Schweiz
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ARCHIV - ZU DEN REAKTIONEN AUF DIE GEPLANTE VERSCHAERFUNG DER LEX KOLLER STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Vue de l'appartement du 12e etage de la tour Bel-Air qui a ete renove, ce mardi 8 decembre 2015 a Lausanne. Apres deux ans d'importants travaux de renovation, la tour Bel-Air, premier gratte-ciel de Suisse edifie a Lausanne en 1932, se prepare a accueillir ses nouveaux locataires. Les premiers appartements, entre le 7e et 13e etage, sont a louer des le 1er avril. Cout: entre 6800 et 9500 par mois. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

In einigen Kantonen sind leere Wohnungen Mangelware. Bild: KEYSTONE

Statistik zeigt: Die Hälfte der Schweizer ist von Wohnungsnot betroffen

«Mehr als die Hälfte der Schweizer leben in Kantonen, in denen Wohnungsmangel oder Wohnungsnot herrscht», sagt Mieter-Präsident Carlo Sommaruga. Hauseigentümer-Präsident Hans Egloff widerspricht vehement. Was zeigt: Das Tauziehen um die nächste Mietervorlage hat längst begonnen.

Henry Habegger / Nordwestschweiz



Die Wohnungspreise sind – neben laufend steigenden Krankenkassenprämien – eine der finanziellen Hauptsorgen vieler Schweizerinnen und Schweizer. Als wie drängend das Problem wahrgenommen wird, zeigte sich am Sonntag vor einer Woche in Basel: Mit Ja-Anteilen bis zu 72 Prozent nahm die Bevölkerung vier Mieterschutz-Initiativen an.

Denn trotz seit Jahren tiefen Hypothekarzinsen wird das Wohnen für viele Mieterinnen und Mieter immer teurer. Der Präsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands klagt: «Mieter, die eine neue Wohnung suchen, zahlen regelmässig mehr», so der Genfer SP-Nationalrat Carlo Sommaruga. «Wir vom Mieterverband hören das immer wieder: Die neue Wohnung ist nicht billiger, sondern teurer.»

Carlo Sommaruga, SP-GE, spricht an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 12. Juni 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Carlo Sommaruga, Präsident Mieterverband: «Billiger werden nur die Anfangsmieten der teuersten Wohnungen.» Bild: KEYSTONE

Gemäss Sommaruga täuschen auch von Banken, Internet-Portalen oder Beratungsunternehmen veröffentlichte Studien «ein falsches Bild» vor, wenn sie von sinkenden Mieten sprechen. «Die Preise sinken nur bei Wohnungen, die zur Vermietung angeboten werden.» Die Mietzinse dagegen, die von den Mietern effektiv bezahlt werden, sänken nicht, so Sommaruga. Zudem sänken die Mieten nur für «Luxusobjekte und für Objekte mit hohem Standard, nicht aber die gewöhnlichen Objekte, also die für die Normalbürger bezahlbaren Mietwohnungen».

Streit um Definition

Sommaruga verweist auf Daten, die er sich vom Bundesamt für Statistik herausfiltern liess. Sie setzen die Leerstandsquote der Wohnungen in Relation zur Bevölkerungszahl in den Kantonen (siehe Grafik): «Diese alarmierenden Zahlen bestätigen unsere Einschätzung», so Sommaruga. «Mehr als die Hälfte der Schweizer leben in Kantonen, in denen Wohnungsmangel oder sogar Wohnungsnot herrscht. Das heisst, dass die Mieten dort immer weiter steigen.»

Image

Bild: zvg AZ

Von Wohnungsmangel spricht man, wenn weniger als 1.5 Prozent der auf dem Markt angebotenen Wohnungen leer stehen. Wohnungsnot herrscht, wenn die Leerstandsquote unter 1 Prozent fällt.

Nach dieser Definition herrschte 2017 in acht Kantonen Wohnungsnot: Zug, bei- den Basel, Genf, Obwalden, Zürich und Waadt. In diesen Kantonen leben gemäss der Statistik 40.5 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Hinzu kommen Luzern, Freiburg und Schwyz, in denen gemäss der Definition Wohnungsmangel herrschte. Dort leben weitere 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Egloff, Präsident des Schweizerischen Hauseigentümerverbands (HEV) und damit Sommarugas direkter Gegenspieler, hält gar nichts von diesen Zahlen. «Die 1.5 Prozent sind eine willkürliche Grösse. Sie besagt nur, dass auf 100 Wohnungen 1.5 leer sind. Und dass ihre Eigentümer – Kantone, Wohnbaugenossenschaften, Private – keine Einnahmen haben. Viel mehr sagt die Quote nicht aus», sagt er.

HEV-Boss Egloff: «Reine Willkür»

Egloff nennt ein Beispiel: «Wenn ich für meine Familie eine Fünfzimmerwohnung brauche, aber nur Ein- bis Vierzimmerwohnungen frei sind, nützt mir auch eine Leerstandsquote von 10 Prozent nichts.» Für den Hauseigentümer-Chef gibt es an den Fakten nichts zu rütteln: «Es ist erwiesen, dass die Mieten sinken. Alle Untersuchungen besagen hier das Gleiche. Aber natürlich zahlt mehr, wer von einer Bruchbude in eine Neubauwohnung umzieht.»

Mieter-Präsident Sommaruga hält dagegen: «Die Hausbesitzer sollen endlich aufhören, das Märchen von den sinkenden Mieten zu erzählen. Der Mietindex des Bundesamts für Statistik steigt seit Jahrzehnten. Billiger werden nur die teuersten Anfangsmieten bei Luxus- und Hochstandardwohnungen. Das heisst, es muss weiterhin mehr günstiger Wohnraum geschaffen werden.» Als Instrument dazu sieht Sommaruga die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» des Mieterverbands, die demnächst ins Bundesparlament kommt. Sie will, dass der Bund zusammen mit den Kantonen das «Angebot an preisgünstigen Wohnungen fördert».

Hans Egloff gibt dieser Initiative keine Chance, da sie im falschen Moment komme. Der Mieterpräsident habe sich verzockt: «Carlo Sommaruga hat mit seiner Wohnbau-Initiative ein Problem: Sie kommt im falschen Augenblick, weil die Mieten wie gesagt sinken. Also versucht er jetzt, mit irgendwelchen Statistiken das Gegenteil zu beweisen.»

Sommaruga lässt das nicht auf sich sitzen: «Die Abstimmungen in Basel haben den HEV-Präsidenten nervös gemacht, denn er weiss ganz genau, dass der Unmut in der Bevölkerung über die teuren Mieten steigt. Unsere Initiative kommt im goldrichtigen Moment.»

Klar ist: Die Präsidenten der Verbände schenken sich nichts. Es geht – und zwar für beide Seiten – um viel Geld. 

Umziehen in der Schweiz – der Horror in 7 Phasen

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Video: watson/Emily Engkent

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86
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    Alle Leser-Kommentare
  • Charmin 18.06.2018 15:51
    Highlight Highlight Ich bin Luzernerin und wohne wegen dem Arbeitsplatz im Aargau. Bei uns hat es viele , neue und leere Wohnungen und preisgünstig. Hier wird wie verrückt gebaut. Ich weiss...., wer will schon in den Aargau....... Ich hätte gerne noch ein paar Luzerner hier. So schlecht ist es hier nicht und man ist ja schnell in Luzern.
    4 0 Melden
  • RETO1 18.06.2018 11:46
    Highlight Highlight Bei einer Zuwanderung von jährlich weit über 50'000 Personen ist es nur logisch,dass das Wohnen teurer wird
    Selber schuld
    22 42 Melden
    • Hierundjetzt 18.06.2018 13:02
      Highlight Highlight Deine Aussage macht in dieser Form absolut keinen Sinn, weil im Jura oder in Neuenburg ein enorm grosser Wohnungsleerstand herrscht und dort die Preise daher tief sind.

      Siehe dazu den Artikel.

      Was Du meinst, ist die Tatsache, dass z. B. die Stadt Zürich jährlich 20'000 neue Bürger erhält. Ein grosser Teil davon stammt tatsächlich aus dem europäischen Ausland.

      In Freiburg ist darum die Wohnungsknappheit vorhanden, weil dort die Steuern tiefer sind als in Bern.
      13 3 Melden
    • RETO1 18.06.2018 14:52
      Highlight Highlight @ Hierundjetzt
      "Die Hälfte der Schweizer ist von Wohnungsnot betroffen" und genau da ist die Zuwanderung der Hauptgrund für die Not
      Die Mieten sind übrigens überall gestiegen, nicht nur in den Ballungszentren
      5 11 Melden
    • mogad 18.06.2018 15:12
      Highlight Highlight ......und die hohe Scheidungsrate. Nach wenigen Jahren braucht jedes Paar eine zusätzliche Wohnung.
      11 0 Melden
  • The Count 18.06.2018 10:58
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man noch die Urbanisierung erwähnen, denn Claire Maelle und Justin Maurice wollen umsverrecken in der Stadt wohnen. Zieht raus aufs Land und freut euch an viel Auswahl an Wohnungen bei tieferen Mietzinsen.
    24 18 Melden
  • einkritischer 18.06.2018 10:55
    Highlight Highlight Wir müssen uns bewusst werden, dass Wohnungen heute nicht mehr angeboten werden, um vermietet zu sein, sondern damit man kräftig Geld verdienen kann damit. Es ist wahr, dass auch günstigen Wohnungen massiv teurer geworden sind (wenige Ausnahmen abgesehen). Der Artikel ist etwas ungünstig formuliert, aber der Inhalt stimmt. Die Reiche werden reicher, die Armen werden ärmer! Das ist unfair, und dagegen soll ruhig angegangen werden.
    37 10 Melden
  • Hierundjetzt 18.06.2018 10:44
    Highlight Highlight In der Stadt Zürich haben wir in den Kreisen 4 und 5 Wohnungsnot, dort also wo die super coolen sind und per Zufall unsere Medienschaffenden leben. Kreis 7 und 8 ist von den Deutschen, Amis und Bankangestellten besetzt, da kriegt man keine Wohnung mehr, das ist klar.

    Kreise 10, 11, 12...? innert kürze eine bezahlbare günstige Wohnung, (ja günstige, mit Mietniveau Stadt Bern oder Aarau) plus viel Grün. Aber wem 15 Minuten (!) Tramfahren bereits zuviel ist, tja...

    Sorry, solange wir in diesen Stadtkreisen grössere Leerstände haben, haben wir keine Wohnungsnot in der Stadt. Nö.
    23 14 Melden
    • phreko 18.06.2018 13:06
      Highlight Highlight Was sind "grössere Leerbestände"?

      Solche die die Preise purzeln lassen?
      2 2 Melden
  • Evan 18.06.2018 10:28
    Highlight Highlight Fakt ist, wäre mehr günstiger und guter Wohnraum vorhanden, würde dies sehr vielen Menschen helfen.
    19 7 Melden
  • HAL9000 18.06.2018 10:13
    Highlight Highlight Tja, da steuern wir schön auf ein grosses Problem zu.
    16 3 Melden
  • Ruffy 18.06.2018 09:25
    Highlight Highlight Eine Leerstandsquote von unter 1.5% bedeutet halt nicht, dass nur unter 1.5% der Wohnungen angeboten werden. Im Angebot sind jeweils vieö mehr Wohnungen, aber die sind halt Vermietet bevor Sie leer stehen. Als vermieter hat man in der Regel 3 Monate (Kündigungsfrist) zeit die Wohnung widerzuvermieten. Gelingt einem die erscheint sie nie in der Statistik. Eine tiefe leerstandsquote bedeutet dass die Verwaltungen ihren job richtig machen und der Markt effizient ist.
    14 25 Melden
    • Flötist 18.06.2018 09:46
      Highlight Highlight ... oder dass zu wenig Wohnungen vorhanden sind.
      22 1 Melden
    • phreko 18.06.2018 13:08
      Highlight Highlight Ja, Ruffy, dann ist der Markt effizient für die Vermieter! Was sollen da die Verwaltungen falsch machen können? Noch höhere Preise verlangen?

      Dann noch die Quartierübliche Miete verwenden, welche ja bloss eine Richtung kennt, und schon schaut der Mieter gewaltig in die Röhre...
      5 1 Melden
  • Eskimo 18.06.2018 09:16
    Highlight Highlight Schon ziemlich heuchlerisch von der SP:
    Die Zuwanderung ist der Hauptgrund für die Wohnungsknappheit. Aber eine Begrenzung wollen sie um jeden Preis verhindern.
    32 70 Melden
    • Oh Dae-su 18.06.2018 09:41
      Highlight Highlight Wenn man die Schweiz mit anderen Europäischen Ländern mit deutlich geringerer Zuwanderung vergleicht, sieht man in den grossen Zentren trotzdem das gleiche Bild. Die Hauptursache für steigende Mieten ist also weniger die Zuwanderung als viel mehr die Urbanisierung und Konzentrierung auf ein paar wenige grosse Zentren. Dazu kommt dann noch das tiefe Zinsniveau, welches zu höherer Nachfrage nach Immobilien als Renditeobjekte und somit steigenden Preisen führt. Steigender Flächenbedarf ist ebenfalls ein Faktor.
      31 4 Melden
    • Posersalami 18.06.2018 09:54
      Highlight Highlight Unsinn

      Wenn überhaupt haben die bürgerlichen Schuld. Die hatten immer die Mehrheit im Parlament und der Regierung. Jedes einzelne Gesetz, jede Verordnung verantworten einzig und allein die Bürgerlichen.

      Wann versteht ihr Rechten das endlich! Nicht alles was links von den Schweizer Demokraten ist, ist automatisch links.
      28 11 Melden
    • Die Redaktion 18.06.2018 10:22
      Highlight Highlight Ohne Zuwanderung gäbe es ein Überangebot und damit einhergehend einen Wertverfall von Immobilien. Kurz Immoblase 2.0. Jetzt darf jeder selbst entscheiden was heuchlerisch ist.
      4 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 18.06.2018 08:58
    Highlight Highlight Die Bevölkerung wird weiter wachsen. Um dem Mittelstand eine gute Lebensqualität zu ermöglichen: Wertsteigerung von Immobilien als Einkommen versteuern und so mit dem de facto Subventionieren der Spekulation aufhören, Infrastruktur um die Städte ausbauen damit sich die Bevölkerung besser verteilt.
    21 16 Melden
    • Gubbe 18.06.2018 09:32
      Highlight Highlight 'Wertsteigerungen von Immos versteuern' gehört zum dümmsten gelesenen. Eine Immobilie die nicht unterhalten wird, verliert an Wert. Nur wer erneuert kann den Preis halten. Also wer Geld in die Hand nimmt um zu renovieren, soll auch noch Steuern dafür bezahlen !!??
      12 5 Melden
    • Posersalami 18.06.2018 10:09
      Highlight Highlight Wird ja zumindest in Zürich gemacht. Die ZVV zB. verlängert ihr Tramnetz um 45% bis 2030!

      Ist aber alles eigentlich viel zu wenig. Man sollte das gleich grösser denken und die Glattalstadt gründen. Dann könnte man endlich vernünftige Siedlungspolitik machen in der Region Zürich! Leider hat das in der verknöcherten Schweiz keine Chance.
      9 5 Melden
    • p4trick 18.06.2018 11:00
      Highlight Highlight Immobilien werden ja bereits besteuert als Eigenmietwert! Damit dieser zu keinen zusätzlichen Kosten führt muss jedes Jahr investiert und unterhalten werden.
      Beim Verkauf der Immobilie wird der Gewinn zu 30% versteuert!!
      5 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 18.06.2018 08:46
    Highlight Highlight Es gibt schon genügend Wohnungen, nur am falschen Ort.

    Ich sehe zwei Hauptprobleme:
    1.) Viele wollen in der Stadt wohnen, weil es cool ist. Sollen sie, aber dann ist es halt teurer. Der Platz in den Städten ist begrenzt.

    2.) Viele müssen nahe der Stadt wohnen, weil ihr Arbeitgeber sein Büro in der Stadt hat. Das ist unsinnig. Büros können irgendwo sein, wo sie verkehrsgünstig liegen, es müssen nicht alle in Zürich sein. Verstehe dieses Prestigedenken der Firmen nicht. Für viele Berufe wäre Heimarbeit ein gutes Modell, kommt leider auch nicht recht vom Fleck.
    37 11 Melden
    • Shlomo 18.06.2018 09:00
      Highlight Highlight Es bringt aber auch nichts in Hintertupfingen ein Bürokomplex und Wohnungen hinzustellen und damit die Natur zuverschandeln.
      25 9 Melden
    • Madison Pierce 18.06.2018 09:25
      Highlight Highlight Nein, nicht in Hintertupfingen. Eine gewisse Verkehrsinfrastruktur muss schon vorhanden sein.

      Ein Beispiel, wo es funktioniert: Industriequartier Lupfig. Bahnhof, Bushaltestelle und Autobahnanschluss. Viele grössere Gemeinden in der Nähe. Es kommen viele Leute mit dem Velo zur Arbeit.

      So stelle ich mir das vor, über die Schweiz verteilt viele solcher Areale.
      19 1 Melden
    • Oh Dae-su 18.06.2018 09:46
      Highlight Highlight Als Firma hast du dann aber zum Teil das Problem, dass du weniger gute Leute findest. Gerade junge und gut ausgebildete wollen halt in Zürich und co. wohnen. Für die wirst du als Firma mit Sitz in Lupfig sofort unattraktiv.
      8 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 18.06.2018 08:36
    Highlight Highlight Die Grafik zeigt gut wo die Mieten teurer werden und man für Wohnungen länger suchen muss:
    - rund um die Stadt Zürich
    - Basel
    - Lausanne/Genf
    - Zug und teilweise Innerschweiz

    überall sonst findet man mit 10 Minuten Zug fahren ausserhalb der Städte leere Wohnungen.
    21 9 Melden
  • He nu.. 18.06.2018 08:19
    Highlight Highlight .....noch teurer bauen,
    --- am Lohnniveau vorbei,
    --- möglichst an ungünstigen Orten, --- weit weg von Arbeitsplätzen,
    --- mit viel Schnick, Schnack u.a.m.
    25 8 Melden
    • Posersalami 18.06.2018 09:59
      Highlight Highlight Das Bauen ist billiger geworden, trotz mehr Brandschutz etc.

      Was das Bauen teurer macht, sind die Ansprüche der Mieter! 2 Bäder müssen es sein und möglichst noch ein WC für die Gäste. Zimmer natürlich alle mindesten 13-14m2 und schon hat die 4.5 Zimmer Wohnung 120m2. Vor 50 Jahren hatte die 4.5 Zimmer Wohnung noch 75-80m2 und 1 Bad aber das geht natürlich nicht mehr! Sie müssen also das teure Land auf weniger Wohnungen umlegen, schon klar dass die Wohnungen dann sau teuer werden.
      11 5 Melden
  • marcog 18.06.2018 07:48
    Highlight Highlight Egloff liegt falsch: auch wenn die Mieten im letzten Jahr vielleicht etwas gesunken sind, merkt man als Durchschnittsmieter davon nichts. Die Mieten sind jahrelang nur gestiegen und entsprechend muss praktisch jeder der Umzieht mit deutlichen Mehrkosten rechnen. Entsprechend kommt die Initiative nicht zum falschen Zeitpunkt.
    34 5 Melden
  • zeromaster80 18.06.2018 07:13
    Highlight Highlight Es ist nicht Aufgabe des Staates Wohnungen zu bauen oder deren Bau zu Fördern! Der Mieterverband und seine Freunde dürfen gerne selber Investieren und ihre Vorstellung von fairen Mieten praktizieren, aber neeeein... Verantwortung übernehmen stinkt.
    14 58 Melden
    • Astrogator 18.06.2018 09:14
      Highlight Highlight Wenn der Markt versagt, muss der Staat eingreifen. Nennt sich soziale Marktwirtschaft.
      44 6 Melden
    • balzercomp 18.06.2018 10:00
      Highlight Highlight Es ist die Aufgabe des Staates die Rahmenbedingungen zu setzen. Da stimmt es nur sehr bedingt.
      11 2 Melden
    • Posersalami 18.06.2018 10:01
      Highlight Highlight @zeromaster80: Da sie überhaupt keine Ahnung haben wie der Immomarkt funktioniert verkneifen sie sich in Zukunft bitte derart unqualifizierte Beitrage. Danke
      10 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 18.06.2018 07:05
    Highlight Highlight Die Wohnungsknappheit in den Metropolen ist auch das Resultat der Personenfreizügigkeit. Die aus dem Ausland zuziehenden Arbeitskräfte suchen sich primär eine Wohnung in einem Ballungsraum. Diese zusätzliche Nachfrage ist eine wichtige Ursache der Verknappung des Wohnungsangebots und der gestiegenen Wohnungsmieten. Boden- und Mietpreise müssen in den Ballungszentren der Schweiz noch weiter steigen, bis der Hinterste und Letzte begriffen hat, dass dort die Neuansiedlung von Firmen und der Zuzug von Wohnbevölkerung nicht unbeschränkt weitergehen kann.
    19 40 Melden
    • Shlomo 18.06.2018 09:05
      Highlight Highlight @midgo: Das ist vor allem die viel schlimmere PFZ ;-)
      12 14 Melden
  • Thainus 18.06.2018 06:49
    Highlight Highlight Aus "Mehr als die Hälfte der Schweizer leben in Kantonen, in denen Wohnungsmangel oder Wohnungsnot herrscht" macht Ihr ein "Die Hälfte der Schweizer ist von Wohnungsnot betroffen"? Schade, dass Ihr jetzt auch reißerisch werdet.
    173 34 Melden
    • HAL9000 18.06.2018 10:12
      Highlight Highlight Watson ist Boulevardpresse... vergessen?
      11 0 Melden
  • Redly 18.06.2018 06:48
    Highlight Highlight Volkswirtschaft Semester 1: wenn Preise und Markt stark zugunsten Käufer (Mieter) reguliert werden, wird ein Gut knapp.
    Und jetzt alle: Überraschung! Aber wir haben es doch gut gemeint. 😳
    Nun lasst es blitzen - auch wenn‘s an Reslitätsverweigerung grenzt.
    38 82 Melden
    • Shlomo 18.06.2018 07:08
      Highlight Highlight Ich sag da nur nachsitzen 1.
      40 12 Melden
    • Dubio 18.06.2018 08:22
      Highlight Highlight Logik, Semester 1: Knapp daneben ist halt auch daneben...
      38 9 Melden
    • Astrogator 18.06.2018 08:22
      Highlight Highlight Jetzt bin ich aber gespannt wie die Preise und der Markt reguliert sind.

      Ich habe ein Haus vermietet (bewohne ich Jetzt selbst), ein zweites ist noch vermietet, verkaufe ich jetzt aber. Habe mich nie reguliert gefühlt, bin aber auch Praktiker und nicht VWL-Student im 1. Semester....
      36 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 18.06.2018 06:36
    Highlight Highlight Das betrifft nur did Genfer und Zürcher....
    8 72 Melden
    • Shlomo 18.06.2018 06:53
      Highlight Highlight Dafür finanzieren wir dir dein schönes Leben auf dem Land. Gerngscheh 😜
      56 21 Melden
    • Olmabrotwurst 18.06.2018 07:27
      Highlight Highlight Danke, mein schönes Leben auf dem Land endet bald in einer Betonwüste soviel wie hier gebaut wird ein Beispiel nebenbei: würdest du eine Wohnung Mieten das auf einem Stück land gebaut wurde das die letzten 50 jahre nie angerührt wurde weil es ein Schattenloch ist und im Winter knapp 4h tageslicht hat, und jetzt stehen da Miet und Eigentumswohnungen in 4 Wohnblöcke mit Minergiebauten sprich Miete knapp bei 2000.- für 3.5 Zimmer in einem Dorf wo mitten in der Pampa ist?^^
      21 1 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 18.06.2018 07:56
      Highlight Highlight @ andere Olmabrotwurst:

      Pssst! Das dürfen wir nicht so laut sagen. Die Zürcher kriegen nämlich Depressionen, wenn sie erfahren, wie wenig hier für eine hübsche Wohnung auszugeben ist...
      9 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gsnosn. 18.06.2018 05:13
    Highlight Highlight Gefühlt von paar Wochen gab es Schlagzeilen wie „Noch nie so viele leere Wohnung“ oder „Wohnungen werden 2% billiger“. Jetzt kommt ihr wieder mit Schlagzeilen wo das Gegenteil sagt. Entscheidet was ihr Schreiben möchtet.
    125 54 Melden
    • Pokefan 18.06.2018 06:19
      Highlight Highlight Entscheiden Sie welche Statistiken Sie glauben. Und dann suchen Sie -nur mal zum Spass- eine Wohnung zwischen 900-1500.- in einem der Kantone in denen per Definition Wohnungsnot herrscht. Dann können Sie selber entscheiden, ohne reisserischen Titeln zu glauben.
      88 12 Melden
    • Redly 18.06.2018 06:51
      Highlight Highlight @Pokemon: suchen Sie bitte, ein Auto für Kaufpreis 1500. Herrscht deswegen Autonot? Wenn alle zentral, schön und billig wohnen wollen, ist das der Wunsch nach dem Weihnachtsmann. Nur erfüllbar mit billigst Hochhäuser - aber das ist wenig schön.
      31 76 Melden
    • Pokefan 18.06.2018 07:07
      Highlight Highlight Meine Erfahrung zeigt mir dass auch Ihre sogenannten Billigstwohnungen im Block nicht unter 1'4k anfangen. Weil Aussicht und so. Und schliesslich sind die 50qm ja auch in 3 Zimmer eingeteilt. Vermieter finden immer einen Grund ihre Wohnungen so teuer wie möglich anzupreisen.
      Ebenfalls möchte ich hier bemerken dass der Autovergleich hinkt, wenn man eine preis- und lebenswerte Wohnung in der Nähe Ihres Arbeitsplatzes hätte, bräuchte man gar kein Auto, nicht mal für 1'500.-
      29 8 Melden
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