Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ein sexueller Missbrauch durch die Mutter ist enorm schambesetzt. Auch deshalb gehen Fachleute von einer hohen Dunkelziffer aus. (Symbolbild)

Von der Mutter sexuell missbraucht – ein Mann schildert das Undenkbare

Missbrauchen Mütter ihre Kinder sexuell, bleiben ihre Taten meist unentdeckt. Fachleute sprechen von einem mächtigen Tabu. Wie subtil Frauen Übergriffe verüben, zeigt diese Geschichte.

ANNIKA BANGERTER / ch media



Werner Streicher schwieg, als ihn die Ärzte untersuchten. Immer wieder sass er in einer ihrer Praxen. Als Kind, als Teenager, als Erwachsener. Seit seinem zehnten Lebensjahr litt er an Bauchschmerzen. Heftige Krämpfe, bohrende Stiche. Nachts hielten sie ihn vom Schlaf ab, tagsüber lenkten sie seine Gedanken ab. Die Ärzte rätselten, anatomisch fanden sie nichts. Auch nicht, als sie sich im Operationssaal über seinen Bauch beugten. Heute weiss er: Der Bauch war bloss der Ankerplatz für den Schmerz. Die eigentliche Wunde lag tiefer. Zugefügt von jener Person, die, wie er sagt, ihn extrem geliebt habe. Seine Mutter.

Werner Streicher wuchs als ältestes von sechs Kindern auf. Gegen aussen seien sie «die beste Familie der Welt» gewesen. Der heute 62-Jährige sitzt in einem Café in der Zentralschweiz, rührt im Kaffee. Das Haar dunkelgrau, der Blick hellwach. Er tritt offen und freundlich auf, bietet sofort das Du an. Ruhig und ohne zu stocken beginnt Werner Streicher von seiner Kindheit zu erzählen. Der Vater arbeitete als Lehrer, seine Mutter kümmerte sich um Haus und Kinder. Stockkatholisch sei er aufgewachsen und mit vielen Tabus. Nacktheit, Sexualität – das existierte im Alltag der Familie nicht. Scheinbar. Denn der Körper des Erstgeborenen übte auf die Mutter eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Vor allem sein Penis.

271

sexuell missbrauchte Kinder wurden 2017 in schweizerischen Kinderkliniken behandelt. Davon haben in 12 Fällen Frauen die Übergriffe verübt. Experten gehen davon aus, dass nur wenige Fälle ans Licht kommen.

Dass Kinder sexuell missbraucht werden, ist keine Seltenheit. Die Studie der UBS Optimus Foundation, die im vergangenen Sommer erschienen ist, zeigt: Im Erhebungszeitraum von drei Monaten wurden bei Schweizer Einrichtungen, die sich des Kinderschutzes annehmen, 940 Fälle gemeldet. Hochgerechnet bedeutet dies, dass pro Jahr von 10'000 Kindern 20 bis 30 sexuellen Missbrauch erleben.

Ein Teil dieser Opfer kommt ins Spital. Die dort gesammelten Zahlen der Fachgruppe Kinderschutz der schweizerischen Kinderkliniken zeigen: Fast 40 Prozent der sexuellen Übergriffe finden in der Familie statt. Und: Die Mehrheit der Täter sind Männer. Im Jahr 2017 meldeten die Kliniken lediglich 12 Täterinnen. Von insgesamt 271 Missbrauchsfällen. Das sind die aktuellsten Zahlen.

Stellen Frauen also einen verschwindend kleinen Anteil dar? Markus Wopmann, Leiter der Fachgruppe Kinderschutz, verneint. Er warnt vor zu raschen Rückschlüssen: «Die Diskrepanz zwischen unseren Zahlen und jenen von internationalen Studien ist gross.» Insbesondere Erhebungen unter Erwachsenen lassen eine hohe Dunkelziffer vermuten.

Markus Wopmann, Praesident Fachgruppe Kinderschutz Schweizerische Kinderkliniken, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Standortbestimmung der KOKES, am Donnerstag, 6. September 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Markus Wopmann. Bild: KEYSTONE

«Wir müssen davon ausgehen, dass bis zu 20 Prozent der sexuellen Übergriffe von Frauen begangen werden», sagt Wopmann. Viele der Fälle kämen nicht ans Licht. Insbesondere, wenn sie im familiären Kontext geschähen. «Allein der Gedanke daran, dass eine Frau oder gar Mutter so etwas tut, wird oft gar nicht zugelassen», sagt Wopmann. Das wirkt sich auch auf die Betroffenen aus. «Für Buben ist ein Missbrauch durch eine Täterin noch schambesetzter als durch einen Täter.»

Wopmann arbeitet als Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Kantonsspital Baden und weiss: Brechen die jungen Opfer ihr Schweigen, prägt das Geschlecht der Täterschaft weiterhin die Wahrnehmung der Erwachsenen. So würde Kindern deutlich weniger geglaubt, wenn sie von einer Täterin statt eines Täters berichteten, sagt Wopmann.

Ein weiterer Grund dafür könnte in der Art der Übergriffe liegen. Wopmann sagt, dass er nie einen Fall erlebt habe, in dem eine Einzeltäterin mit Gewalt und Brutalität ein Kind missbraucht habe. «In der Regel überschreiten Frauen mit Liebkosungen und einer zu grossen körperlichen Nähe die Grenzen», sagt der Arzt. Etwa jene alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Sohn im gleichen Bett geschlafen und ein immer intimeres Einschlafritual mit ihm praktiziert hatte – indem das anfänglich harmlose Streicheln über den Arm zu Berührungen im Intimbereich führte.

Der Mythos der Mütter

Wie subtil Frauen bei sexuellen Übergriffen vorgehen, zeigt auch der Fall von Werner Streicher. Von klein auf sagte ihm seine Mutter, dass seine Vorhaut verengt sei. Um sie zu dehnen, brauche es «Übungen». Die durfte nur sie durchführen. «Kam es zu einer Erektion, genoss sie das sichtlich», sagt Streicher. Diese Übergriffe dauerten bis zu seinem 14. Lebensjahr. Dann erfuhr er von einem Arzt, dass er gar keine Vorhautverengung habe. Das sei kein Einzelfall, sagt Rechtspsychologin Monika Egli-Alge. «Sexuelle Übergriffe von Frauen, und insbesondere von Müttern, finden oft in einem pflegerischen Kontext statt», sagt die Gründerin von Forio, dem Forensischen Institut Ostschweiz.

Monika Egli-Alge, Geschaeftsfuehrerin Forenschises Institut Ostschweiz, spricht waehrend der Pressekonferenz

Monika Egli-Alge. Bild: KEYSTONE

Den Grund dafür sieht sie in einem starken Geschlechtermythos. «Mütter und Frauen gelten per se als aufopfernd und liebevoll. Dass einige auch destruktive Seiten aufweisen, gilt als eher ausgeschlossen.» Niemand hinterfrage die Pflege und Fürsorge einer Mutter. «Das ist ihre Domäne», sagt Egli-Alge.

Diese Überhöhung wirke sich stark auf die Opfer aus. «Viele reden sich ein, dass die Handlungen tatsächlich notwendig sind – denn es ist ja die Mutter, die sie vornimmt», sagt Egli-Alge. Die Irritation bei den betroffenen Kindern sei riesig und die Aufarbeitung ein eigentliches Lebenswerk, sagt die Psychologin.

Erschwerend komme hinzu, dass auch Fachleute in die Geschlechterfalle treten würden: «Selbst Polizisten oder Gutachter haben Mühe, Täterinnen zu identifizieren. Bei sexuellem Missbrauch stehen fast nur die Männer im Fokus», sagt Egli-Alge. Für sie ist klar: «Die Thematik von sexuell übergriffigen Müttern ist bis heute ein grosses Tabu.»

Diese Meinung teilt Kinderarzt Wopmann: «Es gilt bis heute als unvorstellbar, dass Frauen durch Kinder sexuell erregt werden.» Vielmehr neigen auch Angehörige dazu, auffälliges Verhalten herunterzuspielen. «Wir hören dann Ausflüchte wie: ‹Da ist doch bloss ihre Hand verrutscht›», sagt der Arzt. Er erinnert sich an einen Vater, der seinen Verdacht geäussert hatte. Daraufhin wandte sich die Familie gegen ihn; er wolle seiner Frau bloss schaden.

«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»:

abspielen

Video: srf

Scham und Schuldgefühle

Dieses Verdrängen und Negieren macht es für die Betroffenen noch schwerer, über den Missbrauch zu sprechen. Auch Werner Streicher vertraute sich jahrzehntelang niemandem an. Je älter er wurde, umso deutlicher zeigte sich, dass die Liebe der Mutter im wahrsten Sinne grenzenlos war. Doch er schwieg, selbst als er mit seiner ersten Frau eine Familie gründete und ihn durch die Nähe zu ihr Bilder der Vergangenheit einholten.

Der Ekel, die Bauchschmerzen: Sie begleiteten ihn weit ins Erwachsenenalter. Obwohl er verheiratet war, forderte die Mutter weiterhin Küsse von ihm ein. «Habe ich sie nicht erwidert, wurde sie richtig sauer», sagt der 62-Jährige. Er fühlte sich ohnmächtig und ausgeliefert. «Ich habe mich unendlich geschämt, dass ich mich nicht wehren konnte», erinnert er sich.

Heute sei ihm klar, er sei in einer Rolle gefangen gewesen; «Der liebe Werner, der seiner Mutter Halt und Trost im Leben gibt.» Denn sie erlitt in jungen Jahren schwere Schicksalsschläge, wuchs ohne Vater auf und verlor ihre Brüder im Krieg. In der späten Ehe seiner Eltern habe dann die Liebe gefehlt: «Ihren Traumprinzen fand sie erst, als ich zur Welt kam», sagt Streicher.

Neben der vorherrschenden Scham prägte ein weiteres Gefühl seine Kindheit und Jugend: die Schuld. «Ich fühlte mich schuldig, dass meine Mutter mich als Partnerersatz brauchte. Aber auch dafür, dass mein Vater mit Gewalt auf mich reagierte.» Anders als seine Geschwister traktierte er den Erstgeborenen mit Prügeln. Als Lehrer stellte sein Vater ihn zudem vor der ganzen Klasse bloss: «Das war wohl sein unbewusster Umgang damit, dass ich an seiner Stelle die Liebe und Zuwendung seiner Frau erhielt», sagt Streicher rückblickend.

Lange Zeit sprach er mit niemandem darüber. Im Alter von 38 Jahren konnte er nicht mehr: Ein Burnout riss ihn aus dem Alltag. Nachdem sich der Schmerz Jahr für Jahr tiefer in seinen Bauch gebohrt hatte, war nun auch die Psyche ausgebrannt. In einer Therapie lernte Werner den Missbrauch als solchen zu benennen – und langsam zu verarbeiten. «Ich merkte, dass ich im Zustand der Verletzlichkeit nicht ausharren muss», sagt er. Intensiv begann er, sich mit der Thematik zu beschäftigen, und bildete sich beruflich weiter. Inzwischen arbeitet Streicher als Coach und begleitet Menschen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben.

Eltern konfrontiert

Er selber war nach 15 Jahren Therapie so weit, dass er seine Eltern mit den Übergriffen konfrontieren konnte. Die Reaktion des Vaters überraschte ihn: «Er war erschüttert. Nächtelang sprachen wir uns aus. Zum ersten Mal überhaupt führten wir solch persönliche Gespräche.» Und die Mutter? «Sie konnte meinen Vorwurf weder nachvollziehen noch annehmen», sagt Streicher. Die Mutter verstarb – ohne ein Wort der Entschuldigung. Das sei für ihn nicht zentral, sagt er. Viel wichtiger sei, dass er sich noch zu Lebzeiten von ihr abgrenzen konnte. Das habe viel geändert. Auch seine Bauchschmerzen sind seither verschwunden. (aargauerzeitung.ch)

Mütter als Mitwissende

Viele sexuelle Übergriffe finden in Familien statt. Dazu hat in Deutschland die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs im Jahr 2017 einen Zwischenbericht verfasst. Seit 2016 werden Hunderte von Missbrauchsopfern angehört; die Arbeit der Kommission dauert noch bis 2023. Im Bericht schildern Opfer, dass die Mehrheit der Taten von Männern verübt wurden. Viele der Betroffenen berichten zudem, dass Familienangehörige von den Übergriffen wussten oder sie zumindest ahnten – aber nicht eingriffen. Auch Mütter. Die Opfer beschreiben sie unter anderem als ohnmächtig, finanziell abhängig vom Partner oder aufgrund eigener Missbrauchserfahrung überfordert. Wie aus dem Zwischenbericht der Kommission hervorgeht, offenbarten sich die meisten Betroffenen nicht. Etwa weil der Täter oder die Täterin sie bedrohte oder manipulierte. Brachen sie ihr Schweigen, galten sie teilweise als «Nestbeschmutzer» der Familie oder erhielten gar eine Verleumdungsklage. (ABA)

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

König des Glam-Rock wegen Pädophilie verurteilt:

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • salamandre 17.03.2019 16:30
    Highlight Highlight Fragt mal einfach inkognito nach der Dunkelziffer.
  • wolge 17.03.2019 12:57
    Highlight Highlight Es wird zeit für Gleichberechtigung...
  • Mehmed 17.03.2019 12:38
    Highlight Highlight In der Hannoverschen Allgemeinen spricht eine Psychologin gar von 30% weiblichen Tätern und hoher Dunkelziffer. Das Interview lesenswert.

    http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Kindesmissbrauch-Taeter-sind-in-30-Prozent-der-Faelle-weiblich
    • bansaighdear 17.03.2019 16:53
      Highlight Highlight Wieso geht man eigentlich nicht von 50% aus? Das wäre weit sinnvoller.
  • öpfeli 17.03.2019 12:28
    Highlight Highlight Wahnisinn, dass Frauen durch das Denken der Gesellschaft geschützer vorgehen (können).
    • Menel 17.03.2019 22:33
      Highlight Highlight ...und dadurch auch noch die Glaubwürdigkeit der Jungs in Frage gestellt wird.

      Darum braucht es Gleichberechtigung/Emanzipation; denn auch Frauen können Täter und Arschlöcher sein.
  • 2fel 17.03.2019 11:48
    Highlight Highlight sowas höre ich nicht zum ersten mal. und ich habe mich schon verdammt oft gewundert, warum bei frauen nie von pädophilie die rede ist. frauen werden in den medien in der regel bloss als in ihrer unendlichen fürsorge grenzüberschreitende mütter beschrieben, denen man dann noch verständnisvoll und einfühlsam nachspürt welch fürchterliche lebensumstände sie wohl dazu getrieben haben könnten. oder natürlich der klassiker - als abenteuerlustige, sexy lehrerinnen.
  • westwing 17.03.2019 08:54
    Highlight Highlight Ganz oft das beschriebene Muster: der Täter hat seine Tat total verdrängt. Kaum auszuhalten und schon gar nicht nachzuvollziehen, was einige Eltern ihren eigenen Kindern antun.
  • Raudrhar 17.03.2019 08:28
    Highlight Highlight Sehr gut geschriebener, sachlicher und notwendiger Artikel. Vielen Dank dafür. :)
  • KoSo 17.03.2019 08:24
    Highlight Highlight kenn die Geschichte von der Seite, wenn Mütter ihre Kinder körperlich aggressiv angehen.
    jede Aussage vom Vater dazu wird ihm als schlecht machen der Frau ausgelegt!
    bei sexuellen Übergriffen, wird dies sicherlich noch extremer sein, da die Anschuldigung ja noch tiefer geht.
  • pamayer 17.03.2019 07:40
    Highlight Highlight Sowie der klassische Padophile nicht ausschliesslich ein böser, meist schwuler Mann ist, ist die Frau / Mutter nicht gegen Padophilie gefeit.
    • koks 18.03.2019 12:48
      Highlight Highlight @pamayer, der 'klassische pädophile' ist eben nicht nur ein mann, sondern auch eine frau. mit solchen etiketten (der klassische pädophile, das klassische opfer etc) macht man das durchbrechen des schweigens und der tabus gerade schwer.
  • Simon Hirschhofer 17.03.2019 05:59
    Highlight Highlight Es st gut, dass das Thema sexueller Missbrauch einmal aus dieser Perspektive angesprochen wird und nicht immer Männer als Täter dargestellt werden. Ich bin ein sehr kinderlieber junger Student und leide enorm unter dem Klischee des einsamen pädophilen, notheilen Typen, denn immer, wenn man einem Kind etwas Gutes will, wird man schief angeschaut. Tun dies Frauen werden sie viel offener behandelt.
  • Nicolas D 17.03.2019 05:10
    Highlight Highlight Ja, Es gibt Eltern die ihr Kind quälen und das über Jahre oder noch länger hinweg, und es vertuschen können. (habe meine Erfahrung. ...) Da manche Eltern gute Schauspieler sind, hat man als Kind keine Chance. Das schlimme ist, man bekommt einen " Psychologen der ein Freund der "Familie ist. ... da hat man eh fast schon verloren. evt. kommen dann noch so Wunderheiler und Hypnotiseure dazu. ... Es muss nicht nur körperlicher Missbrauch sein, auch psychischer Stress (leugnen von den Eltern, Liebesendzug, Mobbing u.s.w), dass man sich Verstoßen fühlt. Und man ist für das ganze leben geprägt. ...
    • el camino 17.03.2019 12:28
      Highlight Highlight Ja, das kenne ich auch nur zu gut. Leider wird sowas immernoch oft belächelt und niemand glaubt, dass die "nette Familie" auch ein zweites Gesicht haben kann...
      Ich fühle mit dir.
    • pamayer 17.03.2019 23:25
      Highlight Highlight Kenne ich aus, erster Hand...
  • GLaDOS 17.03.2019 05:00
    Highlight Highlight danke für diesen artikel! was solche übergriffe für die kinder bedeuten und wie sie ihr leben zerstören können ist einfach nur grausam, zudem sie von den menschen kommen, die es beschützen und behüten sollten.

Sexualtäter werden immer jünger – die Delikte immer schlimmer

Am Freitag gab die Luzerner Polizei bekannt, einen 14-Jährigen verhaftet zu haben. Er soll sexuelle Übergriffe gegen fünf Mädchen verübt und diese «teilweise massiv tätlich angegangen und über der Kleidung im Genitalbereich angefasst haben».

Solche Übergriffe gelangen aber selten an die Öffentlichkeit. Jugendstrafverfahren werden zum Schutz der Beteiligten nicht publik gemacht. Die neue Kriminalstatistik belegt aber, dass jener Vorfall in Luzern bei weitem kein Einzelfall ist.

727 Minderjährige …

Artikel lesen
Link zum Artikel