Schweiz
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Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 13. Maerz 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Polizei soll zu Fahndungszwecken mehr Kompetenzen bei DNA-Analysen erhalten. Das plant Justizministerin Keller-Sutter. Bild: KEYSTONE

Karin Keller-Sutter will DNA-Analysen ausweiten – Datenschützer sind alarmiert

DNA-Analysen sind bereits heute unverzichtbar bei der Verbrechensbekämpfung. Nun will die Polizei weiter gehen und gezielt nach körperlichen Merkmalen fahnden. Auch DNA-Profile von Familienangehörigen der Täter will sie nutzen.

Roger Braun / ch media



Ein Haar, eine Hautschuppe, ein Tropfen Blut: Praktisch jeder Verbrecher hinterlässt eine Spur bei seiner Tat. Und jeder dieser winzigen Teilchen kann ihm zum Verhängnis werden. Möglich macht es die Desoxyribonukleinsäure, kurz DNA. In ihr ist das Erbgut eines jeden Menschen abgelegt. Entscheidend für die Polizei ist: Jede DNA weist eindeutig auf eine Person hin – von eineiigen Zwillingen mal abgesehen.

Der Bund unterhält eine Datenbank mit rund 192'000 DNA-Profilen von verurteilten Straftätern und Beschuldigten. Findet die Polizei an einem Tatort verdächtige Spuren, gleicht sie diese mit der DNA-Datenbank ab. Gibt es eine Übereinstimmung, kann die Polizei gezielt die betreffende Person befragen. Die Methode ist ein Erfolgsrezept: Jährlich stimmen gegen 6000 Tatortspuren mit einer in der Datenbank verzeichneten Person überein. Nicht selten handelt es sich dabei um den Täter.

Polizei könnte gezielt nach Hautfarbe suchen

Nun will Justizministerin Karin Keller-Sutter die DNA-Analysen ausweiten. Heute kann die Polizei einzig prüfen, ob die Spur am Tatort mit einer Person in der Datenbank übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, ist die Probe nutzlos. Keller-Sutter will der Polizei nun ermöglichen, die DNA-Spuren inhaltlich auszuwerten, um Hinweise auf das Aussehen des Täters zu erhalten.

Gerade, wenn die Spuren eindeutig dem Täter zugewiesen werden können – zum Beispiel bei einem Vergewaltigungsfall – würde dies die Strafverfolgung deutlich erleichtern. Weiss die Polizei über Haar-, Augen- und Hautfarbe eines Täters Bescheid, kann sie gezielt nach dieser Person fahnden. Phänotypisierung heisst das in der Fachsprache.

«Gerade bei einer öffentlichen Fahndung drohen Vorverurteilungen, die sich im schlimmsten Fall in spontaner Gewalt entladen könnten.»

Adrian Lobsiger, eidgenössische Datenschützer

Oft, wenn Strafrechtsbehörden für diese Methode werben, fällt der Name Marianne Vaatstra. Marianne Vaatstra war ein 16-jähriges Mädchen, deren gewaltsamer Tod im Jahr 1999 ganz Holland erschütterte. Nach einem Discobesuch beschliesst das Mädchen, alleine mit dem Velo nach Hause zu fahren. Ankommen tut sie da allerdings nie. Auf dem Weg wird sie vom Velo gerissen, vergewaltigt und erwürgt. Ihre Leiche findet die Polizei am nächsten Morgen auf einer Wiese. Schnell fällt der Verdacht auf die Flüchtlinge, die wenige hundert Meter vom Fundort der Leiche in einem Auffanglager untergebracht sind.

Die Bürger reagieren mit Zorn, gar zu Anschlägen auf die Unterkunft kommt es. Was die Bevölkerung damals aber noch nicht weiss: Die DNA-Proben der Flüchtlinge werden alle negativ ausfallen. Erst später wird sich herausstellen, dass ein Friese die Tat begangen hat. Für die Befürworter der Methode ist klar: Hätte die holländische Polizei schon damals die gefundene DNA auf Körpermerkmale untersuchen dürfen, wären die Angriffe auf das Flüchtlingsheim unterblieben.

Datenschützer sind alarmiert

Nützlich wären Hinweise auf die Täterschaft auch bei DNA-Massentests. Im Vergewaltigungsfall Emmen etwa wurden über 400 Männer zum DNA-Test aufgeboten. Hätte die Polizei mehr über das Aussehen des Täters gewusst, hätte sie nicht so viele Männer überprüfen müssen.

Der Polizei die Arbeit erleichtern, indem sie die DNA-Daten auf körperliche Hinweise absuchen kann: Kann man dagegen überhaupt etwas haben? Ja, man kann. Der eidgenössische Datenschützer Adrian Lobsiger erachtet die Phänotypisierung als «heikel». Dem Fallbeispiel in Holland stellt er ein anderes – fiktives – entgegen: Ein Dorf mit 1000 Einwohnern, eine Vergewaltigung und eine DNA-Analyse, die auf einen dunkelhäutigen Täter hindeutet. «Stellen Sie sich vor, unter welchen Druck die wenigen Männer mit dunkler Hautfarbe im Dorf kommen könnten», sagt Lobsiger. «Gerade bei einer öffentlichen Fahndung drohen Vorverurteilungen, die sich im schlimmsten Fall in spontaner Gewalt entladen könnten.»

Adrian Lobsiger, Eidgenoessischer Datenschutz-und Oeffentlichkeitsbeauftragter spricht an der Jahresmedienkonferenz, am Montag, 25. Juni 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der eidgenössische Datenschützer Adrian Lobsiger. Bild: KEYSTONE

Lobsigers Widerstand ist nicht absolut. Bei schweren Verbrechen gegen Leib und Leben habe er «ein gewisses Verständnis», sagt er. Unverhältnismässig findet er hingegen die Methode bei geringeren Delikten wie Einbrüchen.

Wenn Karin Keller-Sutter in einigen Monaten das DNA-Profil-Gesetz vorlegt, will sie auch die Verwandtenrecherche ermöglichen. Diese basiert auf dem Umstand, dass wer verwandt ist, auch ein Grossteil des Erbguts teilt. Damit wird es möglich einen Täter über einen Familienangehörigen zu finden, der in der zentralen DNA-Datenbank verzeichnet ist.

DNA der Schwester bringt Täter zur Strecke

Auch hier gibt es einen spektakulären Fall, diesmal aus England. In den 80er-Jahren vergewaltigte ein Täter mehrere Frauen. Nach erfolgloser Fahndung griffen die Forensiker zur Verwandtenrecherche. Mit Erfolg: Sie spürten die Schwester des Täters auf, die wegen Trunkenheit am Steuer in der DNA-Datenbank verzeichnet war. Schliesslich führte diese Spur zum Vergewaltiger.

«In diesem indirekten Belastungszwang sehe ich einen systemischen Bruch mit unserer Rechtstradition»

Adrian Lobsiger, eidgenössische Datenschützer

Was viele nicht wissen: In der Schweiz wird die Verwandtenrecherche bereits praktiziert – obwohl eine klare gesetzliche Grundlage fehlt. Im Jahr 2015 erstritt sich der Kanton Genf vor Bundesstrafgericht dieses Recht in einem ungeklärten Tötungsdelikt. Seither wurde die Fahndungsmethode bei weiteren 14 schweren Gewaltdelikten eingesetzt, zum Beispiel in Emmen oder beim Vierfachmord in Rupperswil. Keller-Sutter will nun eine klare gesetzliche Regelung schaffen, um die Voraussetzung des Einsatzes zu klären.

Lobsiger begrüsst eine gesetzliche Grundlage im Grundsatz. Für ihn ritzt die Verwandtenrecherche allerdings das Zeugnisverweigerungsrecht von Verwandten. Bei einem gewöhnlichen Strafverfahren können Auskunftspersonen ihre Aussage verweigern, um ihre Familienangehörigen nicht zu belasten. Anders bei der Verwandtenrecherche: Ungefragt könnte eine in der Datenbank vermerkte Person einen Familienangehörigen der Polizei ausliefern. «In diesem indirekten Belastungszwang sehe ich einen systemischen Bruch mit unserer Rechtstradition», sagt Lobsiger.

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104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • el fuego 14.04.2019 17:21
    Highlight Highlight Die Angst vor dem totalen Überwachungsstaat einerseits und die kontrollzwangsmässigen Vorstellungen unserer rechtsbürgerlichen Politiker machen die Schweiz nicht sicherer aber Orwell realistischer!
  • rodolofo 14.04.2019 16:57
    Highlight Highlight Wenn Karin Keller-Sutter das will, dann wird es schon nötig sein.
    Ich vertraue Ihr.
  • Garp 14.04.2019 16:46
    Highlight Highlight Ich bin gegen den Abgleich der DNA mit den Verwandten

    Es braucht eine Kontrollinstanz und klare Regeln, bei welchen Vergehen DNA gespeichert wird und wie lange.

    DNA bei Alkohol am Steuer speichern? Sicher nicht, das gehört für mich nicht zu den schweren Gewaltverbrechen, aber offenbar wird das bereits gemacht.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass es auch bei DNA zu Fehlurteilen kommen kann. Wenn z.B. jemand regelmässig wo spazieren geht, wo später ein Verbrechen stattfindet, kann es durchaus sein, dass da ein Haar von ihm/ihr rumflattert.

    Man kann auch falsche Spuren legen.
  • Don Alejandro 14.04.2019 15:39
    Highlight Highlight Solange es zweckgebunden bleibt sehe ich kein Problem. Aber eben...
  • Lowend 14.04.2019 14:46
    Highlight Highlight Es ist doch sehr speziell, dass genau die applaudieren, für die die Waffenrechtsänderung die Aufgabe ihrer Freiheit wäre, wo doch mit diesem Vorschlag Tür und Tor für die Vollüberwachung geöffnet würde?

    Man sollte sich immer gut überlegen, ob der Zweck wirklich alle Mittel heiligt, denn wenn die Büchse der Pandora, hier die Rasterfahndung in DNA-Datenbanken, mal geöffnet ist, gibt es meistens kein Zurück mehr.

    Wie schrieb es Benjamin Franklin 1775 so treffend:
    "They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."
    • violetta la douce 14.04.2019 20:13
      Highlight Highlight ja, schon gut Lovi.
  • Saraina 14.04.2019 14:28
    Highlight Highlight In dem Zusammenhang sollte auf die Arbeit von Dewey Hagborg mit Chelsea Manning verwiesen werden. Diese gibt Einblick in die Unschärfe die auch eine DNA-Analyse mit sich bringt:

    https://deweyhagborg.com

    Das Projekt „Probably Chelsea“ zeigt, wie eine DNA auf X verschiedene Arten interpretiert werden kann, zumal nicht unbedingt der ganze Satz vorhanden sein kann. Chelsea Manning natürlich wäre gemäss ihrer DNA männlich...
  • sherpa 14.04.2019 14:05
    Highlight Highlight Datenschützer = Täterschützer
    • You will not be able to use your remote control. 15.04.2019 08:54
      Highlight Highlight Nur, falls du das wirklich nicht verstehst: Man betreibt Datenschutz um Nichttäter zu schützen.
  • In vino veritas 14.04.2019 13:39
    Highlight Highlight Was spricht dagegen, wenn jeder eine DNA-Probe abgibt? Wie viele Verbrechen könnten aufgeklärt, wie viel Leid könnte Dank einer Ergreifung eines Täters verhindert werden? Wenn man die Möglichkeiten eines DNA-Registers weiterentwickelt, könnten auch andere Bereiche profitieren. So könnte man ferner jene Bürger die ein erhöhtes Risiko für Krebs aufweisen zu Vorsorgeuntersuchungen aufbieten, Wissenschaftler könnten Krankheiten besser erforschen. Warum nicht, wenn wir strenge Regeln einführen, die einen sicheren Umgang mit den Daten gewährleisten? Wir könnten so viel gewinnen!
  • Ichsagstrotzdem 14.04.2019 13:30
    Highlight Highlight Die Technik ist nicht aufzuhalten. Alles andere ist Vergangenheitsromantik. Es liegt an uns, bei der Gestaltung der Gesetze daran zu denken, dass je länger je mehr jeder Fehltritt gnadenlos aufgedrckt werden wird.
    By the way: warum benötigt es immer mehr Polizisten, wo doch die Fahndung zum Kinderspiel wird?
    • FrancoL 14.04.2019 14:58
      Highlight Highlight Sind Sie sicher, dass Fehltritte gnadenlos aufgedeckt werden? Ich ganz und gar nicht. Bei einem Teil der Fehltritte und Delikte geht man sehr weit und das ist auch iO, aber es gibt einen Teil der Delikte die kaum geahndet werden oder deren Ahnung durch Gesetze behindert wird.
  • Angelo C. 14.04.2019 12:45
    Highlight Highlight Die Datenschützer sind immer alarmiert, auch wenn der Datenschutz im digitalen Zeitalter zunehmend erodiert, weiter durchlöchert und somit bald illusorisch wird....

    Zur vorliegenden Sache selbst :

    KKS hat recht, diese Erweiterung brauchen die Ermittlungsbehörden, dies allerdings m.E. begrenzt auf schwere Gewaltdelikte wie Mord, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Da steht das Aufklärungsinteresse und der Schutz der Bevölkerung ganz klar über dem partiellen Täterschutz.
    • FrancoL 14.04.2019 14:59
      Highlight Highlight Gebe Dir ohne Abstriche recht. Insbesondere bei der der Begrenzung.
      Danke für die einfache und richtige Sicht.
  • Ueli der Knecht 14.04.2019 12:33
    Highlight Highlight "Für die Befürworter der Methode ist klar: Hätte die holländische Polizei schon damals die gefundene DNA auf Körpermerkmale untersuchen dürfen, wären die Angriffe auf das Flüchtlingsheim unterblieben."

    Als ob sich Fremdenhasser, Neonazis und Rassisten für Fakten interessieren würden, die ihrem Weltbild widersprechen, geschweigedenn diese intellektuell richtig einordnen könnten. Würde denen nicht der notwendige Sachverstand fehlen, dann wären sie wohl kaum Fremdenhasser, Neonazis oder Rassisten, sondern anständige Leute, die fähig sind, ihren Mitmenschen Achtung und Respekt entgegenzubringen.
    • violetta la douce 14.04.2019 14:37
      Highlight Highlight Ueli
      Mit Ihrer Post, zeigen Sie ja nur, dass Sie selbst nicht besser sind, als all jene die Sie hier kritisieren.
      Und nein, es spielt überhaupt keine Rolle von welcher Seite der Hass kommt.
      Hass bleibt Hass. Es gibt kene gute Art davon.
      Machen Sie endlich etwas, gegen Ihren Gemütszustand!
    • Ueli der Knecht 14.04.2019 20:00
      Highlight Highlight Vorwärts:
      Diese Menschen kriegen von mir Mitleid und Liebe. Mehr kann ich nicht tun. Denn die wollen sich nicht helfen lassen. Schon gar nicht von mir.

      Was soll ich mich ändern, wenn deren Intoleranz gar nicht mein Problem sondern deren Leid ist?

      Falls tatsächlich mal einer von denen Hilfe von mir wünscht, wäre ich natürlich jederzeit für sie da.

      Aber letztlich ist es nicht mein Problem, wenn diese Leute keine Andersdenkende akzeptieren, geschweige denn tolerieren oder gar verstehen können.

      Mein Gemütszustand? Mich machen kranke Leute traurig. Soll ich mich etwa über die Neonazis freuen?
      Play Icon
  • SirRichardCarsharing 14.04.2019 12:24
    Highlight Highlight Ich finde auch, hier muss ganz klar und transparent definiert sein, bei welchen Straftaten die DNA-Spuren wie verwendet werden dürfen. Zum Beispiel, dass bei Mord oder Vergewaltigung phänotypisiert werden darf und dass man auch genetisch nach Verwandten suchen darf. Während man bei milderen Verbrechen die DNA-Spuren nur als Fingerabdruck des Täters verwenden kann oder so ähnlich.
  • Gubbe 14.04.2019 11:42
    Highlight Highlight Mir wurde mal das Portemonnaie geklaut, der Dieb hat das Geld genommen und den Rest weggeworfen. Wie immer.
    Das Portemonnaie wurde gefunden. die Polizei bestellte mich auf den Posten. Prima, dachte ich, jetzt bekomme ich meine Ausweise zurück. Falsch gedacht. Aus Datenschutzgründen dürfe die Polizei gestohlen gemeldetes nicht weiter geben. Deshalb, wieso keine DNA-Abgabe. Die Allermeisten haben nichts zu befürchten. Ich jedenfalls habe nicht vor, ein Verbrechen zu begehen.
    • pun 14.04.2019 13:02
      Highlight Highlight Hä? Also ich habe mein Portmonnee samt Ausweisen zurückerhalten, als es nach einem Diebstahl in einem Gebüsch gefunden wurde. Verstehe aber auch den argument nicht.
    • FrancoL 14.04.2019 15:03
      Highlight Highlight Mir wurde schon etliches gestohlen, auch amtliche Papiere. Wenn gestohlenes Gut gefunden wurde, bekam is es immer ohne Probleme zurück.
      Allerhöchstens wenn ich fremde Papiere bei mir hatte wurden diese nur mit Einwilligung des Eigentümers mir abgegeben, was auch völlig iO geht.
    • Gubbe 14.04.2019 16:53
      Highlight Highlight War aber so. Für mich ebenso unverständlich.
  • Mutbürgerin 14.04.2019 11:10
    Highlight Highlight Der Staat führt ein Betreibungsregister, Strafregister, ein Waffenregister, SBB Schwarzfahrregister, Krankenkassen Nichtzahlregister. Die Biometrischen Daten holt er via Pässe. Er kennt unsere Steuererklärung, kann die Wohnung durchsuchen, wann immer er will. Und wenn das Volk einmal ein Register ablehnt, z.B. Waffenregister, macht der Staat doch, was er will. Dies haben wir alles zugelassen, weil wir meinen, dass wir die Guten sind und die Bösen damit erwischt werden. Falls wir uns also nicht für Mörder und Vergewaltiger halten, sollten wir auch einer flächendeckenden Gendatenbank zustimmen.
  • Til 14.04.2019 10:46
    Highlight Highlight Wenn man einen Augenzeugen hat, der den Täter als dunkelhäutig beschreibt, hat man genau das gleiche Problem. Es liegt nicht an der DNA. Ich meine, die Polizei soll die Methoden ausschöpfen können.
  • stadtzuercher 14.04.2019 10:36
    Highlight Highlight In einer liberalen Gesellschaft, wie wir sie früher kannten, nahm man in Kauf, nicht alle Täter zu bestrafen, nur um gewisse Grundrechte der Bürger nicht zu verletzen. Heute entfernen wir uns immer mehr von einem liberalen Rechtsstaat, hin zu einer moralischen Gesellschaft: Wir müssen Grundrechte abgeben, dafür dürfen wir uns gut fühlen, dürfen wir glauben, dass wir auf der Seite der Guten stehen.
    • Gubbe 14.04.2019 13:01
      Highlight Highlight stadtzuercher: ich fand das Frühere besser. Heute fühlen und glauben manche Ämter schon, dass wenn sie uns beim Namen nennen, unsere Persönlichkeitsrechte verletzt zu haben. Vielleicht hat das Ganze doch mit Immigration zu tun - wer weiss...
  • Partikel 14.04.2019 10:32
    Highlight Highlight Es gilt das Leben der Opfer höher zu gewichten, als die Privatsphäre der Täter.
    Ebenso wäre es eine Entlastung für falsch Verdächtigt.
    Ich habe allerdings schon von verunreinigten DNA Proben gehört, die ein falsches Resultat ergaben.
    Machen die das nicht auch in den USA wo trotzdem viele Unschuldige im Hochsicherheitstrakt sassen.
    Wenn es zuverlässig zum Täter führt, bin ich sehr dafür.
    • stadtzuercher 14.04.2019 13:49
      Highlight Highlight @Partikel, deine Überlegung hinkt. DNA Analysen sind kein Problem für die Privatsphäre der Täter (dafür argumentiert jetzt bestimmt niemand) sondern für die Privatsphäre und Bürgerrechte unschuldiger Bürger.
      Die Frage die sich stellt: Wieviel willst du Unschuldige und ehrliche Bürger kontrollieren und überwachen, damit man Täter von Verbrechen findet.
    • derEchteElch 14.04.2019 13:52
      Highlight Highlight Es gibt keine Verunreinigte DNA, die man nutzen kann. Verunreinigte DNA wird als solche Erkannt und die Spuren lassen sich nicht trennen. Darauf geh ich jetzt nicht näher ein.
  • violetta la douce 14.04.2019 10:03
    Highlight Highlight Das grosse Jammern der Linken, wenn es darum geht, Kriminalität zu verfolgen.
    Nur noch Finazdelikte und Strassenverkehr soll bestraft werden.
    Alles andere bitte laufen lassen.
    • FrancoL 14.04.2019 15:10
      Highlight Highlight Ich stehe links und befürworte diese Lösung von KKS.
      Eine Frage an Dich: würdest Du die gleiche Datenbank bei Finanzdelikten anlegen lassen und die mit gleicher Härte wie andere Delikte ahnden?
      Wenn Ja, wieso tut dies die bürgerliche Seite nicht?
      Falls Dir nicht klar ist was ich meine, dann lese einmal das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, du wirst schnell einmal merken, dass da für die Geprellten viele Hindernisse eingebaut sind.
  • Gawayn 14.04.2019 09:50
    Highlight Highlight Vor 30 Jahren wurden nicht weit von wo wir wohnen, 2 Mädchen ermordet.

    Die Täter konnten nie gefasst werden.
    Mittlerweile ist die Tat, aus mir unbegreiflichen Gründen verjährt.
    Die Polizei, hat kaum Hilfe von der Bevölkerung erhalten.

    Es war allen wohl wichtiger, möglichst nicht damit in Zusammenhang gebracht zu werden, statt die oder den Täter zu finden.

    Ich bin dafür, das man gezielt suchen kann.
    Das sich Verbrecher nicht unter der Masse verstecken können.

    Aber es muss unter abgesteckten Regeln geschehen.
    Ist der Befund negativ, müssen alle Proben vernichtet werden!
  • Eric Lang 14.04.2019 09:44
    Highlight Highlight Das ist ja nur der erste Schritt, irgendwann will man dann die DNA aller Einwohner in einer Datenbank erfassen.
    Man stelle sich folglich vor, man war kurz vor einer Straftat an dem späteren Tatort. Hat dort ein Haar oder eine Hautschuppe verloren.
    Zur Tatzeit, sitzt man Zuhause vor dem Fernseher und zwar ALLEINE.
    Zwei Tage später verhaftet einem die Polizei, weil man anhand der DNA in der Datenbank glaubt, den Täter gefunden zu haben.
    Und nun darfst Du deine Unschuld beweisen.
    • Ribosom 14.04.2019 14:59
      Highlight Highlight Es ist schwierig aus einer (1!) Hautschuppe DNA herauszunehmen, geschweige denn die Schuppe zu finden.
      Gibt es ein Handgemenge zwischen Täter und Opfer, verlieren beide mehr als nur eine Hautschuppe oder ein abgebrochenes Haar.
      So einfach ist DNA nicht zu finden wie du glaubst.
    • Saraina 14.04.2019 19:13
      Highlight Highlight Das ist nicht das einzige Problem. Während eine DNA Probe genau dem einen Menschen zugeordnet werden kann, ist das Interpretieren einer vorhandenen und ev. nur teilweise vorhandenen DNA eine weit weniger exakte Wissenschaft . Die DNA sagt nichts über das Alter und das genaue Aussehen ihres Trägers aus. Die Künstlerin Heather Dewey-
      Hagborg hat mit der DNA von Chelsea Manning mögliche, auf dieser DNA basierende Porträts geschaffen, die sich zwar ähnlich sind, aber doch deutlich unterscheiden. Hagborn hat auch Porträts geschaffen, die auf der DNA auf weggeworfenen Zigarettenstummeln beruhen.
  • 3klang 14.04.2019 09:40
    Highlight Highlight Das Aufspüren anhand von Körpermerkmalen wird heute schon rege genutzt auch ohne Phänotypisierung durch DNA Proben. Wenn ein Zeuge den vermeintlichen Täter beschreibt passiert genau das. Somit wird so lediglich eine weitere, evtl sogar zuverlässigere, Datenquelle erschlossen.
  • Skeptischer Optimist 14.04.2019 09:38
    Highlight Highlight "Hätte die holländische Polizei schon damals die gefundene DNA auf Körpermerkmale untersuchen dürfen, wären die Angriffe auf das Flüchtlingsheim unterblieben."

    Nein, wären sie nicht. Der Fanatiker lässt sich von Fakten nicht beeindrucken.
  • mbr72 14.04.2019 09:33
    Highlight Highlight Der Überwachungswahn zieht immer weitere Kreise - und die Bevölkerung winkt ja auch munter alles durch (siehe Z.B. Abstimmung zur Kompetenzausweitung des Nachrichtendiensts). Fichenskandale 2x in den letzten 30 Jahren - ach, Schwamm drüber! "Sicherheit" geht über alles!
    Vorschlag: seit doch wenigstens konsequent und macht doch gleich von JEDEM Bürger ein DNA-Profil unmittelbar nach der Geburt, dann habt' ihrs am einfachsten!
    So ist das heute leider: Der Bürger wird generell mal unter Pauschalverdacht gestellt und entsprechend behandelt. Die Gesetzgebung kennt momentan nur eine Richtung...
  • Posersalami 14.04.2019 09:17
    Highlight Highlight George Orwell dürfte im Grab von den Rotarionskräften bald zerrissen werden, so schnell rotiert er mittlerweile!

    Ich sage dazu nein! Wo hat das ein Ende? Als nächstes muss dann jeder Bürger eine DNA Probe abliefern, weil die Pozilei zu wenig Daten hat oder was?
    • FrancoL 14.04.2019 15:13
      Highlight Highlight Ich kann Dich verstehen, aber mit einer klaren Einschränkung kann ich dazu JA sagen. Für mich ist die Einschränkung der wichtige Punkt und wenn dieser gut gelöst wird, hilft ein JA mit eine Ausweitung einzudämmen. Ein NEIN hilft die Begehrlichkeiten immer weiter auszubauen und das würde ich nicht begrüssen.
  • chrimark 14.04.2019 09:12
    Highlight Highlight Die gleichen Diskussionen gab es schon bei der Einführung von DNA Analysen: Nur für schwere Gewaltverbrechen, Daten werden nicht gespeichert...
    Dann bei der Einführung der Datenbanken hiess es: keine Verwandtensuche und erweiterte Typisierung...
    Heute wird DNA für jeden Mist erhoben und gespeichert, selbst von Personen die nie Angeklagt wurden. Griffige Datenschutzgesetzte sind hier so nötig wie noch nie.
  • Leider Geil 14.04.2019 09:08
    Highlight Highlight "Sie spürten die Schwester des Täters auf, die wegen Trunkenheit am Steuer in der DNA-Datenbank verzeichnet war."
    Das sagt schon alles. Total unverhältnismässig, da ein DNA Profil anzulegen? Da kommt mir das Grauen.
    Wird jetzt bei jeder Gelegenheit mal schnell ein solches DNA Profil angelegt und bald gleich bei der Geburt oder gleich schon im Mutterleib?
  • WID 14.04.2019 08:57
    Highlight Highlight Was wollen wir: mehr Täterschutz & guter Datenschutz oder bessere Aufklärungsraten und weniger Datenschutz? Es ist ein Tradeoff.
    • The Destiny // Team Telegram 14.04.2019 13:47
      Highlight Highlight Bezüglich opportunity cost.
      Benutzer Bild
    • WID 15.04.2019 07:16
      Highlight Highlight @The Destiny // Team Telegram: schöner Spruch, leider bildet er die Realität nicht ab. Möchtest Du den Strafverfolgungsbehören am liebsten eher weitere Mittel entziehen? Dann hätten wir die grösste Freiheit und jeder könnte tun und lassen was er will.
    • The Destiny // Team Telegram 15.04.2019 16:23
      Highlight Highlight @WID, nicht alle Mittel schränken die Freiheit gleich ein, einige auch gar nicht. Es gibt auch Mittel die ein sehr kleines Missbrauchspotential haben.
      Von dem obigen Spruch gibt es auch eine Original
      "Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety." was wesentlich besser passt, das oben ist leider eine Verfälschung.
  • Jein 14.04.2019 08:51
    Highlight Highlight Ein ganz extremer Fall der Verwandtenrecherche gab es ja letztes Jahr in den USA: Der Golden State Killer wurde 32 Jahre nach seiner letzten Tat verhaftet nachdem die Ermittler mittels DNA-profilen einer Vorahnenrechercheseite einen Familienstammbaum des Täters erstellt hatten, und ihn mittels DNA-Samples aus seinem Abfall definitiv identifizieren konnten. Da stellt sich sicherlich eine Datenschutzfrage (wie kamen die Ermittler an die DNA der Website), wenn aber die Tatort-DNA verwendet wird um ein Fahndungsprofil zu erstellen sehe ich das weniger kritisch, gerade für schwere Verbrechen.
    • The Destiny // Team Telegram 14.04.2019 13:48
      Highlight Highlight Klar zu erst bei schweren Verbrechen, danach bei mittleren und schlussendlich bei jedem vergehen.
      Es besteht ja schliesslich kriminelle Energie...
  • B-Arche 14.04.2019 08:50
    Highlight Highlight Als ob ich nur eine Zelle DNA abgeben würde nur weil man Bruder in der Schweizer kriminell sei... Niemals. Suppenhaft ist abgeschafft.
    • Lienat 14.04.2019 09:37
      Highlight Highlight Die Suppenhaft ist keineswegs abgeschafft. Wenn Du deinen Gästen verdorbene Suppe servierst und sie dann eine Lebensmittelvergiftung haben, bist Du bestimmt haftpflichtig 😉
    • häxxebäse 14.04.2019 11:27
      Highlight Highlight Zieh Deinem brudi lieber die ohren lang... die svp liebäugelt schon lange mit der sippenhaft...

      Im falle ueli maurer und seinem sohn wäre dies noch spannend
    • Garp 14.04.2019 12:33
      Highlight Highlight Das hat doch mit Sippenhaft nichts zu tun, Lienat oder lädst Du nur Familienmitglieder ein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • hee56 14.04.2019 08:44
    Highlight Highlight vollste unterstützung für den überfälligen vorstoss von bundesrätin karin keller-sutter.
    unser rechtsstaat ist im umgang mit kriminellen verstössen sowieso viel zu lasch.
    man hat immer wieder das ungute gefühl, dass die täter mehr geschützt werden als die opfer🤔🤢
  • Miikee 14.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Eigentlich ein einfacher Entscheid!?

    Opfer > Täter


    Warum wir immer wieder den Täter schützen wollen kann ich nicht verstehen🤷🏽‍♂️
  • walsi 14.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Und George Orwell dreht sich immer schneller in seinem Grab.
    • häxxebäse 14.04.2019 11:22
      Highlight Highlight George Orwell hätte heute andere sorgen...: wo kann ich meinen akku einstecken... was ist ein browser...was ist TOR...
  • Ökonometriker 14.04.2019 08:23
    Highlight Highlight Die DNA Analyse wird das Problem der Vorverurteilungen weder lösen noch verschärfen: der Mensch schubladisiert einfach zu gern. Dass man vorhandene Daten nutzt ist für die Polizei Pflicht, alles andere wäre Täterschutz.

    Fraglich ist eher, ob man auf Grund leichter Delikte wie Trunkenheit am Steuer überhaupt DNA-Daten speichern soll. Ab einem gewissen Punkt hat man so DNA Spuren in sämtliche Familien...
    • chrimark 14.04.2019 11:14
      Highlight Highlight Die KaPo Bern hat auch schon von Leuten, die nie eines Deliktes schuldig gesprochen wurden, DNA angenommen und archiviert. Die Betroffenen konnten sich dann damit abfinden oder den teuren Gerichtsweg einschlagen. Ehrenhafte Absichten und unehrenhafte Handlungen sind leider nahe beisammen.
    • Ökonometriker 14.04.2019 14:38
      Highlight Highlight @chrimark: und jedes Sample kostet ein paar hundert Franke. Da freut man sich als Steuerzahler über einen derart sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Ressourcen...
  • Caturix 14.04.2019 08:20
    Highlight Highlight Finde ich auch OK wenn es um Mord, Vergewaltigung oder Entführung geht. Alle anderen Verbrechen nicht. Und die Daten der anderen Personen die gesammelt wurdenmüssen nach abschluss des Verfahrens Gelöscht werden.
    • The Destiny // Team Telegram 14.04.2019 13:51
      Highlight Highlight @CAturix, das ist so wahrscheinlich wie, wenn du deinen Account bei Facebook löschen möchtst, dass danach auch die Daten tatsächlich gelöscht worden sind und nicht irgendwo geheim archiviert werden.
    • Caturix 14.04.2019 19:56
      Highlight Highlight @ The Destiny // Team Telegram Nein ist es nicht für das gibt es Gesetze oder werden neue gemacht. Es braucht vielleicht auch mehr Macht für den Datenschützer von mir aus gesehen hat der zu wenig Möglichkeiten.
  • Peter R. 14.04.2019 08:08
    Highlight Highlight Das ist eine gute Methode im Hinblick endlich in der Schweiz die Opfer zu schützen und nicht die Täter.
    • Phrosch 14.04.2019 09:46
      Highlight Highlight Es gibt aber meist nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Verdächtigte, von denen sich die meisten als unschuldig erweisen. Diese müssen ebenfalls geschützt werden.
    • andy y 14.04.2019 09:51
      Highlight Highlight So so, ich denke das liegt eher an den Gesetzen als an der DNA
    • Silent_Revolution 14.04.2019 11:55
      Highlight Highlight Wie soll eine Gesetzesvorlage, welche sich nicht einmal am Rande mit den Opfern befasst, den Opferschutz stärken?

      Wenn, dann ist hier das Gegenteil der Fall. Ein weiteres Gesetz welches nach einer Straftat den Blick auf den Täter richtet und ihn zum Mittelpunkt des Geschehens macht.

      Nur weil dich eine SRF-Doku etwas beschäftigt, kannst du nicht einfach alles damit assoziieren.
  • CH-Bürger 14.04.2019 08:07
    Highlight Highlight Voll erwischt, damit dies mit DNA und Datenschutz damals angenommen wurde da wurde gehöfelt und geschmeichelt es werde nicht weiter gegangen als nötig.
    Liebe Politiker oder KKS dies geht uns Bürger die euch gewählt haben auf den Keks das ewige dann im Nachhinein ja wir müssen ausweiten anpassen das hat man doch zum vornherein damals schon gewusst. Das riecht nach Verarschung.
    Schafft ihr es einmal Ehrlich zu argumentieren und die Sache auf den Tisch zu legen damit wir uns nicht im Nachhinein böd vorkommen müssen und uns fragen müssen warum seid ihr nicht schon vorher damit gekommen.
  • Besserwisserin 14.04.2019 08:05
    Highlight Highlight Es ist unglaublich, wie viele bereit sind, rechtsstaatliche Prinzipien und damit auch ihren eigenen Grundrechte auf dem Altar vermeintlicher Sicherheit zu opfern.
  • Borki 14.04.2019 08:02
    Highlight Highlight Eine schwierige Interessenabwägung. Deshalb finde ich den Vorschlag des Datenschützers grundsätzlich nicht schlecht, die Methoden nur bei Ermittlungen zu schweren Straftaten zu erlauben.
    Das Interesse der Gesellschaft, möglichst jeden Vergewaltiger und Mörder zur Strecke zu bringen, sollte hier höher gewichtet werden als Datenschutzbedenken.
    • Madeso 14.04.2019 10:35
      Highlight Highlight Das versprach man auch beim BÜPF ("Terrorbekämpfung") hoch und heilig, nun wird es regelmässig bei Hanfhandel eingesetzt...
  • Booker 14.04.2019 07:49
    Highlight Highlight Das wäre schon lange nötig, gerne gebe ich auch meine DNA vorsorglich ab. Man denke an den brutalen Vergewaltigungsfall von Emmen, wo man die DNA nicht auswerten darf. Dabei könnte man da einiges über den Täter rauslesen und ihn unter Umständen fassen. Das Opfer, die junge Frau ist lebenslang im Rollstuhl und vom Hals runter gelähmt!
  • manolo 14.04.2019 07:40
    Highlight Highlight Auch ich bin für eine Ausweitung der DNA! Damit wird viel Geld gespart und weniger Aufwand betrieben.
  • Omega 14.04.2019 07:39
    Highlight Highlight Nur wer was zu verstecken hat, hat auch Angst seine Daten frei Preis zu geben.

  • Muselbert Qrate 14.04.2019 07:20
    Highlight Highlight Was immer hilfreich ist soll angewendet werden dürfen! Von mir aus soll jeder seine DNA in die Datenbank abgeben müssen.

    Das Beispiel mit dem 1000 Einwohner Dorf ist wohl ein Witz. Wenn man dann weiss, das der Täter dunkelhäutig ist, müssen nur noch diese dunkelhäutigen Einwohner zum DNA Test um ihre Unschuld zu beweisen. Geht also viel schneller für jeden.

    Karin Keller-Sutter! 💪
    • redeye70 14.04.2019 07:45
      Highlight Highlight Ich würde es begrüssen wen jederBürger seine DNA hinterlegen müsste. Das gleiche müsste für jene gelten, die dich hier niederlassen. Touristen, Besucher und Durchreisende natürlich nicht. Das läge in der Verantwortung deren Staaten. Keller-Suter hat meine volle Unterstützung.
    • Besserwisserin 14.04.2019 07:59
      Highlight Highlight Schöne Aussichten sind das, wenn jemand in einem strafrechtlichen Untersuchungsverfahren seine Unschuld zu beweisen hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dann auch die DNA eines Unschuldigen an einem Tatort auftaucht und dann werden die Befürworter dieser unsäglichen Politik nichts davon geahnt haben wollen, welche verheerenden Konsequenzen die fortschreitende Vergläserung des Bürgers haben kann.
    • Sörbeee 14.04.2019 08:00
      Highlight Highlight Scho es bizli pervers, nöd?

      Wär dann wie wenn man nach saudi arabien einreist.
      Cool!
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  • Heinzbond 14.04.2019 06:29
    Highlight Highlight Warum nicht gleich bei der Geburt ein komplettes DNA Profil erstellen, oder wer eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt. Von den Millionen Touristen die jährlich die Schweiz besuchen... Alles potentielle straftäter.
    Im ernst, mehr uniformierte auf den Strassen und gleich noch alle Handy überwachen...
    Fertig ist der polizestaat...
    • IZO 14.04.2019 07:37
      Highlight Highlight Wo ist dein problem? Was hast du zu verstecken?
    • Kronenhirsch 14.04.2019 08:21
      Highlight Highlight Ja Georg Orwel lässt grüssen,
      Bin auch dafür Straftäter zu überführen, aber es ist ein schmaler Grat zum Totalitären System und man kann ja nie ganz ausschliessen, dass die Daten auch in falsche Hände gelangen.
    • svente 14.04.2019 09:09
      Highlight Highlight polizeistaat, wusst ich doch das dieses wort kommt😂😂😂
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