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«Schon fast böswillig»: Wie der Bund Medizinal-Cannabis-Firmen schikaniert

Immer mehr Schwerkranke setzen auf Cannabis, der internationale Markt für die Arznei würde boomen. Warum nur behindern Bundesjuristen die Hersteller zunehmend?

20.09.18, 05:54 20.09.18, 06:53

Henry Habegger / Nordwestschweiz



In Deutschland herrscht ein Notstand. «Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Niederlande um Unterstützung bei der Versorgung von schwerkranken Patienten mit Medizinalhanf gebeten», schilderte der «Spiegel» die Lage Ende August. Bis zu 1.5 Tonnen Cannabis soll Holland künftig jährlich nach Deutschland liefern. Bisher waren es 700 Kilo pro Jahr.

Auch in der Schweiz herrscht Notstand. Ein Notstand der anderen Art. An Medizinalcannabis würde es hier nicht fehlen, und zahllose Bauern wären interessiert, sich durch den Anbau einen Zustupf zu verdienen. Aber einige Technokraten des zuständigen Bundesamts für Gesundheit (BAG) in Bern legen den Herstellern der Arznei zunehmend Steine in den Weg. Und ohne BAG geht nichts, denn für den Anbau, Verarbeitung und Verkauf von Cannabis, ein immer noch verbotenes Betäubungsmittel, braucht es eine BAG-Ausnahmebewilligung.

«Behörden stören die gut funktionierende Versorgung der Patienten.»

Samuel Steiner, Kantonsapotheker Bern

Samuel Steiner, als Berner Kantonsapotheker nahe am Geschehen, sagt: «Der Anbau und die Abgabe von Medizinalcannabis erfolgten viele Jahre lang problemlos, nie gab es meines Wissens Zwischenfälle oder Beanstandungen.» Nur: «Vor einiger Zeit gab es Probleme mit dem BAG. Warum, ist mir nicht klar. Möglicherweise waren es einzelne Personen, die sich übereifrig mit der Materie befassten.»

Insider sagen, dass seit gut einem Jahr im BAG nicht mehr Mediziner den Bewilligungsprozess prägen, sondern einige Juristen aus der Rechtsabteilung.

«Schon fast böswillig»

Eines der BAG-Opfer war die Cannapharm AG im bernischen Burgdorf von Markus Lüdi. Obwohl die Firma nie Anlass zu Klagen gab, behinderten die Juristen des Bundesamts letztes Jahr zeitweise die Inlandversorgung massiv. Der Entscheid war zwar in Teilen krass falsch, aber er wurde erst nach langem Hin und Her und hohen (Anwalts-)Kosten für das Unternehmen korrigiert.

Markus Lüdi, Cannapharm AG Bild: zvg az

Kantonsapotheker Steiner stellt fest: «Es ist schon fast böswillig, wenn Behörden plötzlich mit ihrer spitzfindigen Auslegung und Anwendung des bestehenden Rechts eine gut funktionierende Versorgung dieser Patienten mit Cannabis-Präparaten stören oder sogar verhindern.»

Dabei, betont Steiner: «Es geht hier einzig um medizinischen Gebrauch von Cannabis, nicht um den Freizeitkonsum. Es geht, das sehe ich auch in den Dossiers, die über meinen Tisch gehen, um Patienten in grosser Not – mit chronischen Schmerzen nach operativen Eingriffen und bei Krebs, Tetraplegiker mit Krämpfen, MS-Patienten mit Krämpfen, Leute mit schwersten Krankheiten. Es geht darum, diesen Personen eine gewisse Hilfe zu geben, ihre Leiden zu mildern.»

Die Burgdorfer Cannapharm etwa lässt bei einem Freiburger Bauern unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Cannabis anbauen, das zu medizinischen Extrakten verarbeitet wird. Die Medizin wird von der weitherum bekannten Bahnhof-Apotheke in Langnau BE an die Kranken abgegeben. Das wird genau und streng kontrolliert, jeder einzelne dieser Patienten braucht eine Bewilligung des BAG, damit er die Extrakte beziehen kann.

Von THC und CBD

Hanf ist eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Er enthält zahlreiche Wirkstoffe, die bekanntesten sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). THC hat eine berauschende Wirkung, was der Grund ist, warum Cannabis als verbotenes Betäubungsmittel gilt. CBD dagegen ist nicht berauschend, es wirkt aber beruhigend, schmerzstillend und krampflösend. Hersteller von Medizinalcannabis züchten gezielt Cannabispflanzen mit einem günstigen Verhältnis von THC und CBD. Rund 3000 Patienten in der Schweiz haben derzeit eine Ausnahmebewilligung des Bundes für die Verwendung von cannabishaltigen Arzneimitteln. Für Bauern ist der Anbau von Medizinalcannabis lukrativ, sie können ein Zusatzeinkommen von 10'000 Franken erzielen.

Darf man nach dem CBD-Konsum noch Autofahren?

Video: srf

Die Schikanen des BAG haben mitunter groteske Folgen. «Es kam zur absurden Situation, dass Patienten vom BAG Ausnahmebewilligungen für ein Jahr erhielten. Die Hersteller der Arznei aber erhielten nur befristete Bewilligungen für ein paar Monate», erinnert sich Steiner. Nicht nur Cannapharm leidet am BAG. Alex Klöti, Leiter Operations bei der Appenzeller Hänseler Pharma, sagt: «Der Einsatz von THC-haltigen medizinischen Cannabisprodukten bei Schmerzen und Spastik ist teilweise sehr erfolgreich und medizinisch gut dokumentiert. Die Anforderungen der Behörden für den medizinischen Einsatz von THC-haltigen Cannabisprodukten sind unverhältnismässig hoch. Das Bewilligungsverfahren dauert zu lange und ist aufwendig sowie kompliziert entlang der gesamten Lieferkette.» Er betont: «Gegenüber anderen potenten Betäubungsmitteln sind die Auflagen ebenfalls unverhältnismässig.»

Während das BAG bei der Herstellung von Medizinalcannabis fürs Inland auf die Bremse tritt, würgt es den Export gleich ganz ab. Dabei wäre die Ausfuhr lukrativ, der internationale Markt boomt wie noch nie. Eine Chance auch für die Bauern, die den Hanf anbauen.

Amin Chaanin, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei Zeller Vitaplant in Uttwil TG sagt: «Wir haben vor einigen Jahren die Möglichkeit des Exportes gehabt und wir lieferten Cannabis an Deutschland. Das hat sich aber jetzt geändert. Vor kurzem wurde beispielsweise unser Gesuch für die Lieferung von Mustern an eine renommierte Firma in Deutschland abgelehnt.» Er betont: «Ich möchte unterstreichen, dass die Schweiz auf diesem Gebiet wenig Flexibilität zeigt. Eine kanadische Firma hat vor kurzem eine Niederlassung in Portugal für die Produktion von THC-Cannabis-Blüten eröffnet und sie wird sicherlich ihre Produktion an Deutschland und andere europäische Länder verkaufen.»

Aber in der Schweiz blockt das BAG alles ab, wie auch die Cannapharm AG erfuhr. Sie stellte Anfang 2017 das Gesuch, 1500 Pflanzen für den Export nach Deutschland anzubauen, was vielleicht 150 Kilo Blüten und gegen 400 Liter Extrakte ergeben hätte. Nach diversen Sistierungen, Nicht- und Falschentscheiden des BAG wiesen die Bundesjuristen das Gesuch 2018 definitiv ab.

BAG-Schuss in den Ofen

Aber Cannapharm hatte die Pflanzen wie üblich anbauen lassen in der Annahme, die Bewilligung komme noch. Als sie sich verzögerte, liess die Firma das Cannabis mit Zustimmung der Freiburger Staatsanwaltschaft ernten, trocknen und unter Mithilfe der Freiburger Kantonspolizei versiegelt einlagern. Trotzdem reichten die eifrigen BAG-Juristen Anfang 2018 Strafanzeige gegen die Firma und den Bauer ein. Wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ein Schuss in den Ofen: Sowohl die Freiburger als auch die Berner Staatsanwaltschaft sahen keinen Anlass, Verfahren einzuleiten. Die Kosten gingen zulasten der Kantonskassen.

«Wir werden als schweizerische Firmen sehr stark benachteiligt.»

Amin Chaanin, Zeller Vitaplant

Amin Chaanin von Vitaplant im Thurgau sagt: «Wir werden als schweizerische Firmen sehr stark benachteiligt und dürfen trotz der Vorlage von allen notwendigen Voraussetzungen nicht an Deutschland Cannabis exportieren. In Deutschland ist die Nachfrage für Cannabis-Blüten zurzeit sehr gross und das Land sucht nach Quellen, um den Bedarf zu decken. Mitbewerber aus Holland, Kanada oder Österreich dürfen nach Deutschland exportieren. Wir oder unsere Kollegen aus der Schweiz bekommen keine Bewilligung, obwohl die Produktion bewilligt wurde.»

Immer mehr Staaten setzen auf medizinisches Cannabis, ein Milliardenmarkt entsteht. Auch wenn selbst ehemalige BAG-Juristen sagen, der Export könnte schon nach geltendem Recht bewilligt werden, bleibt das Bundesamt für Gesundheit hart. «Die geltenden gesetzlichen Vorgaben lassen den Export nicht zu», sagt ein Sprecher. «Um einen solchen zu ermöglichen, wäre eine Revision des Betäubungsmittelgesetzes notwendig. Ein entsprechender parlamentarischer Vorstoss ist hängig und wird vom Bundesrat zur Annahme empfohlen.»Markus Lüdi von Cannapharm muss seine 150 Kilogramm hochwertige Cannabis-Blüten, die er exportieren wollte, vernichten. Sie können ohne Qualitätsverlust nicht beliebig lange gelagert werden. Und bis das Gesetz allenfalls angepasst ist, dauert es Jahre. (aargauerzeitung.ch)

Erleichterte Abgabe frühestens ab 2021

Der Nationalrat ist für erleichterte Abgabe von Cannabis an chronisch Kranke. Aber so schnell geht das nicht.

Es ist paradox. Während Juristen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) die Hersteller von Medizinalcannabis ausbremsen, legt die Politik den Vorwärtsgang ein. Bundesrat Alain Berset (SP), dem das BAG untersteht, hat Anfang Juli angekündigt, dass der Zugang zu Medizinalcannabis erleichtert werden soll. Gestern Mittwoch überwies der Nationalrat stillschweigend eine Motion der Gesundheitskommission, die das Gleiche verlangt. Die gesetzlichen Grundlagen sollen so angepasst werden, dass Medizinalcannabis an chronisch Kranke durch ärztliche Verordnung abgegeben werden kann. Heute braucht jeder Patient eine Ausnahmebewilligung des BAG, und dieses hat zuletzt die Schraube in mancher Hinsicht angezogen (siehe Haupttext links). Laut der Gesundheitskommission könne Cannabis Schmerzen, Übelkeit, Krämpfe oder Schwindel der Betroffenen lindern, wenn sonst keine Medikamente mehr wirkten. Über den Vorstoss muss nun noch der Ständerat entscheiden.

Es dürfte aber noch eine Weile dauern, bis die Schwer- und Chronischkranken leichteren Zugang zur Arznei erhalten. «Im besten Fall, das heisst wenn die Vorlage ohne irgendwelche Verzögerungen durch beide Räte geht und die Referendumsfrist ungenutzt abläuft, ist eine Inkraftsetzung im Frühjahr 2021 denkbar», heisst es auf Anfrage beim BAG.

Deutschland etwa ist da schon viel weiter. Seit letztem Jahr können sich «Schwerkranke »Medizinalcannabis vom Arzt verschreiben lassen. Die Nachfrage ist seither sprunghaft angestiegen.

So soll das legale Kiffen in der Schweiz ablaufen:

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • A_C_Doyle 21.09.2018 08:19
    Highlight Wenn das Thema die Bevölkerung interessieren würde, könnte längst eine Initiative stehen, die das Zeug medizinisch legalisiert. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, die Initiative würde kläglich scheitern. Aber natürlich, geben wir den Politikern, die wir gewählt haben, die Schuld für unser Unvermögen. Könnten die Leute mal begreifen, dass die Politiker gewählt wurden und wir uns an der eigenen Nase nehmen sollten wenn wir sie für Idioten halten?

    Zum BAG: wieso braucht es Mediziner für ne Bewilligung? Da gehts nicht um medizinischen Nutzen, sondern um Auflagen. Liegt einem Juristen doch.
    0 3 Melden
  • Simon Probst 20.09.2018 15:31
    Highlight Das ist ja lustig! Bezüglich 5G-Netze war dem BAG unsere Gesundheit plötzlich schnuppe. Ein Schelm wer denkt die Pharmalobby steckt dahinter - wobei es ist ja offensichtlich.
    25 3 Melden
  • Ritiker K. 20.09.2018 11:08
    Highlight Aber wenn die Rüstungsfirmen wegen Exportproblemen klagen werden eiligst Erleichterungen durch das Parlament beschlossen.
    32 1 Melden
    • Gummibär 21.09.2018 10:38
      Highlight Weil eben Handgranaten in Aleppo gesünder sind als Cannabisblüten ...........
      8 0 Melden
  • BoJack Horseman 20.09.2018 10:38
    Highlight Kann unsere ansonsten ebenso mühsame Bauernlobby hier nicht mal Gegensteuer geben oder sind die wieder zu beschäftigt, am Buurezmoorge zumzuheulen und hohle Hand zu machen?
    29 2 Melden
  • Fumia Canenero 20.09.2018 10:09
    Highlight Zitate: "Eines der BAG-Opfer", "Der Entscheid war zwar in Teilen krass falsch".
    War Opfer von krass falsche Entscheid - ich hate de BAG!
    6 2 Melden
  • ARoq 20.09.2018 08:48
    Highlight Offenbar ist es einfacher Kriegsmaterial zu exportieren, als dieses Kraut.
    98 3 Melden
    • meerblau 20.09.2018 09:58
      Highlight Lösung: Extrakte und Blüten in Projektile und Gewehre abfüllen und ab die Post.
      43 0 Melden
  • Avalon 20.09.2018 08:41
    Highlight Bekomme immer wieder das Gefühl, dass das BAG gar kein Bundesamt ist, sondern nur ein vom Bund bezahlter Arm der Pharma ....
    Traurig, was da abläuft. Ich frage mich immer wieder, wie es diese Juristen und Pharma-Angestellten mit ihrem Gewissen vereinbaren können, dass sie mit ihrer Arbeit verhindern, dass es Kranken besser gehen könnte.
    92 1 Melden
  • sheshe 20.09.2018 08:40
    Highlight Jeden Tag ein neuer Artikel über unsere Behörden, welcher unterschwellig oder auch sehr deutlich nach Lobbyismus riecht.

    Kann watson bitte das Thema vor den Wahlen aufnehmen und explizit aufzeigen, wer wie von wem geschmiert wird? Ihr habt jetzt ein Jahr Zeit, das wäre wirklich ein schöner journalistischer Beitrag an unsere Gesellschaft.

    Ich weiss, es geht hier ums BAG, aber morgen kommt sicher wieder etwas anderes.
    91 2 Melden
  • Against all odds 20.09.2018 08:40
    Highlight Es grüssen die Pharma-Lobbyisten aus der Wandelhalle.
    61 2 Melden
  • little.saurus 20.09.2018 08:14
    Highlight Wieso ein billigeres natürliches Mittel gegen eine breite Spanne an Leiden erlauben wenn man mit den chemischen, von denen man immer wie mehr Leiden bekommt, gut verdient?
    62 1 Melden
    • A_C_Doyle 21.09.2018 08:23
      Highlight Weil die Bevölkerung zu grossen Teilen kein Cannabis haben will. Eine Legalisierung und seis nur zu Medizinischen Zwecken wird auf grosse Gegenwehr stossen und keine Partei wird diesen politischen Selbstmord eingehen wollen.

      “[Hier Partei einsetzen] will Gras legalisieren”, so wird die Schlagzeile lauten und die Gegner der Sache werden schnell versuchen den medizinischen und privaten Konsum in einen Topf zu werfen und den Leuten weis machen, dass man wegen des Missbrauchspotentials besser dagegen sein sollte.
      1 7 Melden
    • Liselote Meier 21.09.2018 09:30
      Highlight PDA, AL, SP, GLP, JUSO, Junge BDP, Junge FDP stehen alle für eine Legalisierung und steht auch in deren Programm.

      Ein gewaltiges Problem ist die FDP Schweiz, vor allem solche die nur "Wirtschaftsliberal" sind und nicht Gesellschaftsliberal sind => Etikettenschwindel.

      Auf die Konservativen muss man nicht eingehen.
      12 0 Melden
  • Nomatter 20.09.2018 08:14
    Highlight Dafür können wir die waffengesetze sofort ändern um den Export zu vereinfachen. Das ist ja auch viel sinnvoller als das tödliche Cannabis zu exportieren!

    Immer weiter rechts wählen bis man rechts abstürzt..
    60 1 Melden
  • Skater88 20.09.2018 08:10
    Highlight Diese BAG Typen geben den schwer kranken wohl lieber andere Substanzen, welche stark abhängig machen, viele Nebenwirkungen haben, dafür aber von der Krankenkasse finanziert werden und der Gewinn an Private Unternehmen fliesst.
    80 0 Melden
  • barbablabla 20.09.2018 07:40
    Highlight Passt zur Chemie Lobby. Cannabis könnte für soviel mehr als nur Medizin benutzt werden, jedoch das passt vielen Leuten nicht, es könnte ja ein paar Millionen weniger auf dem Konto geben. Leagaliz it.
    50 1 Melden
  • saukaibli 20.09.2018 07:37
    Highlight Wüsste gerne, welche Beziehungen diese BAG-Juristen zur Pharmamafia haben. Ein Schelm wer dabei böses denkt...
    145 3 Melden
  • lily.mcbean 20.09.2018 07:15
    Highlight "Dabei wäre die Ausfuhr lukrativ, der internationale Markt boomt wie noch nie. Eine Chance auch für die Bauern, die den Hanf anbauen."
    Genau da liegt das Problem. Offensichtlich steht das BAG der Pharmalobby nahe. Dier Pharmalobby ist dies ein Grauen weil für sie viel Geld auf dem Spiel steht.
    Wenn nun die Krebskranken zb. anstatt das sauteure Schmerzmittel Cannabisöl kaufen und ihnen damit besser geholfen ist (warscheinlich weniger Nebenwirkungen), könnten sie damit einiges einbüssen. Geier sind das.
    58 1 Melden
  • Raphael Conca 20.09.2018 07:15
    Highlight Was soll das BAC!
    Gemäss vielen Artikeln und Darstellung im Ausland ist die medizinische Nutzen mit keinen Nebenwirkungen klar erwiesen.
    Ich denke es sind Lobbyisten der Schmerzmittelindustrie die alles versuchen ihre Chemie-Patente zu schützen.
    Bitte denkt an die Menschen die unter Schmerzen leiden, nicht an Gewinn und Absatz und Shareholder.
    33 2 Melden
  • dracului 20.09.2018 07:00
    Highlight Die Einstufung im BetmG ist willkürlich: Nikotin und Alkohol fehlen bspw., während Cannabis explit als „Betäubungsmittel“ gilt. Ein weiterer Ausweg wäre zudem über Art. 1b möglich: dem Verhältnis zum Heilmittelgesetz.
    In unserem Land ist es wohl einfacher, einen Panzer zu exportieren oder Schwarzgeld anzulegen, als Schwerkranken zu helfen. Für den Verkauf unserer humanitären Tradition brauchten wir noch nie Juristen und Gesetze.
    44 1 Melden
  • Tamoio 20.09.2018 06:47
    Highlight Vielleicht interessiert es euch zu lesen, wie es hier bei uns in Thailand steht mit Medical Cannabis Handhabung!
    Hier zwei News Artikel auf Englisch...
    Gruss aus Chiang Mai Alain

    http://www.khaosodenglish.com/news/2018/07/04/medical-thai-weed-gets-a-launch-date/

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-07-16/thailand-looks-to-endorse-medical-pot-yet-keep-anti-drug-laws
    3 2 Melden
  • UncleHuwi 20.09.2018 06:43
    Highlight aber die Heroingestützte Behandlung und die Abgabe von Methadon ist kein Problem? Kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
    203 9 Melden
    • Alice36 20.09.2018 06:55
      Highlight Tja da produzieren eben die Pharma Multis und keine Bauern oderKleinbetriebe, dann klappt's dann schon.
      43 1 Melden
  • _kokolorix 20.09.2018 06:34
    Highlight Was für ein eklatanter Unterschied zur Rüstungsbranche!
    Hanf hat definitif keine Lobby in Bern. Würden die zuständigen Juristen bei Waffenexporten nur auch so genau hinschauen...
    Da steckt die Pharmaindustrie dahinter, denen ist das kostengünstige Cannabis ein Dorn im Auge. Lieber verkaufen sie ihre teuren Präparate mit starken Nebenwirkungen, welche sich dann mit noch teureren Präparaten mit noch mehr Nebenwirkungen behandeln lassen...
    Kapitalismus pur eben.
    43 0 Melden
  • Weissbrot 20.09.2018 06:30
    Highlight Würde mich nicht wundern,wenn die Pharmalobby damit zu tun hat.
    Die wollen nichts,was sie nicht patentieren können
    26 0 Melden
  • Valon Behrami 20.09.2018 06:25
    Highlight Absolut rückständig wie man in der Schweiz mit Cannabis umgeht.
    40 0 Melden
  • leu84 20.09.2018 06:16
    Highlight Weil es Medikamente gegen Schmerzen mit künstlichen Cannbinoide gibt? Damit lässt sich zu Zeit mehr verdienen, wenn Schmerzpatienten nicht Kiffen würden...
    202 7 Melden
    • DocShi 20.09.2018 11:41
      Highlight Das würde ich gerne sehen wie du medizinisch aufbereiteten Cannabis kiffen willst.
      2 1 Melden
  • Daniel Kräuchi 20.09.2018 06:13
    Highlight vielleicht sind die sogenannten Juristen des BAG, ja auch auf Der Lohnliste der Pharma-mafia?? Denen schwimmen ja Die Felle davon, durch Die Konkurenz von Hanf.
    26 0 Melden
    • A_C_Doyle 21.09.2018 08:31
      Highlight Hast du dafür Belege? Ansonsten lass solche Aussagen doch sein, was bringt das denn? Immer gleich “Diese Politiker und Lobbyisten sind an allem Schuld!” Zu schreien bringt gar nix. Die Politiker haben wir gewählt, ne Initiative zu irgendwas davon gibt es nicht und hätte mangels Interesse auch kaum Aussicht auf Erfolg. Wenn dich der Lobbyismus stört, was ich verstehe, kannst du ne Initiative starten und bei genügend Unterschriften das ganze an der Urne gesetzlich verbieten lassen.

      Das Problem sind letztlich wir, nicht die Politiker bei deren Auswahl
      Wir versagt haben.
      1 3 Melden
  • PopFromTheBarbershop 20.09.2018 06:10
    Highlight Also demnach sind Waffen und Pestizidchemikalien in der Schweiz einfacher zu exportieren als Gras? Muss ja wohl nicht sagen wie lächerlich das klingt. Nimmt mich ja wunder ob die BAG in eigener Regie handelt oder da noch irgendwo Kohle aus der Pharmabranche vorhanden ist 🤔
    26 0 Melden
  • ali_der_aal 20.09.2018 06:08
    Highlight absoluter verhältnissblödsinn.. legalisiert doch endlich das kraut
    22 0 Melden
  • Gzuz187ers 20.09.2018 06:03
    Highlight Mein Gott, legalize it. Dann müssten wir uns auch nicht mehr mit ein paar zu sehr „pflichtbewussten“ Juristen herumschlage. Ich verstehe ja dass es Vorbehalte gegen den Freizeitkonsum gibt, aber hier geht es um schwerkranke Leute die ihr Leiden mithilfe einer einfachen Pflanze bedeutend lindern könnten. Und ausserdem könnte man auch mal nach Südafrika schielen, dort wurde auch gerade legalisiert und zwar mit einem einfachen und logischen Argument, ohne dass man zuerst alles doppelt und dreifach prüfen musste und sich der Materie komplett fremde Personen gegen das Vorhaben eingeschossen haben.
    294 8 Melden
    • tagomago 20.09.2018 07:08
      Highlight Ich denke nicht, dass es sich um pflichtbewusste Juristen handelt. Hier sind eher Interessenvertreter von Konkurrenzprodukten am Werk. Es gibt im BAG bestimmt viele mit ihren eigenen Interessen.
      27 0 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 20.09.2018 07:15
      Highlight Vorbehaltlos "legalize it"! - Welche Vorbehalte gegen Freizeitkonsum? Das Thema ist so verdammt ausgelutscht. Mag gar nicht mehr diskutieren.
      76 5 Melden
    • oXiVanisher 20.09.2018 07:46
      Highlight Aber, aber ... dann kann die Pharma ja ihre überteuerten Medikamente nicht mehr so einfach verkaufen. Wo kämen wir da dann hin?

      Ich kenne jemanden mit MS. Obwohl diese Person gerne Medizinisch Gras wollte (da dies nachgewiesen hilft die Schmerzen zu lindern bei MS), hatten die Ärzte ganz klar gesagt, dass es zu umständlich (Papierkram) sei, dies zu organisieren. Sie haben dann für fast 60'000 CHF im Jahr super teure Medizin der Pharma-Industrie verschrieben... Bis vor ein paar Jahren, durften sogar Apotheker selbst mittel herstellen die zur Linderung halfen. Dies wurde ebenfalls "illegal".
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