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Schweiz
Gesellschaft & Politik

Westschweizer Frauen machen ihrem Ärger in Lausanne Luft

Westschweizer Frauen machen ihrem Ärger in Lausanne Luft

01.10.2022, 22:29

Rund 1500 Personen, darunter viele Frauen, haben sich am Samstag in Lausanne versammelt, um ihrem Ärger über die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre Luft zu machen. Sie riefen zur Mobilisierung für den feministischen Streik am 14. Juni 2023 auf.

«Die Frauen sind stolz, verehrt und nicht bereit, den Mund zu halten», skandierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei leichtem Regen. Die Demonstranten folgten dem Aufruf der Westschweizer Kollektive des Feministischen Streiks.

Des femmes manifestent dans la rue ave des pancartes contre le ministre Alain Berset lors d'une manifestation contre l'AVS a 65 ans pour les femmes le samedi 1 octobre 2022 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean- ...
Demonstration am 1. Oktober 2022 in Lausanne.Bild: keystone

Am vergangenen Sonntag hatten alle Westschweizer Kantone gegen die eidgenössische Reform gestimmt. «Wir sind knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt. In der Westschweiz haben wir gewonnen», stellte Michela Bovolenta, Zentralsekretärin des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), fest.

Starke Kritik wurde an SP-Bundesrat Alain Berset geäussert, der die Reform vorangetrieben hatte. «Er sollte sich schämen – schämen, in die Geschichte einzugehen, indem er einen schweren sozialen Rückschritt durchsetzt. Das ist eine Ohrfeige, eine Gewalt gegen uns alle», sagte die Gewerkschafterin.

Im Mittelpunkt der Forderungen standen Lohngleichheit und «würdige» Renten. Ziel sei es nun, aus dieser «Wut» eine Kraft zu machen, um den nächsten feministischen Streik am 14. Juni 2023 vorzubereiten. Der letzte Frauen-Streik am Juni 2019 hatte mehrere Hunderttausend Menschen auf die Strassen der Schweiz gebracht, nach Angaben der Gewerkschaften rund 500'000.

(yam/sda)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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raues Endoplasmatisches Retikulum
01.10.2022 22:52registriert Juli 2017
Alternativer Titel:
"Menschen demonstrieren gegen Gleichberechtigung und für eine sexistische Verfassung".
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Sandlerkönig Eberhard
02.10.2022 03:41registriert Juli 2020
Ich habe es bei Frau Funiciellos empörter Demo gesagt und sage es wieder: Was regt ihr Euch eigentlich auf? Ihr müsst doch nicht gegen die töibelen, die abgestimmt haben. Ca. 48%(!) der Stimmberechtigten haben gar nicht abgestimmt. Hallo? Ganz offensichtlich ist also fast die Hälfte der Stimmberechtigten der Meinung, dass dies kein wichtiges Thema ist. Und die, die es geschafft haben, ihr Kreuzchen zu machen, sind nun die Bösen?
Hört doch auf mit euren Im-Nachhinein-Weil-Es-Mir-Nicht-Passt-Demos. Bringt die Leute dazu, abzustimmen, dann kann man das auch ernst nehmen.
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banda69
02.10.2022 06:04registriert Januar 2020
Sorry, aber ich verstehe es einfach nicht. Die Wahlbeteiligung war unter 50%. Und nun sollen die alten weissen Männer die Schuld für das Wahlergebnis tragen?
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