Schweiz
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Rueckreiseverkehr auf der Autobahn A2 in vor dem Gotthardstrassentunnel in Piotta TI , am Ostermontag 9. April 2007. Obwohl Tausende fuer ihre Osterausfluege unterwegs waren, blieb
das Verkehrsaufkommen im Rahmen. Am Ostermontag verursachte die erste Rueckreisewelle am Gotthardsuedportal gegen 16 Uhr einen Stau von sechs Kilometern Laenge. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Eier suchen, Schoggi essen und im Stau stecken. Das sind die wohl am fleissigsten gepflegten Ostertraditionen. Bild: KEYSTONE

Osterzeit ist Stauzeit

Wir wissen es ja eigentlich. Aber wir fahren trotzdem in den Süden – direkt in den Osterstau. Jedes Jahr.

Ostern riechen nach Benzin: Neben Eier suchen und Schoggi essen ist im Stau stecken die wohl am fleissigsten gepflegte Ostertradition der Schweizer. So wie jetzt gerade quetscht sich die unendliche Blechlawine schon seit Jahren zum Ferienbeginn in Richtung Süden. 

Auch vergangenes Jahr kam es gleich zu Beginn des Osterwochenendes abends um 18 Uhr zu einem acht Kilometer langen Stau am Nordportal des Gotthardtunnels, berichtete das SRF. Aufgelöst hatte sich dieser erst in der Nacht gegen 1.30 Uhr, um dann am Folgetag – dem Karfreitag – ab 6 Uhr wieder kräftig anzuwachsen: Um die Mittagszeit war die Autoschlange sechs Kilometer lang, was die Reisenden eine Stunde Wartezeit kostete.

Im Stau zu stehen gehört an Ostern quasi dazu:

Grosser Andrang fuer den Autoverlad durch den Loetschbergtunnel in Kandersteg, Kanton Bern, aufgenommen zu Ostern am 27. Maerz 1970. (KEYSTONE/Str)

Andrang vor dem Lötschbergtunnel in Kandersteg im Jahr 1970. Bild: KEYSTONE

Traditionsgemäss sieht es bei der Heimreise nicht viel anders aus.

Grosser Andrang fuer den Autoverlad durch den Loetschbergtunnel in Goppenstein, Kanton Wallis, aufgenommen im April 1987. (KEYSTONE/Rene Ritler)

Goppenstein, 1987. Bild: KEYSTONE

Seit Jahrzehnten immer dasselbe. So schlimm kann es also gar nicht sein. Es soll ja sogar Leute geben, die ihren Spass daran haben.

Mit Rollschuhen vor dem Gotthardportal der A2 in Goeschenen: Im Stau am Karfreitag, 2. April 1999, stand auch ein Extrabus

Vor dem Gotthardportal der A2 in Goeschenen, 1999. Bild: KEYSTONE

Ausser diesen historischen Aufnahmen gibt es sonst leider nur Bilder, die den Stau zeigen, wie er ist: öde. Ob bei Tag... 

Schon zehn Tage vor Ostern staut sich am Freitag, 6. April 2001, der Osterverkehr vor dem Gotthard-Tunnel auf der A2 in Richtung Sued zwischen Amsteg und Goeschenen bis zu 12 Km Laenge. Mitschuldig war ein Selbstunfall im Gotthardtunnel auf der Tessiner Seite. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Vor dem Gotthard, 2001. Bild: KEYSTONE

... oder bei Nacht: Strasse, Auto, Auto, Auto, Schild.

Due to heavy Easter traffic there was only stop an go for some kilometers for the many travellers on the northern side of the Gotthard highway A2 near Amsteg,  Switzerland, Thursday night, April 12, 2001. The traffic was still slow on Friday morning. (KEYSTONE/Sigi Tischler)    === ELECTRONIC IMAGE ===

Immer noch vor dem Gotthard, 2001. Bild: KEYSTONE

Genug genörgelt – jetzt zu den guten Seiten des Staus: Bei diesem Schneckentempo kann man endlich einmal die Aussicht geniessen. Oder wer würde sonst das Kirchlein von Wassen kennen? Danke, Osterstau!

Auch 2002 gab's Stau. Tatsächlich. Bild: KEYSTONE

Und trotz einer Pause in der Erstfelder Raststätte verliert man keine Zeit. Toll.

Auf der Gotthard Raststaette bei Erstfeld ist am Karfreitag, 25. Maerz 2005, die uebliche Osterhektik zu spueren wie in den letzen Jahren. Am Gotthard auf der Autobahn A2 in Richtung Sued staute sich der Osterverkehr vom fruehen Morgen bis Abends bis maximal 6 Km Laenge. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Karfreitag, Erstfeld, 2005. Bild: KEYSTONE

Neue Bekanntschaften macht man auch nur, wenn der Verkehr nicht so flüssig läuft.

Am Dienstagnachmittag den 2.April 2002 ging nichts mehr  auf  der A2, zwischen Quinto und Airolo.(KEYSTONE/Karl Mathis)

Zwischen Quinto und Airolo, 2002. Bild: KEYSTONE

Und bei schönem Wetter kann ja einfach schon mal an der Sonne gefläzt werden. Wer braucht da noch ein Haus am Lago Maggiore?

Fahrzeuge stauen sich auf der Autobahn A2 zwischen Erstfeld und Amsteg in Richtung Sueden am Samstag, 4. April 2009, auf einer Laenge von bis zu 9 Kilometern. Reisende mussten mit einem Zeitverlust von bis zu 2 Stunden und 15 Minuten rechnen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

2009 Bild: KEYSTONE

Deshalb: Glück gehabt, wenn die Sonne scheint. Denn das Wetter ist wohl das Einzige, das sich über die Jahre ändert. Manchmal scheint die Sonne und manchmal schneit es. Aber der Stau, der bleibt.

Der Osterreiseverkehr staut sich auf der Autobahn A2 bei Wassen in Richtung Sueden zwischen dem Gotthardtunnel und Amsteg am Donnerstag, 1. April 2010, bis auf 8 Kilometer Laenge. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Cars queue up to eight kilometers as pre Easter holiday traffic moves south on the motorway A2 near Wassen, Switzerland, Thursday, April 1, 2010. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Ostern 2010. Bild: KEYSTONE

Trotz der wenig rosigen Wetterprognosen rechnet der TCS auch in diesem Jahr mit verstopften Autobahnen: Besonders auf den wichtigsten Nord-Süd-Achsen (A2 Basel – Chiasso) und A13 (Chur – Bellinzona), im Bereich von Grossbaustellen (zum Beispiel A1 Härkingen-Wiggertal) sowie auf zahlreichen Strassen im Alpenraum.

Auch am Nadelöhr Gotthardtunnel müssen Reisende mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Die Staus können jeweils bis in die späten Nachtstunden andauern – besonders am 16. und 17. April in Richtung Süden.

Da viele Alpenpässe noch Wintersperre haben, muss auch an den Verladestationen Geduld bewiesen werden. Bei der Hinreise kann es zwischen 10 und 20 Uhr an der Furka in Realp, am Lötschberg in Kandersteg und am Vereina in Klosters-Selfranga zu Wartezeiten kommen. Bei der Rückreise werden die Furka in Oberwald, der Lötschberg in Goppenstein und der Vereina in Lavin-Sagliains von 10 bis 19 Uhr stark frequentiert werden.



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