Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundespraesident Didier Burkhalter empfaengt Auslandschweizer-Kinder im Sitzungszimmer des Bundesrates anlaesslich des internationalen Jugendtag der UNO, am Dienstag, 12. August 2014, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bundesrat Didier Burkhalter steht am Internationalen Jugendtag Rede und Antwort. In der Studie beklagen junge Wähler, die politische Sprache sei zu kompliziert. Bild: KEYSTONE

Studie zu den Wahlen 2015

Die meisten Jugendlichen sind beim Wählen überfordert

Jugendliche sind beim Wählen oft überfordert. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ). Mit gezielten Informationsmassnahmen soll die voraussichtlich tiefe Wahlbeteiligung der Jugendlichen bei den eidgenössischen Wahlen 2015 um zehn Prozentpunkte erhöht werden.



Jugendliche sind beim Wählen oft überfordert. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ). Mit gezielten Informationsmassnahmen soll die voraussichtlich tiefe Wahlbeteiligung der Jugendlichen bei den eidgenössischen Wahlen 2015 um zehn Prozentpunkte erhöht werden.

Eine Mehrheit der befragten Jugendlichen im Alter von 15 bis 21 Jahren beklagten sich, dass die politische Sprache zu kompliziert, die Kandidaten kaum bekannt und der Wahlakt generell zu schwierig sei, kommt die Studie zum Schluss, die das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Dachverbandes durchgeführt hat.

56 Prozent der Befragten bekundeten Mühe, einen Kandidaten zu finden, der die eigenen politischen Ansichten vertritt, heisst es weiter. Eine passende Partei zu finden, bezeichnen 49 Prozent als schwierig. 51 Prozent verstehen zudem nicht, worüber die Politiker sprechen.

Dass Politik nichts für Jugendliche sei, bestritten jedoch 69 Prozent der Befragten. Eine Mehrheit sieht Wählen als Bürgerpflicht. Häufigster Auslöser für die Teilnahme an Wahlen oder Abstimmungen war das Gespräch mit den Eltern. Weit dahinter folgen Schule und Arbeitsplatz.

Schueler der Schulklasse aus Bubikon (im Rahmen des Projektes

Schüler im Parlament – die Studie des DSJ strebt eine Wahlbeteiligung von 40 Prozent bei Stimmberechtigten unter 21 an.  Bild: KEYSTONE

Politiker sollen vermehrt Schulen besuchen

Das Gute an der «materiellen Überforderung» der Jugendlichen sei, dass sie – im Gegensatz zur fehlenden Motivation – relativ einfach zu bekämpfen sei, heisst es im Communiqué. Als Massnahmen zur Mobilisierung junger Erwachsener schlägt der DSJ vor, politische Gespräche zwischen Schülern und Politikern zu fördern.

Weiter soll das multimediale Informationsangebot über Wahlen ausgebaut werden. Und schliesslich müsse eine grosse nationale Kampagne bei Wahlen und Abstimmungen auf die Wichtigkeit und Folgen der politischen Beteiligung hinweisen.

Gemäss der Studie kann eine Wahlbeteiligung von 40 Prozent bei den jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren angestrebt werden. Ohne eine Kampagne wären es bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2015 nur 30 Prozent, warnen die Autoren.

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat insgesamt 1309 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 21 Jahren aus allen drei Sprachregionen befragt. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ökonomen haben's berechnet: Leben retten lohnt sich auch wirtschaftlich

Bisher fuhr der Bundesrat im Nebel, wenn es um eine Abwägung der Massnahmen gegenüber den wirtschaftlichen Kosten ging. Nun legen die Ökonomen der Taskforce eine Berechnung vor, die zeigt: Strengere Massnahmen lohnen sich auf allen Ebenen.

Seit Wochen erklären es die Ökonominnen und Ökonomen der Science Taskforce des Bundesrates mantraartig: Härtere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhindern nicht nur Tote und schwere Krankheitsverläufe, sondern machen auch wirtschaftlich Sinn.

In einer Pressekonferenz sagte Monika Bütler, Ökonomin und Taskforce-Mitglied: «Die Übersterblichkeit führt zu hohen Kosten, selbst wenn ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden kann.» Selbst bei konservativen …

Artikel lesen
Link zum Artikel