Schweiz
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312 Gesuche

Keine Schweizer Botschaft erhält so viele Anträge für humanitäre Visa wie jene in Sri Lankas Hauptstadt 

In Sri Lankas Hauptstadt Colombo wurden im vergangenen Jahr 312 Anträge für humanitäre Visa gestellt – doch nur 28 Personen erhielten ein Visum. 



Die Zahl der Anträge auf ein humanitäres Visum für die Schweiz hat sich in Sri Lanka 2014 verdreifacht. Das zeigen Zahlen des Staatssekretariats für Migration, auf die sich die Sendung «HeuteMorgen» auf Radio SRF am Freitag beruft. Von den 312 Antragstellern erhielten nur 28 eine positive Antwort. Sie waren demnach unmittelbar, ernsthaft und konkret an Leib und Leben gefährdet.

Dass die Zahl der Menschen, die in der Schweiz Schutz suchen, so stark anstieg, begründete Lea Wertheimer vom Staatssekretariat für Migration mit der Sicherheitslage für die tamilische Minderheit, die sich vor dem Regierungswechsel im Januar verschlechtert habe. Seit der Wahl gebe es nun aber Hinweise auf eine Verbesserung.

A security guard poses for the photographer in front of the Swiss Embassy in Colombo, Sri Lanka, Monday, September 22, 2014. A media trip is organised by FDFA (Federal Department of Foreign Affairs) ten years after the tsunami in Sri Lanka. The end of 2004 will mark 10 years since tsunami struck the coast of South-East Asia and some parts of Africa. The tsunami struck the coast of Sri Lanka at 8.35 in the morning. More than 35'000 people died. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Schweizer Botschaft in Colombo.  Bild: KEYSTONE

Auch bei Asylgesuchen an der Spitze

Anfang Monat war bereits bekannt geworden, dass auch die Zahl der Asylgesuche aus Sri Lanka in der Schweiz im Januar angestiegen ist – und zwar um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch hier stand Sri Lanka mit 181 Gesuchen an der Spitze der Liste.

Diesen Anstieg begründete Wertheimer unter anderem mit einer Praxisänderung bei den Rückschaffungen nach einem Vorfall vor zwei Jahren. Weil damals zwei Tamilen bei der Landung in Sri Lanka direkt in Haft genommen worden waren, schickt die Schweiz heute weniger Menschen zurück, was das Land wiederum attraktiver gemacht habe. (kad)

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