Schweiz
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Bahn, THURBO, Zugfahrt, Kopfpolster, 12.03.2007

Die farbigen Kopfpolster der Thurbo-Züge. Was verbirgt sich in ihren Polstern? bild: thurbo/Martin Bennett

Facebook-Video zeigt Dreck im Sitz 

Jetzt wehrt sich der Zugbetreiber: «Unsere Züge sind sauber»

Wie dreckig sind die Sitze der Thurbo-Bahnen tatsächlich? watson hat nachgefragt. 

Seit ein paar Tagen sorgt ein Facebook-Video in der Schweiz für Aufsehen: Ein junger Mann klopft darin einen Sitz im Zug der Thurbo-Regionalbahnen aus und lässt dabei eine unappetitliche Menge an Staub aufwirbeln. 

Der entrüstete Passagier postet das Video auf die Facebook-Seite der SBB: «Mal ein bisschen putzen, bevor ihr die Billette teurer macht», kommentiert er dazu. SBB-Sprecher Christian Ginsig antwortet: «Ich bitte dich, das Video der Bahngesellschaft (evt Thurbo?) in der du dies so vorgefunden hast inklusive genauem Zug (Datum/Strecke/Zeit) zukommen zu lassen. Besten Dank. Gruss, Christian.»

Das hat der Facebook-User bis anhin aber nicht getan. Bereichsleiter der Thurbo-Bahnen, Werner Fritschi, sagt: «Ohne das genaue Datum und die Zugstrecke ist es für uns schwierig herauszufinden, um welchen Sitz es sich da handelt». Grundsätzlich möchte er aber festhalten: «Unsere Züge sind sauber.»

Stammt der Staub von einem Holi-Festival? 

Aufgrund des auffallend gelben Staubs im Facebook-Video vermuten die Thurbo-Regionalbahnen einen Zusammenhang mit einem Holi Festival, von denen es letzten Sommer drei in der Region gegeben hat. Bei diesen der indischen Tradition entliehenen Festivals bewerfen sich die Teilnehmer gegenseitig mit Farb-Pulver. Bei der Heimreise der Teilnehmer bekommen dann auch die Bahnsitze ihre Ration Farbe ab. 

Thurbo Die Regionalbahn

So baten die Zugbetreiber im Sommer um Vorsicht nach Holi-Festivals. Bild: thurbo

Nichtsdestotrotz will Thurbo dem Problem nachgehen. «Wir müssten allerdings wissen, wann und wo das Video aufgenommen wurde», sagt Fritschi. In punkto Sauberkeit hätten die Thurbo-Bahnen bei der letzten Kundenzufriedenheitsumfrage im guten Durchschnitt des gesamten Zürcher Verkehrsverbunds gelegen. 

«Es ist möglich, dass mal ein Sitz vergessen geht»

Die Thurbo-Züge werden jede Nacht gewischt und vom Abfall befreit. Die Reiniger arbeiten allerdings auf Sicht. Die Sitze werden nur abgesaugt oder feucht behandelt, wenn es offensichtlich nötig ist. «Bei 105 Zügen kann es sein, dass mal ein Sitz vergessen geht», sagt Fritschi.

Alle sechs bis sieben Tage kommen die Züge dann in den Unterhalt. Dort werden sie ausführlicher gereinigt und kontrolliert. «Die Sitze werden mit Sicherheit mehrmals pro Jahr abgesaugt», erklärt Fritschi. Zudem würden Qualitäts-Angestellte der Thurbo AG jeden Zug rund zwei mal pro Monat mit einer speziellen Checkliste kontrollieren. 

Die Ostschweizer Regionalbahn Thurbo AG gehört den SBB und dem Kanton Thurgau, wirtschaftet aber selbständig und eigenverantwortlich. 



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    Alle Leser-Kommentare
  • Dr. Atom 07.06.2017 16:09
    Highlight Highlight Die Antwort stimmt nicht und ist schlicht und einfach am Thema vorbei geredet!
    Alle Stühle sämtlicher Züge der Thurbo AG werden nicht ausgeklopft sondern gelegentlich oberflächlich mit einem Lappen abgewischt!

    Alle Stühle sind so wie im Video gezeigt wird!!!
    !!ALLE!!
    Es ist schlichter Staub also grössten Teils Hautschuppen von uns!
    Ich hab dies selber schon 10-15 mal gemacht und noch nie war nur ein Stuhl sauber!
    1 0 Melden
  • Heinz24 31.12.2014 12:43
    Highlight Highlight Im Sommer waren meine Frau und ich eine Woche lang in Berlin und den Vororten kreuz und quer in den S-Bahnen und Vororts-Zugskompositionen unterwegs (etwa 300 Fahrkilometer). Dabei konnten wir mit Befriedigung feststellen, dass keine Zeitungen in den Zügen herumlagen und auch keine Verpackungsresten etc. Einmal beobachteten wir, dass einem jungen Mann Pommes Chips auf den Boden fielen. Sofort wurde er von den Mitfahrenden mit kritischem Blick gemustert und las deshalb die Chips einzeln auf und entsorgte sie in seinem Rucksack. Es wäre schön, wenn in den Schweizer Zügen die gleich effiziente "Sozialkontrolle" wie in den Berliner S-Bahnen herrschen würde.
    1 0 Melden

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