Schweiz
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Die Parteien bewegen sich beim Thema Vaterschaftsurlaub –  5 Vorschläge und ihre Chancen

Der Bundesrat will keinen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub. Doch im Parlament findet ein Meinungsumschwung statt. Wir zeigen alle bestehenden Ideen – und bewerten deren Chancen.

07.06.18, 09:00 07.06.18, 16:56


Zu teuer, für Firmen organisatorisch nicht verkraftbar und ausserdem Aufgabe der Kantone und Gemeinden: Der Bundesrat lehnte letzte Woche die 2017 eingereichte Volksinitiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Er will auch keinen direkten Gegenvorschlag dazu ausarbeiten. Die Initiative muss jetzt zur Beratung ins Parlament und wird frühestens im Jahr 2020 zur Abstimmung kommen.

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER BUNDESRAT GEGEN VIER WOCHEN VATERSCHAFTSURLAUB IST --- Ein Aktionsteilnehmer kommt mit einer Schachtel mit Unterschriften aus dem Kanton Graubuenden und einem Kinderwagen mit dem Logo zur Initiative zum Bundesplatz, bei der Einreichung der Unterschriften fuer die Volksinitiative

Ein Aktivist bei der Einreichung der «Volksinitiative für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub» im Juli 2017. Bild: KEYSTONE

Im Parlament ist derweil Bewegung ins Dossier geraten. Gestern etwa hat die FDP-Fraktion, der die Initiative zu weit geht, ihr Modell für eine 16-wöchige Elternzeit vorgestellt. Es ist nicht der einzige Vorschlag auf dem politischen Parkett.

Die Parteien – die grosse Ausnahme ist die SVP – geben sich nicht damit zufrieden, dass Väter vom Gesetz her bei der Geburt ihres Kindes nur gerade einen freien Arbeitstag erhalten. Und auch im Volk hat die Idee eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs Rückhalt. 2015 unterstützen laut einer Umfrage vier von fünf Schweizern das Anliegen. Welcher Vorschlag sich am Ende durchsetzen wird, ist unklar. Je nach Ausgestaltung steigen oder sinken die Chancen, im Parlament bzw. in einer Volksabstimmung eine Mehrheit zu gewinnen. 

Welche Vorschläge gibt es – und welcher hat die besten Chancen?

Volksinitiative «für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub»

Babyflaschen Icons Vaterschaftsurlaub

Gegenvorschlag CVP

Babyflaschen Icons Vaterschaftsurlaub

Gegenvorschlag FDP

Babyflaschen Icons Vaterschaftsurlaub

Vorschlag Kathrin Bertschy (GLP)

Babyflaschen Icons Vaterschaftsurlaub

Vorschlag Aline Trede (Grüne)

Babyflaschen Icons Vaterschaftsurlaub

Welchem Vorstoss gibt die Expertin die besten Chancen?

«Ein Patentrezept für die Einführung des Vaterschaftsurlaubs gibt es nicht», sagt Politologin Isabelle Stadelmann-Steffen. Mit Aussagen über die konkreten Erfolgschancen der einzelnen Varianten hält sie sich zurück. «Generell braucht es in der Schweiz oft eine Politik der kleinen Schritte.» Umfassenden, teuren und weitreichenden Varianten räumt sie keine Chancen ein. Konkret brauche es ein Modell, «das arbeitsmarkt- und arbeitgebertauglich ist und somit auch für gesellschaftsliberale, bürgerliche Kräften tragbar ist.»

Warum hat die Schweiz im Jahr 2018 noch keinen Vaterschaftsurlaub?

Die 28 Länder der EU kennen alle entweder einen Vaterschaftsurlaub oder Elternzeit – wobei die Modelle sehr unterschiedlich ausgestaltet sind.

Elternurlaub

Der Europavergleich beim Elternurlaub. Bild: watson

Das Hinterherhinken der Schweiz erklärt Professorin Stadelmann-Steffen mit zwei Faktoren. Einerseits verfüge die Schweiz «über sehr konservative gesellschaftliche Einstellungen». Dies zeige sich besonders im Bereich Familienpolitik und bei geschlechterspezifischen Normen und bei der Arbeitsteilung. Hier sei die Situation grundsätzlich ähnlich wie etwa in Deutschland.

Erschwerend hinzu komme in der Schweiz die institutionelle Struktur. «Vor allem Föderalismus und direkte Demokratie haben sich in der Vergangenheit schon als hinderlich für die wohlfahrtsstaatliche Entwicklung erweisen», sagt die Professorin und verweist auf das Beispiel des Mutterschaftsurlaubs.

Elternurlaub

Der Europavergleich beim Vaterschaftsurlaub. Bild: watson

Ein Papa wie kein Anderer. Oder doch?

Video: watson/can

Die besten Geschenke von Kindern an ihre Eltern

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51
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    Alle Leser-Kommentare
  • FlextR 07.06.2018 21:47
    Highlight Was soll das theater? Wir leben im 2018.. wieviele mütter bleiben zuhause? Wo ich arbeite bekommen mütter sogar 6monate bezahlt! Warum ist es also zu teuer? Es gibt firmen die sich das bestimmt besser leisten können und andere weniger. Und der staat wäre in der lage diese unternehmen zu unterstützen. Ich darf es nur einen Tag halten, sehen und pflegen, während die mutter 4 monate hat. Wieso darf ich als vater nicht am kind teilhaben? Habt ihr im bundesrat(männer) keine kinder?

    Warum geht es nur um das geld und nicht um das leben des kindes?

    Danke Schweiz!!
    3 3 Melden
  • Sir Konterbier 07.06.2018 20:27
    Highlight Ich finde es ziemlich arrogant wie hier gegen die "Ewiggestrigen" und "Konservativen" gewettert wird.

    Ich finde einen Tag zu wenig aber mehr als 2 Wochen definitiv zu viel.

    Mich stört einfach die Tendenz, alle Aufgaben des Privatlebens in die Hände des Staates übergeben zu wollen. Ich werde mir wenn ich Vater werde sicher mehr als ein zwei Tage freinehmen.
    4 5 Melden
  • EnteEnteEnte 07.06.2018 19:13
    Highlight Also ich habe ja darauf gehofft, dass einer der Vorschläge die Streichung / Kürzung der WKs ist. Aber anscheinend müsste man den Damen und Herren in Parlament erst mal das Internet erklären, damit sie sich hier unters Volk mischen können und von dieser Idee erfahren. Vielleicht müsste man ihnen einen Brief schicken mit diesem Vorschlag. Wer macht mit? ;)
    3 1 Melden
  • Wambolium 07.06.2018 18:12
    Highlight Volksinitative Vaterschaftsurlaub: Ja
    Gegenvorschlag CVP: Ja
    Gegenvorschlag FDP: Nein
    Gegenvorschlag GLP: Ja
    Gegenvorschlag Grüne: Nein
    0 2 Melden
  • Wambolium 07.06.2018 18:10
    Highlight Der Vorschlag von der GLP-Politikerin Kathrin Bertschy finde ich am Besten. Diese Lösung schafft Gleichstellung zwischen Mann und Frau und ist ausserdem um Welten besser als der Status Quo.

    Eine bezahlte Elternzeit (14/14) führt dazu, dass die Männer mehr für die Kinder da sind und die Frauen früher ins Erwerbsleben zurückkommen.
    2 1 Melden
  • reffx 07.06.2018 16:11
    Highlight "Die Initiative wird frühestens 2020 zur Abstimmung kommen."
    Gibt es eine Deadline für "spätestens"?

    Die Politik verweist ja momentan auf die Eigenverantwortung der Unternehmen. Ihre Strategie scheint zu sein, auf Zeit zu spielen, bis das Volk die Initiative als überflüssig erachtet. Tragischerweise sind es ja aber immer die gleichen Arbeitgeber, die entweder "gute" oder "schlechte" Sozialleistungen anbieten...
    6 3 Melden
  • Dompteuse 07.06.2018 14:28
    Highlight Ich denke, dass es für viele "Engstirnige" einfacher zu schlucken wäre, wenn es erst mal 5 Tage bezahlte Papi-Tage gäbe und die Garantie, dass Papi 2 Wochen Ferien/ÜZeit beziehen kann. Firmen können auf freiwilliger Basis mehr anbieten.

    Vergesst die Adoptiveltern nicht. Hier muss sich zwar die Mutter nicht von den körperlichen Strapazen erholen, aber die Bindung zum Kind muss von beiden Elternteilen aufgebaut werden. Je nach dem, was das Kind bereits erlebt hat, kann die Zeit intensiv sein.

    Und wer die skandinavischen Länder als Vorbild nimmt: 40-60% Steuerabgaben. Auch dran denken.
    4 12 Melden
  • Theor 07.06.2018 12:33
    Highlight Man winkt milliardenverluste bei den Bauern einfach durch (steuerbefreite Landverkäufe), miliardenteure Flugzeuge kann man problemlos kaufen (Militär), das Asylwesen darf problemlos um hunderte Millionen ausgebeutet werden (Eritrea), der Milliardenschaden der Lobbyismus in der Legislative anrichtet, ist ja anscheinend allen egal...

    ABER DER VATERSCHAFTSURLAUB mit 400 MIO IST VIEEEL ZU TEUER!!!!EINSEINSELF!!!

    Räumt doch einfach mal endlich den Saustall auf, der in der Schweiz an vielen politischen Ecken herrscht, und dann wäre der Betrag, den der Vaterschaftsurlaub kostet, lächerlich klein!
    39 5 Melden
  • Magnum44 07.06.2018 12:22
    Highlight Lustig, wie es sich die Schweiz und deren Wirtschaft offenbar leisten kann, dass zehntausende Männer jedes Jahr 19 - 26 Tage herumsitzen und Geld verschwenden, jedoch ~1,7x4 Wochen Kinderbetreuung nicht vermögen kann. Gut, dass es die Volksinitiative gibt.
    35 3 Melden
  • Rumpelstilzchen 07.06.2018 10:56
    Highlight WK im Jahr des Vater-werdens zu Hause machen. So können Diensttage sinnvoll geleistet werden und die Finanzierung ist geregelt.
    50 5 Melden
  • Tobi-wan 07.06.2018 10:51
    Highlight 4 Wochen oder mehr braucht es einfach! Alles andere ist kein Fortschritt sondern ein schlechter Kompromiss zulasten der Familien. Wann begreifen die Bürgerlichen endlich, dass ihre Wirtschaft ohne unseren Nachwuchs nicht stattfindet und dass es sich lohnt dort zu investieren? Und das beginnt bei der Geburt und nicht erst nach dem Hochschulstudium.
    Ach ja, das sind ja dieselben, die 55+ Mitarbeitende entlassen oder in Frühpension schicken, um Personalkosten zu sparen, um danach zu merken, dass ihnen das Know How flöten gegangen ist und der Betrieb weniger Konkurrenzfähig ist.
    32 5 Melden
    • paddyh 07.06.2018 12:02
      Highlight Nicht vergessen, dass es z. T. die selben sind, die dann wegen der Einwanderung rumheulen und unsere ganze Politik lahmlegen.
      21 0 Melden
  • Radesch 07.06.2018 10:41
    Highlight 1 Jahr Elternzeit wäre weitaus fortschrittlicher. Die Eltern könnten dann selbst entscheiden. Dennoch ist der Vaterschaftsurlaub ein Zwischenschritt.
    38 12 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 11:36
      Highlight Ich bin eine grosse Befürworterin des Vaterschaftsurlaub. 1 Jahre Elternzeit geht mir persönlich aber zu weit. Man soll Familien unterstützen und die Gleichstellung von Müttern und Vätern vorantreiben. Trotzdem bleiben Kinder auch Privatsache und ein ganzes Jahr bezahlt bekommen ist für mich übertrieben.
      16 6 Melden
    • Radesch 07.06.2018 12:47
      Highlight Kinder sind eben nicht nur Privatsache. Sie sichern unsere Sozialwerke und sind die Zukunft unseres Landes. Deswegen sollte die Familienpolitik der Schweiz endlich mal in die Gänge kommen. Auch der Vorhandene Mutterschaftsurlaub ist im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern ein Witz.

      Schweden liefert 480 Tage zu 80%. Also ist es scheinbar doch möglich. Man könnte sogar soweit gehen, dass man diese Zeit als "Zivildienst" verbucht, denn das ist Kinder kriegen nämlich auch.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Elterngeld_und_Elternzeit_in_Schweden
      10 6 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 15:19
      Highlight Das ist Ansichtssache. Ich verstehe Deinen Punkt, aber teile Deine Ansicht nicht ganz. Kinder sind ein wichtiges Teil unserer Gesellschaft und ich bin auch dafür, dass Familien unterstützt werden. Gleichzeitig bin ich aber auch der Ansicht, dass jeder seinen Lebensunterhalt selbst verdienen soll. Bei Kindern sind natürlich die Eltern in der Verwantwortung. Lebensunterhaltskosten sollen nur in Notsituationen auf die Allgemeinheit abgewälzt werden dürfen.
      8 7 Melden
    • Radesch 07.06.2018 15:39
      Highlight Ich sage ja nicht, dass der Staat alle Kosten der Familienplanung übernehmen soll. Dennoch zeigt Schweden auf, dass mehr Familienpolitik möglich ist.
      4 3 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 17:17
      Highlight Ihr System ist sicher besser und weitsichtiger, als unseres. Bei uns klammern sich noch zu viele Leute an ihr Ideal der Familie mit Hausfrau und dem Mann als Ernährer. Daher versucht man es den Familien zu erschweren in ein anderes Modell umzusteigen. Jede "Aufweichung" der angedachten Rollen wird blockiert. Hoffen wir, dass wir uns mehr Richtung Schweden Model bewegen.
      2 0 Melden
  • Patho 07.06.2018 10:39
    Highlight Solange es für die Wirtschaft kein Problem ist, das wir Männer praktisch ein Jahr im Militärdienst versauern, kann mir niemand sagen, dass ein Mann nach einer Geburt nicht ein paar Wochen für die Familie zu Hause sein kann!
    Und: Elternurlaub statt Vaterschaftsurlaub, wenn wir es schon von Gleichberechtigung haben;)
    94 6 Melden
    • Konstruktöhr 07.06.2018 10:52
      Highlight Für die Wirtschaft ist das kein Problem weil wir Männer ein Jahr länger arbeiten müssen.
      6 3 Melden
    • Zap Brannigan 07.06.2018 20:33
      Highlight Insbesondere in internationalen Konzernen ist mindestens bei Offizieren das Militär durchaus ein Problem. Ich weiss von Firmen, die für Kader bewusst keine Offiziere einstellen, weil du "zu viel weg" sind und den ausländischen Managern das Milizsystem fremd ist. Die Zeiten, wo sich eine zivile und militärische Karriere gegenseitig positiv beeinflussen sind vorbei.
      0 0 Melden
  • Globidobi 07.06.2018 10:30
    Highlight Auch die Frauen sollten für die Annahme des Vaterschaftsurlaub sein, da so eine scheinbare Beeinträchtigung bei den Lohnverhandlungen wegfallen würde und sie so mehr für einen gleichen Lohn kämpfen können.
    43 2 Melden
  • droelfmalbumst 07.06.2018 10:07
    Highlight Ein super Thema um die Engstirnigkeit und das konservative Denken der CH aufzuzeigen. Genügend Länder beweisen dass es absolut möglich ist hier etwas anständiges aufzubauen. Herr und Frau Schweizer wollen das aber nicht...immer nur Geld Geld Geld Geld. Kostet zu viel, verdiene dann weniger... Familienunfreundlicher als in der CH geht es fast nicht.

    Schweden oder Dänemark kriegt das problemlos hin und sind in der Wirtschaft kein Stück schlechter dran... eher im Gegenteil....
    117 20 Melden
    • Resistance 07.06.2018 11:23
      Highlight Danke!
      10 4 Melden
  • Bits_and_More 07.06.2018 09:58
    Highlight Ich hoffe, dass sich die Parteien auf einen Kompromiss einigen und nicht jede versucht, nur IHR Anliegen durchzuringen und damit scheitert.
    Ansonsten wird noch zig weitere Jahre erfolglos diskutiert und für die Väter ändert sich in der Zeit nichts.


    26 2 Melden
  • Ms. Pond 07.06.2018 09:37
    Highlight Ich persönlich wäre für eine Version in der Eltern 20 Wochen Elternzeit haben, von denen der Vater min 4 und die Mutter min 8 Wochen beziehen muss. Dies sollte nur schon im Zuge der Gleichstellung ein Thema sein. Da dies aber in der engstirnigen und geldorientierten Schweiz schwer umsetzbar sein wird, bin ich für 4 Wochen bezahlter Vaterschaftsurlaub finanziert durch die EO. Es ist für mich unverständlich, dass de BR den Vaterschaftsurlaub diskussionslos ablehnt, obwohl er ein dringendes Bedürfnis der Bevölkerung ist.
    76 11 Melden
    • Snowy 07.06.2018 10:31
      Highlight Genau Deiner Meinung!
      11 5 Melden
    • p4trick 07.06.2018 11:27
      Highlight Warum muss die Mutter 8 Wochen beziehen? Wäre doch fair wenn beide min. 4 Wochen beziehen müssten.
      Gibt durchaus Mütter die wollen möglichst bald wieder arbeiten und der Vater schaut dann aufs Kind.
      Schon wegen der Gleichstellung sollte das dann schon frei bestimmbar sein.
      3 7 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 11:59
      Highlight Die 8 Wochen sind Schutzzeit. Die braucht eine Mutter um sich von einer Geburt körperlich zu erholen. Diese 8 Wochen dürfen gesetzlich nicht unterschritten werden. Nicht einmal, wenn eine Todgeburt stattfindet. Dazu kommt, dass ein Kind in dieser Zeit meist noch gestillt wird, weshalb die Mutter anwesend sein sollte.
      14 0 Melden
    • droelfmalbumst 07.06.2018 15:53
      Highlight Eine Mutter die ein Kind kriegt und sofort wieder arbeiten WILL, sollte lieber keine Kinder kriegen...
      4 2 Melden
    • Snowy 07.06.2018 16:58
      Highlight @druff bumst (hoffentlich mit Gummi): Das hast Du jetzt nicht gerade gesagt, oder?

      Nehme an, Du bist ein Mann und noch keine 30. Trotzdem:

      1. Geht Dich das rein gar nichts an.

      2. Ist es für eine gleichberechtigte Beziehung das beste, wenn beide zu möglichst gleichen Teilen sich um Lohnerwerb und Kindsaufzucht kümmern.
      Wenn eine Frau erst mal zwei Jahre zu Hause bleibt um sich 100% um das Kind zu kümmern, sind die Strukturen meist bereits zu stark verfestigt und die Möglichkeiten auf dem Jobmarkt (für die Frau) sind nach so langer Pause auch stark eingeschränkt.
      1 2 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 19:54
      Highlight @droelf
      Wenn eine Frau nach Ablauf der Schutzzeit wieder arbeiten will, dann geht das nur sie und ihre/n Partner/in etwas an. Bäuerinnen hocken auch nicht 15 Wochen in der Stube, während ihr Partner auf dem Hof schuftet. Versuch nicht immer gleich vorzuverurteilen.
      1 0 Melden
    • droelfmalbumst 08.06.2018 09:17
      Highlight Ich sage ja... Familienunfreundliches Land... Man kriegt ein Kind und kaum hat man die Möglichkeit dazu gibt man das Kind den ganzen Tag ab und lebt sein Leben als wäre nichts geschehen. Wer am Ende die A-Karte zieht ist das Kind. Wenn es finanziell nicht geht, dann ist natürlich klar dass gearbeitet werden muss. Meine Mutter hat auch sofort wieder gearbeitet. Seit der Geburt meiner Schwester haben meine Eltern aber Schicht gearbeitet. Vater oder Mutter MUSS beim Kind sein. Diese Mode das Kind einer Tagesmutter zu geben ist einfach abscheulich. Meine Meinung.
      0 1 Melden
  • Geronimo146 07.06.2018 09:33
    Highlight Gute Übersicht, danke Watson: nur ein kleines Detail zur Chancengrafik - Ich assoziiere hell mit positiv und dunkel mit negativ, ich hätte also bei höherer Chance die Fläschchen farblich hell gefüllt 🍼 🍼🍼🍼🍼
    20 7 Melden
  • bokl 07.06.2018 09:21
    Highlight Typisch FDP-Vorschlag. Noch kurz ein kurz Steuergeschenk reinpacken und ein ungeliebtes Projekt der Linken streichen. Warum nicht einfach beim Thema Vaterschaftsurlaub bleiben? Dann könnte man die Alternative durchaus in Betracht ziehen.
    32 5 Melden
  • Ratchet 07.06.2018 09:20
    Highlight Jetzt mal ganz ehrlich: warum finanziert nicht jeder selber sein eigener Vaterschaftsurlaub? Warum muss der kinderlose Single wiedermal für fremde Familien mitblechen?
    20 98 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 10:17
      Highlight Wenn wir immer nur auf uns selbst schauen, kommen wir nicht weiter. Ich bin auch kinderlos und trotzdem für den Vaterschaftsurlaub. Wenn ich Müttern den Urlaub mitfinanziere, dann will ich das auch für die Väter tun. Wir brauchen Kinder. Du und ich werden nicht immer jung sein. Irgendwann sind wir um die heutigen Kinder froh, die den Laden dann für uns am laufen halten, wenn wir es nicht mehr können.
      48 6 Melden
    • Hoppla! 07.06.2018 10:29
      Highlight Für mich als Kindloser ist das Solidarität. Wie z.B. auch den Abzug der Betreuungskosten bei den Steuern oder die Kinderzulage. Das grosse Aber: Solidarität ist fragile Sache. Sie kann sehr schnell überstrapaziert werden. Bei gewissen Vorschlägen ist dies der Fall.

      Und als Ergänzung: Es fällt auf, dass gerade im Job auf Eltern viel mehr Rücksicht genommen wird. Längere Absenzen (Mutterschaftsurlaub, Erziehungsurlaub) oder Teilzeit,... voll okay. Aber natürlich nur wenn Kinder vorhanden sind. Schade.
      20 6 Melden
    • Globidobi 07.06.2018 10:31
      Highlight Warum finanziert nicht jeder Invalide sein eigenes Leben? Jeder Rentner seine Rente?
      51 5 Melden
    • TheManoure 07.06.2018 10:35
      Highlight Warum baut nicht jeder seine eigenen Strassen? Wsrum muss der autolose Bürger wieder mal für fremde Autofahrer mitblechen? Weil Solidarität und Kostenteilung (neben Anderem) Grundgedanken der Demokratie sind.
      45 7 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 10:44
      Highlight @Hoppla
      Eltern sind auf diese Flexibilität angewiesen. Es ist nicht so, dass sie diese Extrawürste aus Vergnügen beanspruchen. Ich bin zwar selbst nicht Mutter, arbeite aber im Personalbereich. Erfahrungsgemäss ist es eher so, dass Eltern es schwerer haben. So können Väter selten Teilzeit arbeiten, obwohl sie es wollen und Mütter werden erst gar nicht eingestellt, da sie ja zu "unflexibel" sind. Und wieso fühlst du dich benachteiligt? Willst Du Erziehungsurlaub für Deinen Hamster oder was genau ist dein Punkt?
      23 8 Melden
    • Hoppla! 07.06.2018 11:32
      Highlight @ Ms. Pond

      Ob ich den unbezahlten (!) Urlaub oder Flexibilität möchte um die Meer von alten Fischnetzen zu reinigen, Erziehungsurlaub für meinen Hamster benötige oder ob ich den ganzen Tag Katzenvideos anschaue darf aus meiner Sicht kein Kriterium zur Genehmigung sein. Das ist meine Sache und völlig irrelevant für den Arbeitgeber.

      Wie gesagt: Solidarität ist ein fragiles Konstrukt. "Eltern haben prinzipiell das Recht..., Kinderlose nicht" ist dann doch eher "etwas" kontraproduktiv.
      7 3 Melden
    • Henri Lapin 07.06.2018 12:49
      Highlight Die Kinder der anderen finanzieren mal Ihre AHV
      3 2 Melden
    • Ms. Pond 07.06.2018 13:00
      Highlight @Hoppla

      Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet jemandem unbezahlten Urlaub zu geben. Auch Eltern haben darauf keinen Anspruch. Nicht jeder Betrieb kann so etwas anbieten, denn die Arbeit muss in dieser Zeit von den anderen Teammitgliedern getragen werden. Jemanden für so eine kurze Zeit temporär anzustellen ist selten sinnvoll. Bei uns im Betrieb werden praktisch alle UU's von Kinderlosen bezogen, welche auf Reisen gehen. Was du ansprichst ist ein Einstellungsproblem deines Arbeitgebers und nicht ein gesetzliches Problem.
      1 0 Melden
    • Ratchet 08.06.2018 03:09
      Highlight Hoppla bringt es auf den Punkt. Solidarität, Solidarität, wieviel Solidarität ist genug? Kinderzulage, Abzug bei den Steuern, das ganze Bildungssystem und und.... okay, alles schön und genug, da mach ich mit, doch was hier verlangt wird, ist eine Erhöhung vom Elternurlaub. Die Begründung ist jedoch nicht, dass die Erziehung schwerer geworden ist, sondern dass man die Rolle der Väter verstärken will. Tja die Lösung ist ganz einfach: Ersetzt den heutigen Mutterschaftsurlaub mit Elternurlaub, den beide beziehen können.
      0 0 Melden
    • Ms. Pond 08.06.2018 08:54
      Highlight Nehmen wir an, ein Elternurlaub würde eingeführt. Ausser die 8 Wochen Schutzzeit, könnten sie frei aufgeteilt werden. Besteht nicht die Gefahr, dass Firmen erwarten würden, dass der Mann auf den Bezug verzichtet? Oder das die Männer so sehr unter Druck stehen, dass sie aus Angst nichts beziehen? Vielleicht heisst es dann "zwei Wochen sind ok, aber dann kommst du wieder retour". Wenn es ein Vaterurlaub gibt, dann gibts weder mit der Frau, noch mit dem Arbeitgeber Diskussionen. Es ist dann halt einfach so. Und wir Frauen hätten den Nachteil der Absenz nicht mehr allein zu tragen
      0 0 Melden
  • pascii 07.06.2018 09:19
    Highlight Die 0.06 Lohnprozente die der Vaterschaftsurlaub kostet sollte es dem Schweizer Volk wert sein.
    86 11 Melden
    • p4trick 07.06.2018 11:30
      Highlight Wie kommst du auf die 0.06%? Du sagst also EO um 0.06 auf 0.51% erhöhen und gut ist?
      Na das wäre doch viel zu einfach, wir sagen lieber 500 Mio. können wir uns nicht leisten
      (Ironie)
      4 2 Melden
  • inmi 07.06.2018 09:06
    Highlight «Vor allem Föderalismus und direkte Demokratie haben sich in der Vergangenheit schon als hinderlich für die wohlfahrtsstaatliche Entwicklung erweisen»

    Das ist ein Feature unseres Systems, kein Bug :)
    21 6 Melden

«Mann+Frau geht, Frau+Frau geht irgendwie, Mann+Mann geht nicht», twittert ein CVPler

«Wir sollten in den Grenzen der Biologie bleiben», findet der Präsident der CVP Luzern in Bezug auf die Familienplanung und tritt damit einen Shitstorm auf Twitter los. Nun will er die Zurich Pride besuchen.

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