Schweiz
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Peter Hegglin, Praesident der kantonalen Konferenz der Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK), spricht an einer Medienkonferenz zur Erbschaftssteuerreform, am Dienstag, 21. April 2015, in Bern. Eine nationale Erbschaftssteuer wuerde dem Bund Geld einbringen. Trotzdem lehnt der Bundesrat die Initiative fuer eine solche Steuer ab. Aus seiner Sicht wuerde ein Ja zur Initiative die Finanzhoheit der Kantone einschraenken und die Position der Schweiz im internationalen Steuerwettbewerb schwaechen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

«Zunehmende Polarisierung der Politik zurückfahren»: Peter Hegglin will Bundesrat werden



Die CVP hat ihren ersten Bundesratskandidaten für die Nachfolge von Doris Leuthard: Der Zuger Ständerat und Alt-Regierungsrat Peter Hegglin will kandidieren, wie er gegenüber mehreren Sonntagszeitungen bekanntgab.

Er habe die Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen, wird der 57-Jährige in der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag» zitiert.

Er habe 30 Jahre Erfahrung in Exekutive und Legislative, auf Gemeinde-, auf Kantons- und auf Bundesebene, sagte der Mitte-Rechts-Politiker in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Er sei gut vernetzt und ein Brückenbauer. «Ich könnte einen Beitrag leisten, damit die zunehmende Polarisierung in der Politik zurückgefahren werden kann.»

Beliebt und volksnah – Doris Leuthards Amtszeit im Überblick:

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Video: srf

Ausgewiesener Finanzpolitiker

Hegglin ist seit 2015 Ständerat. Zuvor war der gelernte Landwirt dreizehn Jahre Finanzdirektor des Kantons Zug. Neben der Finanzpolitik liegen ihm laut eigenen Aussagen auch Gesundheits- und volkswirtschaftliche Themen am Herzen. Der in Menzingen wohnhafte Politiker ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.

Zur im Zusammenhang mit der Bundesratswahl im Zentrum stehenden Frauenfrage sagte Hegglin der «NZZ am Sonntag»: «Ich würde gern mit einer Frau antreten.» Seiner Meinung nach könne man von der CVP aber nicht verlangen, dass die Partei ein reines Frauenticket portiere. «Wir hatten zwölf Jahre lang eine äusserst erfolgreiche Frau im Bundesrat

Die grosse Favoritin aüf die Nachfolge von Schneider-Ammann heisst Keller-Sutter:

Reihe von Absagen

Peter Hegglin ist der erste Kandidat, der ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard steigt. Zuvor gab es innerhalb der CVP eine Reihe von Absagen, darunter Parteipräsident und Ständerat Gerhard Pfister aus Zug, Nationalrat Martin Candinas und Ständerat Stefan Engler aus Graubünden sowie die Luzerner Nationalrätin Andrea Gmür, die lieber Ständerätin werden will.

ZUR MITTEILUNG DER CVP-FINDUNGSKOMMISSION, DASS DER ZUGER NATIONALRAT GERHARD PFISTER DER EINZIGE BEWERBER FUER DIE NACHFOLGE DES CVP-PRAESIDIUM IST, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 15. FEBRUAR 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Gerhard Pfister, Zuger Nationalrat und Kandidat fuer das Praesidium der CVP, gibt ein Interview in der Galerie des Alpes im Parlamentsgebaeude, am 2. Februar 2016. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

CVP-Parteipräsident und Ständerat Gerhard Pfister will nicht in den Bundesrat. Bild: KEYSTONE

Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt. Sie werden nötig, weil Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) auf Ende Jahr vor Ablauf der Amtsperiode zurücktreten. Kronfavoritin bei der FDP ist die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter, die ihre Kandidatur am Dienstag bekanntgegeben hatte. (sda)

Mit Doris in Vietnam:

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23
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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 14.10.2018 15:12
    Highlight Highlight Da freut sich aber Glencore und Co. Erhoffen sich baldige gänzliche Steuerbefreiung. Der finanzielle Support wird göttlich sein. :)
    • holden27 14.10.2018 17:34
      Highlight Highlight Naja durch diverse steuertricks zahlt Glencore jetzt schon keine Steuern 🙄
      Oder besser gesagt keine gewinnsteuern, da sie "keinen Gewinn" machen
  • regen 14.10.2018 14:47
    Highlight Highlight Ein bürgerlicher politiker aus dem steuerdumping-kanton zug möchte in den bundesrat mit der mission, zu entpolarisieren. Wie soll das gehen? Der ruinöse und gnadenlose steuerwettbewerb gerade dieses kantons, der ja auch von diesem politiker propagiert und unterstützt wird, polarisiert ja das ganze land. Bitte keine nfa-keule!
  • rodolofo 14.10.2018 11:04
    Highlight Highlight Zug?
    Ist das nicht dieser jetzt rein bürgerlich regierte Kanton, der bald so schlimm ist, wie die SVP-Hochburg Schwyz, mit 2 (Zwei!) SVP-Ständeräten?
    Hat die CVP eigentlich auch Welsche KandidatInnen?
    • andrew1 14.10.2018 17:42
      Highlight Highlight Schwyz ist wirtschaftlich sehr gut unterwegs und hat niedrige steuern. Man könnte froh sein in einer "svp-hochburg" zu leben. Aber die reithalle und besetztes gaswerkareal haben ja auch ihren charm. (Ironie)
  • Spama Lotto 14.10.2018 09:48
    Highlight Highlight Wie man die Polarisierung zurückfährt, zeigt seine zuger CVP eindrücklich:
    Man schmeisst die Vertretung von 28% der Wählenden aus der Exekutive, indem man zuerst das Wahlsystem ändert und dann mit einem eignene Wähleranteil von 21% drei von sieben Sitzen besetzt. Und das ganz abgesehen von der Qualität ihrer Kandidaten.
    Nä,eine solche Partei brauchts eigentlich gar nicht mehr.

    • AndM 14.10.2018 18:26
      Highlight Highlight Wenn der Wähleranteil so wäre, wie sie behaupten, dann hätte ihre 27% die 3 Sitze und nicht die CVP. Vielleicht sollte man einfach auch zur Kenntnis nehmen, dass es Leute gibt, die genug haben von den Populisten von Links und Rechts. Immer nur Schwafeln und mit dem Finger auf die ach so böse andere Seite zeigen, ist aus meiner Sicht keine Lösungs-orienterte Position.
    • Spama Lotto 14.10.2018 23:34
      Highlight Highlight @AndM: Mal das alte Staatskundebüechli zur Hand nehmen, Majorz und Proporz nachschlagen, ein bisschen überlegen wie das denn so funktioniert, vielleicht geht ihnen ein Licht auf.
      Und dann als Königsweg in sich gehen und sich fragen, ob es wirklich angebracht ist, andern Schwafeln vorzuwerfen, wenn man 1. selber offensichtlich nicht so viel versteht davon und es 2. im konkreten Fall alle andern Parteien (von der ALG bis zur SVP, und ja auch die FDP und die GLP) das Vorgehen der CVP daneben finden.
  • Triumvir 14.10.2018 09:37
    Highlight Highlight Guter Versuch, aber nein danke. Er ist zu alt und hat zudem das falsche Geschlecht. Wir wollen mehr kompetente und junge Frauen in der Landesregierung. Alte Männer haben wir schon genug!
    • Pisti 14.10.2018 16:31
      Highlight Highlight Na dann nennen Sie doch eine junge kompetente CVP-Frau, bin gespannt.
  • Mr Magoo 14.10.2018 09:33
    Highlight Highlight Gerhard Pfister ist in Zug Nationalrat und nicht Ständerat. Der zweite Ständerat neben Peter Hegglin ist Joachim Eder von der FDP.
  • Garp 14.10.2018 09:29
    Highlight Highlight Sein Leistungsnachweis ist ja nicht der beste.
  • In vino veritas 14.10.2018 09:28
    Highlight Highlight Polarisierung? Natürlich ist eine Polarisieren nicht gut. Aber nur weil einige Parteien zu ihren Grundsätzen stehen (kleiner Tipp: die CVP gehört nicht dazu) wird noch lange nicht polarisiert. Schliesslich sind bis jetzt fast immer Kompromisse möglich gewesen. Das hört eine Partei die ihre Richtung ständig wie ein Windsack ändert natürlich nicht gerne...
  • skofmel79 14.10.2018 08:56
    Highlight Highlight Ein kandidat mit anderem berufl. Hintergrund wäre wünschenswert...
    • rodolofo 14.10.2018 14:56
      Highlight Highlight Wieso? Er ist doch nicht etwa Pfarrer?
    • skofmel79 15.10.2018 06:08
      Highlight Highlight Nein...bauer
    • rodolofo 16.10.2018 08:30
      Highlight Highlight Bio-Bauer?
      Dann wäre er sicher gut geeignet für die Entgiftung des Bundesrats.
  • Jein 14.10.2018 08:20
    Highlight Highlight Ja wenn es etwas gibt dass die CVP kann ist es nicht zu polarisieren 😂
    • Roterriese 14.10.2018 10:31
      Highlight Highlight Immerhin kann die CVP ihre Fahne konsequent in den mitte-links Wind hängen^^
    • rodolofo 14.10.2018 11:07
      Highlight Highlight Wie sagte der berühmte Engländer in der Fashion Fish-Werbung (oder war es Dyson Staubsauger, oder Sir Summersby?): "Nikt su viel, aber auk nikt su wenik!"
    • Güsäheini 14.10.2018 12:36
      Highlight Highlight Die CVP ist in der Schweiz schlichtweg die Scharnierdunktion. Die einzige Partei die Sachlich Links oder Rechts Kompromisse machen kann. Da es keine Alternative zur CVP gibt, werde ich sie trotz Teils konservativem Katholizismus wählen „müssen“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 14.10.2018 06:19
    Highlight Highlight Wer das Abstimmungsverhalten der Mitte-Parteien analysiert, kann sehr oft keine klare Linie erkennen. In der Wahrnehmung der Stimmbürger sind die Mitte-Parteien die Lavierenden. Das muss ja nicht schlecht sein. Ein Blick auf Europa zeigt aber, dass die Mitte-Parteien in vielen Ländern klein sind. Trotz ihrer Kleinheit sind sie aber mächtig, da sie vielfach das Zünglein an der Waage spielen und polarisierte Lösungsansätze ausgleichen können. Mit Volksinitiativen könnten sie ihre aktive, eigenständige Position besser darstellen, als immer nur auf Vorschläge der Pol-Parteien zu reagieren.

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