Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hier wohnen, dort Steuern zahlen? Jetzt soll's Wochenaufenthaltern an den Kragen gehen

Der Berner Ex-Stapi Alexander Tschäppät verlangt, dass Wochenaufenthalter künftig an zwei Orten Steuern zahlen sollen. Tatsächlich stellt der Umgang mit Teilzeit-Einwohnern die Städte zunehmend vor Probleme.



Sina wohnt in Zürich. Hier arbeitet sie, seitdem sie das Studium abgeschlossen hat. Hier wohnen ihre Freunde, hier verbringt sie ihre Freizeit. Offiziell ist die 29-Jährige allerdings noch im Bündnerland bei ihren Eltern gemeldet – und profitiert dort von günstigeren Steuern und Krankenkassenprämien. Sina ist eine von rund 15’000 Wochenaufenthalterinnen in der Limmatstadt.

Auch in anderen Schweizer Städten stellen die Wochenaufenthalter eine bedeutende Bevölkerungsgruppe dar. Nicht nur zur Freude der zuständigen Verwaltungen. Denn diese Einwohner profitieren zwar vom ÖV, der Abfallentsorgung und dem Kulturangebot in der Stadt – ihre Steuern zahlen sie aber anderswo. Alexander Tschäppät, SP-Nationalrat und ehemaliger Stadtpräsident von Bern, will dieser Praxis nun einen Riegel schieben.

Stadtpraesident Alexander Tschaeppaet, OK-Praesident Tour de France Bern, spricht an der Pressekonferenz zur

Von 2004 bis 2016 war Alexander Tschäppät Berner Stadtpräsident. Bild: KEYSTONE

In einer Motion verlangt er vom Bundesrat, dass die betroffenen Personen künftig auch an ihrem zweiten Wohnsitz Steuern entrichten sollen. In welchem Umfang, lässt er offen. 

Er spricht von einer Frage der Steuergerechtigkeit: «Es ist nicht fair, wenn die Wochenaufenthalter bei uns die gesamte Infrastruktur nutzen, sich aber in ihrer Heimatgemeinde günstig besteuern lassen, von tieferen Krankenkassenprämien profitieren – und erst noch Abzüge für den Wochenaufenthalt geltend machen können.» 

«Wochenaufenthalter beanspruchen in zwei Gemeinden Wohnraum – obwohl dieser ohnehin knapp ist.»

Alexander Tschäppät (SP)

Mit einem Automatismus erübrigten sich auch die mühseligen Abklärungen der Behörden, argumentiert Tschäppät weiter. «Für die Betroffenen ist es entwürdigend, wenn sie ihre Lebenssituation gegenüber der Verwaltung detailliert darlegen müssen. Und die Verwaltung hat aufgrund der Datenschutzbestimmungen auch immer weniger Möglichkeiten, die Angaben auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.»

Dazu komme das Argument der «kalten Betten»: «Wochenaufenthalter beanspruchen in zwei Gemeinden Wohnraum – obwohl dieser ohnehin knapp ist.» Dies steuerlich auch noch zu begünstigen, sei nicht zeitgemäss, findet Tschäppät.

Neue Familienformen machen Abklärungen schwierig

Tatsächlich stellt der Umgang mit Wochenaufenthaltern die Städte zunehmend vor Probleme, wie eine watson-Recherche zeigt. Jährlich müssen in Zürich rund hundert Personen in einem ausserordentlichen Gesuch darlegen, warum sie ihren Status behalten wollen. Für die Beurteilung der Fälle werden Spezialisten beigezogen, gegen negative Entscheide können Betroffene beim Stadtrat Beschwerde einlegen. So weit kommt es in zwei bis drei Fällen pro Jahr.

Auch in Bern halten die Abklärungen die Verwaltung auf Trab. Fünf Mitarbeiter sind in der Bundesstadt eigens dafür angestellt, die Angaben von Wochenaufenthaltern zu überprüfen.

«Wenn eine Patchwork-Familie zwei Wohnungen an zwei Orten hat – wo ist dann der Niederlassungsort?»

Nat Bächtold, Sprecher des Zürcher Präsidialdepartements

«Wir beobachten seit einigen Jahren eine Tendenz, dass es nicht mehr so einfach ist, Wochenaufenthaltende genau einzugrenzen», sagt Nat Bächtold, Sprecher des Zürcher Präsidialdepartements. Zwar machten Studenten, die unter der Woche in einem WG-Zimmer in Zürich leben und am Wochenende zur Familie zurückfahren, immer noch die Mehrheit der Fälle aus. Daneben gebe es aber vermehrt auch andere Konstellationen.

Grund dafür seien neue Arbeits- und Familienformen, so Bächtold: «Wenn eine Patchwork-Familie zwei Wohnungen an zwei Orten hat, wenn nicht nur am Arbeitsort, sondern zum Beispiel auch mobil und/oder im Homeoffice gearbeitet wird: Wo ist dann der Niederlassungsort und wo der Aufenthaltsort?» Solche Fragen sorgten in der Stadtverwaltung für rauchende Köpfe. Man werde die Debatte über Tschäppäts Vorstoss deshalb mit Interesse verfolgen, so Bächtold.

«Tschäppäts Vorschlag würde all jene bestrafen, die nicht das Privileg haben, ihre Ausbildung in ihrem Heimatkanton zu absolvieren»

Im Parlament dürfte die Motion allerdings einen schweren Stand haben. «Die Regelung, dass man dort Steuern zahlt, wo man seinen Lebensmittelpunkt hat, hat sich bewährt», findet etwa der Bündner CVP-Ständerat Stefan Engler. Aus seinem Kanton stammen die meisten in Zürich gemeldeten Wochenaufenthalter. «Tschäppäts Vorschlag würde all jene bestrafen, die nicht das Privileg haben, ihre Ausbildung in ihrem Heimatkanton zu absolvieren», kritisiert er.

Korrigendum: In einer früheren Version dieses Artikels wurde Stefan Engler fälschlicherweise als Bündner Nationalrat bezeichnet. Er vertritt den Kanton Graubünden als Ständerat. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler.

Du lebst WG-tarisch? Dann kennst diese 10 Mitbewohner-Typen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Supreme-Court-Richterin Ginsburg verstorben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

98
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 28.09.2017 23:09
    Highlight Highlight Ich finde es erschreckend, wie die Leute sich bei solchen Fragen vor lauter Neid gegenseitig zerfleischen und für weniger Abzüge plädieren, während gleichzeitig - und dies seit Jahrzehnten - die Steuerlast schleichend von den Unternehmen zu den Privatpersonen verschoben wird.

    Dasselbe gilt übrigens auch für die Debatte über die Abzüge für den Arbeitsweg.

    Und noch was: Lebensverhältnisse können sich ändern. Neue Beziehung oder neuer Job und plötzlich wird man vom politisch korrekten Städter mit Velo-Arbeitsweg zum bösen Pendler oder gar Wochenaufenthalter...!
  • UZEDE UZEDE 28.09.2017 16:47
    Highlight Highlight Wochenaufenthalter darf man nicht bestrafen.
    Das sind wichtige Anreize die Leute vom pendeln abzubringen!
  • pamayer 28.09.2017 16:04
    Highlight Highlight Sicher mal genau hinschauen.

    Aber nicht ohne bei den fetten Outsourcen ganz genau auf die Finger schauen.
    Dann sind Wochenaufenthalter Peanuts.
  • pedrinho 28.09.2017 15:08
    Highlight Highlight SP idee, aiatolla

    und wer bezahlt, der kleine mann*

    die behoerden werden um ein kontrollorgan mehr aufgeblasen, unterm strich, ausser spesen nix gewesen, dafuer ein paar behuetetenplaetze fuer genossen* geschaffen.
  • mrcharliebrown 28.09.2017 14:37
    Highlight Highlight "hat sich bewährt". Ich kanns nicht mehr hören! Gibts eine politische Frage, bei der dies kein Argument der CVP ist? Seit wann ist "hat sich bewährt" gleichbedeutend mit der besten Lösung.
  • stud90 28.09.2017 12:06
    Highlight Highlight Wie wärs, wenn einfach die Steuern überall gleich hoch wären? Dann wär die ganze Diskussion nämlich hinfällig!

    Ich (Bernerin) heirate demnächst einen Bündner. Wir ziehen aber noch nicht gleich zusammen. Daher müssen wir noch separat Steuern zahlen, statt dass sich Bern und Graubünden für einen Steuerort entscheiden. Ist doch bescheuert!
    • Posersalami 28.09.2017 13:39
      Highlight Highlight Naja, also die Freiheit des Steuerfusses ist an sich schon eine gute Sache! Vielleicht wäre ein Mindeststeuersatz nicht schlecht der nicht unterboten werden darf, aber im Prinzip soll das jede Gemeinde für sich ausmachen.
  • Posersalami 28.09.2017 11:42
    Highlight Highlight Man soll diesen komischen Wochenaufenthalt einfach abschaffen. Für Studenten, Schüler und Lehrlinge kann man gerne andernorts Steuervergünstigungen einführen. Aber in Zürich, Bern oder Basel leben und Arbeiten und in Hintertupfingen Steuern zahlen geht einfach nicht, das ist schlicht parasitäres Verhalten. Ich kenne auch so ein paar Spezialisten die für die Steuer noch Zuhause bei Mutti gemeldet sind aber seit Jahren in der Stadt leben und arbeiten. Da gehts tatsächlich nur ums Steuern vermeiden. Weg damit!
    • flugsteig 28.09.2017 12:21
      Highlight Highlight Studenten, Schüler und Lehrlinge bezahlen sowieso kaum Steuern. Das sollte also kein Problem darstellen. Ansonsten ganz deiner Meinung.
  • Cücs 28.09.2017 11:22
    Highlight Highlight Der Kanton Graubünden hätte sicher nichts dagegen, wenn er dem Kanton Bern die Hälfte meiner Steuern (0 - 100 CHF) abgeben müsste, wenn der Kanton Bern im gegenzug die Hälfte der Stipendien und Krankenkassenverbiligung (zusammen mehrere tausend CHF) übernehmen würde.
  • thewall 28.09.2017 11:17
    Highlight Highlight Und was wäre wenn wir gar keine Steuern zahlen würden? Hat sich schon jemand gefragt wo das Alles hingeht? Politik, Konzerne, Kriege! wer finanziert das Ganze?
    • dan2016 28.09.2017 12:17
      Highlight Highlight es gibt Leute, die sich das so gefragt haben. Es gibt sogar genehmigte Budgets. Und die sind sehr oft einsehbar. Kriege - ich glaube, der letzte Bernerkrieg war der Stecklichrieg. Und ja, damals gabs weder Internet noch sonstige Informationsmöglichkeiten, welche unwissende Postende konsultieren könnten.
    • flugsteig 28.09.2017 12:25
      Highlight Highlight Infrastruktur, Bildung, Katastrophenhilfe, Landesverteidigung, Sozialwesen...
      Denkst du unser Strassennetz wurde von den Römern gebaut?
    • thewall 28.09.2017 12:30
      Highlight Highlight Woher kommen viele Blitze? Sind Alle hier in Forum für die Kriege? Gehirnwäsche lässt grüssen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boogie 28.09.2017 11:16
    Highlight Highlight Finde auch, dass es eine Gesetzesänderung braucht. Kenne einige Personen, die seit Jahren in Zürich wohnen und arbeiten und immer noch in Graubünden etc. Steuern zahlen. Teils sogar beim Kanton Zürich angestellt mit sehr gutem Lohn, trotzdem werden die Steuern aber woanders gezahlt. Das kann eigentlich nicht Sinn der Sache sein.
  • Denk-mal 28.09.2017 11:11
    Highlight Highlight Ja, ja..., vor den Sechzigern musste ich mein Studium, wie viele andere, selber zahlen. Man wollte nicht vom Staat abhängig sein, wenn dann minimal. Taxifahren in der Nacht unter der Leselampe studieren. Tagsüber auch noch eine Teilarbeit.
    Heute Ht. Mamma. Viel trallalaPartys endloses studieren und spät in dei 1. und 2. Säule einzahlen und dann NEIN stimmen. Bin froh, lebe ich auf den letzten Metern. Das wird in 10 -20 Jahren ein Chaos geben. Supi! Danke für die vielen Blitze. Hoffentlich trifft der eine od. andere Blitz die Schmarotzer nicht auf dem Klo:-)
  • elivi 28.09.2017 11:01
    Highlight Highlight Also vollzeitstudenten zahlen eh keine steuern also wärs gar ned so schlimm für sie ...
  • The oder ich 28.09.2017 10:29
    Highlight Highlight Bern treibt schon seit vielen Jahren einen riesigen Aufwand, gerade auch bei Studierenden die Rechtmässigkeit des Wochenaufenhalts zu kontrollieren. Mein Bruder musste damals in den 80ern JEDES Jahr fein säuberlich seine Billette vorlegen, um zu beweisen, dass er tatsächlich am Wochenende zurück zu den Eltern fuhr. Da wären Stichproben bei auffälligen Konstellationen für das Verhältnis Aufwand/Ertrag günstiger, und man könnte das Personal sinnvolleren Tätigkeiten zuweisen.
    Benutzer Bildabspielen
  • piedone lo sbirro 28.09.2017 10:20
    Highlight Highlight kenne auch ein solcher fall.

    ausbildung zum lokführer abgeschlossen, lebt er (33) schon seit Jahren weiter als wochenaufenthalter in der stadt luzern.

    das schlimmste am ganzen ist, dass der rappenspalter keine gelegenheit auslässt um ausländer pauschal als sozialschmarotzter zu betiteln, und sich als schlauer hält als jene die ehrlich ihre steuern bezahlen.
    gibt es irgendwo etwas günstiges zu ergattern ist er der erste.

    ein schmarotzter der vom wohlstand profitiert aber selber nichts dazu beiträgt.
  • Gubbe 28.09.2017 10:07
    Highlight Highlight Ich war nicht oft mit Herrn Tschäppät einig. Diesmal schon. In unserer Gemeinde gibt es Leute, die haben Haus und Boden, steuern aber in der Gemeinde vom Vater. Dies ist Umgehung von Steuern, also Hinterziehung. Die Studenten lassen wir mal studieren, bis sie einen Abschluss haben. Viele sind ja von den Eltern finanziell abhängig.
  • Snowy 28.09.2017 10:01
    Highlight Highlight Kann so umgesetzt werden.
    Bitte gleich zusammen mit der Streichung von den steuerlichen Abzügen für das Pendeln zur Arbeit. Dies sage ich, obwohl ich aktuell persönlich von beiden Sparmassnahmen profitiere.

    Steurabzüge müssen sich für Staat und Gesellschaft lohnen, resp sollten positive Anreize geschaffen werden. Dies ist hier genau nicht der Fall.
    • Snowy 28.09.2017 13:28
      Highlight Highlight Eben nicht. Respektive die Definition* muss m.M. nach angepasst werden.

      Dein Arbeitgeber oder der Staat schreiben Dir ja nicht vor, wo Du wohnen musst.

      * Gewinnungskosten sind Kosten, die mit der Erzielung des Einkommens im Zusammenhang stehen. Für Unselbständigerwerbende sind es die Berufsauslagen, für Selbständigerwerbende und Unternehmen der Geschäftsaufwand, der in Abzug gebracht werden kann.
  • Fly Boy Tschoko 28.09.2017 10:00
    Highlight Highlight Nun ja, in Luzern zahle ich etwa tausend Franken Steuern, in Basel müsste ich keinen Rappen zahlen.
    Zudem sehe ich das mit den kalten Betten nicht ganz ein. Studenten sind ja oft noch im elterlichen Haushalt gemeldet. Meine Eltern werden das Haus kaum in eine WG verwandeln wenn ich mich ummelde.
    • ciaociao 28.09.2017 19:00
      Highlight Highlight Es geht ja auch in erster Linie nicht um Studenten. Bei denen ist steuerlich eh nicht viel zu holen.
      Gemeint sind Wochenaufenthalter, die offiziell in einer kleinen Wohnung irgendwo in einem steuergünstigen Dorf gemeldet sind, unter der Woche aber wo anders wohnen. Solche Personen nutzen die öffentlicher Gelder des Ortes, wo sie unter der Woche sind, zahlen aber nichts zurück. Am schlimmsten sind die, die im grenznahen Ausland ihren festen Wohnsitz haben, aber in der Schweiz von höheren Löhnen und teils besser ausgebautem öffentlichen Angebot profitieren, aber keinen Rappen hier liegen lassen.
  • satyros 28.09.2017 09:36
    Highlight Highlight Die Studis sind ja nicht ein Problem. Es gibt aber viele, die nach dem Studium den Wochenaufenthalt beibehalten. Das sind 30-jährige mit sehr guten Jobs, die meist zu Weihnachten und Ostern zu den Eltern fahren, offiziell aber noch in diesem Haushalt wohnen. Am Ort ihres Wochenaufenthalts haben sie all ihre Freunde, eine Beziehung, sind in Vereinen oder ähnlichem aktiv. Einfach Steuern zahlen wollen sie in den kleinen Landkantonen, aus denen sie ursprünglich stammen. Das geht nicht.
    • Hockrates 28.09.2017 15:50
      Highlight Highlight Die können dann ja auch nur da zum Arzt. Besonders kränklich darf man als Wochenaufenthalter nicht sein.
  • 4kant 28.09.2017 09:33
    Highlight Highlight Herr Tschäppat,

    warum lassen Sie nicht gleich eine Stadtmauer errichten und verlangen von jedem der reinkommt einen Wegzoll, und von jedem der rausgeht den doppelten Wegzoll?

    Sie müssen ihre Ansicht schon konsequent verfolgen, um glaubwürdig zu wirken. Jeder der in ihre schöne Stadt kommt, und sei es bloss zum Umsteigen, der profitiert von die städtische Infrastruktur, aber nicht alle zahlen: Pendler, Touristen, Studenten, Zugvögel, Wanderraten, etc. etc. Sie dürfen die Parlamentarier nicht auslassen. Wegen ihrer Sessionen im Bundeshaus, muss natürlich deren Steuersitz in Bern sein.
    • 4kant 28.09.2017 14:05
      Highlight Highlight @AL:BM
      Botoxopfer, aha.
    • 4kant 29.09.2017 11:28
      Highlight Highlight @AL:BM
      Botoxopfer und Parkinsonopfer, aha
  • Ökonometriker 28.09.2017 09:27
    Highlight Highlight Eventuell sollte man sich auch überlegen zum alten System der Einwohner- und Bürgergemeinde zurückzukehren und die Steuerbelastung entsprechend aufzuteilen.
    • 4kant 28.09.2017 14:14
      Highlight Highlight Zürich wäre über Nacht bitter arm.
      Dafür boomt es dann in Flims, Flums und Flams.
    • Ökonometriker 28.09.2017 16:22
      Highlight Highlight @4kant wäre eine Dezentralisierung der Wirtschaft nicht ohnehin sinnvoll? Derzeit konzentriert sich die Wirtschaft auf Basel, Genf und Zürich wo die Lebenshaltungskosten auch entsprechend gestiegen sind. Würden sie sich besser verteilen wäre allen geholfen.
  • bernd 28.09.2017 08:56
    Highlight Highlight Die meisten Leute, die ich kenne, die unnötig lange als Wochenaufenthalter gemeldet sind, tun dies, um sich weiterhin das unerklärlich stark verbilligte GA kaufen zu können, das sie quasi hinterhergeworfen bekommen, weil ihre Eltern oder sonst jemand im Haushalt auch ein GA haben. Dies macht bei den meisten Studenten viel mehr aus, als die Steuern, die bei den meisten - wie hier bereits mehrfach beschrieben - sowieso gegen 0 tendieren.
    • atomschlaf 28.09.2017 12:33
      Highlight Highlight @bernd: Also für die höchst fragwürdige und krass diskriminierende Preispolitik der SBB kannst Du die Wochenaufenthalter nicht auch noch verantworlich machen!

      Eine Person, ein GA, ein Preis.
      Vergünstigungen nur für Kinder unter 16 und Personen in Ausbildung.
      Alles andere ist Unsinn.
    • bernd 28.09.2017 16:43
      Highlight Highlight Ich mache doch nicht Wochenaufenthalter für die Preispolitik der SBB verantwortlich. Wennschon mache ich die Preispolitik mitverantwortlich für die grosse Anzahl Wochenaufenthalter.
    • atomschlaf 28.09.2017 17:50
      Highlight Highlight Ja, ich hab's unterdessen gesehen.
      Ich hatte Deinen Kommentar zuerst falsch interpretiert.

      Was die SBB-Preispolitik angeht, scheinen wir uns ja einig zu sein. ;-)
  • ströfzgi 28.09.2017 08:53
    Highlight Highlight Da wird SP Parteigenossin Leutenegger Oberholzer aber grausam Freude haben.
  • solaris 28.09.2017 08:50
    Highlight Highlight Ich meine, es geht hier nicht primär um die Steuern. Die meisten Studenten verdienen eh nicht soviel, dass es gross etwas ausmacht, wo sie wohnen. Ich kenne aber Fälle, die sich mit Zähnen und Klauen gewehrt haben, den Wohnsitz nach Zürich verlegen zu müssen. Dann hätten sie nämlich ihre geliebte VS, GR oder AR Autonummer gegen das ungeliebte ZH eintauschen müssen... 😉
    • Alpha3 28.09.2017 11:08
      Highlight Highlight Ja, steuern machen nicht viel aus, aber nur dank der Wochenaufenthaltsbewilligung können Studenten weiter zu Hause versichert sein, das GA günstiger haben usw.
      Das entlastet ein Familienbudget stark, denn letztlich bezahlen ja den Grossteil die Eltern.
      Als Steuerschlupfloch sollte man den Wochenaufenthalt denoch nicht nutzen können.
  • giandalf the grey 28.09.2017 08:46
    Highlight Highlight Ich bin Zürcher Wochenaufenthalter und Chur. Der einzige Grund dafür ist der, dass mich die bündner Lokalpolitik einen feuchten Kericht interessiert. Ausserdem kann ich die Ausbildung die ich mache nur hier machen. Das dürfte man von mier aus auch gerne überprüfen, aber bitte lasst mich nicht doppelt Steuern zahlen!
    • satyros 28.09.2017 09:32
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, dass Du doppelt zahlen müsstest, sondern das Zürich einen Teil Deiner Steuern nach Chur abliefern müsste.
    • Snowy 28.09.2017 10:09
      Highlight Highlight Niemand spricht von doppelt bezahlen.
    • Posersalami 28.09.2017 11:39
      Highlight Highlight Sie nutzen also die Annehmlichkeiten in Chur, ohne dafür zu bezahlen? Finden Sie das gut?
  • tomdance 28.09.2017 08:35
    Highlight Highlight Liebes Watson. Im Artikel steht "Im Parlament dürfte die Motion allerdings einen schweren Stand haben. ". Der Titel suggeriert aber, dass sich nun etwas ändert. Das sorgt zwar für super Clickzahlen von WochenaufenthalterInnen, ist aber eher grenzwertig.

    Übrigens: ich war Wochenaufenthalter, ziehe nun aber meine Übernachtungskosten an meinem Arbeitsplatz einfach als Berufsauslagen ab. Das funktioniert bestens.
    • Snowy 28.09.2017 10:10
      Highlight Highlight In welchem Kanton machst Du das? Hat bei mir nicht geklappt (Zürich).
    • atomschlaf 28.09.2017 12:37
      Highlight Highlight Die Land- und Bergkantone werden diesen Flausen von Herrn Tschäppät spätestens im Ständerat einen Riegel schieben.
      Da muss sich kein Wochenaufenthalter Sorgen machen.
  • holden27 28.09.2017 08:32
    Highlight Highlight Grundidee finde ich eigentlich gut. Leute die das ausnutzen, sollen zahlen.
    Jedoch finde ich die Umsetzung sehr schwierig...
    Vor allem leute, welche es nicht ausnutzen und gezwungenermassen ausserkantonal arbeiten. Wenn man dann noch hohe mieten zu zahlen hat und nicht in einer berufsbranche arbeitet, wo man viel verdient, wird es schwierig für solche leute dann auch noch zusätzlich hohe steuern zu zahlen.
  • Ruedi Frei 28.09.2017 08:30
    Highlight Highlight Dabei könnte man auch gleich das mit den Autonummern endlich durchsetzen. Ex. Bündner und Ausländer die seit Jahren in ZH leben und fahren (Strassen nutzen) aber immer noch mit den GR, oder Ausländer D, PL rumkurven. Ist eine Frechheit! Aber die Zentrumskantone kann man ja endlos rupfen.
  • El Vals del Obrero 28.09.2017 08:05
    Highlight Highlight Es gibt, neben den Steuern, noch eine anderen, durchaus postiven, Effekt:

    Der "politische Brain-Drain" vom Land in die (Universitäts-)Städten und damit die zunehmende Stadt-Land-Polarisierung wird etwas gedämpft, wenn einige Städter offiziell noch auf dem Land gemeldet sind und dort abstimmen.
  • Pascal1917 28.09.2017 07:59
    Highlight Highlight Ganz einfach: Besteuerung am Ort des Arbeitsplatzes.

    Ob dann noch immer so viele SZ, AG, ZG etc. Autonummern in Zürich zu sehen sind?

    Die Städte investieren Millionen in Infrastruktur, welche von Steuerflüchtlingen genutzt wird. Und dann haben die auch noch die Güte, so stolz auf ihre konservativen Ansichten und Kantone zu sein.

    Natürlich sollte man z.B. für Studenten Ausnahmen machen.
    • Brasser 28.09.2017 08:34
      Highlight Highlight OK, ich arbeite durchschnittlich 4-5 Tage in meinem Büro und 1-2 Tage zu Hause (anderer Kanton), je nach Arbeitslast oder Termine.
      So "ganz einfach" ist das mit der Besteuerung am Arbeitsort sicher nicht zu lösen...
    • raphe qwe 28.09.2017 08:36
      Highlight Highlight Bern und Luzer dürfen sich meine 100.- sonst teilen:)
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.09.2017 09:12
      Highlight Highlight "Bern und Luzer dürfen sich meine 100.- sonst teilen:)"

      Aus spartechnischen Gründen ändert der Kanton Luzern per Sofort seinen Namen auf Luzer. Damit soll der Kanton nun effektiv Tinte sparen und somit eine Einsparung von mehreren hundert Franken möglich sein.
  • Menel 28.09.2017 07:57
    Highlight Highlight Ich hoffe, für Unternehmen wird das auch so gehandhabt 😆
  • RebeccaL 28.09.2017 07:55
    Highlight Highlight Wieso habe ich das Gefühlt, dass es nur nach aussenhin um die „Gerechtigkeit“ geht?
  • Picker 28.09.2017 07:47
    Highlight Highlight Betreffend Studenten weiss ich nicht, wie extrem es sich steuertechnisch (abgesehen von KK Prämien) lohnt, diese anderswo zu besteuern, als Student hat man in der Regel ein kleines oder gar kein Einkommen.

    Was ich aber schon längst begrüssen würde, ist wenn man den Steuersatz vom Arbeitsort bezahlen müsste, nicht vom Wohnort.

    Oder wie andere vorschlagen, gleiche Steuern für alle, egal wo man wohnt.
  • Trouble 28.09.2017 07:47
    Highlight Highlight Ich kenne keine Wochenaufenthalter (praktisch alle meine ehemaligen Studienkollegen waren/sind dies), welche regelmässig und oft
    - so wie auf dem Gesuch angegeben - zu den Eltern fahren. Und ich kenne auch viele Personen, die mittlerweile erfolgreich in der Berufswelt Fuss gefasst haben und trotzdem noch die Vorzüge des Wochenaufenthalterstatus geniessen. Ist leider so und regt mich ehrlich gesagt tierisch auf. Irgendwann sollte man einfach erwachsen werden und sich abnabeln.
    • Töfflifahrer 28.09.2017 08:09
      Highlight Highlight Bin derselben Meinung, nur so einfach ist es nicht. Hier wohnt eine Familie mit 3 Kindern, der Vater arbeitet unter der Woche in Lausanne und hat dort ne 1-Zimmer Wohnung. Er ist ein Wochenaufenthalter. Wie soll die Aufteilung der Steuern nun aussehen?
      Familie hier, er unter der Woche in Lausanne?
    • Labbarabbaber 28.09.2017 08:19
      Highlight Highlight Ich als Student habe keine Abnabelungsprobleme, gehe aber immer jedes Wochenende ohne Ausnahme nach Hause. Dies tue ich aus verschiedenen Gründen:
      - enges Verhältnis zu meiner Familie
      - am Wochenende arbeite ich in meinem Heimatkanton
      - alle meine Freunde leben in meinem Heimatkanton
      - und von günstigeren Steuerverhältnissen profitiere ich absolut nicht.
      So fände ich es nicht gerecht (da ich ja die Regeln einhalte), wenn ich einem Mitarbeiter des Kantons mein ganzes Leben offenlegen müsste.
    • Baba 28.09.2017 08:42
      Highlight Highlight @Töfflifahrer: Sie beschreiben ein ganz anderes Szenario als Trouble. Es geht um Studis, die das Studium beendet, erfolgreich ins Berufsleben eingestiegen, aber offiziell immer noch bei den Eltern gemeldet sind und von den Vorzügen des WA-Status profitieren, aber nur einmal in zwei Monaten "nach Hause" fahren. Ihr Familienvater wird aber wohl so oft wie möglich zu seiner Familie fahren.

      Datenschutz in Ehren, aber die Umstände müssen einfach überprüft werden (können) und den Behörden die entsprechenden Berechtigungen es zu tun gegeben werden. Deswegen werden wir nicht zum "Überwachungsstaat".
    Weitere Antworten anzeigen
  • anonymer analphabet 28.09.2017 07:45
    Highlight Highlight Die Beeinflussung des Wohnorts auf die höhe der Krankenkassenprämien abschaffen!
    • Mett-Koch 28.09.2017 08:47
      Highlight Highlight Das ist ohnehin ein Skandal. Wer 100 Meter ausserhalb der Stadt wohnt bezahlt viel weniger... weiss jemand weshalb? Lebt man dort gesunder?
    • Cücs 28.09.2017 11:12
      Highlight Highlight Ja ausserhalb der Stadt lebt man gesünder. z.B weil die Gehdistanzen länger sind und die Luft besser ist.
      Wo genau da die Grenzen gezogen werden könnte man sich noch streiten.
      Zudem gibt es Studien die beweisen, dass je grösser das medizinische Angebot ist, desto mehr wird es auch genutzt. d.h. Leute in der Stadt gehen öfter zum Artzt als Leute auf dem Land.
    • anonymer analphabet 28.09.2017 12:15
      Highlight Highlight @curdin "die Gehdistanzen sind länger" deshalb wird dann meistens auch grad das Auto genommen... das mit dem grösseren med. Angebot und öfters zum Arzt gehen mag auf einzelne Städter zutreffen wird von mir aus gesehen überbewertet. Da gibt es ganz andere Faktoren wie z.B. rauchen oder Alkohol die einen viel höheren Einfluss auf die Gesundheit haben, aber keinen Einfluss auf die Prämien. Ergibt für mich keinen Sinn..
  • Telomerase 28.09.2017 07:36
    Highlight Highlight Bei den Studenten, die dies mehrheitlich betrifft, gibt's eh nichts zu holen.
    War jedenfalls bei mir der Fall.
    • Barracuda 28.09.2017 08:01
      Highlight Highlight Das sind längst nicht nur Studenten. Da kenne ich unzählige Beispiele. Absolut sinnvoll der Vorstoss.
  • Theor 28.09.2017 07:32
    Highlight Highlight Statt ständig Pendler rupfen zu wollen, die absolut nichts dafür können, dass es ihr Job nur an einem Ort gibt, wo die Miete unbezahlbar ist, sollten sie wirklich mal bei denen anklopfen, die das System effektiv ausnutzen. Ich find das gut, dass die Wochenaufenthalter mal endlich zur Kasse gebeten werden.
    • Snowy 28.09.2017 10:19
      Highlight Highlight Ein Pendler kann nichts dafür, dass er Pendeln muss??
      Wurdest Du gezwungen Deinen Job anzunehmen? Du kannst mir nun hundert Rechtfertigungen schreiben, warum gerade Du pendeln musst (Freundin arbeitet wo anders, Jobknappheit in Deiner Branche, besserer Verdienst als woanders etc) .
      Fakt ist, dass es Dein freier Entscheid war(aus finanziellen oder persönlichen Motiven) Deinen Job am jetzigen Wohnort anzunehmen.

      Das Pendeln zur Arbeit darf aber sicher nicht noch steuerlich begünstigt werden - Steuerabzüge müssen für Staat und Gesellschaft positive Anreize schaffen!
  • sephiran 28.09.2017 07:31
    Highlight Highlight Studenten zahlen eh keine Steuern
  • gupa 28.09.2017 07:24
    Highlight Highlight Die Studenten sind eh weniger das Problem, da sie kaum Steuern zahlen. Habe gedacht nach dem Studium sei schnell Schluss mit Wochenaufenthalter?
    • atomschlaf 28.09.2017 12:46
      Highlight Highlight @CasRas: Da gibt es nichts zu bewilligen.
      Wenn man tatsächlich Wochenaufenthalter ist und dies auch entsprechend belegen kann, dann hat man einen Rechtsanspruch auf den Wochenaufenthalterstatus.

      Natürlich wird bei steigendem Alter und höheren Einkommen genauer hingeschaut und das kann dann unter Umständen aufwändig und mühsam werden.
  • blablup 28.09.2017 07:15
    Highlight Highlight Ja klar, bestraft mich doch nochmals dafür, dass ich ein Kundenmandat am anderen Ende der Schweiz habe und nicht täglich nach Hause zu meiner Familie darf. Das Schlafen und TV schauen in der zweiten Wohnung belastet natürlich die Gemeinde enorm!
    • sephiran 28.09.2017 08:10
      Highlight Highlight dann wechsle doch den job, wenns dich eh schon anscheisst?
    • Snowy 28.09.2017 10:21
      Highlight Highlight Hat Dich der Staat gezwungen ein Job mit Kundenmandat am anderen Ende der Schweiz zu übernehmen?

      Du bist in Deiner Jobwahl frei und der Staat soll positive Anreize durch Steuermässigungen schaffen.
  • lost in space 28.09.2017 07:03
    Highlight Highlight Leider wird dieser Konflikt so auf dem Rücken der jungen Gesellschaft (mehrheitlich Studenten) ausgetragen, welche durch die zusätzliche finanzielle Belastung bei der Studienwahl eingeschränkt würde. Und pendeln kommt leider nicht für alle in Frage!
    Kann nicht ein Weg gefunden werden, dass es statt einem Wochenaufenthalterstatus eine Studentenberechtigung gibt (in der Stadt, in welcher man studiert)?
    Für alle anderen Spezialfälle käme so eine andere Regel zur Anwendung (z. B bei den genannten zwei Wohnsitzen).
    • Eine_win_ig 28.09.2017 07:21
      Highlight Highlight Jop. Ich sehe hier auch weniger bei den Studis das Problem, da ich selten einen Studi gesehen habe, der mehr als die "Pflichtsteuern" wie Feuerwehrersatz etc. zahlt. Ich sehe allerdings schwarz hier, da viele Kantone nicht auf ihre Steuereinnahmen verzichten werden wollen...
    • Chääschueche 28.09.2017 07:22
      Highlight Highlight Ehrloche Frage: Als Vollzeitstudent mit kleinem Nebenjob: Wie viel Steuern bezahlt man?

    • Xriss 28.09.2017 07:27
      Highlight Highlight Ja genau. Als Student zahlt man ja soo viel Steuern. Das Problem sind Fälle wie die beschriebene Sina! Sie ARBEITET in Zürich seit sie das studium abgeschlossen hat und ist immer noch in GR gemeldet. Das ist eine Frechheit! Es steht sogar, dass sie ihr Studium abgeschlossen hat. Sie ist also höchstwahrscheinlich in der privilegierten Situation mehr als die durchschnittliche 29-jährige zu verdienen und sich eine Wohnung in der Stadt Zürich leisten zu können. Dann ist es eine Frechheit solche „Steuertricks“ mit Wochenaufenthalt auszuspielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roboter 28.09.2017 07:02
    Highlight Highlight Einheitliche Steuern und einheitliche Krankenkasse, so einfach könnte es sein.
    • Chääschueche 28.09.2017 07:23
      Highlight Highlight Dann müsste aber auch die Entlöhnung vereinheitlicht werden. Dies schafft dann neue Probleme.
    • Xriss 28.09.2017 07:29
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen: Die Wwiedereinführung des Beamtenstatus und der kompletten Verstaatlichung der Wirtschaft.

      NEIN!!!
    • Dreiländereck 28.09.2017 07:41
      Highlight Highlight Gibt es sicher keine neuen Diskussionen bezüglich dem interkantonalen Steuerausgleich 😉
      Eine Baustelle zu, die nächste Baustelle offen😬
    Weitere Antworten anzeigen

Heikler Datenaustausch: Schweiz meldet eritreische Geflüchtete ans Herkunftsland

Die Schweiz verrät Daten von abgelehnten Asylsuchenden dem Regime in Eritrea. Im Nationalrat werden nun Antworten vom Bundesrat gefordert.

Eritreische Flüchtlinge haben in den vergangen Jahren eine Asyl-Verschärfung nach der anderen erlebt. Faktisch haben jene Menschen, die vor der Diktatur und dem Nationaldienst flüchten, heute kaum mehr Chancen auf Schutz in der Schweiz: Zuerst wurde die illegale Ausreise als Fluchtgrund aberkannt, dann wurde behauptet, das Desertieren vom Nationaldienst stelle keine Gefahr für Rückkehrer dar. Und zuletzt entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass in Eritrea keine Situation allgemeiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel