Schweiz
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SVP-Parteipraesident und Nationalrat Albert Roesti spricht bei der Einreichung der Unterschriften zur Volksinitiative fuer eine massvolle Zuwanderung, die sogenannte Begrenzungs-Initiative, am Freitag, 31. August 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

SVP-Parteipräsident Albert Rösti am Freitag in Bern. Bild: KEYSTONE

Die SVP will neu mit linken Themen punkten – hat sie ihren Zenit überschritten?

Lange erfolgsverwöhnt, verlor die SVP zuletzt bei kantonalen Wahlen. Sie kämpft mit personellen Problemen, und in der Europa-Politik übernehmen neuerdings auch SP und Gewerkschaften die Themenführerschaft. Jetzt will die Rechtspartei Wähler abholen, die sich um Jobs und Lohn sorgen.

Othmar von Matt / Schweiz am Wochenende



In einem Jahr sind Wahlen, und es scheint, als stecke die SVP in der Krise. Sie hat personelle Probleme: In der Westschweiz traten gleich drei Kantonalpräsidenten zurück. Dazu kam der Abgang von Kevin Grangier, Wahlkampfkoordinator der Romandie.

Und im Generalsekretariat der SVP Schweiz ist der Chefposten nach dem Abgang von Gabriel Lüchinger seit Monaten verwaist. Quereinsteiger Dominique Steiner reichte nach einer Woche seine Kündigung ein.

Die SVP hat auch Mobilisierungsprobleme. Sie sei träge geworden, kritisiert SVP-Bundesrat Ueli Maurer in einem Interview mit der Schweiz am Wochenende. Und sie verlor seit 2015 die Wahlen in 12 von 18 Kantonen und büsste insgesamt 10 Sitze ein, wie die NZZ berechnete.

Schon vor den Sommerferien hatte SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner intern Alarm geschlagen. In einer Fraktionssitzung auf dem Gurten warnte er, die Partei verliere 2019 im Parlament sieben Sitze, wenn sie so weitermache. Giezendanner bestätigt seine Intervention.

Natalie Rickli, SVP-ZH, links, und Ulrich Giezendanner, SVP-AG, rechts, sprechen miteinander an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 12. Juni 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Besorgt: Ulrich Giezendanner im Nationalrat. Bild: KEYSTONE

«Rösti und Amstutz erfinden die SVP neu.»

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner

Seither ist einiges geschehen, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt. Präsident Albert Rösti klappert zurzeit per VW-Bus alle 26 Kantone ab. Er trifft sich jeweils mit bis zu 20 Unternehmern und will wissen, wo sie der Schuh drückt. Fünf Kantone hat Rösti bereits besucht. Und Wahlkampfchef Adrian Amstutz empfängt im Berner Lokal «Della Casa» einen SVP-Exponenten nach dem anderen zum Essen.

Ziel der Treffen: Die SVP will mit ihren Themen wieder näher bei den Sorgen und Nöten der Menschen sein. Das sei verloren gegangen, sagt Giezendanner, der auch «gratis essen» durfte, wie er sagt. Er betont: «Rösti und Amstutz erfinden die SVP neu.»

Neue Hauptthemen

Die DNA der Partei – Europa, Selbstbestimmung, Migration, Gebühren und KMU – bleibt zwar bestehen. Aber innerhalb dieser Kernthemen richtet das Duo die Partei neu aus. Lohnschutz, Arbeitslosigkeit, Arbeitslose über 50 Jahre und hohe Krankenkassenprämien sollen 2019 Hauptthemen werden. Die SVP wird aber nicht staatliche Interventionen befürworten.

SVP-Parteipraesident und Nationalrat Albert Roesti sowie weitere Vertreter reichen die Unterschriften zur Volksinitiative fuer eine massvolle Zuwanderung, die sogenannte Begrenzungs-Initiative ein, am Freitag, 31. August 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Rösti und seine Mitstreiter reichen die Unterschriften für die Begrenzungs-Initiative ein. Bild: KEYSTONE

Dreh- und Angelpunkt dafür ist die Begrenzungs-Initiative. Die SVP hat sie am Freitag mit 118 772 Unterschriften eingereicht. Wird sie angenommen, hat der Bundesrat ein Jahr Zeit, die Personenfreizügigkeit in Verhandlungen «ausser Kraft» zu setzen. Gelingt ihm das nicht, muss er sie kündigen.

«Das Thema Lohnschutz überlassen wir nicht mehr einfach den Linken»

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner

Wie hoch die SVP das Thema Lohn neuerdings gewichtet, zeigte sich auch an der Medienkonferenz. SVP-Präsident Albert Rösti sprach davon, dass «die Löhne stagnieren oder sinken». Und Nationalrätin Sandra Sollberger hielt fest, eine Studie des Bundes zeige, dass in den letzten Jahren auch die Löhne von Studienabgängern «unter Druck gekommen» seien.

«Das Thema Lohnschutz überlassen wir nicht mehr einfach den Linken», sagt Giezendanner. «Es wird zu einem Kernthema für die SVP.» Verantwortungsvolle Unternehmer wie Nationalrat Franz Grüter und er selbst sollen einstehen für Lohnschutz. «Schweizer Löhne erodieren, vor allem in den Grenzregionen», sagt Präsident Rösti. «Viele ältere Arbeitnehmer haben Angst um Stelle und Lohn.»

Was die SVP konkret für den Lohnschutz tun will, ist nicht klar. Giezendanner spricht davon, dass «eine Konkurrenzklausel denkbar» sei, will aber keine Details verraten. Rösti hält fest, die SVP wolle die Löhne schützen, indem sie die Zuwanderung steure und damit die Arbeitsplätze in der Schweiz sichere. «Dafür braucht es die Beseitigung der Personenfreizügigkeit.»

ARCHIVBILD ZUR JAHRESMEDIENKONFERENZ VON GASTROSUISSE, AM DONNERSTAG, 27. APRIL 2017 - Hotelpersonal bereitet den Esssaal fuer ein Mittagessen vor, aufgenommen bei einem Blick hinter die Kulissen im Hotel Seedamm Plaza in Pfaeffikon SZ am 31. Maerz 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe soll zum Schwerpunktthema der SVP werden. Bild: KEYSTONE

Die SVP kämpfe «gegen die verfehlte Umverteilungspolitik der Linken», sagt er. «Und gegen eine Wirtschaftspolitik, die auf Boni-Manager und internationale Konzerne ausgerichtet» sei. Rösti: «Damit spreche ich jene an, die gegen die Selbstbestimmung der Schweiz sind und für ein Rahmenabkommen.»

Neben Lohnschutz will die SVP auch die Arbeitslosigkeit von Menschen über 50 Jahren «massiv thematisieren», wie Rösti sagt. «Vor allem im Bau- und Gastgewerbe ist die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch.»

Die SVP des Kantons Zürich hat eine Arbeitsgruppe dazu eingesetzt. Nationalrätin Natalie Rickli sprach die Situation der Ü50 in der «NZZ am Sonntag» an, als sie ihre Kandidatur für den Zürcher Regierungsrat bekannt gab. «Danach meldeten sich Geschäftsführer verschiedener Firmen», sagt sie. «Sie bestätigten, wie wichtig das Thema ist. Verschiedene haben bereits entsprechende Programme.»

ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN AUS UNSERER PORTRAITSERIE

SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Bild: KEYSTONE

Aber auch die Erwerbslosenquote gemäss Internationaler Arbeitsorganisation ist ein Thema. «Sie zeigt, dass die Schweiz mit 4.9 Prozent eine höhere Arbeitslosenquote hat als Deutschland», sagt Fraktionschef Thomas Aeschi. «Nur gehen bei uns die Arbeitslosen nicht gleich auf die Strasse, weil wir einen sehr gut ausgebauten Sozialstaat haben.»

Die grösste Arbeiterpartei

Mit Lohnschutz und Ü50 will die SVP inhaltlich nachvollziehen, was seit 1995 faktisch so ist: Nicht mehr die SP ist die Arbeiterpartei, sondern die SVP. Das zeigt die Studie der Politologin Line Rennwald und des Historikers Adrian Zimmermann «Wahlentscheid der Arbeiter in der Schweiz von 1971 bis 2011» von 2016.

Noch 1975 wählten 38 Prozent der Arbeiter SP, dann sank ihr Anteil bis 2011 auf 19 Prozent. Ab 1995 wählten Arbeiter zunehmend SVP. Ihr Anteil stieg bis 2011 auf den Höchststand von 40 Prozent.

Bundesrat Willi Ritschard haelt seine Maiansprache am 1. Mai 1975 in Biel. Die Rede ist hauptsaechlich der Sorge um Vollbeschaeftigung gewidmet. Von Beruf Heizungsmonteur, ist er der erste und bislang einzige Arbeiter im Bundesrat. (KEYSTONE/Str)

Als die Sozialdemokraten noch dominierten: SP-Bundesrat Willi Ritschard hält seine Maiansprache am 1. Mai 1975 in Biel. Die Rede ist hauptsächlich der Sorge um Vollbeschäftigung gewidmet. (KEYSTONE/Str) Bild: KEYSTONE

Schon in den nächsten Tagen will die Parteileitung Kantonal- und Regionalpräsidenten über die neue Gewichtung innerhalb der Kernthemen informieren. Und in der dritten Woche der Herbstsession ist auf dem Gurten erneut eine Fraktionsklausur geplant.

Dann dürfte es nicht mehr zu derart kritischen Voten kommen wie noch vor dem Sommer. Über eine Krise mag Albert Rösti jedenfalls schon gar nicht sprechen. «Das ist», sagt der Präsident, «eine Wunschvorstellung unserer politischen Gegner.» In der SVP ist, 13 Monate vor den Wahlen, vor allem eines angesagt: Geschlossenheit. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerSimu 01.09.2018 22:53
    Highlight Highlight Ja, und? Die SP ist plötzlich auch voll gegen die EU. Das nennt man Wahlkampf.
  • Alpöhy 01.09.2018 20:56
    Highlight Highlight Alter Wein in neuen Schläuchen...
  • sowhat 01.09.2018 20:29
    Highlight Highlight Ok und um den Lohnschutz richtig hinzukriegen trifft sich die SVP mit Unternehmern. Aaahhh ja.
    Ein Schelm der Böses dabei denkt.
  • rodolofo 01.09.2018 14:39
    Highlight Highlight Ich sollte es ja eigentlich nicht ausplaudern, kann mich aber (typisch Linker) wieder mal nicht beherrschen:
    Die SVP macht mit der Ablehnung und der Ausgrenzung von Muslimen und deren Organisationen einen Fehler von historischem Ausmass!
    Gerade in der Muslimischen Minderheit befinden sich nämlich noch "Richtige Kerle", also hartgesottene Machos mit Vollbart und mit Frau am Herd, genau so, wie es dem SVP-Idealbild einer "Richtigen Schweiz" entspricht!
    HIER sind zusätzliche Wählerstimmen für die SVP zu finden!
    Aber wenn die das nicht kapieren wollen, wird die SP erfolgreich leer fischen.
  • Siro97 01.09.2018 13:17
    Highlight Highlight Aha Rösti sagt näher zu den Bürgern/innen sein. Aber hauptsache zuerst zu den Unternehmern gehen. Sry, aber das ist für mich einfach nicht glaubwürdig.
  • dä dingsbums 01.09.2018 13:08
    Highlight Highlight Wo kommen eigentlich die 4.9% Arbeitslosen her? Beim Seco werden 2.4% angegeben. Das sind weniger als halb so viele.
    • schuldig 01.09.2018 13:40
      Highlight Highlight Die offizielle Quote schliesst u.a. Ausgesteuerte aus und wird deshalb auch kritisiert
      So ähnlich macht das Dtld. mit den
      Hartz 4- Empfängern
    • dä dingsbums 01.09.2018 15:42
    • Klaus07 01.09.2018 17:16
      Highlight Highlight Schuldig
      Ausgesteuerte benötigen meistens Unterstützungsleistungen. Daher werden diese Personen in der Sozialstatistik geführt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 01.09.2018 12:50
    Highlight Highlight "Lohnschutz, Arbeitslosigkeit, Arbeitslose über 50 Jahre und hohe Krankenkassenprämien sollen 2019 Hauptthemen werden. Die SVP wird aber nicht staatliche Interventionen befürworten."

    Dann wird man also darauf bauen, dass die jeweiligen Akteure ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und alles wird gut? So wie in den letzten Jahrzehnten...
    Welch verlogenes Gerede.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.09.2018 14:05
      Highlight Highlight Hat die SVP nicht bei jeder Steuersenkung für reiche und unternehmer sich nicht permanent darauf berufen, dass die begünstigten dadurch ihre soziale Verantwortung besser wahrnehmen können?
      Irgendwie blieb davon nur heisse Luft.
  • aglio e olio 01.09.2018 12:45
    Highlight Highlight "Die SVP will mit ihren Themen wieder näher bei den Sorgen und Nöten der Menschen sein."

    Sagen die nicht immer sie seien die einzigen die sich um die Sorgen und Nöte des Volkes kümmern?
    War die Aussage ein versehentliches Geständnis?
  • einmalquer 01.09.2018 12:44
    Highlight Highlight Grundsätzlich ändert sich die SVP nicht - man will weiterhin ArbeitnehmerInnen entlang der Nationalitäten gegeneinander ausspielen oder aufhetzen.

    Den Kampf - wie einst Thatcher - gegen die Gewerkschaften hat sie schon aufgenommen.

    Für die Linken wird weiterhin die Nationalität keine Rolle spielen dürfen - wenn sie sich darauf einlässt, wird sie nur verlieren und mit ihr die ArbeitnehmerInnen.
  • leu84 01.09.2018 12:29
    Highlight Highlight Haha. Deshalb brauche ich keine SVPlerInnen auf eine in Proporz durchgeführte Wahlliste zu setzen...
  • Sportfan 01.09.2018 12:21
    Highlight Highlight Die SVP und ihre Themen...

    Ihr Slogan bei den letzten Nationalen Wahlen "Asylchaos stoppen". Und dann was ist in dieser Legislatur passiert. NICHTS in diese Richtung. Die SVP hat nur Reformen bekämpft und verschleppt.

    Nun gut, wenn sich die Bürger wieder mit irgendwelchen Versprechungen belügen lassen, dann kann man wirklich nicht helfen.
  • pun 01.09.2018 12:08
    Highlight Highlight Hoffentlich erinnern sich die Leute, wer ihre flankierenden Massnahmen angreift, ihnen Sozialdetektive auf den Hals hetzen, wer ihre IV-Renten gekürzt, den Mindestlohn verhindert, die Krankenkassenprämienverbilligung in vielen Kantonen gekürzt, in der Bildung gespart und den verdammten Grosskonzernen Steuergeschenke in den A... geschoben hat. Die Partei mit dem V war immer dabei!
    • RETO1 01.09.2018 15:54
      Highlight Highlight kann die SVP alles was sie hier aufzählen aus eigener kraft bewerkstelligen?
      Das glaubst du ja selber nicht
    • Klaus07 01.09.2018 17:13
      Highlight Highlight @RETO1
      Mit Beihilfe der anderen Bürgerlichen CVP und FDP geht vieles. Einzig der Bürger bleibt auf der Strecke. Frage mich immer wieder was der Begriff Bürgerliche Parteien eigentlich heissen soll! Partei tritt den Bürgern in den Arsch oder was?
    • pun 01.09.2018 21:14
      Highlight Highlight @Reto: Welchen Teil von: "Die Partei mit dem V war immer DABEI!" hast du nicht verstanden?
  • Töfflifahrer 01.09.2018 12:06
    Highlight Highlight OK, die SVP SUCHT Themen?
    Wow, reicht das Ausländerbashing nicht mehr?
    Die SVP hätte etwas Glaubwürdigkeit behalten können wenn die bei der Umsetzung der Masseneinwanderungslösung Light nicht nur einen Kindergartenauftritt im Parlament hingelegt hätten, sondern konsequent das Referendum ergriffen hätten. Da hatten die aber selber Angst, dass dies dann angenommen würde, was dem Wirtschaftsflügel und SVP Geldgebern dann doch widerstrebte.
    Für mich ist die SVP nur noch unglaubwürdig.
  • Klaus07 01.09.2018 11:57
    Highlight Highlight „Sie zeigt, dass die Schweiz mit 4,9% einen höhere Arbeitslosenquote hat als Deutschland, sagt Thomas Aeschi. Aeschi sollte sich mal die Statistik der Deutschen genau anschauen.

    Die Statistik wurde seit 1986 insgesamt 17 Mal verändert. Mit jeder neuen Rechenart sanken meist auch die Arbeitslosenzahlen.

    sogenannte "Unterbeschäftigte". Sie beziehen Arbeitslosengeld - sind aber per Definition nicht arbeitslos. Insgesamt 933.000 Menschen. Und die hätten Einfluss auf die Arbeitslosenquote: Die Quote von 5,1 auf 7,1 Prozent steigen.

    Beispiel: Arbeitssuchende über 58 werden nicht gezählt.

  • Schlingel 01.09.2018 11:35
    Highlight Highlight Gute Strategie der SVP. Trifft wohl den Nerv vieler Leute. Jedoch werden diese schnell merken, dass die SVP sie verarscht hat und weiterhin die gleiche Politik betreiben wird. In der heutigen Zeit, in der weder Links noch Rechts wählbar ist und es nur noch darum geht, die Gegenseite zu zerschlagen und dabei völlig vergisst, dass man eigentlich Politik für die Bevölkerung und nicht für sich selbst machen sollte, würde eine Mittepartei, welche sich den Parteiprogrammen von allen Seiten bedienen würde, super ankommen.
    • pun 01.09.2018 21:18
      Highlight Highlight Meinst du die Kartell-BDP oder die Wischiwaschi-wennsdraufankomm-aufjedenFallfürsozialeKürzungen-glp?
  • Trasher2 01.09.2018 11:27
    Highlight Highlight Ich finde das einfach nur verlogen.
    Seit Jahren hätten sie sich für die Temen einsetzen können....
    Es wird genau so laufen wie mit dem Asyl, dem Sozialhilfe und dem Invalidenversicherungs Thema. Grosse reden führen, sich profilieren, aber ja nichts zum Wohle der kleinen Leute ändern, so dass es weiter am brodeln bleibt und die eigenen Säcke gefüllt werden können...
  • Paddiesli 01.09.2018 11:19
    Highlight Highlight SVP, ich durchschaue euch trotzdem. Euer sozialer Anstrich wird gerade mal 1 Jahr halten. Ihr bleibt für mich unwählbar.
  • Majoras Maske 01.09.2018 11:18
    Highlight Highlight Also eigentlich dasselbe wie bisher, nur zwischenzeitlich mit sozialer oder ökologischer Argumentation...
  • Yogi Bär 01.09.2018 11:12
    Highlight Highlight Der Zenit wurde schon lange überschritten! Themen die uns ins Mittelalter zurück katapultieren werden nur noch bei gewissen ewig Gestrigen anklang finden. Doch mit linken Themen schmieren sie auch ab, da die wahren Beweggründe dieser Partei bekannt sind! Poltern alleine kommt heute nicht mehr gut an, vorallem wenn keine Lösungen bereit stehen.
    • manhunt 01.09.2018 16:18
      Highlight Highlight leider, lieber yogi bär, durchschaut der durchschnittliche svp-wähler die wahren bewegründe dieser partei bei weitem nicht. leider. und er wird sich eine weitere legislaturperiode instrumentalisieren lassen, für sein und seinesgleichen elend den linken die schuld zu geben. während sich die parteibonzen eine weiters mal auf seine kosten die taschen füllen.
      dazu eine kleine geschichte: blocher, ein büezer und ein flüchtling sitzen am tisch. auf dem tisch liegen 10 guetzli. blocher nimmt sich deren neun und sagt zum büezer: „pass auf! der flüchtling will dir dein guetzli klauen.“
  • Julian Roechelt 01.09.2018 10:59
    Highlight Highlight Naja, mit dieser Linken in der Schweiz hat die SVP ja leichtes Spiel. Es gibt Gerüchte, dass die SP den letzten Arbeiter in in ihren Reihen in Formalin eingelegt im Keller der Parteizentrale aufbewahrt ...
  • banda69 01.09.2018 10:54
    Highlight Highlight Ja dann bin ich mal gespannt mit welchen Schalmaienklängen die SVP in Zukunft das Volk über den Tisch zu ziehen gedenkt.
    • mogad 01.09.2018 12:49
      Highlight Highlight Schalmeienklänge? EU- und Ausländerbashing!
  • FrancoL 01.09.2018 10:52
    Highlight Highlight Die SVP hat das Problem erkannt, GUT.

    Die Lösung? Keine ausser dass der Staat da nicht gefragt ist. Angedeutete Lösung ZB die Konkurrenzklausel! und wer genau soll diese schützen ausser der Staat?

    2 Tatsachen:

    1. Etwas Ausgleich zwischen den Arbeitern und Unternehmern können nur der Staat oder/und die Gewerkschaften hinkriegen, die Wirtschaftselite wird dies freiwillig nicht tun, sonst hätte sie sich bewegt.
    2. Wenn die Arbeiter etwas mehr von Kuchen abkriegen sollen, dann muss der Kuchen etwas besser verteilt werden > reduzierte Gewinne
    oder
    der Kuchen muss grösser werden > Preise steigen
    • _kokolorix 01.09.2018 17:41
      Highlight Highlight Wenn die Preise steigen, wird nur das Kuchenstück der Unternehmen grösser. Der Angestellte muss ja die höheren Preise vorerst mit dem gleichen Lohne bezahlen. Nur wenn vorhergehende Lohnerhöhungen die Preise antreiben wird der Kuchen wirklich grösser. Aber das wird die SVP zu verhindern wissen...
    • FrancoL 01.09.2018 19:20
      Highlight Highlight @kokolorix; richtige die SVP macht nun mal das Doppelspiel und wenn nichts beim Arbeiter ankommt dann ist wer genau schuld? Die SP und die Linken.
  • Phrosch 01.09.2018 10:41
    Highlight Highlight Die gutsituierten SVP-Vordenker wollen sich für die tatsächlichen Interessen der kleinen Leute einsetzen? Kennen sie sich denn da aus? Wissen sie, was Alkeinerziehende, Büezer, Kleingewerbler etc. wirklich brauchen, damit ihre Situation nachhaltig besser wird? Bisher habe ich nichts gehört, was mich überzeugen könnte.
  • sherpa 01.09.2018 10:40
    Highlight Highlight "Die SVP will neu mit linken Themen punkten – hat sie ihren Zenit überschritten?" Mehr als das, wenn man nur immer gegen alles ist und keine Alternativen aufzeigen kann, wird man je länger je mehr unglaubwürdig
  • .ch 01.09.2018 10:32
    Highlight Highlight Die SVP spricht zwar die Arbeiter an, tut aber nichts für sie. Leistungen kürzen für die Kleinen (Krankenkasse, Rente, Ergänzungsleistungen), Steuern sparen für die Grossen. Wenn schon, dann setzen sich die Gewerkschaften für die Angestellten ein. Erinnert mich an die Aussage der SVP, sie setze sich für die Flüchtlinge vor Ort ein! Das ist nicht geheuchelt, sondern schlicht gelogen.
    • Astrogator 01.09.2018 10:39
      Highlight Highlight " Erinnert mich an die Aussage der SVP, sie setze sich für die Flüchtlinge vor Ort ein!" - doch doch, das machen sie. Seit gestern können die Flüchtlinge vor Ort Schweizer Waffen kaufen, das ist doch immerhin ein Anfang....
    • Yogi Bär 01.09.2018 11:15
      Highlight Highlight Dazu kommt, dass dieselbe Partei Bürgerkriegsländer mit Waffen aufrüsten will!
  • Evan 01.09.2018 10:17
    Highlight Highlight Was die SVP konkret für den Lohnschutz tun will, ist nicht klar? Steht ja gleich ein paar Sätze weiter: die Personenfreizügigkeit kündigen. Ich fürchte, das werden sie bald auch schaffen.
    • Astrogator 01.09.2018 10:24
      Highlight Highlight Einer der Gründe wieso ich die Privatwirtschaft verlassen habe, mein Job ist jetzt sicher, auch wenn die SVP dieses Land an die Wand fährt was ich für die wahrscheinlichste Zukunft halte.

      Aber vielleicht öffnet der Brexit noch dem einen oder anderen die Augen.
    • .ch 01.09.2018 10:26
      Highlight Highlight Was bringt's, wenn dann die grossen Unternehmen gleich zu Beginn des Jahres die Kontingente ausschöpfen? Bürokratie statt Markt.
    • Evan 01.09.2018 10:31
      Highlight Highlight Bitte auch meinen letzten Satz lesen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zahlenheini 01.09.2018 10:07
    Highlight Highlight Hmmmm der gegenwärtige Lohnschutz ist vor allem DANK der Personenfreizügigkeit so entstanden. Die AHV ist DANK der PFZ nicht in die roten Zahlen gerutscht und zahlreiche Äpfel werden von Rumänen und Polen gepflückt. Aber Herr Rösti kann ja gerne die Tätigkeiten verrichten, die EU-Bürger heute verrichten.
    • .ch 01.09.2018 10:35
      Highlight Highlight Herr Rösti möchte vor allem billigere Ausländer, und solche, die nach getaner Arbeit wieder abreisen.
    • GustiBrösmeli 01.09.2018 10:59
      Highlight Highlight Zahlenheini kurzfristig hat die PFZ, die AHV gerettet. Für 1-2Jahren. Aber Langfristig zerstört die PFZ die AHV. Es hätte keinen Lohnschutz gebraucht, hätten wir keine PFZ. Durch die PFZ hat die Wirtschaft zog Millionen billige Arbeitskräfte. Ohne PFZ hätte sie die nicht.
    • Zahlenheini 01.09.2018 12:04
      Highlight Highlight Ohne die PFZ hätte die CH einfach einen Mangel an Ärzten und anderen wichtigen Arbeitskräften.
      Bei allem Respekt, aber für eine langfristige Rettung der AHV braucht es entweder ein höheres Rentenalter oder mehr Zuwanderung. Schauen Sie sich nur die Zahlen an. Die Zuwanderung erfolgt nicht von Personen im Alter 50+, sondern 30-50 Jahren. Jede dritte Rente wird heute schon von Ausländern finanziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SimonaKin 01.09.2018 10:04
    Highlight Highlight Ausländer waren schon immer gute Sündenböcke, um von Problemen abzulenken und nichts tun zu müssen. Wie wärs mit Mindestlöhnen?
  • mogad 01.09.2018 09:56
    Highlight Highlight Die SVP will Lohnschutz und Arbeitslosigkeit zu Wahlkampfthemen machen. Dafür braucht sie sich nicht neu zu erfinden. Die Argumente stehen seit Jahrzehnten und sind bekannt. Bedrohte Löhne? die PFZ/EU ist Schuld! Arbeitslosigkeit? Dito. Steigende Neumieten? Dito. Steigende Sozialkosten? Dito. Sommaruga und die Linke holen doch all die Ausländer rein. Gegenmittel: SVP wählen! Interessant zu wissen wäre, was hat die SVP als Wirtschaftspartei bisher getan für Kleinunternehmen mit z.B. unter 20 Angestellten. Sparen bei der Bildung a la SVP dürfte kaum hilfreich gewesen sein.
    • GustiBrösmeli 01.09.2018 10:05
      Highlight Highlight mogad, wo hat die SVP bei der Bildung gespart? Gespart wurde bei der Bildung nie. Nur nicht noch mehr ausgegeben. In Zürich, bekommt jedes Kind ein eigenes Tablet von der Schule. Für was? Reihe Geldverschwendung.
    • swisskiss 01.09.2018 10:14
      Highlight Highlight mogad: Es ist schlicht lächerlich, wenn die SVP nun den Arbeiter als Wähler umgarnt, wenn man jahrelang gegen Arbeitnehmer politisiert hat. Sei dies flankierende Massnahmen, Kündigungschutz für ü50, Gesamtarbeitsverträge, Mindestlohn, Lohnabzüge Weiterbildung, Steuerabzug Wegkosten, und und und. Die Liste ist endlos und sauber dokumentiert in der Datenbank des Parlments einsehbar.

      Das Thema Migration ist schlicht ausgelutscht und der Ausländer kann nicht mehr als Ursache der arbeitsnehmerfeindlichen Politik der SVP verantwortlich gemacht werden.
    • Yogi Bär 01.09.2018 11:20
      Highlight Highlight @GustiBrösmeli bei ihnen denn Mitgliedern. Diese brauchen Menschen die nicht weiter denken! Denkende Menschen wählen diese Partei nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 01.09.2018 09:50
    Highlight Highlight Interessant ist die Feststellung dass die Arbeiter seit 1995 immer mehr SVP wählen und dies taten dann bis zu 40% der Arbeiter. Die SVP als Arbeiterpartei?
    Nun seit den 90iger Jahren hat sich sie Situation der Arbeiter eher verschlechtert und die der ü50 erste recht.

    2-3 Jahrzehte wird die SVP von der Arbeiterschaft gewählt und gestützt. DAS RESULTAT? Keine Verbesserung der Situation der Arbeiter und der ü50.

    Nun will die SVP dies plötzlich ändern? Natürlich ohne Interventionen des Staates, aber doch zB durch Konkurrenzklauseln? Als sei bei diesen Klauseln der Staat nicht gefragt.
    • mogad 01.09.2018 10:56
      Highlight Highlight Die Arbeiter wählen SVP, weil Männer wie ABR Blocher so tun als seien sie einer von ihnen (liebi Manne ond Froue, ich war im Fall mal Bauer und arm), und sie wählen SVP weil die SVP ihnen jahrzehntelang eingehämmert hat, Schuld an prekären Arbeitsverhältnissen (immer mehr Arbeit auf Abruf, Gratis-Praktika und
      Temporäreinsätze), steigenden KK-Prämien usw. seien die vielen Ausländer.
      Es sind nach wie vor SP und Gewerkschaften, die für Arbeiter und Angestellte kämpfen.
      Wer das nicht sehen will, ist bereits in die neoliberale Falle getappt.
    • FrancoL 01.09.2018 12:16
      Highlight Highlight @mogad;
      In welche Falle er getappt ist würde ich nicht definieren, aber wer dies nicht erkennt der hat definitiv wenig Durchsicht in der Wirtschaft und was ich immer wieder anfüge der kennt die Menschen schlecht. Wieso diesen Zusatz? Weil eine Vielzahl der aufgestiegenen Arbeiter als Chef die gleiche miese Falle macht wie die anderen Chefs, Manager und Eigentümer.
  • Butschina 01.09.2018 09:49
    Highlight Highlight Dass die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe bei den ü50gern hoch ist, ist logisch. Der Körper rebelliert ab 50ig immer mehr bei solch physisch anstrengender Arbeit. Da werden junge, gesunde mit weniger hohen Löhnen bevorzugt. Bei diesem Problem wäre es gut anzusetzen. Nur wird eine Einschränkung der Immigration dabei nicht viel nützen
    • FrancoL 01.09.2018 10:08
      Highlight Highlight Ja und an welche einheimischen, gesunden, tüchtigen, fleissigen und mit wenig Ansprüchen ausgestatteten jungen Menschen denkst Du?

      Ich sehe da kaum einen grossen Nachwuchs und wenn es den gibt, geht er nach wenigen Jahren die Karriereleiter hoch, schon hat man wieder einen Engpass.

      Die Attraktivität des Berufes muss gesteigert werden! Und da die Arbeit immer gleich belastend bleiben wird muss der LOHN attraktiv sein, was wiederum die Baukosten steigert.
      Diese Steigerung kann man durch das herunterfahren der Gewinne erzielen oder durch das Heraufsetzen der Mieten + Kaufpreise.
      SP oder SVP?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 01.09.2018 10:23
      Highlight Highlight Wenn die SVP auch nur auf einen Rappen verzichten muss, schreien sie sofort wieder ganzblait "Kommunismus" und die Schafe springen sofort wieder und Stimmen im Sinn der SVP ab.
    • FrancoL 01.09.2018 11:08
      Highlight Highlight @Gähn, Muster richtig erkannt. Einfaches aber gut geöltes Muster.
  • Buri Erich 01.09.2018 09:48
    Highlight Highlight Die SVP betont nun also vermehrt die Vorteile von Abschottung und Fremdenfeindlichkeit für Arbeitnehmer.
    Das Mittel gegen tiefer Löhne sind sicher, Steuersenkungen für Unternehmer und Reiche.
  • Gubbe 01.09.2018 09:22
    Highlight Highlight Dieser Artikel gefällt mir sehr gut. Diese Verknüpfung von Arbeitgebern und Nehmern versuche ich in meine Kommentare einzubauen. Leider werde ich vielfach in die rechte Ecke geschrieben. Ich bin einfach überzeugt, dass es einen Austausch zwischen den Parteien braucht. Nicht immer sind die Linken oder die Rechten Vorschläge ausgegoren. Ichsagstrotzdem hat es erfasst. Da ist doch die Chance zur Annäherung gegeben.
    • Yogi Bär 01.09.2018 11:23
      Highlight Highlight Weshalb noch unethische Parteien? Der gesunde Menschen Verstand der mehrheitlichen Bevölkerung genügt!
  • rodolofo 01.09.2018 09:19
    Highlight Highlight Der "Lohnschutz Marke SVP" riecht etwas gar streng nach Bündner Baukartell...
    Aber ja, warum nicht?
    Auch KMU's müssen ja irgendwie dafür sorgen, dass die Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen nicht total errodieren!
    Man kann das kriminalisieren, oder auch ein wenig verstehen, als Teil eines täglichen Überlebenskampfes.
    In letzter Zeit sind sich "Linke" und "Rechte" wieder um Einiges näher gekommen, was neue Chancen und Möglichkeiten eröffnet, "am gleichen Strick zu ziehen" und damit der scheinbar übermächtigen EU und ihren "Verbündeten aus der Mitte" doch noch etwas abzutrotzen.
  • Hexentanz 01.09.2018 09:08
    Highlight Highlight Naja, Krankenkassen Prämien angehen wäre sicher mal hilfreich. Bleibt abzuwarten was konkret dabei rauskommt.

    Die SP orientiert sich ja neu irgendwie auch nicht mehr so an einem EU Beitritt.

    Alle sind sich am ummodellieren.

    Abwarten und Tee trinken.
  • Göschene-Eirolo 01.09.2018 09:08
    Highlight Highlight Die SVP bekommt kalte Füsse. Auf keinen Fall möchte sie in die ultra-rechte Ecke gedrängt werden, so wie Pegida oder andere ultra-nationalistische Parteien. Dass Pegida das Schäfchen-Plakat übernommen und für ihre Zwecke missbraucht hat, passt der SVP gar nicht. Zudem ist Migration in der Schweiz kein brennendes Thema mehr. Somit fällt das Kernthema weg - aber auch viele ihrer WählerInnen, die die SVP nur deshalb gewählt haben. Eine Ultra-liberale, schwer reiche Partei wie die SVP ist aber kaum glaubwürdig, wenn es um die wirklichen, echten Sorgen der einfachen Leute geht!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 01.09.2018 09:06
    Highlight Highlight Nun der Text tönt es selber an. Eigentlich vollzieht sich einfach die thematische Anpassung der Parteien an ihre Wähler. Die SVP wird überdurchschnittlich stark von Menschen mit Tiefen und Mittleren Einkommen vertreten, weil diese in Gesellschaftspolitischen, finanzpolitischen, staatstheoretischen und aussenpolitischen am meisten mit der SVP übereinstimmen, jetzt kommt halt noch die Wirtschaftspolitik dazu.
    Die SP ist die Partei der Staatsangestellten und der Urbanen Mittelschicht, dementsprechend anders sind die politischen Fragestellungen und Wünsche zwischen SP und SVP wähler.
    • Paddiesli 01.09.2018 11:41
      Highlight Highlight SVP mit Wählern der mittleren und unteren Einkommen? Wohl kaum. Eher die Ultrareichen, die nichts abgeben wollen. Sie passen sich nur temporär an bis die Wahlen durch sind.
  • brudi 01.09.2018 08:30
    Highlight Highlight Mit schönen Worten auf Stimmenfang. Was danach umgesetzt wird steht auf einem anderen Papier.
  • Ichsagstrotzdem 01.09.2018 08:27
    Highlight Highlight Seit Trump wissen wir über schwelende gesellschaftliche Konflikte der westlichen Welt Bescheid. Während die SP in ihrem idealistischen Dauerschlaf die Minderheiten verteidigt, geht die SVP auf den arbeitenden, kleinen Mann los, welcher seit den 80er von niemandem wirklich verteten wird.
    Die SVP hat die Zeichen der Zeit erkannt, vermutlich wird die Taktik aufgehen.
    Allerdings gäbe es noch eine Chance für die SP: wenn ich die Arbeitnehmer als Wähler gewinnen will, indem ich ihre wirtschaftliche Situation verbessere, dann ist es suboptimal, wenn ich die Unternehmer frage wo der Schuh drückt.
    • Pafeld 01.09.2018 08:50
      Highlight Highlight Wenn sich die SVP nun ernsthaft für die Interessen der Arbeitnehmer einsetzen wollte, müssten sie einen grossen Teil ihrer Wirtschaftspolitik der letzten 30 Jahre rückgänging machen. Stattdessen servieren sie einfach nur ihre Standardlosungen im neuen Kleidchen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, das dieser neue Wein in alten Schläuchen funktionieren wird. Die SVP wird so langsam von den Konsequenzen ihrer Politik eingeholt. Und da reicht es nicht, wenn man einfach nur das "Altbewährte" dünn überpinselt und wieder in Regal stellt. Das mussten die anderen Parteien früher schon lernen.
    • Skeptischer Optimist 01.09.2018 09:01
      Highlight Highlight Nach Blocher/Martullo sollten Oligarchen das Land regieren und die de facto der SVP trägt dem auch Rechnung.

      Die SVP beginnt an ihren inneren Widersprüchen zu ersticken.
    • Astrogator 01.09.2018 09:22
      Highlight Highlight „Danach meldeten sich Geschäftsführer verschiedener Firmen“

      Da sieht man ja, dass die SVP mal wieder nur Nebelpetarden wirft. Weil die Geschäftsführer keine Ü50 anstellen rufen sie die SVP an und sagen macht was, und du glaubst das?

      Kein SVP-Chef ist gezwungen einem Ausländer einen tieferen Lohn als einem Schweizer zu zahlen. Das machen die freiwillig und wählen SVP damit es möglich ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 01.09.2018 08:20
    Highlight Highlight Immer positiv wenn Parteien versuchen, sich an den Bedürfnissen des Volkes auszurichten.

    Nur leider ist die Aussenpolitik der SVP insofern realitätsfremd, als dass die EU solche Maximalforderungen niemals akzeptieren wird.

    Dabei gäbe es durchaus realistische Anforserungen: beispielsweise regionale Mindestlöhne für Zuwanderer, welche im Gegensatz zur Inflationsmessung auch die Immobilienpreise und KK-Prämien beinhalten.
  • manhunt 01.09.2018 08:17
    Highlight Highlight „Die SVP kämpfe «gegen die verfehlte Umverteilungspolitik der Linken», sagt er. «Und gegen eine Wirtschaftspolitik, die auf Boni-Manager und internationale Konzerne ausgerichtet» sei.“
    genau das war doch die politik der svp in den letzten zwei jahrzehnten. dies jetzt auch noch den linken anzukreiden, ist an frechheit kaum mehr zu überbieten.
  • Maranothar 01.09.2018 08:09
    Highlight Highlight Sorgen und Nöte?
    Ganz einfach: Dass die SVP noch stärker wird.
  • swisskiss 01.09.2018 08:04
    Highlight Highlight Ob der Zenith der Partei überschritten ist, hängt mit der der Migration zusammen. Und hier liegt das eigentliche Problem der SVP. Je weniger die Zuwanderung als eine bestimmende Angst der Schweizer Bevölkerung wahrgenommen wird, umso mehr verliert die SVP ihre Kernkompetenz.

    Nun den Wähler mit neuer Themenbesetzung abholen zu wollen, mit diffusen Aussagen und wirkungsloser Symbolpolitik, nachdem man jahrelang mit allen Mitteln gegen Mindestlöhne, Gesamtarbeitsverträge, Kündigungsschutz für über 50 Jährige etc. gekämpft hat, ist in seiner Lächerlichkeit als Wahlkampfthema schon fast tragisch.
  • paeuli.weischno 01.09.2018 08:03
    Highlight Highlight Heisst das, die SVP versucht die Kombination von Nationalismus und Sozialismus?
    • weachauimmo 01.09.2018 08:45
      Highlight Highlight Wenn man denn den Artikel gelesen hätte, bevor man kommentiert: «Die SVP wird aber nicht staatliche Interventionen befürworten.»

      Ist übrigens auch ein wesentlicher Unterschied zu Parteien wie der NPD, dem Front National und der Lega. Diese stehen klar zu ihrem Slogan «national und sozial» aka national und sozialistisch, was in sich auch tatsächlich kein Widerspruch sein muss. In der Schweiz ließe sich damit jedoch keine Politik machen; schon gar nicht mit den Geldgebern einer SVP.
    • LeChef 01.09.2018 09:13
      Highlight Highlight Es steht ja im Text, dass es nur um die Themen geht, und nicht um die politischen Rezepte.
    • Gubbe 01.09.2018 09:27
      Highlight Highlight Mich ganz. Es geht eher um eine wirtschaftliche 'Annäherung'. Ich hoffe, dass beide Parteien erkannt haben, dass Eine ohne die Andere ein Existenzproblem hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 01.09.2018 07:44
    Highlight Highlight Es geht doch darum, bei Abstimmungen in den äusserst wichtigen Dossiers EU/Migration eine Mehrheit zu bekommen. Diese Mehrheit schafft die SVP nur, wenn sie Stimmen aus anderen Parteien bekommt. Mit einer reinen Verteidigung der Wirtschaftsinteressen schafft sie das nicht. Es braucht Zugeständnisse an die sie unterstützende Bevölkerung. Das ist eben auch die Mittel- und Unterschicht .
    • mogad 01.09.2018 13:04
      Highlight Highlight Denn Wirtschaftspolitik macht die FDP sehr viel besser als die SVP. Die Einen SVP-Wählen wollen wieder das "Original" und die andern SVP-Wähler durchschauen, dass nur die dümmsten Kälber ihre Metzger selber wählen und wählen wieder Mitte-links.

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