Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Eine junge Genferin wehrt sich an der Wiener Silvesternacht mit einem Faustschlag gegen einen Mann, der mehrere Frauen zuvor an den Hintern fasste.   bild: keystone/shutterstock, bearbeitung: watson

Frauenberatungsstelle verteidigt Faustschlag gegen Grapscher

Die Meldung einer Schweizerin, die in der Wiener Silvesternacht einem Grapscher das Nasenbein brach, schlug grosse Wellen. Lea Bugmann von der Zürcher Frauenberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt hält die Reaktion für gerechtfertigt. 



Eine der ersten Meldungen, die 2019 für Aufmerksamkeit sorgten, war die einer 21-jährigen Frau, die in der Silvesternacht in Wien einem Grapscher das Nasenbein brach. Der junge Mann wurde darauf von den Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann hatte Berichten zufolge mehreren Frauen an den Hintern gefasst. Er wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt. Ebenfalls angezeigt – wegen Körperverletzung – wurde die junge Frau. 

Im Netz wurde die Aktion der jungen Frau von vielen Seiten bejubelt. «Ich feiere die junge Frau», ist an vielen Stellen zu lesen. 

Ist ihre Reaktion tatsächlich gerechtfertigt? Oder hätte die 21-jährige Genferin auch anders auf den Grapscher reagieren können? Das hat watson Lea Bugmann, Sozialarbeiterin bei der Zürcher Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt, gefragt. 

Frau Bugmann, darf ich einer Person die Nase brechen, die mich und andere sexuell belästigt hat?
Lea Bugmann:
Die junge Frau hat wohl kaum damit gerechnet, dass sie mit ihrem Schlag dem Grapscher direkt das Nasenbein bricht. Wir bewerten die Reaktion jedoch als gut und gerechtfertigt und hoffen, dass das Gericht sie als Notwehr bewertet. 

Hätte die Dame nicht milder reagieren können?
Sie hätte gar nicht erst reagieren müssen, wäre sie nicht belästigt worden. Den ersten Fehler hat nicht die junge Frau begangen. Grundsätzlich sind wir gegen Gewalt. Aber umgeben von so vielen Menschen fühlt man sich schnell bedrängt. Er hat ja vor ihr auch andere Frauen belästigt, vielleicht hat sie dies beobachtet. Es braucht in einer solchen Situation viel Mut, um sich zu wehren.

Also ist jemandem die Nase zu brechen eine gute Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen?
Wie gesagt, es mag wohl kaum die Absicht der jungen Frau gewesen zu sein, dem Mann direkt die Nase zu brechen. Natürlich gäbe es auch andere Möglichkeiten, auf eine sexuelle Belästigung zu reagieren. Die Person zur Rede stellen oder andere Menschen rundherum auf sie aufmerksam zu machen, zum Beispiel. Wie man auf eine solche Situation reagiert, ist aber immer sehr individuell. 

Hauptsache, man reagiert?
Irgendeine Reaktion ist immer gut. In diesem Fall wird sich der junge Mann wohl zweimal überlegen, ob er
in Zukunft weiterhin Frauen ungefragt an den Hintern fassen wird. Hätte sie nicht so vehement reagiert, hätte er womöglich noch mehr Frauen belästigt. 

Hat die ganze MeToo-Debatte Frauen darin bestärkt, vehementer auf sexuelle Belästigungen zu reagieren und diese nicht einfach so auf sich sitzen zu lassen?
Das ist schwierig zu sagen. Es kann gut sein, dass eine offene Debatte über sexuelle Belästigungen und die Reaktionen darauf Frauen dazu ermutigen, sich zu wehren. Spannend in diesem Fall ist aber sicher, dass der Fall in der Wiener Silvesternacht so hohe Wellen schlug. Hätte die junge Frau dem Grapscher nicht die Nase gebrochen, wäre wohl kaum darüber berichtet worden. 


HAPPY NEW YEA... Was? Schon wieder Silvester?

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

120
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
120Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Acacia 05.01.2019 09:14
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich, wie viele sich jetzt in den Kommentaren benachteligt fühlen und mit rethorischen Fragen um sich werfen. Heuchlerei wird vorgeworfen, Doppelmoral, "mimimi aber wenn der Mann jetzt ein Nase einer Frau bricht dann ist es dann nicht ok?"—Nein ist es nicht! Es ist nie ok jemanden die Nase zu brechen, ob Frau oder Mann, Notwehr aber schon.

    Sorry Jungs, wenn ihr euch benachteiligt fühlt, und diese Benachteiligung gegenüber Männer existiert (Vaterschaftsurlaub, Alimente, Militär usw.), dann bitte bringt konkrete Beispiele und nicht dieses hypothetische Gejammer.

    • Blitzmagnet 05.01.2019 11:19
      Highlight Highlight Es geht aber nicht um diese Beispiele sondern darum, dass vor Gericht der Mann grundsätzlich viel wahrscheinlicher als Täter denn als Opfer angesehen wird und der Umkehrfall daher durchaus diskutiert werden sollte.

      Aber, und da gebe ich Dir recht, nicht direkt in diesem Kontext, da grenzt es dann hart an 'whataboutism'.
  • henk 05.01.2019 08:24
    Highlight Highlight Da sieht man wieder mal der kleine aber feine Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Recht 😁 Die Tat war einerseits wohl gerechtfertigt und nachvollziehbar und ich habe kein Mitleid mit dem Grapscher, aber es muss trotzdem auf einer rechtlicher Basis geprüft werden. Das ist auch gut so. Klar kann man das in gewissen Situationen nicht nachvollziehen, aber ein Rechtstaat darf nicht emotional denken.
  • Bruno Wüthrich 04.01.2019 14:33
    Highlight Highlight Wer einer andern Person die Faust ins Gesicht donnert, muss damit rechnen, dass deren Nase bricht.
    Wer eine andere Person ungefragt begrabscht, muss mit einer - manchmal heftigen - Reaktion rechnen.
    Soweit, so gut. Aber weiss die liebe Frauenbeauftragte, dass nicht erst seit neustem auch Frauen, wenn sie alkoholisiert sind, übergriffig werden können?
    Vorkommen kann auch, dass peinliche Berührungen von beiden Seiten ungewollt geschehen. Was passiert, wenn die vermeintlich belästigte Person überreagiert und dem/der "Belästiger/in" einfach eine reindonnert?
    • Scipia della Rovere 05.01.2019 02:49
      Highlight Highlight Glauben sie mir, man kann zwischen einem unabsichtlichen Streifen, und einem absichtlichen Grapschen sehr gut unterscheiden. Ich spreche in beiden Fällen aus Erfahrung.
    • Bruno Wüthrich 05.01.2019 12:33
      Highlight Highlight Ja, das glaube ich Ihnen gerne. Sicher haben Sie sämtliche Möglichkeiten bereits einmal erlebt.
  • AquaeHelveticae 04.01.2019 13:31
    Highlight Highlight Persönlich finde ich eine Faust auf die Nase eine bessere Lösung als eine armlänge Abstand.
    • chorax 04.01.2019 14:59
      Highlight Highlight Nun, mit dem Faustschlag auf die Nase ergibt sich automatisch eine Armlänge Abstand.
      Vielleicht war das ja schon immer so gemeint.
  • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 04.01.2019 12:52
    Highlight Highlight Der Fokus dieser Geschichte ist auf der nasebrechenden Frau.
    Viel relevanter jedoch ist die Herkunft des Täters.

    Wer wirklich etwas gegen solche Vorfälle hat, sollte zur Kenntnis nehmen, dass Sexismus und Gewalt gegenüber Frauen, heutzutage oft einen kulturellen Konflikt offenlegen.

    Solange wir nicht genug stark sind, dem in die Augen zu schauen und bereit sind, ohne (kulturelle) Scheuklappen darüber zu sprechen, lassen wir diese begrapschten Frauen im Stich, und solche Diskussionen bleiben was sie sind:

    Heuchelei.
    • Jol Bear 05.01.2019 11:39
      Highlight Highlight Die Herkunft des Täters (in diesem Fall offenbar Afghanistan) kann mit dessen "kulturell" geprägtem Frauenbild in Zusammenhang stehen. Dennoch ist nicht jeder Fall von Begrapschen damit begründet, solche Vorfälle gibt es unabhängig von Herkunft und Kultur. Aus falsch verstandener "correctness" die Täterherkunft nicht zu thematisieren, ist allerdings kontraproduktiv, da liegt gopro richtig.
  • Coffee2Go 04.01.2019 10:55
    Highlight Highlight Also mich begrabschte mal eine Frau im Club. Ich stiess sie von mir weg und sagte, dass ich liiert sei. Danach holte sie den sicherheitsdienst und sagte denen, ich hätte sie sexuell belästigt. Ich durfte danach den Club verlassen, es glaubte mir niemand ausser meinen freunden. Zum glück hatte sas für mich kein Nachspiel mehr.
  • Ernesto Sentenza 04.01.2019 10:04
    Highlight Highlight als mann mus ich sagen was man sagen muss:

    SIE HAT RICHTIG GEHANDELT !!!

    SCHLUSS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    • Fabio74 04.01.2019 14:39
      Highlight Highlight Und trotzdem ist das Verfahren gegen sie absolut korrekt
    • chorax 04.01.2019 15:01
      Highlight Highlight Nein, sie hat sich der schweren Körperverletzung schuldig gemacht.
    • Roterriese #DefendEurope 04.01.2019 17:52
      Highlight Highlight @chorax nö hat sie nicht, sie hat in Notwehr gehandelt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 04.01.2019 09:28
    Highlight Highlight Der Aufschrei der Männer unter mir und generell zu diesem Fall wär geringer, wenn der Freund der Frau dem Grabscher aufs Maul gehauen hätte, wetten?

    Klar ist abfeiern von Gewalt nie so richtig geil, aber in diesem Fall wohl einfach ein erleichtertes Aufatmen von Frauen, die bei jedem Grabscher davon träumen, mal so reaktionsschnell zu sein, um ihm eine zu verpassen, die er nicht so schnell vergisst.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 04.01.2019 08:31
    Highlight Highlight Glück und Nas - wie leicht bricht das. ;-)

    Habe kein Erbarmen mit dem Grapscher.
  • Raphael Conca 04.01.2019 08:12
    Highlight Highlight Ich finde es schlimm, dass so etwas überhaupt öffentlichen zur Diskussion kommt.
    Als Mann, der sich zur Angewohnheit macht Frauen zu begrapschen, sollte Mann genug sein und eine physische Reaktionen von einer Frau einfach hinnehmen.
    Alles andere ist lächerlich.
    Und umgekehrt gilt das auch; wobei es wohl sogut wie nie vorkommt, denke ich.
  • Pieter 04.01.2019 06:58
    Highlight Highlight Es ist nicht gerechtfertigt, das sie ihm die Nase gebrochen hat nur weil „Sie“ eine Frau ist.
    Ind es istvnicht gerechtfertigt, dass er sie an den Po grabscht, weil „er“ ein Mann ist.
    Hoffe beide werden gerecht bestraft.
  • So en Ueli 04.01.2019 06:32
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Fabio74 04.01.2019 14:40
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • chorax 04.01.2019 15:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • wolge 04.01.2019 06:04
    Highlight Highlight Stell dir vor eine Frau fasst einem Mann an den Po und dieser haut ihr eine rein...
    • So en Ueli 04.01.2019 08:42
      Highlight Highlight Wie wenn es darauf an kommt, ob eine Frau oder ein Mann jemanden sexuell belästigt.
    • chorax 04.01.2019 15:20
      Highlight Highlight Wenn das eine Frau tut, dann zählt das noch nichteinmal als sexuelle Belästigung. Weil sie eine Frau ist.
  • ujay 04.01.2019 05:05
    Highlight Highlight Was hier verharmlosend als grapschen abgetan wird, ist sexuelle Belästigung, ergo das gebrochene Nasenbein nur ein Kollateralschaden. So erübrigt sich jegliche Diskussion.
  • Sharkdiver 04.01.2019 01:16
    Highlight Highlight Die Frau hat zu 100% richtig gehandelt👍
  • Gummibär 03.01.2019 23:39
    Highlight Highlight Ueber die Frage ob die Reaktion der jungen Frau gerechtfertigt oder unverhältnimässig war, wird wohl ein österreichisches Gericht entscheiden.
    Meine persönliche Meinung zur Frage ob diese Art der "Selbstverteidigung" nur einem Geschlecht zusteht ist folgende:
    Spüre ich als Mann im Gedränge eine Hand an meinem Hintern, nehme ich an, dass jemand es auf meine Brieftasche abgesehen hat. Der Reflex erfolgt ganz unabhängig vom Geschlecht der grabschenden Hand und dient dazu Distanz zu gewinnen.
    Benutzer Bild
  • Ylene 03.01.2019 23:22
    Highlight Highlight Um mal die elende Frage 'Ja war es denn überhaupt ein Grabscher' zu klären... Ganz einfach, bin ich auf einer halbleeren Strasse und es berührt mich einer am Arsch, dann ist das Absicht. Kommt mir im Gedränge einer mit der flachen Hand an den Po (auch wenn Klapps), dann gilt grundsätzlich Unschuldsvermutung, ausser er macht sonst noch was wie ein blöder Spruch, etc. Kneift er rein, fummelt er dran rum oder reibt er seinen Penis dran (alles leider schon bei mir passiert), dann ist das offensichtlich auch Absicht. Bisher habe ich einfach darauf losgebrüllt, aber jetzt bin ich doch inspiriert.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 04.01.2019 08:21
      Highlight Highlight Ja. Das nervt gewaltig, wird aber irgendwann weniger, erfreulicherweise.
      Bis dahin: Übergriffe laut und deutlich ohne Scham benennen (schämen muss sich der Grabscher). Hilfe von Umstehenden einfordern. Wenn keine da sind: schnelle und entschiedene Reaktion gegen Kopf und Genitalien. Dabei brüllen. Am besten vorher mal üben.
      Bei Zusammenrottungen: meiden, nicht reinlaufen. Also keine Stöpsel in die Ohren und kein Handy vor der Nase.
  • na ja 03.01.2019 22:58
    Highlight Highlight Vor ungefähr vor einem Jahr erlebt. Meine Reaktion war einwenig harmloser. Ich sagte zu ihm, noch einmal und dann hast du eine Faust im Gesicht plus Zahnaeztrechnung.
  • Randalf 03.01.2019 21:44
    Highlight Highlight Ich schätze das war einfach ein Reflex und der Bruch ein Begleitschaden. Blöd halt für den Grabscher, aber halt einfach selber schuld. Das zu verurteilen sollte nicht unsere Sache sein und grabschen tut man nicht.
  • Matrixx 03.01.2019 20:47
    Highlight Highlight Diejenigen, die hier die Gewalt gegen Männer rechtfertigen sind mit Sicherheit die ersten, die bei Gewalt gegen Frauen den grössten Aifschrei verursachen!

    Was wäre diese Gesellschaft ohne ihre doppelmoralischen Heuchlerei.
    • Kian.IBenutzMeldeAlsSuperblitzer 03.01.2019 23:26
      Highlight Highlight Sowohl grabschende Frauen wie auch grabschende Männer haben mMn eine Strafe verdient.
      Und sowohl begrabste Frauen sowie begrabste Männer sollten mMn das Recht auf Notwehr/Selbstverteidigung haben und der sexuellen Belästigung ein sofortiges Ende bereiten können.
    • Matrixx 04.01.2019 10:27
      Highlight Highlight Da stimme ich zu.
      Aber Gewalt sollte nie verherrlicht oder gefeiert werden.
      Und die Tatsache, dass die Frau für die Anwendung von übermässiger Gewalt gefeiert wird, zeigt ganz klar, dass noch viel Gleichberechtigungarbelt getan werden muss.
    • ujay 05.01.2019 08:25
      Highlight Highlight @Matrix. Da wird keine übermässige Gewalt gefeiert. Wenn schon ist sexuelle Belästigung eine der übelsten Formen davon. Von Doppelmoral spricht nur der Verharmloser, der sich über einen natürlichen Reflex künstlich aufregt, als wäre der Angreifer mit einer Waffe niedergestreckt worden. Zum mitschreiben: Wer andern an den Hintern fasst, auf die Nase aufgepasst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 03.01.2019 20:35
    Highlight Highlight Wenn dieser Mann tatsächlich mehrere Frauen befummelt hat, hoffe ich einfach dass sich diese Frauen auch noch melden und Ihn anzeigen.

    Gibt einfach schon Idioten.
  • Ohniznachtisbett 03.01.2019 20:29
    Highlight Highlight Ich verstehe die Frau. Und der Kollege Grapscher hat das wohl auch verdient. Dass dies nun so gefeiert wird ist aber völlig fehl am platz. Man stelle sich vor es wäre umgekehrt gewesen. Ein Aufschrei über männliche Gewalt würde die Schlagzeilen füllen. Wie gesagt ich verstehe ihre Reaktion. Er hat aufs Maul gekriegt. Dies nun toll zu finden ist gaga.
    • lilie 04.01.2019 06:32
      Highlight Highlight @Ohniznachtisbett: Der umgekehrte Fall wäre eben nicht das Gleiche: Als Frau ist es meistens schwer, sich körperlich zu wehren, wenn der Mann auf Ansage nicht aufhört. Würde ein Mann von einer Frau begrapscht, könnte er ihre Hand wegdrehen und sie festhalten oder sie einfach wegschubsen.

      Für eine Frau kommt diese Option nicht in Frage, weil wir nun mal dem Mann körperlich unterlegen sind. Ein Nasenbox ist da für die Frau fast die einzige halbwegs gangbare Option an körperlicher Abwehr.
    • Frances Ryder 04.01.2019 08:14
      Highlight Highlight @Lilie Toll Notwehr heisst man benutzt, dass mildeste Mittel, wenn die Situation mit Worten gelöst werden kann, dann braucht es keine Gewalt und "ich bin schwächer als mein Gegenüber" ist keine Ausrede um direkt zu Extremen zu greifen. Frauen haben kein Ticket, um direkt zu Gewalt zu greifen, weil sie theoretisch schwächer sind und daher: Nein, die Situation wäre nicht anders, sie wäre genau die gleiche. Das ist genau diese dumme Logik, dass Männer Frauen nicht schlagen dürfen, aber umgekehrt die Wangen hinhalten sollen wenn sie geohrfeigt werden.
    • Tschüse Üse 04.01.2019 08:39
      Highlight Highlight @Lilie: Das von Dir angesprochene Bsp. ist genauso falsch. Der Mann muss darin ja auch Gewalt anwenden. Man stelle sich nur vor die Frau stürzt durch den Schubser und fällt auf den Kopf. Ausserdem haben viel Männer Angst sich gegen Frauen körperlich zu wehren.

      Aber allgemein gilt Jmd Fremdes einfach so zu begrapschen ist ein absolutes NoGo.

      Btw. Ich denke eine Ohrfeige oder ein tritt ins Schienbein hätte es hier auch getan, obwohl der Grapscher den Fausthieb verdient hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese #DefendEurope 03.01.2019 19:51
    Highlight Highlight Man sollte hier nicht das Opfer zum Täter machen.
    • chorax 04.01.2019 17:19
      Highlight Highlight Dieser Fall hat zwei Täter, die gleichzeitig Opfer sind.
  • AngelitosHE 03.01.2019 19:39
    Highlight Highlight Auch wenn ich der Meinung bin, dass er das verdient hat, denke ich nicht das es verhältnismässig war.
    • Wander Kern 03.01.2019 22:13
      Highlight Highlight Also lehnst Du -aus formal logischer Warte betrachtet - das Verhältnismässigkeitsprinzip ab?
    • destin 04.01.2019 03:03
      Highlight Highlight Ich glaube, das war eine ziemlich spontane Reaktion auf eine ziemlich unangebrachte Aktion. So sollte das Leben funktionieren, finden Sie nicht?
    • AngelitosHE 04.01.2019 11:12
      Highlight Highlight Wie gesagt, moralisch gesehen gönne ich ihm diesen Denkzettel.

      Aber mit Knochenbrüchen auf sowas zu reagieren darf nicht zur norm werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wander Kern 03.01.2019 19:35
    Highlight Highlight Ich bin einigermassen froh, dass die Justiz entscheidet, ob die Reaktion gerechtfertigt war und nicht Kreti und Pleti.
    So bliebe eigentlich mehr Zeit über die Ursachen sexueller Gewalt zu diskutieren. Ausser es ist eh klar, dass dafür mal wieder die Ausländer verantwortlich sind...
  • Phö 03.01.2019 19:17
    Highlight Highlight Wer Frauen ohne Einverständnis an den Po greift ist schlicht selbst schuld. Kann die junge Frau gut verstehen.
    • N. Y. P. 03.01.2019 20:05
      Highlight Highlight @Hoppla
      Uiuiuiui, du stösst hier gerade ein sehr kontroverses Thema an.

      Ich will gleich ein wenig Öl ins Feuer giessen:

      Ich persönlich, als Mann, würde, wenn mir eine Frau an den Po greift, einen Nachschlag verlangen. Und ihr sicher keinen Watschen geben.

      Aber, wie gesagt, das ist nur meine politisch unkorrekte Meinung und sie ist überhaupt nicht repräsentativ.


      P.S. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es ist in Ordnung, dass sie ihm die Nase gebrochen hat.
    • DanielaK 04.01.2019 05:45
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollte niemand irgend jemanden ungefragt an den Hintern oder so fassen dürfen. Mag sein, dass es Frauen häufiger passiert, aber falsch ist es in jeder Zusammensetzung. Ich würde mich erst verbal wehren, aber danach nicht lange zuwarten. Das Problem ist nämlich: was kommt dem noch alles in den Sinn, wenn er meine Worte ignoriert? Hier muss ich als Frau schon aufpassen, dass ich nicht flach rauskomme, da mir zwar nicht das Hirn, jedoch u.U. etwas Kraft fehlt um mich aus gewissen Situationen wieder heraus zu bekommen. Deshalb lieber gar nicht erst dort landen.
    • Mietzekatze 04.01.2019 09:24
      Highlight Highlight NYPD; Ja das klingt immer sehr schön in der Vorstellung einen 'Nachschlag' zu verlangen. Das Gefühl, dass jemand aber so sehr in meinen persönlichen Raum eindringt, ohne dass ich dem zugestimmt habe, ist wirklich nicht schön. Aber klar, der Frau wäre es wohl auch lieber gewesen, wenn sie von einem Mann begrapscht worden wäre, der ihr evtl. gefallen hätte... Nur wird jegliche attraktivität durch solches Verhalten verloren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dmnk 03.01.2019 19:09
    Highlight Highlight Abgesehn davon dass mir der Grapscher nicht Leid tut... Habe ich das richtig verstanden dass ich in Zukunft jeder Dame die mir ungefragt an den Hintern oder in den Schritt fasst, die Nase brechen kann und das aus Sicht der Frauenberatungsstelle völlig gerechtfertigt ist? Oder steht diese Art der "Selbstverteidigung" nur einem Geschlecht zu??
    • Corpus Delicti 03.01.2019 19:46
      Highlight Highlight Es sollte auf die Verhältnismäßigkeit ankommen, nicht auf das Geschlecht. Aber im Grundsatz teile ich ihre Schlussfolgerung - bei entsprechendem 'Tatbestand' wäre die Reaktion bestimmt interessant.
    • Nevermind 03.01.2019 19:54
      Highlight Highlight Nö. Das bedeutet nur, dass du dich wehren darfst wenn dir eine Person ungefragt an den Hintern greift. Diese Wehren muss dann aber unmittelbar und verhältnissmässig sein um weitere Gefahr abzuwenden.
      Ob es jetzt verhältnissmässig ist, wenn ein Mann einer Frau aus diesem Grund die Faust ins Gesicht pfeffert kannst du dir ziemlich sicher selber beantworten.
    • Mimimimi 03.01.2019 19:58
      Highlight Highlight Wo? Wo passiert das?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • MGPC 03.01.2019 19:06
    Highlight Highlight Affekthandlung meiner Meinung nach. Wer noch nie im Affekt gehandelt hat werfe den ersten Stein. Hätte man ihn nur der Öffentlichkeit preis gegeben, wäre er davongerannt und unbescholten davon gekommen.
  • DomKi 03.01.2019 18:58
    Highlight Highlight "Er hat ja vor ihr auch andere Frauen belästigt, vielleicht hat sie dies beobachtet." Und mit solchen Mutmaßungen rechtfertigen wir gewisse Aktionen...
  • w'ever 03.01.2019 18:56
    Highlight Highlight weiss man, wo/wie die dame begrabscht wurde? war es gerechtfertigt für den faustschlag?
    • Madison Pierce 03.01.2019 19:11
      Highlight Highlight Wenn sie im Gedränge unabsichtlich berührt worden wäre, wäre der Schlag nicht gerechtfertigt gewesen. Davon gehe ich aufgrund der Berichte aber nicht aus. Der Täter hat anscheinend auch andere Frauen belästigt.

      Bei absichtlichen Belästigungen soll eine Frau nicht prüfen müssen, wie weit am Hintern die Pfote war. Zumal bei körperlich überlegenen Angreifern die Abwehr sofort erfolgen und möglichst hart sein muss.
    • phreko 03.01.2019 19:15
      Highlight Highlight Klassiker: Ein Versuch das Opfer sexueller Gewalt zu diskreditieren. Ich würde mich schämen für diese Fragen!
    • w'ever 03.01.2019 19:51
      Highlight Highlight @phreko
      ich will auf keinen fall das opfer der sexuellen gewalt diskreditieren. ich will einfach wissen was passiert ist. wenn er sie ungefragt bewusst an der brust oder ähnlichen intimen stellen berührt worden ist, dann hat er mehr als einen schlag ins gesicht verdient. wenn er sie jedoch an der schulter angefasst hat und sie sich dadurch belästigt fühlt, dann war der schlag ins gesicht völlig unverhältnismässig
    Weitere Antworten anzeigen
  • cille-chille 03.01.2019 18:44
    Highlight Highlight Das ganze mutet ein wenig an, wie ein Gespräch über pupertierende Jugendliche, welche wohl auf der Suche nach Grenzen sind.
    In diesem Falle wurden Grenzen gesetzt und nun wird das ganze zerpflückt....

    Einzig was ich dazu sagen mag ist....

    Wären die Grenzen gewahrt worden, müsste jetzt nicht ein "Helikopter-Gen" (um beim Vergleich mit der Jugend zu bleiben), das Ganze zerpflücken.

    Kein Arsch der Welt ist umsonst.

    (Jup. Daran kann man(n) jetzt rum-studieren)
  • swissmawi 03.01.2019 18:43
    Highlight Highlight Die Frau hat mehr als das Recht, dem Grabscher eine runter zu hauen. Solche schwanzgesteuerte Typen verstehen genau diese Sprache am besten. Schade, dass Sie ihm nicht zusätzlich noch voll in die Eier getreten hat.
  • FranciscoTarrega 03.01.2019 18:43
    Highlight Highlight er wird es sich bestimmt in zukunft nicht zweimal überlegen. ein mann der grapscht, hat eine gestörte beziehung zu frauen und eine sexistische grundhaltung. wenn ihm nun eine frau die nase bricht, manifestiert sich dadurch bloss seine wut und abschätzende haltung gegenüber frauen. gewalt hat bekanntlich kein lerneffekt. ich hoffe der typ wird therapiert und es wird aufklärung betrieben. ein mann mit gesundem Verhältnis zu frauen grapscht nicht.
    • Gummibär 04.01.2019 10:10
      Highlight Highlight Wohl der am besten durchdachte Kommentar in dieser Diskussion.
      Die junge Frau, das nehme ich an, hat den Grapscher auf die Nase gehauen um ihn auf Distanz zu halten und nicht um ihn zu therapieren.
      Das finde ich richtig, weil anbrüllen und um Hilfe rufen auch in einer Menschenmenge leider, wie schon mehrmals belegt, nicht hilft wenn der Täter zu einer Gruppe gehört.
      Der Mann gehört aber tatsächlich in psychiatrische Beobachtung um festzustellen wie krank er ist und um die richtige Therapie für seine Verhaltensstörung festzulegen.
  • walsi 03.01.2019 18:39
    Highlight Highlight Eine klassische Ohrfeige hätte es auch getan, ein Faustschlag ist übertrieben.
    • Kubod 03.01.2019 18:53
      Highlight Highlight Hast sie gut gemacht.
      Schon die Tatsache, dass diskutiert wird, ob sie nicht besser eine Diskussionsgruppe gegründet hätte, zeigt mir, wie verschoben die Relation bei einigen ist.


    • loquito 03.01.2019 18:54
      Highlight Highlight Ich hab immer gelernt, wenn du stärker bist, ignorier provokationen. Bist du jedoch schwächer und jemand greift dich an, verteidige dich, egal wie. In diesem Fall wurde die persönliche Intergrität bedroht und eine Faust, einen Ellbogen oder gar ein Knie in die Eier ist absolut gerechtfertigt! Das geht gar nicht!!!
    • Albert J. Katzenellenbogen 03.01.2019 18:59
      Highlight Highlight Nö, passt schon. Eine Ohrfeige könnte das Gegenüber nur noch mehr herausfordern (Ehrverletzung etc.). Lieber auf Nr. Sicher gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bündn0r 03.01.2019 18:38
    Highlight Highlight Gewalt als "gut" zu bezeichnen finde ich doch ein wenig weit gegriffen... da gäbe es passendere Wörter.
    Hoffe natürlich trotzdem, dass sie straffrei ausgeht.
    Sollte mir jemals eine ohne Erlaubniss zwischen die Beine oder den Hintern greiffen, weiss ich jetzt wie ich zu reagieren habe. Gehe aber kaum davon aus, dass Frau Bugmann immer noch von "gut" sprechen würde.
    • Francis Begbie 04.01.2019 04:31
      Highlight Highlight mich hat eine frau auch schon angegrapscht...sowas gibts sicher viel viel seltener, es ist aber trotzdem etwas das auch geschieht.
  • Albert J. Katzenellenbogen 03.01.2019 18:36
    Highlight Highlight Find ich gut. 🖕🏻👊🏻
  • blobb 03.01.2019 18:32
    Highlight Highlight Jeder, der einer Frau einfach an den Arsch fässt, verdient eins auf die Fresse.
    Der soll einfach froh sein, dass er nicht von ihrem Freund oder einem dritten vermöbelt wurde.
    Was ein A....loch. Hat noch die Nerven selber eine Anzeige zu erstatten.

    (Ich gehe davon aus dass die Grapscher-Berichte stimmen)
    • Herr Ole 03.01.2019 20:06
      Highlight Highlight Er wurde ja von ihr vermöbelt. Wieso braucht es da immer noch Männer?
    • blobb 03.01.2019 20:47
      Highlight Highlight Ja ich finde es braucht Männer die für Anstand einstehen. Nicht nur Frauen.

      Den zweiten Satz sollte ein "noch" nach dem "nicht" haben, ich weiss ;)
  • Watcherson 03.01.2019 18:31
    Highlight Highlight Die Erste Anwärterin für den prix courage 2019 !
  • Clife 03.01.2019 18:21
    Highlight Highlight Was erwartet man von einer die von der Frauenberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt ist? Dass sie die eigene Frau nicht verteidigt? Das ist dasselbe, wie wenn Blocher ins nächste Asylzentrum geht und es vor einem Bulldozer schützt. Ich meine, ich finde es auch gerechtfertigt, aber bitte neutrale Personen einbringen
  • Venator 03.01.2019 18:18
    Highlight Highlight Klar doch, dem hätte ich auch die Nase gebrochen. Ist doch Ehrensache!
  • Chrigi87 03.01.2019 18:16
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt finde ich das auch voll in ordnung, sie hätte noch fester zuschlagen sollen, solch ein benehmen ist nich akzeptabel.

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

Die Studienautoren sind selber erstaunt, wie viele Befragte über Suizidversuche berichten. Am höchsten sind die Zahlen bei Menschen mit geringer Bildung und bei Alleinstehenden.

Je höher die Bildung, desto seltener versuchen Menschen, sich das Leben zu nehmen. Das hat sich in einer Befragung von fast 20 000 in der Schweiz wohnenden Menschen deutlich gezeigt. In den zwölf Monaten vor der Befragung hatte im Schnitt jede tausendste Person mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss einen Suizidversuch gemacht. Bei denjenigen, die nur die obligatorische Schule abgeschlossen haben, waren es dreizehn von tausend.

Erstaunt sind die Autoren darob nicht. «Wenn wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel