinos einen Bruttospielertrag von 689 Millionen Franken vermeldet – gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 1,2 Prozent. Auch die Lotterien- und Wettanbieter konnten sich 2016 nicht über serbelnde Umsätze beklagen. Sie setzten 2,89 Milliarden Franken um. Das sind nicht nur satte 8 Prozent mehr als im Vorjahr – es handelt sich um einen neuen Allzeitrekord!

Für das vergangene Jahr liegt noch keine umfassende Statistik vor. Der Schweizer Casino Verband wartet mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2017 noch zu – anders als in den Vorjahren, als er den Bericht jeweils im Frühjahr publizierte. 

Baden, Zürich und Luzern legten zu

Recherchen zeigen: Zumindest in gewissen Casinos rollte der Rubel letztes Jahr munter. Das Grand Casino Baden konnte 2017 erstmals seit fünf Jahren eine Umsatzsteigerung verbuchen. Die Besucherzahl stieg gar um 4,4 Prozent auf 346’000 Personen.

Auch die Casinos Zürich, Schaffhausen, St.Gallen und Pfäffikon haben ihren Bruttospielertrag – die Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den ausbezahlten Gewinnen – letztes Jahr auf insgesamt 141,7 Millionen gesteigert, wie der Mutterkonzern Swiss Casinos auf Anfrage von watson schreibt. Sie setzten damit knapp 5 Millionen Franken mehr um als im Jahr davor, verglichen mit dem Jahr 2015 beträgt die Zunahme sogar fast acht Millionen Franken.

Weiter konnte auch das Grand Casino Luzern 2017 «eine erneute Gewinnsteigerung verzeichnen», wie es im Geschäftsbericht heisst. Der Bruttospielertrag wuchs um 2,5 Prozent. Dass trotz Abwanderung von Gästen zu illegalen Online-Casinos ein solch gutes Ergebnis möglich war, sei der «konsequenten Ausrichtung auf ein innovatives Spiel- und Unterhaltungsangebot zu verdanken», so die Verantwortlichen.

Einen Umsatzrückgang mussten derweil die Grand Casinos Basel (-1,2%) und Bern (-4%) hinnehmen.

«Die Befürworter machen eine pure Angstkampagne, die wenig mit der Realität zu tun hat.»

Pascal Vuichard, Co-Präsident JGLP

Für Pascal Vuichard, der das Geldspielgesetz an vorderster Front bekämpft, zeigen die Zahlen vor allem eines: «Die Befürworter machen eine pure Angstkampagne, die wenig mit der Realität zu tun hat.» Es sei fragwürdig, wie die Casino-Lobby das Argument der Sport- und Kulturförderung benutze, um die eigenen Pfründe zu verteidigen, so der Co-Präsident der Jungen Grünliberalen. 

Beat Vonlanthen, CVP-Ständerat aus dem Kanton Freiburg und Präsident des Schweizerischen Casino Verbands, widerspricht. Die Abgaben der Casinos an die AHV und die Kantone seien bereits massiv eingebrochen – seit 2007 um über 40 Prozent. «AHV und Kantone erhalten so pro Jahr rund 220 Millionen Franken weniger.»

«Ohne Regulierung dieses Bereichs werden die Abgaben an AHV/IV, Sport und Kultur aus Online-Spielen immer mehr einbrechen.»

Beat Vonlanthen (CVP), Präsident des Casino Verbands

Tatsächlich betrug der Bruttospielertrag der Schweizer Casinos im Spitzenjahr 2007 noch 908,8 Millionen Franken, lag also fast einen Drittel höher als heute. Warum sich die Umsätze jüngst wieder erholt haben, kann Vonlanthen nicht sagen. «Wir gehen davon aus, dass es sich beim Zuwachs 2016 um eine Ausnahme gehandelt hat und sich der negative Trend weiter fortsetzen wird.»

Bereits heute flössen jedes Jahr 250 Mio. Franken aus der Schweiz an illegale ausländische Online-Casinos, so Vonlanthen. «Mit der fortschreitenden Digitalisierung dürfte dieser Anteil noch wachsen.» Von einer Angstkampagne könne deshalb keine Rede sein. «Ohne Regulierung dieses Bereichs werden die Abgaben an AHV/IV, Sport und Kultur aus Online-Spielen immer mehr einbrechen.» Das Geldspielgesetz werde diesen schädlichen Trend umkehren «und den unsäglichen Geldabfluss ins Ausland stoppen».

Die Lotteriegesellschaften spüren die Konkurrenz aus dem Netz derweil kaum. Bei den Losen und im Bereich der klassischen Lotterie spielen ausländische Anbieter praktisch keine Rolle. Dies im Gegensatz zu den Sportwetten – allerdings tragen diese relativ wenig zum Gesamtumsatz bei. «Der Einfluss von ausländischen Anbietern ist bei den Lotterien von Geschäftsfeld zu Geschäftsfeld unterschiedlich», sagt denn auch Willy Mesmer, Sprecher von Swisslos. «Ganz klar von Netzsperren profitieren würden die legalen inländischen Anbieter aber bei den Sportwetten.»

Die Netzsperren sind das umstrittenste Element des Geldspielgesetzes. Sie sollen Schweizer Nutzer davon abhalten, bei ausländischen Online-Anbietern zu zocken. Gegen das Gesetz hat eine Allianz aus Jungparteien und verschiedenen Organisationen das Referendum ergriffen. Inzwischen haben auch die FDP, die BDP, die GLP und die Grünen die Nein-Parole beschlossen. Die SP und die CVP befürworten das Gesetz, die SVP hat Stimmfreigabe beschlossen.

Das musst du über das Geldspielgesetz wissen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mr.Ruedi 15.05.2018 00:51
    Highlight Highlight Angebot = Nachfrage ..d.h. wenn die schweizer Casinos eine gute App bereitstellen würden, gäbe es keinen Grund zu einem ausländischen Anbieter zu wechseln! Aber wer nicht aktiv ist, verschläft den Trend, siehr Taxi / Uber. Und wenn das so weiter geht, wird in Zukunft Netflix, Zalando, Amazon etc. evtl. Auch gesperrt, schaded ja dem innländischen Händlern
  • droelfmalbumst 14.05.2018 17:01
    Highlight Highlight Wieder mal eine Kampagne wo man was verbieten möchte und Argumente bringt die völlig bescheuert sind... der Zoo geht zu.. ja klar...

    Anstatt alles verbieten lieber mal ein besseres Angebot bieten als das was man im Ausland bekommt...
    Ist das der Fall bleibt die Kundschaft automatisch hier...

    Nur will die CH Politik chronisch alles verbieten, aber bringt keine Alternativen...
  • Ursus ZH 14.05.2018 15:20
    Highlight Highlight Netzsperre? Ein "no go"! Im "Worst Case" hilft dann allenfalls ein VPN.
  • TheBear97 14.05.2018 13:55
    Highlight Highlight Bei einem Nein zum neuen Gesetz ändert sich rein gar nichts! Das heisst es bleibt alles wie es ist —> weder verlotterte Spielplätze noch geschlossene Zoos...
  • mly 14.05.2018 13:35
    Highlight Highlight Ich glaube ohnehin, dass es dem Bund, je länger, desto mehr, nicht NUR um immer absurderen Finanz-Neid geht, sondern überhaupt um immer abstrusere Kontrollmechanismen-Gelüste....
    Hierzu passt ja auch das BÜPF-Fiasko unter dem Deckmäntelchen der "Terroristen-Bekämpfung"!
    Auch da: "Wirkliche Terroristen lassen sich so kaum ins Boxhorn jagen, aber die Bevölkerung überwachen; und (fast) niemand merkt es!
  • Natürlich 14.05.2018 13:08
    Highlight Highlight Ist doch gut wenn das Geld welches verzockt wird in der Schweiz bleibt, oder nicht!?
    Spiel ihr alle online um Geld auf irgendwelchen dubiosen Internetseiten oder wie muss ich die klare Nein Haltung hier in den Kommentaren verstehen?
    Kann mich jemand aufklären?
    • durrrr 14.05.2018 13:32
      Highlight Highlight Warum "dubiose Internetseiten"? Anbieter wie bwin, 888 oder Pokerstars sind seriöse, börsendotierte Unternehmen. Nach deiner Logik müssten demnach auch Amazon, Netflix und co. gesperrt werden, da geht auch viel Geld ins Ausland. Mit diesem Gesetzt werden oben genannte Unternehmen eben gerade NICHT konzessioniert, also keine Mehreinnahmen für die CH...
    • TheBear97 14.05.2018 13:58
      Highlight Highlight 1. Das Angebot im Ausland ist vielfältiger
      2. Wer sagt, dass das Geld wirklich der AHV/IV zu Gute kommt?
      3. Die Schweizer Casinos können ja ohne die Ausländischen zu sperren ihr Angebot anbieten, dann kann jeder selber entscheiden wo er spielen will.
      4. Eine Netzsperre für Casinos ist nur der Anfang
    • MaskedGaijin 14.05.2018 14:02
      Highlight Highlight Ich spiele weder in Casinos in der Schweiz noch auf ausländischen Online-Casinos. Mir gehts um die Netzsperre. Mit der begründung der Befürworter könnte man den ganzen ausländischen Onlinehandel verbieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benjamin Goodreign 14.05.2018 12:09
    Highlight Highlight Layout von der Sonnenpartei entlehnt, Argumente ohne Belege aus den Wolken gegriffen, Genitiv vernachlässigt. Wenn diese lausige Kampagne der Initiative zum Erfolg verhilft, kaufe ich mir einen neuen Poker-Koffer.
  • Enrico Palazzo 14.05.2018 11:51
    Highlight Highlight Die Befürworter sollen mal bei der Wahrheit bleiben und nicht immer die Bezeichnung "illegale ausländische Online-Casinos" verwenden. Wohl gegen 99% des Marktes werden von seriösen Unternehmen aus dem Ausland eingenommen, diese als illegal zu bezeichnen, ist billige Stimmungsmache! Die grossen Anbieter sind mittlerweile in fast allen europäischen Ländern lizenziert! Die sehr strenge französische Regulierungsbehörde sah es bisher nicht als illegal an, das französische Anbieter auch Kunden aus der Schweiz bedienen. Wäre das Angebot illegal, hätte die Casinolobby längst Gerichte eingeschaltet.
  • quarzaro 14.05.2018 11:51
    Highlight Highlight
    By the way, der schweizer Markt ist viel zu klein für eine Pokerseite die ein konkurrenzfähiges angebot zu Pokerstars usw aufstellen könnte, da schlicht genügend Spieler fehlen. Kein einziger Rappen würde nach Annahme dieses Gesetzes zurück in die Schweiz fliessen.
  • Ursus ZH 14.05.2018 11:46
    Highlight Highlight Zoobesuch gestrichen: Der Vater hat die Kohle verzockt.
    Konzertbesuch gestrichen: Die Mutter hat die Kohle verzockt.
    Ja liebe Kinder es sieht düster aus für eure Freizeitbeschäftigung mit euren Eltern!
  • Ursus ZH 14.05.2018 11:44
    Highlight Highlight Spielplatz verlottert wegen Geldmangel: Der Vater hat die Kohle verzockt.
  • RescueHammer 14.05.2018 11:29
    Highlight Highlight Wie üblich; es geht einzig und alleine um die Sicherung der Pfründe
  • Raphael Stein 14.05.2018 10:46
    Highlight Highlight Als abstimmender Bürger müsste man so langsam das "Mecano" verstanden haben und nicht auf jeden Betrugsversuch herein fallen.

    Seh ich mir die letzten paar Jahre allerdings an, so haben die Bürger fast ohne Ausnahme gegen sich selber abgestimmt.

    Deshalb ist das mir langsam völlig egal wer bescheisst nicht. Schaue jeder zu sich selber.
  • Der Tom 14.05.2018 10:20
    Highlight Highlight Netzsperre erhält NEIN von mir. Egal um was es sonst noch geht und was irgendwo noch darüber geschrieben wird.
  • Oberon 14.05.2018 10:05
    Highlight Highlight Alles andere als ein klares Nein wäre ein weiterer Schuss ins eigene Knie. Der Staat soll endlich dort die Probleme lösen wo sie entstehen und nicht einfach auf den Bürger abschieben.
  • Slavoj Žižek 14.05.2018 10:01
    Highlight Highlight Man könnte den ausländischen Onlinecasinos ja die Möglichkeit geben sich nach Schweizer Standarts regulieren zu lassen, das will man aber nicht. Man will keine Konkurrenz.
  • PeterGotBirthday 14.05.2018 09:55
    Highlight Highlight An die Urne!!
    Geht an die Urne! besonders die eher faulen und jungen Wähler, sonst werden wir unser blaues Wunder erleben.
    Für uns junge ist das klar, Netzsperre ein nogo. Aber die älteren Generationen welche fleissig wählen und nicht mit dem Internet Aufgewachsen sind, verstehen das nicht und werden wohl wegen der AHV unterstützung Ja wählen, ohne zu wissen, dass Sie den Nachkommen eine weitere Freiheit rauben!
  • Frances Ryder 14.05.2018 09:28
    Highlight Highlight Wenn die Umsatze gesunken wären, hätten sie das schon längst präsentiert. Aber so widerspricht das ihrer eigenen Kampagne, dann wirds halt "geheim" gehalten. Dieses Gesetz hätte vielleicht sogar eine Chance gehabt, wäre die Casinolobby nicht so gierig gewesen, dass sie zur Zensur greift.
  • durrrr 14.05.2018 09:26
    Highlight Highlight Die verlogene Propaganda der Befürworter wird in einem erzkonservativen Staat, wie der Schweiz leider verfangen und das Gesetz wird angenommen werden. Schaade.
  • Don Quijote 14.05.2018 09:12
    Highlight Highlight Der Herr Vonlanthen weiss doch als Verbandspräsident die Zahlen von 2017, die aber noch nicht publiziert werden? Aber "er nimmt auch nur an, dass sich der negative Trend sich fortsetzen wird"... Schade, so hat das Volk nur eine halbe Entscheidungsgrundlage.
  • Wambolium 14.05.2018 09:10
    Highlight Highlight Das Geldspielgesetz ist ein protektionistisches Gesetz, da ausländische Spieleseite vom Schweizer Markt ferngehalten werden. Das Internet hört nicht an der Schweizer Landesgrenze auf. Ich als freier Bürger sollte auch das Recht haben auf ausländische Seiten zuzugreifen. Deshalb ein klares Nein.
    • olmabrotwurschtmitbürli 14.05.2018 09:29
      Highlight Highlight Richtig. Ausserdem traue ich den sog. illegalen Glückspielbetreibern aus dem Ausland noch eher, als den einheimischen Anbietern.
    • PeterGotBirthday 14.05.2018 09:55
      Highlight Highlight Das sehe ich auch so, dieses Gesetz hat einen faden Kartell-Beigeschmack.
  • Pius C. Bünzli 14.05.2018 09:02
    Highlight Highlight Ich sags gerne nochmals. Keine Netzsperren, wir sind hier nicht in China..

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