DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
WIR STELLEN IHNEN HEUTE, 17. MAERZ 2015, FOLGENDES NEUE BILDMATERIAL VOM BUNDESGERICHT IN LAUSANNE ZUR VERFUEGUNG --- Interior view of the large room at the Federal Supreme Court of Switzerland in Lausanne, Switzerland, captured on February 23, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Innenansicht des Grossen Saals im Bundesgericht Lausanne, aufgenommen am 23. Februar 2015 in Lausanne. Der Grosse Saal dient der Durchfuehrung von Gerichtsverhandlungen sowie partei- und publikumsoeffentlichen Beratungen der Ersten und Zweiten oeffentlich-rechtlichen Abteilung. Decken, Rahmen, dekorative Malerei, Umrahmungen der Buerotueren und Tapeten sind vom Dekorateur Jean-Jacques Mennet im Jugendstil mit Art Deco-Elementen gehalten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Bundesgericht in Lausanne – nur rund ein Drittel aller Richter sind Frauen.   Bild: KEYSTONE

Warum es am Bundesgericht (noch) keine Gleichstellung gibt



Frauen sind am Bundesgericht deutlich untervertreten – sie machen nur 37 Prozent aller Richter aus. Die Sonntagszeitung hat 79'000 Rechtssprüche aus den Jahren 2007 bis 2018 ausgewertet. Fazit: Bei 48 Prozent aller Urteile hat keine einzige Frau mitgewirkt. Umgekehrt war nur in zwölf Prozent kein Mann beteiligt.

Folglich urteilten in vielen Fällen nur Männer über Sexualdelikte, Scheidungen, Sorgerechte oder Gleichstellung. Das könnte durchaus einen Einfluss auf Urteile haben. So hat sich beispielsweise ein fünfköpfiges – rein männliches – Komitee gegen die Schaffung einer Fachstelle für Gleichstellung im Kanton Zug ausgesprochen. Dies, obwohl zuvor «gewichtige Ungleichheiten» zwischen den Geschlechtern bei Löhnen oder Bildung festgestellt wurden. 

Regula Kägi-Diener, Ehrenpräsidentin der Vereinigung Juristinnen Schweiz, stört sich an der unausgeglichenen Verteilung am Bundesgericht. Ob Richterinnen anders urteilen als ihre männlichen Kollegen, ist umstritten. Kägi-Diener vertritt den Standpunkt, dass die Sozialisierung der Richter einen viel grösseren Einfluss auf ein Urteil hat als das Geschlecht. Es geht ihr mehr ums Prinzip: Frauen sollen am obersten Gericht gleich vertreten sein wie Männer – es mangelt allerdings an Chancen.

Bislang stellten die Parteien ihre Richterinnen und Richter. Aber: Frauen sind im Gegensatz zu Männern innerhalb einer Partei weniger gut vernetzt und werden somit weniger wahrgenommen. Kägi-Diener will dies ändern: Sie fordert, dass Bewerbungen ohne den Einfluss von Parteien über Stelleninserate laufen. Das Thema wird aktuell unter Juristinnen und Juristen diskutiert. 

Laut der Sonntagszeitung sind mehr Frauen als Männer an den rechtswissenschaftlichen Fakultäten Schweizer Universitäten immatrikuliert. Möglich ist, dass sich viele Frauen wegen ihrer Familie und der damit verbundenen fehlenden Flexibilität gegen ein solches Amt entscheiden. Dieses entspricht einem Vollpensum und kann nur in Luzern oder Lausanne ausgeübt werden. (vom)

Frauenstimmrecht

1 / 11
Frauenstimmrecht
quelle: keystone / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Werden unsere Kindergärtnerinnen diskriminiert?

Video: srf

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zürcher Regierungsrat Mario Fehr tritt aus der SP aus – so rechnet er mit seiner Partei ab

Nach den ewigen Querelen hat der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr genug. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Sozialdemokraten. Diese wollten ihn nicht mehr als Regierungsrat zur Wiederwahl empfehlen.

Mario Fehr, SP-Mitglied und Zürcher Regierungsrat, gilt schon länger als Reizfigur der Linken. Seit 2011 sitzt er in der kantonalen Exekutive und war davor langjähriger Nationalrat. Nun tritt er nach 39 Jahren aus der SP aus. Er begründete den Schritt am Freitag vor den Medien mit zunehmenden Spannungen zwischen ihm und der Parteiführung der SP. «Als Regierungsrat kann ich so nicht länger arbeiten, ohne unglaubwürdig zu werden». Für diese Legislatur bleibe er sicher parteilos.

Dann teilt er so …

Artikel lesen
Link zum Artikel