Schweiz
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Die FDP Parteipraesientin Petra Goessi nach ihrer Wiederwahl zur FDP Praesidentin anlaesslich der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz vom Samstag, 24. Maerz 2018 im Casino Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Petra Gössi sorgte innerhalb ihrer Partei mit einem Interview für Aufsehen. Bild: KEYSTONE

Der Klimakrampf der FDP: Gössis Kurskorrektur war kaum abgesprochen

FDP-Präsidentin Gössi will die Partei umweltfreundlicher machen – und provoziert damit einen Streit. Ein Blick in die aktuelle Ausgabe der Parteizeitung der «Freisinn» legt das Ringen schonungslos offen.

Doris Kleck / CH Media



Wie spektakulär das Interview von Petra Gössi war, zeigte sich am Schluss. Sie sei sich bewusst, dass sie sich weit aus dem Fenster lehne und den Totalbsturz riskiere, sagte die FDP-Präsidentin am Samstag in den Tamedia-Zeitungen. Und fügte fast schon trotzig an: «Ich will aber die Menschen an die Tradition des Freisinns erinnern.»

Petra Gössi hat eine Mission. Sie will eine grünere FDP. Der Umweltschutz gehöre zur DNA des Freisinns, man habe diese Thematik aber «etwas aus der Hand gegeben», gab Gössi zu. Die Schwyzer Nationalrätin kündigte nicht nur eine aufwendige Befragung ihrer 120 000 Mitglieder an, um herauszufinden, wo die FDP-Basis umweltpolitisch steht – im Juni widmet die Partei der Umwelt dann gar eine Delegiertenversammlung.

Gössi machte auch konkrete Ansagen zum CO2-Gesetz. Sie spricht sich neu für ein Reduktionsziel im Inland und eine Flugticket-Abgabe aus. Beides lehnte die Partei im Dezember noch ab.

FDP im Klimastress

Eine spektakuläre Kehrtwende also. Ein eigentlicher Befreiungsschlag. Er erfolgte nach schwierigen Wochen für die Partei. Die FDP steht in der Kritik, weil sie für den Absturz des CO2-Gesetzes im Nationalrat mitverantwortlich gemacht wird. Versenkt haben die Vorlage zwar SP, Grüne, GLP und SVP. Doch weil die FDP mitgeholfen hat, ein verbindliches Reduktionsziel für das Inland zu verhindern, steht sie am Pranger. Schüler protestieren mit Plakaten «FDP: Fuck de Planet».

Das ist – gerade in einem Wahljahr – unangenehm. In den letzten Wochen kam bei der FDP denn auch einiges in Bewegung. Der Öko-Flügel muckte auf und liebäugelte mit der Gründung einer Gruppe FDP Nachhaltigkeit. Auf dem Parteisekretariat häuften sich die Rückmeldungen aus den Kantonen – etwa Zürich, Graubünden, Schwyz und Luzern –, die eine umweltfreundlichere Positionierung forderten.

Ein Blick in die aktuelle Ausgabe der Parteizeitung der «Freisinn» legt das Ringen schonungslos offen. Der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen verteidigt die Haltung zum CO2-Gesetz. Er fordert Lösungen statt Emotionen und prangert – wegen des Konflikts um das Inlandziel – den linken «Klimanationalismus» an. In der gleichen Ausgabe mahnt der Luzerner Ständerat Damian Müller, die Klimapolitik als «Chance» zu begreifen. Die Schweiz müsse ihre Verantwortung wahrnehmen.

Nun hat Petra Gössi öffentlich ein Machtwort gesprochen. Quasi im Alleingang. Abgesprochen hat sie sich nur mit Fraktionschef Beat Walti und einigen Kantonalpräsidenten. Nicht konsultiert hat sie das Parteipräsidium und auch nicht die dossierführenden Parlamentarier, die Mitglieder der Umwelt- und Energiekommission (Urek) sind.

ARCHIVBILD ZUR WAHL VON BEAT WALTI ZUM NEUEN FRAKTIONSCHEF DER FDP, AM FREITAG, 17. NOVEMBER 2017 - Beat Walti, Nationalrat FDP ZH, vom Komitee

Beat Walti Bild: KEYSTONE

Die Wortführer desavouiert

Dazu gehört Christian Wasserfallen, notabene auch Vizepräsident der FDP Schweiz. Er reagierte wirsch auf Gössis Ankündigungen. Auf Twitter forderte er, auch im Wahlkampf einen kühlen Kopf zu bewahren. Und er stellte klar: «Wir sind nicht für eine wirkungslose Flugticketabgabe.»

Diese lehnt auch FDP-Nationalrat Peter Schilliger ab – ebenfalls Urek-Mitglied und Wortführer. Der Luzerner verweist darauf, dass die freisinnige Haltung gerade beim Inland-Reduktionsziel zu Unrecht kritisiert werde: «Entscheidend ist nicht das deklaratorische, übergeordnete Ziel, sondern es sind die konkreten Teilziele in den Bereichen wie Gebäude oder Treibstoff.»

Nationalrat Thierry Burkart (FDP/AG) wiederum begrüsst, dass Gössi Hand zu einem Kompromiss bietet. Aber: «Die einzelnen Massnahmen lehne ich ab.» Er glaubt auch nicht, dass die Partei den Umweltschutz vernachlässigt habe. «Wir brauchen keine programmatischen Änderungen. Wir müssen aber die Nachhaltigkeit stärker betonen und die Kommunikation verbessern.»

Thierry Burkart, FDP-AG, spricht an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 1. Maerz 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Aargauer Nationalrat Thierry Burkart. Bild: KEYSTONE

Die politischen Gegner reagierten teilweise mit viel Hohn auf Gössis Aussagen. In den sozialen Medien kursierte ein Interview ihres Vorgängers Philipp Müller. Der Aargauer stellte bereits 2013 fest: «Die FDP muss ein ökologisches Profil entwickeln.»

Diese Schüler erklären, wieso sie streiken:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Corahund 18.02.2019 21:47
    Highlight Highlight Diejenigen FDPler, die mit Gössis grünem Kurs nicht einverstanden sind, können ja zur GLP oder sogar zur SVP wechseln. Ist doch kein Problem.
  • Platon 18.02.2019 13:48
    Highlight Highlight Wetten schlussendlich kommt die FDP wieder mit sowas wie: „Die Unternehmen werden aber von der Flugticketabgabe ausgenommen. Das würde der Wirtschaft zu sehr schaden. Blablabla“😂
  • René Obi 18.02.2019 12:13
    Highlight Highlight Hab noch vergessen zu erwähnen, dass wir die gravierenden Probleme mit Eigenverantwortung nie und nimmer in den Griff kriegen werden. Es wird Regulierungen brauchen. Und das ist die Knacknuss.
  • René Obi 18.02.2019 12:10
    Highlight Highlight Eigentlich sollte die Umwelt und insbesondere das Klima keine Frage von links oder rechts sein. Wenn wir diese Probleme nicht in den Griff kriegen, sind ALLE anderen politischen Fragen eh absolut irrelevant. Schön, dass das endlich auch ein paar Freisinnige einzusehen scheinen. Viel Erfolg damit, Petra Gössi und Mitstreiter!
  • Russian Lady 18.02.2019 11:47
    Highlight Highlight FDP - Die Partei der Reichen...
  • regen 18.02.2019 11:29
    Highlight Highlight Ich habe das politische heu überhaupt nicht auf der gleichen bühne, wie frau gössi. Aber ich respektiere und wertschätze ihren mut und ihre unabhängigkeit, trotz unkenrufen vieler (männlichen!) parteigschpänli, eine kehrtwende im denken und handeln öffentlich mal zu platzieren. Sei es nun wahltaktisch (sehr riskantes manöver, da sie als parteipräsi ihre pappenheimer sicher kennt und sich deren reaktion vorstellen kann) oder aus einsicht (was ich eher vermute). Wieder ein beweis, dass es mehr frauen in der politik braucht, um die männerbastion mal aufzumischen.
  • m. benedetti 18.02.2019 11:24
    Highlight Highlight Da nur noch die SVP bei dem ganzen hysterischen Klimageschwurbel nicht mitmachen will, muss ich wohl erstmals die Liste 1 einlegen. Gemäss TA Umfrage bei über 20‘000 Teilnehmenden überschritt diese Partei erstmals die 30%.
    • westwing 19.02.2019 09:00
      Highlight Highlight Am Schlimmsten finden ich, dass ich mit Leuten wie Euch auf ein und demselben Planeten leben muss.
  • Hans Jürg 18.02.2019 11:22
    Highlight Highlight Wasserfallen ist ein Politiker, dem ich blind folge:

    Ist er dafür, bin ich dagegen. Ist er dagegen, bin ich dafür.

    Er liegt mit seinen Empfehlungen immer 100% richtig.
  • FrancoL 18.02.2019 10:47
    Highlight Highlight Das sind die falschen Aussagen, die Aussagen die eine Änderung der FDP nicht glaubwürdig machen:
    Burkart: «Wir brauchen keine programmatischen Änderungen. Wir müssen aber die Nachhaltigkeit stärker betonen und die Kommunikation verbessern.»
    Es brauch eben klare Änderungen in der Ausrichtung; die Wirtschaft muss etwas zurückgenommen werden und die Nachhaltigkeit gefördert werden und das liegt bei der HEUTIGEN FDP nicht in der DNA.
  • Goggwärgi 18.02.2019 10:38
    Highlight Highlight Im Kanton Zürich finden bald Regierungsratswahlen statt. Thomas Vogel soll den Sitz des zurücktretenden FDP-Regierungsrates Thomas Heiniger übernehmen. Unklar ist, ob Vogel gewählt wird, denn es kandiert ein Mitglied der GP, der in Umweltfragen auch in beruflicher Hinsicht visiert ist und intakte Wahlchancen hat. Zudem kandidiert ein Mitglied der GLP. Verliert die FDP ihren Sitz im Zürcher Regierungsrat, so hätte dies eine verheerende Signalwirkung hinsichtlich den nationalen Wahlen. Nur so lässt sich der unverhoffte Umschwung der FDP erklären.
  • Snowy 18.02.2019 10:14
    Highlight Highlight Gössi´s Aussagen sind ja schon sehr unterhaltsam.

    Aber Aeschi´s Aussage: "Die einzige Partei, welche sich noch konsequent für den Mittelstand einsetzt, ist die SVP." schiesst den Vogel ab!

    • mogad 18.02.2019 11:23
      Highlight Highlight Damit versucht der Fraktionschef der SVP der SP den Lead bei diesem Thema wegzunehmen. Einfach so, mit einem Satz. Aber nur Mitte-links setzt sich mit Hilfe der Grünen für den Mittelstand ein: für Familien (CVP); für anständige Löhne und Renten, für den Lohnschutz (SP und Gewerkschaften), für bezahlbare Mieten (SP und Mieterverband); für bezahlbare Krippenplätze (SP, Grüne). Von all dem wollen die neoliberalen Parteien FDP und SVP nichts wissen. Im Gegenteil: Sozialabbau und ein ruinöser Steuerwettbewerb unter den Kantonen stehen auf deren Agenda.
    • Bruno Meier (1) 18.02.2019 12:13
      Highlight Highlight LEIDER setzt sich nur die SVP für Mittelstand und Klein-KMU's ein. Den Rest der Parteien interessieren sich doch nur für uns bei Wahlen und heucheln uns vor, wie wichtig wir seien, Arbeitsplätze vor Ort, dass wir anständige Löhne und Arbeitsbedingungen bieten, Lehrlingsausbildung, etc. Kein Schwein interessiert es wirklich, was wir leisten, nur zum Ausnehmen sind wir da. Ich bin froh, ü50 zu sein, und keine "Nägel" mehr einschlagen zu müssen. In diesem Umfeld habe ich meinen Söhnen geraten, die Firma nicht zu übernehmen. So, der Frust ist draussen. Blitzt jetzt doch ordentlich.
    • Snowy 18.02.2019 13:37
      Highlight Highlight @Bruno:

      Bitte um konkrete Bsp wie die SVP den Mittelstand unterstützt.

      Bemerkung am Rand: Gegen eine Erhöhung der Autobahnvignette oder gegen die Billagsteuer zu sein ist reine Symbolpolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 18.02.2019 10:05
    Highlight Highlight In einem haben Grüne und FDP tatsächlich eine Schnittmenge: Sie vertreten die wohlhabende Elite unserer Gesellschaft.
    • chabacha 18.02.2019 15:24
      Highlight Highlight Naja, die Grünen vertreten in Gegensatz zur FDP tendenziell eher die Gebildeten. Obwohl Bildung im Regelfall mit Einkommen korreliert, gibt es gewissen Hinweise darauf, dass dieser Zusammenhang bei den Mitgliedern der Grünen leicht schwächer ausgeprägt ist. Vielleicht sind also Leute, die trotz Bildung weniger verdienen eher grün, oder Grünwähler arbeiten eher in Gebieten, in denen man weniger verdient. Womöglich gibt es einen Lehrer, Geisteswissenschaftler und Biologenüberhang?
  • der_senf_istda 18.02.2019 09:33
    Highlight Highlight Guter (wenn auch riskanter) Move von Petra Gössi. Die Basis ist betr. CO2 Inlandsziel weiter wie die Bundeshausfraktion. Mit der Basisbefragung wird eine klare Position bezogen.
  • chabacha 18.02.2019 09:19
    Highlight Highlight Die FDP kann wirklich nur nur gewinnen. So lange es das Original gibt, hat eine schlechte SVP-Kopie keinsterlei Daseinsberechtigung. Ich begrüsse, dass sie sich aus dieser Sackgasse versuchen rauszumanövrieren. Eine Wiedererstarkung, wie ich sie erhoffe, des Konstrukts, dass sie politische Mitte nennen, scheint höchste Zeit. Obwohl, wenn liberales Gedankengut so einfach mit dem Umweltschutzgedanken vereinbar wäre, hätte die GLP der FDP längst den Rang abgelaufen. Es bleibt also spannend. Hoffen wir das Beste.
  • sheimers 18.02.2019 09:12
    Highlight Highlight Was meint ihr: Ist Gössi wirklich so naiv einen Alleingang in einer so wichtigen Frage zu wagen und einen internen Streit auszulösen, oder ist es doch eine intern abgesprochene Wahlkampfstrategie, ein Image einer Partei mit zwei Flügeln aufzubauen, um für breitete Schichten wählbar zu sein? Ich tippe mal auf kalte Berechnung und keinen ernsthaften Willen zum Klimaschutz.
  • Skeptischer Optimist 18.02.2019 09:11
    Highlight Highlight Dem Wirtschaftsliberalismus à la FDP fehlt die Nachhaltigkeit grundsätzlich.

    Dies mit programmatischem Wischiwaschi zu überdecken wird immer schwieriger.

    Das Problem der FDP ist, dass sie von gestern ist.
  • mogad 18.02.2019 09:09
    Highlight Highlight Gössi will sich auf die FDP-Tradition besinnen? Die Tradition dieser Partei ist eine gradlinige Wirtschaftspolitik mit sozialer Verantwortung. Ludwig Ehrhart von der deutschen Schwesterpartei erfand in den 60zigern den Begriff der sozialen Marktwirtschaft.
    Auf diese Tradition sollte sich die FDP besinnen, wenn sie Wähler beim Mittelstand abholen will. Was Gössi jetzt macht ist Anbiederung an das Thema der Stunde (Klima) im Hinblick auf die Wahlen. Sehr durchsichtig. Immerhin dürfte jetzt dem Atom-Chrigu das (Kühl)Wasser bis zum Hals stehen.
  • mxvds 18.02.2019 08:56
    Highlight Highlight Petra Gössi und Umweltschutz... Ihr Smartspider spricht Bände für diese verlogene Wahlkampfaktion.
    Benutzer Bild
  • Sandro Lightwood 18.02.2019 08:55
    Highlight Highlight Thierry Burkart ist zwar zu Kompromissen bereit, will dann aber einzelne Massnahmen ablehnen. Aha ja...
  • olivier vincent 18.02.2019 08:37
    Highlight Highlight Und Petra Gössi so:

    "Wir müssen auch etwas gegen den Anstieg des Meeresspiegels unternehmen, sonst werden die nächsten Wahlen ins Wasserfallen..."
  • Bruno Wüthrich 18.02.2019 08:22
    Highlight Highlight Die Frau beweist Mut und schreitet voraus. Sie tut dies, obwohl es sie den Kopf kosten kann. Ich hoffe sehr, dass ihr Vorhaben mehr als nur Wahlkampf ist und dass ihr gelingt, was sie da anteigt.

    Für Watson muss der Support für Frau Gössi - auch wenn diese eine Partei führt, die den Machern dieses Portals nicht sehr nahe steht - eine Herzensangelegenheit sein. Denn wenn Frau Gössi gelingt, was sie vor hat, ist dies auch gut für die Sache der Frauen.
    • mogad 18.02.2019 09:40
      Highlight Highlight Die SP überholen, zweitstärkste Partei hinter der SVP werden, sagt Gössi. Wenn sie diese hochgesteckten Ziele nicht erreicht - das wird ihr den Kopf kosten, nicht den Kopf, das Amt. Dann geht sie halt in die Privatwirtschaft zurück, wos eh mehr Geld gibt als im Verschleissamt Parteipräsi.
  • Yakari9 18.02.2019 08:16
    Highlight Highlight Was ist das Gegenteil von Umweltfreundlich? Umwelt-Feindlich?
    Nur damit klar ist, auf welcher Skala sich die FDP-Basis positioneren müssen...
    • mogad 18.02.2019 09:23
      Highlight Highlight Die FDP ist halt zu lange der SVP hinterher gehöselet, welche den menschgemachten Klimawandel nicht leugnet aber sträflich verharmlost. Wir brauchen dringend eine Mitte-links-Mehrheit. Bestehend aus CVP, GLP, BDP, EVP, Grüne und SP. Die wäre genauso wirtschaftsfreundlich, aber menschlicher und vernünftiger. Dieser SVP/FDP Dominanz seit 2015 verdanken wir nur Blockaden, sprich ungelöste Fragen und Probleme.
  • Bruno Wüthrich 18.02.2019 08:13
    Highlight Highlight Die FDP müsste schon längst für mehr Umwelt- und Klimaschutz stehen. Denn dies ist deutlich innovativer als die Besitzstandwahrung und die Interessenvertreteung derer, die mangels Innovation (oder Innovation in die falsche Richtung) alles verhindern, was ihren Geldfluss mindert.

    Mit andern Worten: Mit Umwelt- und Klimaschutz lässt sich Geld verdienen. Aber es findet dann halt eventuell eine Umverteilung statt. Weg von den Ewiggestrigen hin zu den Innovativen. Geschäftlich erfolgreich zu sein heisst doch auch, mit der Zeit zu gehen, bzw. den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden.
    • Brett-vorm-Kopf 18.02.2019 08:44
      Highlight Highlight Mit der Zeit du gehen musst, oder du gehen musst mit der Zeit... würde Yoda wohl sagen ;-)
  • Denk Mal 18.02.2019 08:10
    Highlight Highlight Endlich wieder mal eine Parteispitze, die so etwas wie Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zeigt.
    • mogad 18.02.2019 09:25
      Highlight Highlight Kreide fressen um die hochgesteckten Wahlziele zu erreichen (die SP überholen und zweitstärkste Partei werden) bedeutet für mich nicht Unabängigkeit und Egenständigkeit.
  • inmi 18.02.2019 08:10
    Highlight Highlight Petra Gössi will sich mit ihrer Aktion bei Leuten anbiedern, die die FDP sowieso nicht mögen: Tagesanzeiger Journalisten und Grüne.

    Das wird ihr keine einzige zusätzliche Wählerstimme bringen. Aber sie wird einige verlieren. Niemand mag Windfahnen. Als Politiker bist du erfolgreich wenn du deine Meinung vertrittst und diese gut argumentieren kannst. Nicht wenn du irgendwelchen Trends nachrennst.

    Die FDP hat gut argumentiert in der Klimadebate. Dem Klima ists tatsächlich egal, wo das CO2 ausgestossen wird. Desto mehr Emmissionen du verhinderts desto besser. Nichts als die Wahrheit.
    • vescovo 18.02.2019 08:48
      Highlight Highlight Mit dem Kauf von Zertifikaten hat die Schweiz zwielichtige Energieprojekte in China unterstützt. Ausserdem wurden in mehreren Teilen Asiens Firmen mit riesigem CO2-Ausstoss gegründet, nur um ihn etwas zu reduzieren, die Zertifikate zu kassieren und dann wieder zu verschwinden.
      Wenn wir wirklich unseren CO2-Ausstoss verkleinern möchten, müssen wir es hier machen und als gutes Beispiel vorangehen.
  • salamandre 18.02.2019 07:21
    Highlight Highlight International Handeln ist besser, super gesagt Herr Wasserfallen, da diese auch auf das internationale Handeln warten, können wir solange Weiterwursteln.
    Wirtschaftskapitäne eben, Portefeuille kommt vor Verstand!
    • mogad 18.02.2019 09:28
      Highlight Highlight Atom-Chrigu hofft ja immer noch, dass in der CH eines neues AKW gebaut wird.
  • skofmel79 18.02.2019 07:20
    Highlight Highlight Alles Wahlkampf von ihr, sorry. Positioniert sich, damit die FDP wenigstens etwas neues ausweisen kann. Gleichzeitig rüstet sie sich für eine BR wahl, die irgendwann wieder zur debatte stehen wird.
    Zudem macht sie auf ÖV nutzerin, wird aber fast überall mit chauffeur gefahren
  • Posersalami 18.02.2019 07:20
    Highlight Highlight Ist das jetzt diese neue „FDP Urban“?
  • rodolofo 18.02.2019 07:11
    Highlight Highlight Petra Gössi musste -praktisch im Alleingang- vorpreschen, weil das Reagieren auf die gestiegenen Bedürfnisse insbesondere bei der jungen Bevölkerung nach einem wirksamen Klimaschutz eine Kurskorrektur beim Freisinn DRINGLICH machten!
    Was wäre geschehen, wenn sie versucht hätte, vorher mit Wasserfallen und seiner "AKW-Beton-Fraktion" eine Einigung über das weitere Vorgehen zu erzielen?
    Todsicher NICHTS!
    Für mich hat Petra Gössi mit ihrem beherzten Eingreifen sehr viel Verantwortungsbewusstsein und Führungsqualität bewiesen.
    Ich gebe Ihr dafür einige Plus-Punkte und ein dickes "Like"!
  • jaähä 18.02.2019 06:58
    Highlight Highlight Vieleicht eben auch alles abgesprochen. Gössi positioniert sich grün um neue Wähler zu gewinnen, Wasserfallen und co widersprechen um keine aus der aktuellen wählerschaft zu verlieren. Macht, wenns aufgeht, schlussendlich mehr Stimmen für die fdp.
    • rodolofo 18.02.2019 07:14
      Highlight Highlight Vermutlich hast Du recht.
      Sie imitieren das trickreiche Spiel der SVP:
      "Sei an der Macht und spiele gleichzeitig die Oppositionsrolle! Dann hast Du alles unter Kontrolle."
  • Resche G 18.02.2019 06:47
    Highlight Highlight vernünftige effiziente klimapolitik ala wasserfallen: vernünfig = billig effizient = die anderen sollen es machen
    • mogad 18.02.2019 09:31
      Highlight Highlight Billige und effiziente AKW's? Mal schauen, ob genug Geld im Fond ist für den Rückbau von Mühleberg, Gösgen usw.. Bund und Kantone werden Milliarden einschiessen müssen, weil das Geld nicht reicht. Bis dann hat sich der Atom-Chrigu längst in die Privatwirtschaft abgesetzt.
  • dracului 18.02.2019 06:23
    Highlight Highlight Leider geht es den Politikern einmal mehr nicht um das Klima. Hier wird bereits tüchtig Wahlkampf betrieben für den Oktober!
  • max_bruppbacher 18.02.2019 06:18
    Highlight Highlight na immerhin 2Tage bevor ihr wieder zurückrudert..
    #habseuchdochgesagt
  • peigi 18.02.2019 06:12
    Highlight Highlight Immerhin gibt es jetzt eine Umfrage bei den eigentlichen Parteimitgliedern. Denn von denen waren wohl nicht wenige mindestens so überrascht wie jetzt Herr Wasserfällen, als man aus den Medien erfuhr, dass die Fraktion sich gegen das CO2 Gesetz stellte. Ging zumindest auch mir so...

    Liberal bedeutet im Kern, dass man frei und verantwortungsvoll handeln soll. Eine verantwortungsvolle Umweltpolitik gehört entsprechend zwingend dazu, wenn man es ernst meint und einem auch die Freiheit der kommenden Generationen am Herzen liegt.
  • Heinz Schmid 18.02.2019 04:15
    Highlight Highlight Die FDP exponiert sich. Jetzt habe ich alles gesehen
  • nach gang 18.02.2019 02:53
    Highlight Highlight Einwenig heimlifeis, aber strategisch ziemlich geschickt.
    Frau Gössi setzt den FDPler die Pistole auf die Brust. Wer in der FDP noch gegen den Klimaschutz ist, steht als ewiggestriger Spielverderber da.
    Wasserfallen Junior wirkt genauso unsympathisch wie der selige Senior. Wenn er in Zukunft einwenig mehr Schweigen und die Profifrau aus der Innerschweiz machen lassen würde, könnte dies für den Wahlkampf der FDP förderlich sein.
    • redeye70 18.02.2019 07:07
      Highlight Highlight Wasserfallen erscheint wie ein Relikt aus der liberalen Urzeit. Der hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden und sägt so selbst an seiner Karriere. Es gibt schlicht nichts, das eine umweltfreundliche Politik unnötig machen würde. Ewiggestrige werden schon bald massiv an politischer Bedeutung verlieren. Die Auswirkungen des Klimawandel und Rostoffverschleiss werden immer deutlicher sichtbar.
    • nach gang 18.02.2019 07:30
      Highlight Highlight 'Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.' Wobei schon Wasserfallen Senior mit der Fähigkeit beschlagen war, in jeden noch so offensichtlich Fettnapf zu treten. Eigentlich Schade, man konnte die burschikose Art des Seniors durchaus mögen.
    • mrcharliebrown 18.02.2019 08:08
      Highlight Highlight Habe mir exakt das selbe gedacht.
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  • Matti_St 18.02.2019 02:23
    Highlight Highlight Mit anderen Worten. Die Bundesparlamentarier sind, im Gegensatz zur Basis, zu stark mit den Lobbyisten verflochten, um eine starke Klimapolitik zu betreiben. Bin gespannt auf die Basisbefragung.
    • mogad 18.02.2019 09:11
      Highlight Highlight Find es auch schade, dass Ingenieur Wasserfallen sein Fachwissen so einseitig in den Dienst der Atomlobby gestellt hat. Wenn der GAU passiert brauchen wir hierzulande nicht mehr über das Klima zu reden.
    • mogad 18.02.2019 11:10
      Highlight Highlight Nur dass die Basis dies offenbar toleriert, sonst würde sie eine Mittepartei wählen. Die FDP ist klar rechtsbürgerlich!
  • Pafeld 18.02.2019 01:45
    Highlight Highlight Ist doch schlicht gelogen.
    Die FDP hat sich seit ich zurückblicken kann kein einziges mal für Umweltschutz eingesetzt. Selbst beim kleinsten Interessenkonflikt mit der Wirtschaft hat die FDP kein einziges mal im Sinne der Umwelt entschieden. Die Zustimmung zum Pariser Klimaabkommen ist ein reines Lippenbekenntnis. Die FDP hat kein einziges verbindliches Ziel forciert, das Schweizer Unternehmen irgendwie in die Pflicht nehmen würde, ausser ein bisschen Ablass zu zahlen. Und nun ist nach einer sehr entlarvenden Wintersession Wahljahr und der Partei droht Abwanderung zur GLP. Was verdient ist.
    • nach gang 18.02.2019 07:11
      Highlight Highlight Der Rheinaubund des FDPler Friedolin Forster gehört zu den Pionierorganisationen des Schweizer Umweltschutz.
      Dank Friedolin Forsters bürgerlicher Ausrichtung wurde der Umweltschutz auch in bürgerlichen Kreisen unterstütztungsfähig.
    • Raphael Conca 18.02.2019 07:21
      Highlight Highlight Bin ich auch deiner Meinung.
      FDP ist für mich nicht mehr wählbar.
      Das ist schade, denn eine starke Mitte braucht die Schweiz um sinnvolle Konsenseslösungen zu erarbeiten.
      Sonst haben wir endgültig in eine Oppositionspolitik. Damit bewegt sich die Politik hauptsächlich seitwärts.
    • Pafeld 18.02.2019 08:52
      Highlight Highlight Die FDP macht schon seit Jahren wirtschaftspolitisch eine strengbürgerliche Politik. Was daran genau mittig sein soll, muss mir noch einer erklären. Nur weil die SVP gesammtpolitisch so weit nach rechts gerückt ist, wird die FDP nicht plötzlich mittig.
      Spätestens seit man den Erhalt der Wehrpflicht liberal zu begründen versucht hat, ist klar, dass nicht der Liberalismus die Agenda der FDP bestimmt, sondern die FDP sich einbildet definieren zu können, was liberal ist. Und nur weil einzelne Exponenten der Partei sich ab und zu vorbildlich verhalten, wird der Rest nicht automatisch staatstragend.
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