Schweiz
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Ältere und Kinder zahlen mehr: Das sind die Krankenkassen-Prämien 2019



Der Bund ändert das Modell zur Berechnung des Gesundheitskostenwachstums. Die neue mittlere Prämie für alle Versicherten steigt 2019 um durchschnittlich 1,2 Prozent und sie ersetzt die bisher angewendete Standardprämie, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.

BAG Krankenkassen Prämien

Bild: BAG

Die mittlere Prämie entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person und reflektiert gemäss der Mitteilung vom Montag die effektiv bezahlten Prämien besser als die bisher berücksichtigte Standardprämie. Diese galt nur für Erwachsene mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Diese Prämie wird jedoch laut BAG heute nur noch von knapp jeder fünften erwachsenen Person gewählt und ist nicht mehr repräsentativ.

Anstieg seit 1996

BAG Krankenkassen Prämien

Bild: BAG

Die Prämien 2019 und 2018 lassen sich also nur bedingt vergleichen. Klar ist aber:

Das ändert sich 2019:

BAG Krankenkassen Prämien

Bild: BAG

Nach altem Modell +2,7 Prozent:

Nach Kantonen:

BAG Krankenkassen Prämien

Bild: BAG

Kosten werden weiter steigen

Die Kosten werden weiter steigen, nicht nur wegen der demographischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts. Die Menge der medizinischen Leistungen nimmt in einem Masse zu, das sich medizinisch nicht begründen lässt, wie das BAG weiter festhält.

Im September hat der Bundesrat deshalb ein erstes Massnahmenpaket in die Vernehmlassung geschickt, das die Gesundheitskosten zulasten der obligatorischen Krankenversicherung dämpfen und jährlich mehrere 100 Millionen Franken Einsparungen bringen soll. Ein zweites Paket ist für 2019 geplant. (sda/meg)

Franchise-Anpassung: Bald zahlst du 50 Franken mehr

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Markus Bürgi (1) 24.09.2018 23:46
    Highlight Highlight Und was macht Arbeitslos mit RAV? Es wird nicht genug Geld für Krankenkasse zahlen. Ich bin selber nur 2800.- pro Monat von RAV, und ohne Sozialhilfe. Extreme hart um Leben und noch für meiner Frau aus Japan ernähren zahlen. Nicht leicht im Leben.
  • Mr. Stärneföifi 24.09.2018 19:59
    Highlight Highlight Liebe watsons, vielleicht auch Krankenkassenmenschen unter euch. Kann mir einer erklären?: Ich, männlich, 89 geboren, AG, zahle bei der CSS mit CHF 300.00 Franchise 320 Franken momentan. Nächtes Jahr sinds da 411. Also einfach mal über 25 % mehr. Wie kommen diese „durchschnittlich 1.5 %“ zu Stande?! Klar werde ich wieder wechseln. Aber der administrative Aufwand 🙄 - auch für die KK. Ich raffs net.^^
  • #bringhansiback 24.09.2018 18:14
    Highlight Highlight Wieder ist ein Jahr um, mein KK Rechner bleibt:
    https://docs.google.com/spreadsheets/d/1Fx1X3LeMMi41iwUKciXl3CCU3kjoinxpwRx-O2pA9o8/edit?usp=sharing

    Einfach auf https://www.priminfo.admin.ch/de/praemien die gewünschte Krankenkasse aussuchen, deren Prämie in Spalte B einfügen, allfällige Arztkosten im Feld B11 eingeben und ablesen was der Spass kostet und welche Franchise für euch in dem Fall am günstigsten kommt.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 24.09.2018 14:45
    Highlight Highlight Ich würde einmal die Maklerprämien anschauen. Comparis ist wieder sehr breit auf allen Online Kanälen am werben. Das kann sich ja nur lohnen, wenn möglichst viele über die Seite von Comparis wechseln und die, die Prämien dafür kassieren. Das sind Millionen, die jedes Jahr von den KK ausgeschüttet und wir Prämienzahler bezahlen... das gehört abgestellt.
    • RedWing19 24.09.2018 23:11
      Highlight Highlight Das ist so. Bei Comparis werden nicht mal alle Krankenkassen mit allen Versicherungsmodellen aufgeführt. Wer mehr bezahlt, wird auf Comparis auch „besser“ dargestellt bzw. aufgeführt.
  • Mutbürgerin 24.09.2018 14:36
    Highlight Highlight Leider fehlen innovative und revolutionäre Ideen. Der Kostenschmerz scheint auch noch nicht gross genug. Die Leute jammern zwar, zahlen aber brav und gehen nicht demonstrieren. Das Gesundheitswesen ist ein Selbstbedienungsladen. Wenn mir übel ist, kann ich drei unabhängige Ärzte konsultieren und jeder macht ein MRI. Jede asiatische Seelenstreichelmethode wird von den KK mit Stundensätzen ab 120 CHF bezahlt. Man müsste wie beim Mietzins die Renditen und den Gewinn beschränken, damit sich die Wirtschaft nicht am Kranksein bereichert.
    • Uf em Berg 24.09.2018 17:34
      Highlight Highlight Und wenn ein Arzt ein MRI verweigert und dadurch in einem von 1'000 Fällen etwas übersieht, wird er wegen Fahrlässigkeit verklagt. Und wenn eine Krankenkasse die Globuli nicht zahlt, wird sie zum Kassensturz zitiert... Versucht euch doch bitte auch mal in die andere Seite zu versetzen. Das Patientenverhalten hat hierzu auch seinen Beitrag geleistet.
  • Chili5000 24.09.2018 13:27
    Highlight Highlight Zu viele KK und dementsprechend viele in der Teppichetage die bezahlt werden wollen. Pharmaindustrie mit freifahrtschein bei den Medikamentenpreisen. Preislsiten welche jenseits von Gut und Böse sind wie z. B. Apotheker welche horende Preise bei den KK verlangen können. Das letzte was ich will ist an den Löhnen oder an Leistungen der Spitäler zu rütteln. Ich habe selbst Angehörige welche im Spital arbeiten und weiss welche Verantwortung die Menschen dort tragen um nicht zu sprechen von den Arbeitszeiten.
  • derlange 24.09.2018 12:54
    Highlight Highlight Ich bin auch nicht dafür, dass es "zig"-verschiedene Krankenkassen geben muss, aber die Einheitskasse ist auch keine Lösung (vgl. Ausland). Das Problem ist vielmehr darin zu suchen, dass der Wettbewerb im Gesundheitsystem schlicht nicht existiert.
  • willi22 24.09.2018 12:53
    Highlight Highlight Es hilft nur eins: Lohn und Vermögensabhängige KK Prämien und eine Einheitskasse. Dann tut die Prämie endlich auch mal denen weh, die etwas ändern könnten. Bis dahin werden die Prämien steigen und steigen bis 20% der Gesellschaft working poor's sind.
    • fluh 24.09.2018 17:41
      Highlight Highlight Genau, faul sein muss sich endlich wieder lohnen
    • JackMac 24.09.2018 19:02
      Highlight Highlight Meiner Erfahrung nach sind es diejenigen der untersten und unteren Einkommenschichten, die ständig im Wartezimmer anzutreffen sind.
  • na ja 24.09.2018 12:53
    Highlight Highlight Bin nach wie vor für ne Einheitskasse. Da könnte man soviel sparen, aber es würden viele in der Teppichetage arbeitslos.
    Österreich machts jetzt vor. Dort wollen sie die KK soweit fusionieren, dass es "nur" noch 10 davon gibt, um Kosten zu sparen.
    • Amboss 24.09.2018 14:12
      Highlight Highlight Ach immer diese Einheitskasse.
      Selbst wenn die Einheitskasse gratis arbeiten würde, gäbe es nur eine Einsparung von 5%. Das ist fast nichts und ist in zwei Jahren von den Kostenzunahmen der übrigen 95%, nämlich der bezogenen Leistungen wieder weggefressen.
      Diese Diskussion über die Einheitskasse ist sowas von nutzlos.
      Können wir diese in der Diskussion nicht endlich mal weglassen (das jetztige System ist nicht perfekt, aber es funktioniert) und über die Themen reden, wo wirklich Einsparpotenzial besteht?
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 24.09.2018 14:47
      Highlight Highlight Schau dir mal die Werbung der KK an. Da gehen Millionen dafür drauf. Auch bei 10 würden die immer noch Geld für Werbung ausgeben. Deshalb eher eine Einheitskasse und das Geld kann man sich sparen.
    • Amboss 24.09.2018 15:01
      Highlight Highlight @Writer: Schon mal daran gedacht, dass sich so eine Einheitskasse nicht einfach von heute auf Morgen einrichten lässt? Und dass dafür auch beträchtliche Kosten anfallen werden für den Aufbau (sei es Personal einstellen, einarbeiten, EDV aufbauen, Immobilien suchen, Räume einrichten etc...) ?

      Ich denke, nur schon dieser Aufwand übersteigt wohl die jährlichen Werbebudgets der Kassen um ein vielfaches. Klar, das heutige System ist nicht perfekt, aber Aufwand und Ertrag eines Systemwechsels stimmt einfach nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 24.09.2018 12:02
    Highlight Highlight Mein Vorschlag für billigere Prämien:
    Selbstbehalt auf CHF 5'000 um diese zu belohnen, die sparen wollen und kaum zum Arzt gehen.

    Weiss jemand wann die Sätze bei den einzelnen Krankenkassen fürs 2019 verfügbar sind?
    • Klaus07 24.09.2018 12:12
      Highlight Highlight Und diejenigen zu bestrafen die unverschuldet eine Chronische Krankheit bekommen oder an Krebs erkranken.

      Ihnen soll mal jemand erklären was ein Solidaritätsprinzip ist.

      Ihr Vorschag hat mit Egoismus zu tun.
    • Zurigo 24.09.2018 12:41
      Highlight Highlight sind bereits. auf https://www.priminfo.admin.ch/de/praemien
    • Mutzli 24.09.2018 13:02
      Highlight Highlight @MaxHeiri Nebst dem was Klaus07 gesagt hat: Schlicht und einfach "kaum zum ARzt zu gehen", würde mehr Probleme verursachen, als sie zu lösen. Zahlreiche Erkrankungen und Gebrechen sind viel einfacher (und billiger) zu lösen, wenn man sie bereits früh erkennt un bekämpft. Wenn man stattdessen das verschleppt, können die Folgekosten immens sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mario Conconi 24.09.2018 11:46
    Highlight Highlight Kann mir jemand sagen, welche konsequenzen ich zu erwarten habe, wenn ich einfach aus diesem System aussteige? Z.b einfach nicht mehr bezahle.
    Betreibung und Pfändung?
    • Astrogator 24.09.2018 12:41
      Highlight Highlight Betreibung, Lohnpfändung. In gewissen Kantonen Eintrag auf der schwarzen Liste, damit bekommst du ausser bei Notfällen keine medizinische Versorgung mehr.
    • RedWing19 24.09.2018 12:42
      Highlight Highlight Ja.
    • Mario Conconi 24.09.2018 23:51
      Highlight Highlight @Astrogator wenn es kein Notfall ist gehe ich auch jetzt nicht zum Arzt. 🤔

      @RegWing19
      Danke für deine Ausführung 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wianve 24.09.2018 11:24
    Highlight Highlight Die Prämien machen die Hälfte der AHV aus! Nicht normal! Ohne dieses blöde Obligatorium würden die Prämien nicht so steigen! Es wird noch zuviel „Gugus“ bezahlt.
    • Harri Hirsch 24.09.2018 13:04
      Highlight Highlight Genau! Ohne Obligatorium würden die Prämien tatsächlich nicht steigen, nämlich weil dann die 'schlechten Risiken' sprich die kranken einfach aus der Versicherung rausgeschmissen würden! Toll, gell! Bzw. es wäre auch nicht möglich (so wie es sich viele vorstellen, bzw. wünschen) solange man gesund ist auf die KK zu verzichten und bei Krankheit dann einzutreten.
      Wir hätten dann also viele nicht versicherte, kranke Leute...
    • B-Arche 24.09.2018 14:53
      Highlight Highlight Genau. Die Schweiz braucht ganz dringend das USA-System in dem man sich eine Krankenversicherung leisten können muss und wenn nicht stirbt man halt an der Krankheit "Gott holt mich heim".
      Aber es würde zur Schweiz passen. Alle Freiheiten für die Wohlhabenden und Mächtigen und den anderen erzählt man "man sei so reich" weil man denen oben diese Freiheiten gäbe.
  • N. Y. P. 24.09.2018 11:22
    Highlight Highlight Die Inflationsrate bildet Veränderungen der Kosten für einen festgelegten Warenkorb ab, der eine repräsentative Auswahl an Waren und Dienstleistungen enthält.

    Jetzt meine Frage : Wieso werden die jährlichen 2-3% Kostensteigerung im nationalen Gesundheitswesen hier nicht hineingerechnet ?

    Könnte man diesen Index als NICHT aussagekräftig bezeichnen ?
    • Harri Hirsch 24.09.2018 13:07
      Highlight Highlight Der Trick ist es werden nicht Kosten sondern Preise im Warenkorb verglichen. Und da die Preise (nicht die Kosten) von medizinischen Produkten und Leistungen eben nicht so steigen (manche Medis werden ja sogar billiger...) kommt die Kostensteigerung eben nicht im Warenkorb an.

      Ein Schelm wer böses dabei denkt...
    • N. Y. P. 24.09.2018 13:18
      Highlight Highlight @Harri Hirsch

      Nur damit ich es checke :

      Wenn ich mit dem Drahtesel umfalle, sagen wir drei Mal pro Jahr und jedes Mal ein MRI machen lasse, wird das mit 0,0% auf die Inflation durchbrechen, da das MRI jedes Mal 816.- Franken kostet und der Preis halt gleich bleibt aber die Kosten explodieren.

      Läuft so der Hase ?
    • Harri Hirsch 24.09.2018 15:50
      Highlight Highlight Genau!
  • bebby 24.09.2018 11:07
    Highlight Highlight Der Anstieg der Prämien für Kinder sollte zu denken geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leistungen soviel besser und mehr wurden.
    Wenn dies so weitergeht, dann arbeiten wir zu einem guten Teil des Jahres für die Prämien.
    Aber offenbar tut es immer noch zuwenig weh, als dass politisch sich etwas ändern würde bei den administrativ festgelegten Preisen.
    Jedes Mal, wenn ich die Preise in einem Spital in Deutschland sehe, dann stelle ich mir schon die Frage, wie die Preise in der Schweiz gerechnet werden.
    • Chili5000 24.09.2018 11:13
      Highlight Highlight ... Jedes Mal wenn ich die Löhne in Deutschland sehe, dann habe ich auch die Antworten...
    • Uf em Berg 24.09.2018 11:32
      Highlight Highlight Der Vergleich mit Deutschland bringt nichts. Da ich leider schon in Deutschland als auch der Schweiz als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde, kann ich sagen, dass die Leistung auch um Welten besser ist in der Schweiz. Zu denken geben mir eher die Personen, die wegen Bagatellen zum Arzt oder gar in den Notfall gehen. Diese und die Preise der Pharmaindustrie sind die Kostentreiber und verursachen erst noch unnötige Wartezeiten für echte Notfälle.
    • Mario Conconi 24.09.2018 11:44
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass man solche unnötigen Notfallbesuche sanktionieren sollte. Es sollte deviniert werden, welches Leiden als Notfall gilt.
      Wenn man wegen einer Lapalie (z.b Schnupfen) den Notfall aufsucht, sollte man die Rechnung selber zahlen müssen, auch wen die Franchise bereits erreicht ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magenta 24.09.2018 10:48
    Highlight Highlight Die Grafiken sind auf den ersten Blick höchst missverständlich. Da steht z.B. "Entwicklung mittlere Prämie". Das müsste heissen "Entwicklung mittlere Prämienerhöhung". Aber Statistiker waren schon immer kreativ...
    • Bits_and_More 24.09.2018 11:51
      Highlight Highlight Nein, die Überschrift stimmt schon. Ebenso die Achsenbeschriftung. Da im Jahr 2008 die Prämien im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, sprich die Veränderung in Prozent negativ ist, passt der Titel schon.
    • paraton 24.09.2018 12:30
      Highlight Highlight Yep, inhaltlich stimme ich voll zu. Liegt aber wohl eher am fachlich nicht versierten Diagrammbastler. Die meisten Statistiker dürften sich des Unterschieds bewusst sein (und sich an diesen Fehlern ebenfalls grausam stören).
    • Magenta 24.09.2018 14:25
      Highlight Highlight @paraton: Genau darauf will ich hinaus. Und leider beeinflussen auch schlecht gemachte Diagramme die Meinung der Öffentlichkeit – ganz egal, ob sie nun aus Unvermögen oder aus Kalkül so missverständlich gestaltet wurden...

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