Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kampfansage gegen Booking.com: Schweizer Hotels klagen über «Knebelverträge» 

Über 70 Prozent aller Schweizer Online-Buchungen laufen über die Plattform Booking.com. Was die Gäste nicht wissen: Das Hotel erhält vom bezahlten Preis oftmals nur die Hälfte. Wie und warum die Politik nun dagegen vorgehen möchte. 



Herr und Frau Schweizer sind Schnäppchenjäger. Und das Internet hilft: Noch nie war es so einfach, Preise in Erfahrung zu bringen, sie zu vergleichen und so das günstigste Angebot zu finden. Auch bei der Ferienplanung wird gerne gespart. Abhilfe schaffen Buchungsplattformen wie Booking.com oder Expedia. Die globalen Player helfen dem Gast, sich in der Vielzahl von Angeboten zurechtzufinden und das für ihn passendste – sprich günstigste – Hotelzimmer zu finden. 

Nur: Was für den Gast Segen ist, wird für Schweizer Hoteliers zunehmend zum Fluch. Die Verträge, welche Buchungsplattformen wie Booking.com den Hotels anbieten, verlangen einerseits hohe Komissionen und andererseits sehr restriktive Vertragsklauseln

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, will nun die Politik der Schweizer Hotelbranche unter die Arme greifen. Dazu hat der Solothurner CVP-Ständerat Pirmin Bischof eine Motion gegen die «Knebelverträge der Online-Buchungsplattformen» eingereicht. Unterstützt wird er fast vom halben Ständerat – 20 Mitglieder der kleinen Kammer, stammend aus allen politischen Lagern, haben sich der «Anti-Booking-Koalition» von Bischof angeschlossen. 

Pirmin Bischof, CVP-SO, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 15. September 2016 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Pirmin Bischof, Ständerat der CVP. Bild: KEYSTONE

Hauptsächlich sieht die Motion eine Gesetzesänderung vor, die den Plattformen sogenannte Preisparitätsklauseln verbieten soll. Aktuell schreiben die Buchungsplattformen den Hotels vor, dass sie auf ihrer Hotel-Webseite keine günstigeren Tarife anbieten dürfen als auf der Plattform.

Natürlich sind die Hotels nicht gezwungen, solche Verträge einzugehen. Allerdings hält die Plattform Booking.com einen Marktanteil von über 70% auf alle Schweizer Online-Hotelbuchungen. Wer also nicht auf Gäste verzichten will, muss sich mit der Plattform auseinandersetzen – und die Knebelverträge in Kauf nehmen. «Ein Hotelier hat gar nicht mehr die Wahl, ob er auf Booking ist oder nicht», sagt Christophe Hanse von Hotelleriesuisse «Die Plattform ist so dominierend geworden, dass der Markt nicht mehr funktioniert.» 

Aktuell einziges Schlupfloch für die Hotels: Direktbuchungen. Hier dürfen die Hotels ihren Gästen Rabatte gewährleisten. Hoteliers empfehlen deshalb ihren Gästen, sich zuerst via Booking.com über verfügbare Zimmer zu informieren, dann aber direkt telefonisch oder per Mail beim Hotel zu buchen. Eine Win-Win-Situation für Gast und Hotel: Der Gast schlägt ein Rabatt heraus und das Hotel spart sich die Kommission. 

(gin)

Das sind die 25 besten Hotels der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

104
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

72
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

80
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

20
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

0
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

8
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

68
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

104
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

72
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

80
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

20
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

0
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

8
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

68
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

47
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Crecas 05.10.2016 12:38
    Highlight Highlight Wenn dieses Gesetz durchkommt, dann werden wir auf Booking nur noch Hotels finden, welche die 'Knebelverträge' freiwillig akzeptieren. Der Konsument bezahlt dann also die Zeche. Leider.
    • Kyle C. 05.10.2016 13:35
      Highlight Highlight Diese Verträge werden jetzt schon freiwillig eingegangen. Es steht jedem Hotel frei, auszusteigen und eine eigene Strategie zu entwickeln. Oder aber wir fangen tatsächlich an, solche Plattformen unter staatliche Kontrolle zu stellen. Das muss dann aber auch für alle anderen Branchen gelten. Da wäre ich dann mal gespannt, was die Marktführer dazu meinen würden...
  • Hirnwinde 05.10.2016 12:05
    Highlight Highlight Es gibt die gesetzlich garantierte Vertragsfreiheit. Das genügt bereits, um das Problem der Hoteliers zu lösen. Wenn den Hoteliers die Dienste von Booking.com zu teuer sind, dann dürfen sie auf diese verzichten. Es gibt hier gar kein Problem.
    Wenn mir das Benzin für das Auto zu teuer ist, kann ich dann Subventionen vom Bund dafür verlangen? Nein, natürlich nicht. Ich habe das geheuchelte Jammern der ausnahmsöos unbescheiden abzockenden Schweizer Hotelliers schon lange satt und buche darum seit Jahrzehnten schon keine Schweizer Hotels mehr.
  • Wuschelhäschen 05.10.2016 12:01
    Highlight Highlight Booking muss ein Riegel geschoben werden. Die Webseite und der Buchungsprozess sind zwar absolut perfekt. Aber wenn ich höre was die für Gebühren abluchsen, werde ich in Zukunft direkt beim Hotel buchen. Sauerei.
  • 7immi 05.10.2016 11:00
    Highlight Highlight Aussteigen, neue buchungsseite gründen mit anderen hotels, unabhängig sein.
    Ist natürlich nicht gratis, wäre aber gut möglich und würde einen weiteren konkurrenten auf den markt bringen. Booking.com darf alles verlangen. Man nutzt ja auch ihre infrastruktur und profitiert so. Oder man steigt aus und verzichtet auf den mehrwert. Den 5er und s weggli gibts nicht.
    • Rakim 05.10.2016 12:33
      Highlight Highlight Booking.com ist weltweit der grösste kunde von google - deshalb kommen die ergebnisse von booking immer zuerst. Man schätzt 20 mio. investiert die firma pro jahr. Die idee von ihnen ist gut, aber nicht einfach umzusetzen.
  • TschGadEis 05.10.2016 10:40
    Highlight Highlight Schon witzig, wie hier der Staat eingreifen soll, da eine Lobby mehr Knete will. Wenn's aber um 6 Wochen Ferien oder einen Mindestlohn geht soll sich der Staat gefälligst raushalten und den Markt spielen lassen.

    Wann realisieren die Wähler, was hier auf bürgerlicher Seite für ein Spiel gespielt wird?
    • Kyle C. 05.10.2016 11:22
      Highlight Highlight Genau so sehe ich es auch. Man ködert über Jahre Wähler mit effizienten Themen wie Ausländer, Sozialhilfe, Kriminalität etc., schürt damit Ängste und gewinnt die Wählergunst. Dabei geht unter, dass sich am Ende der Rechnung eigentlich nur die lobbyverseuchte Oberschicht (die bis tief ins Bundeshaus reicht) die Taschen gefüllt hat.
    • Geralt 05.10.2016 11:23
      Highlight Highlight Ich stimme dir zu, aber rein volkswirtschaftlich gesehen hat das schon seine Legitimation: ein Monopol schädigt die Wirtschaft (in den meisten Fällen), deshalb greift der Staat ein. Der Mindestlohn schädigt die Wirtschaft ebenfalls, deshalb verzichtet der Staat hier auf einen Eingriff.
    • Wuschelhäschen 05.10.2016 11:58
      Highlight Highlight Nie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 05.10.2016 10:19
    Highlight Highlight Viele Hotels geben Upgrades oder gratis Frühstück, wenn man direkt bei Ihnen bucht. Das dürfen sie natürlich nicht bewerben, da sie ja einen Vertrag mit Booking.com haben, der es verbietet auf anderen Kanälen bessere Preise anzubieten. Einfach so als Info für Leute, die Booking.com so toll finden.
    • Kyle C. 05.10.2016 11:50
      Highlight Highlight Und dieser Umstand war beim Vertragsabschluss wohl so kleingedruckt, dass man es nicht lesen konnte?
    • Donald 05.10.2016 15:33
      Highlight Highlight @stef2014
      Nein, da über diese Website jedoch 70% der Hotelbuchungen laufen, kommt man einfach nicht drumm herum. Siehe auch Artikel.

      Ist so wie wenn ein 20-30 jähriger kein Watsapp hat, dann kommuniziert einfach keiner mit ihm und er ist von allen Gruppen ausgeschlossen...
    • Kyle C. 05.10.2016 16:35
      Highlight Highlight Ja, aber diese 70% sind ja irgendwie entstanden und nicht über Nacht da. booking hat mal ein Produkt entworfen, das für Hotels attraktiv zu sein schien. Das Produkt hätte ja kaum diesen Status erreicht, wenn es nicht rentable Gründe dafür gäbe. Jetzt, im Nachhinein, merkt man, dass dieses Produkt doch nicht so cool ist. Und da sage ich den Hotels: Macht es halt auf eure Weise, mal sehen. Aber nein, man jammert bei den Politikern.

      Mich stört ja nur, dass man immer die freie Marktwirtschaft postuliert, aber wenn es eng wird, soll der Staat einspringen. Ich mag diese Doppelmoral nicht.
  • darkwing 05.10.2016 10:17
    Highlight Highlight Ich informiere mich über Booking.com über die Hotels und versuche dann telefonisch direkt zu reservieren. Vielfach ist das direkte Angebot aber nicht günstiger, auch wenn man darauf hinweist dass sie ja dann keine Kommission an Booking.com abführen müssten. Schade. Hatte aber auch schon positive Erfahrungen mit besserem ZImmer oder kostenloses Frühstück.
  • Friends w/o pants 05.10.2016 10:14
    Highlight Highlight Ich muss sagen, als es Booking.com noch nicht gab und einzig Expedia ein einigermassen Angebot auf der Website hatte, war es schon recht mühsam/zeitaufwändig/praktisch unmöglich in fremden Ländern Hotels zu finden geschweige denn zu vergleichen und das beste für einen herauszusuchen. Das Hotels eine so hohe Provision abdrücken müssen ist schon happig und ich habe mir abgewohnt, bei Häusern, in den ich oft und gern absteige, direkt zu buchen.
  • Zappenduster 05.10.2016 09:45
    Highlight Highlight Leider habe ich aber die Erfahrung gemacht das man auch bei spontan Übernachtungen besser das Smartphone hervor klaubt und über booking.com bucht. Preise sind immer noch besser als wenn man direkt an der Rezeption bucht...
  • Mamster 05.10.2016 09:41
    Highlight Highlight Da hört bei den Herren auf einmal der Glaube an die freie Marktwirtschaft auf. Sobald der Gewinn nicht mehr den Vorstellungen entspricht, dürfen Regulierungen entstehen.
    Anstelle von Inovation und Weitsicht, gibt es resignation und kurzsicht.
    • Donald 05.10.2016 10:22
      Highlight Highlight 70% Marktanteil ist dann doch eine ziemlich marktbeherrschende Stellung. Aber ja, man könnte sich auch einfach gemeinsam aus Booking.com zurückziehen, wenn man ja schon organisiert ist... die Leute werden dann vermutlich merken, dass sie da keine Hotels mehr finden.
    • phreko 05.10.2016 10:36
      Highlight Highlight Ein Monopol als Innovation zu betrachten ist schon sehr interessant.
    • kaderschaufel 05.10.2016 10:53
      Highlight Highlight Niemand hat je behauptet, dass bei Marktversagen der Staat nicht eingreifen soll. Und hier haben wir eine Monopolmacht, was ein typischer Fall von Marktversagen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 05.10.2016 09:30
    Highlight Highlight Die Schweiz, das Land der ewigen Jammerer. Uber zerstört die Taxibranche, Booking.com die Hotelbranche usw. Bringt doch mal Lösungen. Schliesst euch zusammen und macht eine eigene Bookingplattform. Macht als Taxianbieter eine App wo man euch schnell "bestellen" kann und die Kosten für die Fahrt direkt ersichtlich ist. Macht einfach irgendetwas, lasst euch aber nicht einfach vom Gesetz schützen. Fortschritt ist die Lösung, nicht Protektionismus.
    • Schreiberling 05.10.2016 09:57
      Highlight Highlight Gab es. Vor etwa einem Jahr drängte die Branche die bürglerlichen Parteien dazu im Parlament den Vorschlag einer nationalen, kostenfreien Buchungsplattform vorzustellen. Der Vorschlag war gur, sogar die Linke war dafür. Das wiederum machte die Bürgerlichen misstrauisch, sodass sie am Ende einstimmig gegen ihren eigenen Vorschlag stimmten und diesen bachab schickten.
    • DailyGuy 05.10.2016 10:35
      Highlight Highlight @Schreiberling: Danke das wusste ich nicht. Aber das ist ja wieder unsere Politik in a nutshell.
      Aber ich bin froh darum, dass die Vorlage nicht durchgekommen ist. Lord knows, dass diese Plattform Jahre gedauert hätte und wohl so umständlich wie die restlichen Bundeswebsiten gewesen wäre. ;P
    • Schreiberling 05.10.2016 10:58
      Highlight Highlight @DailyGuy: Da hast du vermutlich recht 😅
  • zum 05.10.2016 08:58
    Highlight Highlight Wenn die Hoteliers so viel Energie in Innovationen stecken würden wie in den Kampf gegen booking.com oder Airbnb gienge es ihnen am Schluss wahrscheinlich besser...
    Das ewige Gejammer wird langsam peinlich.
    • Schreiberling 05.10.2016 09:51
      Highlight Highlight Tut mir Leid, aber das ist Schwachsinn. Nicht jeder Hotelier hat die Ressourcen um seinen Gästen etwas innovatives, nie dagewesenes zu präsentieren. Sie können sich sicherlich darauf konzentrieren, das Besuchererlebnis durch Freundlichkeit und Herzlichkeit unvergesslich zu machen. Aber der Kampf gegen booking.com und andere Buchungsplattformen ist ein notwendiger Schritt. In welcher anderen Branche muss man bis zu 50% des Ertrags an einen Vermittler abgeben? Das ist doch absoluter Hohn.
    • Kyle C. 05.10.2016 10:53
      Highlight Highlight Kein Schwachsinn. Die Digitalisierung hat nunmal viele angestaubte Branchen in die Enge getrieben. Musiker, Taxis, Läden, Hotels. Alle, die auf dem analogen Weg über Jahre gut verdient haben verteufeln nun das Internet. Ja, die 50% sind skandalös. Aber diese knöpfen sie den Hotels auch nur ab, weil sie es eben können! Weil sie ausnutzen, was die Branche über Jahre verschlafen hat. Und jetzt? Typisch Schweiz: Solange der Rubel in die liberalen Taschen rollt, soll Mutter Staat gefälligst die Schnauze halten. Wenn man es nicht mehr hinkriegt soll dann aber doch bitte die Politik das regeln?
    • zum 05.10.2016 11:04
      Highlight Highlight @Schreiberling
      Das stimmt, etwas nie dagewesenes kann immer weniger präsentiert werden. Jedoch kann Innovation auch im kleinen beginnen.
      50% vom Ertrag gibt sicher kein Hotel ab. Die Kommissionen bei booking.com bewegen sich zwischen 12 und 15%. Wenn ein Hotel zuoberst erscheinen will, sind 33% möglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 05.10.2016 08:56
    Highlight Highlight Wenn nicht gerade Hochsaison ist, suche ich mir ein Hotel auf booking.com und reise dann ohne Reservation an. An der Reception sage ich, dass ich so und so lange bleiben möchte und bar bezahle. So haben sie weder Buchungs- noch Kreditkartengebühren. Das gibt nicht nur Sympathie, sondern mindestens einen Rabatt, manchmal sogar eine bessere Zimmerkategorie zum gleichen Preis.

    Und ich habe den Vorteil, dass ich das Hotel anschauen kann, bevor ich buche. Wenn die Aussicht doch nicht so toll ist wie auf den Fotos, kann ich ein Haus weiter gehen.
    • Crecas 05.10.2016 12:05
      Highlight Highlight Uii, hat das immer geklappt? Diese Erfahrung kann ich definitiv nicht teilen. Wenn man Abends in einem Hotel ankommt, weiss das Hotel, dass man jetzt nicht noch 10 andere Hotels absuchen will und darum preiselastischer ist. Oft musste ich darum auf dem Parkplatz des Hotels noch schnell Online buchen, da es einen besseren Deal als an der Rezeption gab.
  • kliby 05.10.2016 08:47
    Highlight Highlight Typisch: Die starke Hotellobby erreicht das, was die Taxifahrer nicht schaffen. Den ausländischen Player durch die Politik bekämpfen zu lassen. Bauern und Hoteliers, die haben das sagen im Bürgerlichen Parlament.
    • Fumo 05.10.2016 08:53
      Highlight Highlight "Bauern und Hoteliers"

      Du meinst eher "Ur-Schweizer mit Verwandten und Bekannten in der Politik". Die Branche ist nicht wichtig, nur die Beziehungen.
    • Mesuax 05.10.2016 09:01
      Highlight Highlight Genau! Sobald ums wohl von Unternehmen geht rennen die Politiker förmich die Tür ein und wenn's um Interessen von Menschen geht welche ebendiesen Lobbyunternehmen etwas kostet, wird alles auf die lange Bank geschoben... Ich verstehe nicht wie so etwas Legal sein kann....
    • Schreiberling 05.10.2016 09:52
      Highlight Highlight Nein, nur die Bauern. Oder wann hat es zum letzten Mal eine erfolgreiche Volksinitiative aus der Tourismus- und Gastrobranche gegeben?
    Weitere Antworten anzeigen

Reis zum selber Abfüllen – so sagen die Detailhändler dem Plastik den Kampf an

Das Plastik muss weg. Das haben auch die Detailhändler erkannt. Intensiv arbeiten sie an alternativen Verpackungsmöglichkeiten. In fünf Migros-Filialen wird derzeit gar ein Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

Geschälte Orangen in Plastik verpackt, gedämpfte Kartoffeln frisch vakuumiert: Immer wieder ernten Detailhändler für ihre Verpackungsmethoden harsche Kritik in den sozialen Medien.

Die hiesigen Detailhändler wehren sich gegen die Vorwürfe und gehen in die Offensive. In fünf Migros-Filialen in Genf wird derzeit der Offenverkauf von Reis und Hülsenfrüchten getestet.

«Die Kunden sind begeistert vom Angebot, auch weil sie kleinere Mengen abfüllen können», sagt Mediensprecher Tristan Cerf. …

Artikel lesen
Link zum Artikel