Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: watson

Demokratie-Experiment

Liebes Pony, warum tust du dir das an?  

watson-Bloggerin Yonni Meyer aka Pony M. lässt sich seit gestern drei Wochen lang fremdbestimmen. Im SRF-Projekt «Ich, die Mehrheit» bestimmt die Online-Community, was sie zu tun und zu lassen hat. 



«Soll ich über den Hafenkran oder das Sechseläuten schreiben?», «Soll ich zu Hause bleiben oder im Regen spazieren gehen?», «Soll ich einen DNA-Test auf Cystische Fibrose machen?» Solche und ähnliche Lebensfragen lässt Yonni Meyer für drei Wochen die Mehrheit für sich entscheiden.

Seit einem Jahr schreibt die Bloggerin auf Facebook – für watson seit Februar als Yonnihof – über ihre Alltagsbeobachtungen. 26'000 Menschen schauen ihr inzwischen dabei zu. Diese und viele mehr bestimmen nun über ihr Leben. Eines möchte sie jedoch betont haben: Nicht über Yonni Meyer waltet die Mehrheit, sondern über die Kunstfigur Pony M. «Yonni Meyer lässt sich nämlich nicht rumschubsen», sagt sie, «das Pony hat sich jedoch begeistert auf das Experiment eingelassen.»

Demokratie am eigenen Leib

Warum tut sich Pony M. das an? SRF-Kultur will durch das Projekt Demokratie erlebbar machen: «Es soll der Demokratie ein Gesicht geben und dem Publikum den Einfluss einer Stimmmehrheit vor Augen führen», sagt Monica Cantieni, Bereichsleiterin Multimedia Kultur. Ein Diskurs über das Selbstverständnis der Schweizer in einer direkten Demokratie soll entstehen. 

Bild

Hier wurde sie von der Mehrheit in den Regen geschickt: Bloggerin Pony M.  Bild: Yonni Meyer

Pony M. selber ist gespannt, zu erfahren, wie es ist, fremdbestimmt zu werden. Jeweils eine festgelegte Tagesabstimmung hat sie im Vorfeld mit dem Sender erarbeitet, die kleinen Abstimmungen über den Tag lanciert sie selbst: «Dabei soll es nicht langweilig werden. Ich will mich auch selbst herausfordern», sagt sie.

Soll Pony M. Ja oder Nein zur Mindestlohninitiative sagen? 

Yonni Meyer hat seit ihrem 18. Lebensjahr kaum eine Abstimmung ausgelassen. Nun darf die Mehrheit darüber entscheiden, was sie am 18. Mai zur Mindeslohninitiative abstimmen soll. «Ich bin in dieser Frage so gespalten, dass ich hinter beiden Antworten stehen kann», sagt sie. «Hauptsache, meine abstimmungsmüde Generation setzt sich mit diesen Themen auseinander.» Ihr geht es darum, ihr Umfeld zum Debattieren über wichtige gesellschaftliche Themen anzuregen. Ob Yonni Meyer es tatsächlich schafft, durch das Projekt mehr junge Leute an die Urne zu bringen? Stimmen Sie ab! 

Schafft es das Projekt «Ich, die Mehrheit» die Jugendlichen an die Urne zu locken?

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ruedi 29.04.2014 11:16
    Highlight Highlight Warum tut man sich das an?
    Ich denke, dass auch Yonni arbeiten will und muss. Und sie hat offensichtlich grosse Freude daran, ihr Leben vor einem Publikum auszubreiten. Das tut sie mit grossem Erfolg, welcher natürlich beflügelt und sie immer weiter trägt.
    Yonni, du bist eine einzigartige, faszinierende Frau, lebe dein Leben und geniess es!
  • strudi 28.04.2014 20:17
    Highlight Highlight Mann setzt sich automatisch mehr mit gewissen themen auseinander.... cf zum beispiel war mir völlig unbekannt. Dafür danke pony
    • Yonni Moreno Meyer 28.04.2014 23:15
      Highlight Highlight Sehr gerne, lieber Strudi. Schön, dass du vom Projekt profitierst.
  • Micha Moser 28.04.2014 18:56
    Highlight Highlight Vielleicht ist es nur eine Spielerei, aber sehr gut umgesetzt :)
    • Yonni Moreno Meyer 28.04.2014 19:16
      Highlight Highlight Danke, lieber Micha. Immer schön mitvoten!

Schweizerin wurde nach Demo in Minsk verhaftet – ihr drohen fünf Jahre Gefängnis

Weiterhin gibt es keinen direkten Kontakt zur in Minsk verhafteten St.Gallerin. Auch das EDA tut sich schwer.

Noch immer ist die St.Gallerin Natalie Herrsche in der weissrussischen Hauptstadt Minsk in Haft. Sie war am 11. September nach Minsk gereist und hatte dort am Samstag vor einer Woche an der grossen Frauen-Demonstration gegen die Regierung Lukaschenko teilgenommen. Dabei wurde die zweifache Mutter am 19. September verhaftet und in ein Gefängnis in Minsk gesteckt. Einen direkten Kontakt zur Schweiz-weissrussischen Doppelbürgerin haben seither weder ihr Ostschweizer Lebenspartner Robert Stäheli …

Artikel lesen
Link zum Artikel