Schweiz
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Väter sollen nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub nehmen können. Die Nationalratskommission unterstützt eine entsprechende Gesetzesänderung. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

2, 15 oder 38 Wochen? Ein Überblick im Vaterschaftszeit-Dschungel

Nach der Abstimmung ist vor der nächsten Debatte: Mit dem Nationalratsentscheid vom Mittwochabend ist der mehrwöchige Vaterschaftsurlaub kein Tabuthema mehr. Zwei weitere Initiativen für eine längere Elternzeit sind bereits geplant.



2 Wochen Vaterschaftsurlaub

Noch im Frühling 2016 lehnte das Parlament die Forderung nach einem zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Doch seit Beginn dieser Legislaturperiode hat sich einiges getan. Es ist keine Minderheit mehr, die findet, dass der bisher geltende Vaterschaftsurlaub von einem Tag nicht mehr zeitgemäss ist. Wenige Tage nach dem Frauenstreik dann sprach sich der Ständerat mit einer deutlichen Mehrheit für eine 2-Wochen-Forderung aus.

Am Mittwochabend stimmte nun auch der Nationalrat dem Vorschlag zu. Ursprünglich forderte eine Volksinitiative vier Wochen. Diese wurde unter anderem vom Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse und der Frauendachorganisation Alliance F lanciert. Es war dann aber der indirekte Gegenvorschlag von zwei Wochen, der auch im liberalen Lager auf Anklang stiess und so vor beiden Räten bestehen konnte.

Es ist davon auszugehen, dass die Volksinitiative nun zurückgezogen wird. Ansonsten müsste das Volk über Initiative und 2-Wochen-Gegenvorschlag abstimmen.

15+15: 30 Wochen Elternzeit

Mit dem Entscheid des Nationalrats ist die Sache allerdings nicht erledigt – im Gegenteil. Die Elternzeit-Debatte geht nun erst richtig los. Denn schon sind zwei weitere Initiativen geplant. Eine davon von Netzaktivist Daniel Graf und seinem Verein Public Beta. «Gleichstellung Plus» nennt er sein Modell, bei dem Vater und Mutter nach der Geburt je 15 Wochen beurlaubt werden sollen.

Mit diesem Modell wären Frauen und Männer beim Geburtsurlaub tatsächlich gleichgestellt. Nicht so wie bei den jetzt beschlossenen zwei Wochen für den Vater und den 14 Wochen für die Mutter. Graf geht es um die echte Gleichstellung und darum, die Rollenbilder im Alltag zu verändern. «Heute gilt ein Mann als progressiv, wenn er seinem Kind die Windeln wechselt. Dabei sollte das zur Normalität werden, so wie es das bei Müttern ist», sagt er.

Mit seiner Initiative wolle er einen ersten Schritt in Richtung einer flexiblen Elternzeit machen. Dafür bräuchte es aber einen Ausbau über 30 Wochen hinaus. Das längerfristige Ziel sei, dass Vater und Mutter selber bestimmen können, wie sie die Wochen nach der Geburt ihres Kindes aufteilen. Doch damit sich die Männer nicht aus der Verantwortung stehlen können und die ganze Sorgearbeit nach wie vor in den Schoss der Mutter fällt, sei der erste Schritt, den Vaterschaftsurlaub auf 15 Wochen zu fixieren. Im Frühling 2020 soll die Initiative lanciert werden.

14+14+10=38 Wochen Elternzeit

Die zweite Initiative zur Elternzeit plant die SP. Die Sozialdemokraten gehen aufs Ganze. Sie fordern mit dem Volksbegehren, dass die Elternzeit aus 14 fixen Wochen für die Mütter, 14 fixen Wochen für die Väter sowie 10 flexibel aufteilbaren Wochen besteht. Total also 38 Wochen. «Das wirkt ganz konkret der Diskriminierung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt entgegen und verhindert die Zementierung von Rollenbildern», so SP-Nationalrätin Nadine Masshardt.

Doch es gibt einen Haken, wie das Beispiel von der Elternzeit in Norwegen zeigt. Dort ziehen zwar vier von fünf Norwegern den 14-wöchigen Vaterschaftsurlaub tatsächlich ein. In den frei aufteilbaren Wochen bleiben aber hauptsächlich die Norwegerinnen zu Hause, wie die NZZ berichtet. Eine flexible Elternzeit verbessere die Stellung der Mütter im Berufsleben kaum.

Darum suche die SP Gespräche mit Organisationen, die bereits auf diesem Thema aktiv sind, sowie mit weiteren möglichen Bündnispartnern, um das Anliegen möglichst breit abzustützen. «Erfahrungen in den umliegenden Ländern zeigen, dass eine mehrmonatige Elternzeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf massiv fördert».

Umfrage

Elternzeit oder Vaterschaftsurlaub: Welches Modell braucht die Schweiz?

  • Abstimmen

1,496

  • 2 Wochen Vaterschaftsurlaub reichen15%
  • Je 15+15 Papi- und Mamiwochen = 30 Wochen Elternzeit32%
  • Je 14+14 Papi- und Mamiwochen + 10 flexible Wochen = 38 Wochen Elternzeit46%
  • Es braucht überhaupt keinen Vaterschaftsurlaub7%

Bilder, die zeigen, wie cool deine Eltern waren

«Das kann die Mutter alleine eigentlich gar nicht schaffen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Unsinkbar 2 14.09.2019 09:18
    Highlight Highlight Wer denkt den an die Wirtschaft, die WIRTSCHAFT!! Spass bei Seite, je mehr Elternzeit, Vaterschafts- oder Mutterschaftsurlaub, desdo besser. Niemand ist unersetzbar in der Firma, und viele Arbeitnehmer haben eh einen Bullshitjob oder sind nur 2 Stunden pro Tag produktiv und den Rest in sinnlosen Besprechungen. Besset man kümmert sich um den Nachwuchs!
  • Mr.Stepper 13.09.2019 18:45
    Highlight Highlight Das ist ein wichtiger Schritt in Punkto Chancengleichheit für Männlein und Weiblein! Ich hätte auch gerne so eine Auszeit gemacht. Leider Konnte ich jeweils nur 2 respektive 3 Wochen (ordentlicher Urlaub) zum Supporten beziehen.

    Es im Interesse aller, dass beide Elternteile gute Chancen im Berufsleben haben. Dies gibt Vorteile für Altersrenten, Alimente bei Trennung, finanzielle Abhängigkeit, leben der gemeinsamen elterlichen Sorge usw...
  • Daniel Maier 13.09.2019 09:25
    Highlight Highlight Ich persönlich würde das als Angestellter ebenfalls gut finden, nur denket niemand an die Arbeitgeber. Die Schweiz ist eine KMU Land mit zwischen 5 und 20 Mitarbeiter. Nun könnte man sagen, dass ist ja nicht so schlimm. Ein Unternehmen mit 20 Leuten, 3-4 Personen in der Administration, 4-5 in der Entwicklung, 5-6 in der Technik, drei im Verkauf. Je nach Abteilung ist die Leistung der Abteilung massiv eingeschränkt und das über drei Monate. Meistens ist es unmöglich jemanden zu finden der die fehlende Person ersetzten und da sind ja auch noch Ferien, Militär, Feiertage und Krankheitstage.
    • Henri Lapin 13.09.2019 12:49
      Highlight Highlight Militär streichen
  • Rikku 13.09.2019 07:10
    Highlight Highlight Wie wäre es mit 15 Wochen für die Mutter, 2 bis 5 Wochen für den Vater und 13 oder auch mehr flexibel?
    Wie auch schon gesagt wurde, die Natur lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Frau braucht die längere Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen.
    Und bei der ganzen Diskussion geht wohl eines vergessen:
    Es gibt auch heute Familien, die sich bewusst für das traditionelle Familienmodell entscheiden, und das ist gut so. In der modernen Welt sollte es doch möglich sein, dass sich jede Familie selber entscheidet, welches Modell zu ihr passt, ohne dass einem etwas aufgezwungen wird...
  • wolge 13.09.2019 06:30
    Highlight Highlight Die psychosomatischen Krankheiten nehmen stetig zu und wir diskutieren über Vaterschaftsurlaub sowie eine Lockerung der Arbeitszeiterfassung. Das geht für mich einfach nicht auf.

    Die Lockerung der Arbeitszeiterfassung wird zu einer weiteren Zunahme solcher Krankheiten führen.

    Vaterschaftsurlaub ist einmalig eine tolle Sache für die, die Kinder haben. Sie trägt jedoch nicht zur Problemlösung bei sondern verknappt die Ressourcen und bewirkt dadurch eher noch mehr Stress.

    Was wir benötigen sind grundlegend andere Organisations- und Führungsmodelle. Nicht mehr Urlaub für eine gewisse Gruppe
  • wolge 13.09.2019 06:17
    Highlight Highlight Wir sollten uns um die echten Probleme dieser Welt kümmern und unsere althergebrachte Weltsicht gründlich überdenken:

    - Konsum: Abkehr von „haben wollen“
    - Wachstum auf Teufel komm raus
    - Globalisierung: Abkehr von Billigprodukten und langen Transportwegen
    - Überbevölkerung: Abkehr von Familie (Kinder) als Traum/Menschenrecht
    - Management: Abkehr von Command & Control Taylorismus
  • Paddiesli 13.09.2019 00:03
    Highlight Highlight Vaterschaftszeit? Der Begriff allein ist schon diskriminierend.
    In beide Richtungen, natürlich.
  • Mova 12.09.2019 22:59
    Highlight Highlight Ich habe Ferien genommen. Mit einem Unterjährigen Kind/Baby könnten wir eh nicht um die Welt fliegen, also zuhause ausgeholfen.
  • p4trick 12.09.2019 22:01
    Highlight Highlight Es gibt eigentlich gar nix zu diskutieren. In der Zeiten der Gleichberechtigung müssen es 14 Wochen je für beide sein! Mit der momentanen Situation werden Frauen benachteiligt und ungern eingestellt, da der Arbeitgeber befürchtet die Frau wird 14 Wochen fehlen. Tja wenn der Mann auch 14 Wochen fehlen kann ist die Sache der Gleichberechtigung hergestellt und NUR DANN
    • Applejack 13.09.2019 11:37
      Highlight Highlight Ja für die Gleichberechtigung beim Kinderkriegen bin ich schon lange.. 5 Monate Schwangerschaft für beide, die Geburt übernimmt bitte auch der Vater, inklusive Dammriss und Inkontinenz, versteht sich. Und ich als Mama kann 2 Tage nach der Geburt wieder eine Stunde joggen gehen. Nicht zu vergessen werde ich spätestens 3 Wochen nach der Geburt rumjammern wegen dem ausbleibenden Sex.. Gleichberechtigung wäre so toll! Wo kann ich unterschreiben?
  • Don Alejandro 12.09.2019 21:43
    Highlight Highlight Das Giesskannenprinzip benachteiligt kleinere KMUs gewaltig gegenüber Grossfirmen. Oder anders gesagt, der wer schon hat, dessen Arbeitgeber hat weniger Sorgen wie der einer 3-Mann Gipserbude. Wer zahlt dem die wirtschaftlichen Ausfälle?
    • Mr.Stepper 13.09.2019 18:38
      Highlight Highlight Die EO bezahlt bei den Müttern, also müsste das selbstredend identisch gehandhabt werden...
  • Carl Gustav 12.09.2019 21:42
    Highlight Highlight Mal ne ernste Frage:
    Wenn ein Mann mit 35i Vater wird und mit nem Master im CV 8500.- verdient.
    Dann bezahlt im nach der SP Initiative die Allgemeinheit 6 Monatslöhne?
    Und Ihr wundert euch im Ernst wieso die " kleinen Leute", die " Arbeiter" im Herbst schon wieder SVP wählen?
    War es nicht mal so gedacht, dass der Staat von oben nach unten umverteilt und nicht umgekehrt?
  • AndersDenkend 3.0 12.09.2019 21:16
    Highlight Highlight Es würde mich interessieren,wieso von 5 Norweger, einer die zeiten nicht so einfordert. Was sind deren Beweggründe oder familiäre Konstellationen? Ist das eruierbar?
    • freundeskreismelona 13.09.2019 06:36
      Highlight Highlight Wenn eine Mutter stillt, dann geht das länger als die 14 Wochen.
    • Pet R. Pan 13.09.2019 06:53
      Highlight Highlight Warum sollten die 20% interessant sein? Die anderen 80%, welche die Zeit für sich beanspruchen, sind entscheidend.
    • EvilBetty 13.09.2019 09:59
      Highlight Highlight Pet R. Pan: So könnte man den Edgecase zum Normalfall hochstilisieren und so lange wiederholen bis es alle glauben.
  • Mike Minder 12.09.2019 21:04
    Highlight Highlight Die einzige Frage welcher einen Konsens bedarf: Wie soll es bezahlt werden?

    Ich glaube keiner bestreitet, dass mehr Elternzeit in der heutigen Zeit (gleichberechtigung) mehr als angebracht ist.

    Dennoch... Väter können nicht stillen. Ja die Entlastung mit “Windeln wechseln und in den Schlaf wiegeln“ ist unbezahlbar.. dennoch... die Elternschaft muss geteilt werden.
    Dafür sollen beide Zeit und die Möglichkeit haben.
    Aber dafür braucht es meiner Meinung nach einen neuen Topf... wobei wir wieder bei der Ausgangsfrage sind. Aber das ist eine andere Diskussion.
    • Philosph 13.09.2019 00:16
      Highlight Highlight .. Davon ausgehend, dass stillen der einzige Weg ist ein Kind zu füttern..
    • EvilBetty 13.09.2019 10:01
      Highlight Highlight Traurig wenn Leute meinen Wickeln und Stillen wäre das einzige was man mit kleinen Kindern macht...
  • Provinzprinz 12.09.2019 20:49
    Highlight Highlight Es ist ein kleiner Schritt. In die richtige Richtung... Eine Möglichkeit sich die Elternzeit zu teilen wäre am schönsten. Die Kosten würden wohl über die ALV gedeckt werden, also steigen da schlussendlich die Beiträge für die Arbeitnehmer. Ich bin aber gerne bereit mehr in diese Kasse zu bezahlen wenn die Elternzeit gleichberechtigt eingeführt wird.
    • AndersDenkend 3.0 12.09.2019 21:12
      Highlight Highlight Wieso Blitze 🤨? Über dies würde ich gerne diskutieren...
    • india_s 12.09.2019 21:50
      Highlight Highlight @AndersDenkend - meinen Blitz haben Sie für das Wort gleichberechtigt bekommen. Ich habe einfach das Gefühl beim Mann geht die Tatsache vergessen, dass die Frau die Strapazen der Schwangerschaft, der Geburt und des Stillens hat. Es kann schon von Natur aus nicht gleichberechtigt sein. Der Mutterschafturlaub ist kein Urlaub sondern die Zeit welche Frau zur Erholung braucht. Daher Vaterschaftsurlaub ja aber mit Gleichberechtigung hat dies in meinen Augen nichts zutun.
    • p4trick 12.09.2019 21:56
      Highlight Highlight Es muss über die EO abgerechnet werden gleich wie WKs und Mutterschaft. Ein Beispiel wäre die WKs zu halbieren dann wäre das bereits gelöst
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 12.09.2019 20:42
    Highlight Highlight Mindestens 14-16 Wochen MUSS eine Mutter so oder so Ferien beziehen, um das Kind zu stillen (maximal 24 Wochen). Danach spielt es im Grunde keine Rolle mehr. Vorteil: Die Mutter könnte früher arbeiten und müsste ohne das Kind in fremde Obhut zu übergeben keine Lücke im Lebenslauf zulassen. Nachteil: ?. Bei 15+15 könnte Mann ungefähr 6 Wochen Ferien haben. So oder so sind mindestens 2...nein sogar 4 Wochen schon längst überfällig. Nicht jeder hat den Lohn eines Parlamentariers und gleichzeitig Verwaltungsrates, um sich eine Putzfrau, Kita und weiss nicht was zu leisten.
    • Entrepreneur (w) 13.09.2019 06:30
      Highlight Highlight Es war aber SEINE Entscheidung, kein Parlamentarier oder Verwaltungsrat zu werden. Für seinen Lohn ist jeder selbst verantwortlich. Und nach 14 Wochen benötigt man dann keine Kita und Putzfrau mehr? Dann ist es ok, wenn man wieder arbeiten geht? In meinen Augen: Alles Ausreden weil man einfach mehr Ferien will. Wie das ganze finanziert werden soll oder was das für ein Betrieb bedeutet, wenn jemand so lange fehlt und dass dafür andere die Konsequenzen tragen dürfen, obwohl sie nichts mit dem Baby zu tun haben, darüber macht sich keiner Gedanken.
  • Capodituttiicapi 12.09.2019 20:41
    Highlight Highlight Warum einfach warum nicht 2 Jahre Elternzeit?
    • Karoon 13.09.2019 04:29
      Highlight Highlight Warum nicht 18 Jahre?
    • Capodituttiicapi 13.09.2019 09:59
      Highlight Highlight 18 Jahre sind unrealistisch. 2 Jahre gehen perfekt, siehe Schweden.
  • ch.vogel 12.09.2019 20:40
    Highlight Highlight 15+15 Wochen sind keine "Elternzeit".
    Das sind 15 Wochen Vaterschaftsurlaub und 15 Wochen Mutterschaftsurlaub und bringen absolut nix in Sachen Flexibilität.
    Es ist besser als der eine Tag Vaterschaftsurlaub jetzt, aber WENN wir schon was umkrempeln, dann bitte richtig.

    Wo bitte ist die Option "x Wochen absolut flexible Elternzeit"?
    Oder traut man Eltern nicht zu, dass diese die beste Lösung für ihre eigene Situation finden können?

    Für einige mögen 15+15 sinnvoll sein, andere sind mit 4+26 oder 10+20 besser bedient (und die höhere Zahl muss nicht zwingend die Mutter sein).
    • Provinzprinz 13.09.2019 06:25
      Highlight Highlight Die Deutschen haben ein interessantes System. Dort können sich die Eltern die Zeit die Sie brauchen selber einteilen... jedoch ist das System teuer und Verwaltungstechnisch etwas umständlich.
  • reffx 12.09.2019 20:39
    Highlight Highlight Wie soll das mit der flexiblen Elternzeit geregelt werden?
    Was, wenn ein Elternteil einen Teilzeitjob hat, eine Person allenfalls 3500 CHF, die andere 7000 CHF verdient? Was wäre bei einer unerhofften Scheidung vor der Geburt?
    Klar ist, dass man dem Arbeitgeber ein Signal sendet, falls man im Verhältnis mehr bez. weniger von der flexiblen Teil bezieht.
    Stand jetzt würde ich eine Regelung mit fixer Zuteilung bevorzugen. Aber wer weiss, falls das Konzept stimmt, lasse ich mich gerne von der flexiblen Elternzeit überzeugen.
  • Tartaruga 12.09.2019 20:38
    Highlight Highlight Finde es schön, dass den Papis Zeit eingeräumt werden soll und Frauen künftig nicht nur bis bspw. 25 ohne Bedenken eingestellt werden.

    Leider gibt es aber zu viele "Früher hatten wir das auch nicht wieso sollte es heute anders sein"-Verfechter, weshalb sich schlussendlich vielleicht gar nichts ändern.
    • Tartaruga 13.09.2019 17:18
      Highlight Highlight * wird.
  • Badummtsss 12.09.2019 20:18
    Highlight Highlight Klingt toll! Doch wer bezahlt das?
    • Ueli_DeSchwert 12.09.2019 21:48
      Highlight Highlight Die gleichen, die den Militärdienst oder bisher den Mutterschaftsurlaub bezahlen: Die EO. Dabei zahlen vielverdiener viel und wenigverdiener weniger ein. So einfach wie fair.
      Ich weiss nicht, wieso dies überhaupt noch ein Thema ist?
    • Sleepimust 12.09.2019 21:57
      Highlight Highlight Dachte ich auch, als vorhin 2 Kampfjets über meinem Kopf durchgeflogen sind.

      Sorry, falsches Thema
    • Badummtsss 12.09.2019 22:22
      Highlight Highlight @Ueli_deSchwert
      Aha. Erklären müssen Sie mir das nicht. Steht auf jeder Lohnabrechnung. Nun. Es wird nicht bei den 0.45% bleiben wenn der Vaterschaftsurlaub kommt.

      Wäre es nicht sinnvoller diesen Betrag der AHV, welches weit die grössere Baustelle ist, einzuzahlen?
  • Nüübächler 12.09.2019 20:15
    Highlight Highlight Unglaubliche Realitätsverweigerer.
    Wir haben kaum Geld für die AHV, die Krankenkassenprämien steigen laufend so dass je nach Kanton schon 40% Prämienverbilligungen in Anspruch nehmen müssen und was fordern die naiven Linken? Noch mehr! Am liebsten gar nicht mehr arbeiten. Das gibt für einen Staat keine gute Zukunft. Eigentlich müsste es ein Geben und Nehmen sein, nicht nur ein Nehmen.
    Ich muss schauen dass ich keine Steuern mehr bezahlen muss, sollen andere die Dummen spielen.
    • Carl Gustav 12.09.2019 21:36
      Highlight Highlight Wenigstens werden die Arbeitnehmer 50+ so wieder interessanter
    • Ueli_DeSchwert 12.09.2019 21:49
      Highlight Highlight Nach deiner Logik müssten wir das Militär ja abschaffen - das sind pro Mann 20+ Wochen die man "nicht arbeiten" muss...
    • victoriaaaaa 13.09.2019 05:27
      Highlight Highlight Nur mal ein Gedanke: wenn die Eltern länger frei haben, dann braucht es (mehr) ersatz. Diese erhalten dann genauso den Lohn...

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