Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Teaserbild

Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. bild: watson

Unzufriedene Beamte und mehr Steuerschulden – das schreiben die Sonntagszeitungen



Angestellte von Ueli Maurer gehen am wenigsten gerne zur Arbeit

Im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) gehen die Bundesbeamten laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» am wenigsten gern zur Arbeit. Die zeige eine Personalumfrage der Bundesverwaltung.

Die Angestellten des von SVP-Bundesrat Ueli Maurer geführten Bereiches bewerteten ihre Arbeitszufriedenheit im Schnitt mit 67 Punkten, was den tiefsten Wert aller Departemente darstelle. Die Skala reiche von 0 bis 100. Seit der Befragung im Jahr 2014 sei die Zufriedenheit in Maurers Departement um drei Punkte gesunken. Besonders problematisch sei die Situation in der Zollverwaltung, hiess es.

Bundesrat Ueli Maurer spricht an einer Medienkonferenz ueber die Volksinitiative

Bundesrat Ueli Maurer. Bild: KEYSTONE

Am wohlsten fühlen sich dagegen die Beamten von Energieministerin Doris Leuthard. Ihr Personal bewertete die Arbeitszufriedenheit mit 73 Punkten.

Viele Betreibungen nachdem Steuern nicht bezahlt wurden

Zahlreiche Steuerpflichtige zahlen laut dem «SonntagsBlick» ihre Steuern nicht und erhalten Betreibungen. So leitete die Steuerverwaltung im Kanton Neuenburg unter den rund 120'500 Steuerpflichtigen im vergangenen Jahr 17'677 Betreibungen ein. Auf 1000 Steuerpflichtige folgten so im Schnitt 147 Betreibungen. In Genf waren es 146, in Freiburg 126 und in Bern 95 Steuerbetreibungen. Die Problematik sei umso grösser, weil in den Zahlen jene Personen nicht enthalten seien, die mittels Kredit die Betreibung von Steuerforderungen verhinderten.

Diplomaten bezahlen Bussen nicht

Der öffentlichen Hand in der Schweiz entgeht laut der «SonntagsZeitung» vergleichsweise viel Geld, weil Diplomaten ihre Bussen nicht bezahlen. So wurden im Kanton Bern von 2014 bis 2017 Bussen gegen Angehörige diplomatischer Missionen sowie Beamte internationaler Organisationen im Wert von über 745'000 Franken ausgestellt. Allerdings konnte der Kanton nur knapp 141'300 Franken eintreiben.

Noch schlechter sieht es im Kanton Genf aus. Im gleichen Zeitraum beliefen sich Bussen auf über 4 Millionen Franken, wovon die Genfer lediglich knapp 629'000 Franken eintreiben konnten. Die Diplomaten besässen Immunität und könnten solche Bussen nicht bezahlen, weshalb der Fiskus oftmals auf den Millionenforderungen sitzen bleibe.

Vereinbarung mit Firmen statt Klage

Bundesanwalt Michael Lauber schlägt dem Parlament laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» eine Gesetzesänderung vor. Analog zu den USA will er zulassen, Vereinbarungen mit Firmen abschliessen zu können, statt die Unternehmen bei Delikten vor Gericht zu bringen.

Bundesanwalt Michael Lauber, Mitte, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber den Taetigkeitsbericht 2017 der Bundesanwaltschaft, am Freitag, 20. April 2018, in Bern. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Bundesanwalt Michael Lauber. Bild: KEYSTONE

Eine Firma müsse die Vorwürfe und Geldzahlungen akzeptieren sowie strikte Bedingungen für bessere Geschäftspraktiken erfüllen und dann werde eine Anklage fallen gelassen, so der Vorschlag. «Wenn wir in der Schweiz die Hauptsitze vieler Konzerne haben, brauchen wir auch strafrechtlich eine adäquate Antwort, um bei Verfehlungen in einer sinnvollen Zeit eine Lösung zu finden», sagte er zu der Zeitung.

Mehr Frauen erwerben Facharzttitel, doch nur wenige arbeiten in Kaderpositionen

Zum siebten Mal in Folge haben in der Schweiz laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» mehr Frauen als Männer einen Facharzttitel erworben. Im Jahr 2017 waren es 891. Anders als in so manchen Branchen fehlt es in der Medizin offenbar nicht an weiblichem Nachwuchs.

In Kaderpositionen in Kliniken seien Frauen dagegen aber noch nicht so zahlreich vertreten: Nur 12 Prozent der Chefärzte und lediglich 24 Prozent der leitenden Ärzte seien Frauen. Daher gebe es die Forderung nach einer Frauenquote in diesem Segment.

Mehr Stress, öfters krank

Der Stress bei der Arbeit hat laut der «NZZ am Sonntag» zu einem starken Anstieg von Krankheitsfällen geführt. Die Zeitung beruft sich dabei auf Daten der Krankenversicherung Swica. Innerhalb von fünf Jahren seien die Erkrankungen der Arbeitnehmer um 20 Prozent gestiegen. Die psychischen Leiden hätten sogar um 35 Prozent zugenommen. Bei der Swica beobachte man diese Entwicklung mit Besorgnis, hiess es.

Misswirtschaft richtet enorme Schäden an

In der Schweiz gab es laut der «SonntagsZeitung» im vergangenen Jahr 369 Fälle von Misswirtschaft. Bei Erhebungsbeginn in der Kriminalstatistik 2009 waren es noch 84. Auch verwandte Delikte wie Unterlassen der Buchführung oder betrügerischer Konkurs legten massiv zu.

Verantwortlich sei laut Experten eine Lockerung im Obligationenrecht, die es kleinen Firmen erlaubt, auf die Revisionsstelle zu verzichten. Es gehe bei fast allen Fällen um die gleiche Masche, die sogenannte Konkursreiterei, hiess es diesbezüglich von der Zürcher Kantonspolizei. Dabei würden verschuldete Unternehmen ihren Firmensitz in einen anderen Kanton verlegen und damit das Betreibungsregister reinigen. Schweizweit seien die Schäden mit diesem Trick enorm.

CVP-Pfister krebst mit Gegenvorschlag zurück

Um den Parteifrieden nicht zu gefährden, zieht CVP-Präsident Gerhard Pfister laut dem «SonntagsBlick» seinen Antrag zurück, einen Gegenvorschlag zur SVP-Selbstbestimmungsinitiative zu lancieren. «Ich werde den Antrag auf Gegenvorschlag zurückziehen», sagte er am Samstag gegenüber der Zeitung.

Gerhard Pfister, Parteipraesident CVP Schweiz, spricht an der Delegiertenversammlung der CVP am Samstag, 21. April 2018, im Lorzensaal in Cham. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Gerhard Pfister. Bild: KEYSTONE

Zuvor hatte Pfister in der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats einen Gegenvorschlag beantragt – obwohl Pfisters eigene Fraktion zuvor Nein zu einem solchen Gegenvorschlag gesagt hatte.

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link to Article

Australien Open: Federer siegt erneut

Link to Article

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link to Article

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link to Article

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link to Article

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link to Article

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link to Article

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link to Article

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link to Article

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link to Article

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link to Article

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link to Article

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link to Article

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link to Article

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link to Article

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link to Article

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link to Article

Brexit-Chaos? Ist den Börsen egal

Link to Article

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link to Article

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link to Article

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link to Article

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link to Article

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link to Article

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link to Article

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link to Article

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link to Article

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link to Article

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link to Article

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link to Article

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link to Article

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link to Article

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link to Article

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AlteSchachtel 22.04.2018 10:11
    Highlight Highlight Beamte sind Arbeitnehmer und diese werden in der Schweiz generell der Spar- und Gewinnmaximierungswut geopfert. Gesunder Menschenverstand und soziale Verantwortung sind in der Arbeitswelt Fremdwörter.

    Für die Beamten kommt dazu, dass ihre obersten Vorgesetzten oft einfach nur den richtigen Titel tragen, obwohl sie ihren Posten ohne jegliche Erfahrung im operativen, öffentlich-rechtlichen Bereich antreten. Und je nach Charakter, Profilierungssucht und Narzissmusgrad dieser Erwählten, wird die Arbeit für das bereits erfahrene "Fussvolk" zur Hölle...
  • Raphael Stein 22.04.2018 10:07
    Highlight Highlight Zufälligerweise ist das die Zusammenfassung was gerade so "abläuft" in unserer heilen Welt.
  • Posersalami 22.04.2018 09:45
    Highlight Highlight "Auf 1000 Steuerpflichtige folgten so im Schnitt 147 Betreibungen."

    Was machen die da in der Westschweiz?
  • mogad 22.04.2018 09:20
    Highlight Highlight Das Personal von Bundesrat "kä Luscht" passt sich seinem Chef halt an! Ende Ironie. Denn jetzt kommt's: Wenn jem. aus der Privatwirtschaft "kä Luscht" in die Kamera gesagt hätte, wäre er/sie sogleich den Job losgeworden. Auch die neoliberalen Geisselchlöpfer suchen und finden halt ihre Nischen zum abchillen!
  • mogad 22.04.2018 09:17
    Highlight Highlight "Mehr Stress, öfters krank". Der unmenschliche Druck am Arbeitsplatz: Man gibt sein Bestes, ist auch am Wochenende und in den Ferien erreichbar und trotzdem nörgelt der Arbeitgeber endlos. Anerkennung? Fehlanzeige! Jedes "Meeting" enthält Drohungen. Der Neoliberalismus treibt die Gesundheitskosten in die Höhe!
    • hävi der 3. 22.04.2018 11:16
      Highlight Highlight Sicher nicht in der Beamtenstube.
      Sollte es dort Druck geben, ist dieser meistens eingebildet.
    • mogad 22.04.2018 15:27
      Highlight Highlight @hävi der 3. Den Beamtenstatus gibt es schon lange nicht mehr. Der Druck wächst! Hab selber die letzten 14 J. bei Staat gearbeitet.
  • Miss Secret 22.04.2018 08:15
    Highlight Highlight Wahnsinn! Und die Damen und Herren hinterfragen sich noch immer nicht, warum einige die Steuern nicht bezahlen können und sind in dem Glauben, man möchte sie einfach nicht zahlen. Warum sollten sie sich selber auch fragen, sie sonnen sich in ihrem Ruhm des finanziellen Erfolges, sie sind ja selber nicht direkt betroffen. Vielleicht sollte man den ParamentarierInnen die Sitzungsgelder kürzen um so die Steuern einwenig zu senken...🤔
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.04.2018 10:44
      Highlight Highlight Ihnen ist schon bewusst, dass die Menschen die in der Schweiz signifikante Steuerbeträge zahlen müssen über ein ordentlichen Einkommen verfügen müssen?
  • N. Y. P. D. 22.04.2018 07:35
    Highlight Highlight Das Thema Blocher / SVP in der SZ wäre noch erwähnenswert :

    Endlich beginnt die Basis der SVP die Befehlsausgabe seiner elitären Parteiführung zu hinterfragen.

    Zuwenig konstruktiv.

    Ewig gleiche Themen.

    Vetternwirtschaft an der Spitze.

    So die Vorwürfe. Es rumorte schon lange. Und akzentuierte sich an Parteiveranstaltungen, wo immer öfter die Basis den Partei - Eliten nicht folgen wollte.

    Sind wir doch ehrlich. Dieses ewiggleiche Runterleiern ewiggleicher Themen kann man nicht mehr zulosen.

    Die SVP reflektiert nicht und sie entwickelt sich nicht, so die Basis.
    • hävi der 3. 22.04.2018 08:51
      Highlight Highlight Seit wann ist der EU- Beitritt ein ewiggestriges Thema?

      Damit wäre der Verlust der direkten Demokratie massgeblich verbunden?
      Interessiert sie das nicht?

      Warum wollen die SPGrünen in die EU?
      Sicher nicht aus wirtschaftlichen Gründen, oder?

      Bitte mal kritisch analysieren!
    • N. Y. P. D. 22.04.2018 11:50
      Highlight Highlight Die Basis moniert, dass zuwenig konstruktiv mit anderen Parteien nach Lösungen gesucht wird.

      Da wirst auch Du ein wenig zustimmen müssen, @hävi III

      90% der Schweizer wollen nicht in die EU. Aber man kann doch nicht alle (wichtigen) Verträge kündigen und täubelen, wenn es mal Schwierigkeiten gibt.

      Bin gespannt, wie Deine Partei 2019 abschneidet..
    • hävi der 3. 22.04.2018 13:05
      Highlight Highlight Mit den "Schwierigkeiten" meinen sie wohl die MEI, die vom Volk angenommen wurde, aber von der Politik mit dem nonchalanten Hinweis auf die Bilateralen einfach...nicht...umgesetzt wurde.
      So wurde die CH für die Zukunft in die Position des Erpressbaren gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen

Korrektur-Initiative: Bereits 72'000 Unterschriften gegen Lockerung von Waffenexporten

Nur einen Monat nach ihrer offiziellen Lancierung sind für die Korrektur-Initiative bereits mehr als zwei Drittel der benötigten Unterschriften zusammengekommen: Gemäss Blick haben die Initianten bereits 72'018 Unterschriften gesammelt.

Die Initiative verlangt, dass Schweizer Rüstungsexport-Güter nicht in Bürgerkriegsländer und in Staaten exportiert werden dürfen, welche systematisch die Menschenrechte verletzen. Hinter dem Anliegen steht die «Allianz gegen Waffenexporte in …

Artikel lesen
Link to Article