Schweiz
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ARCHIV -- ZUR ERSTEN SRG UMFRAGE ZU DEN ABSTIMMUNGSVORLAGEN VOM DONNERSTAG, 25. NOVEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- [Symbolic Image, Staged Picture] A professional private detective takes pictures of letter boxes outside a house in Zurich, Switzerland, pictured on the evening of June 25, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Laut der zweiten Tamedia-Umfrage befürwortet eine Mehrheit das neue Gesetz zu den Sozialdetektiven. Bild: KEYSTONE

Umfrage: Ja zu Sozialdetektiven, Nein zur SBI, enges Rennen um Hornkühe

Die Selbstbestimmungsinitiative der SVP befindet sich auch gemäss der neusten Tamedia-Umfrage auf der Verliererstrasse. Eine gute Ja-Chance haben die Sozialdetektive. Eng wird es trotz leichtem Ja-Trend für die Hornkuh-Initiative.



Gemäss der am Mittwoch veröffentlichten zweiten Tamedia-Umfrage scheinen sich Gegner und Befürworter im Kampf um fremde Richter zu neutralisieren. Die Ja- und Nein-Anteile sind im Vergleich zur ersten Umfrage vom 12. Oktober nahezu gleich geblieben.

Weiterhin lehnen 53 Prozent der Befragten die Selbstbestimmungsinitiative (SBI) ab. 44 Prozent (-1 Prozentpunkt) sind dafür, 3 Prozent haben noch keine klaren Absichten geäussert.

Einzig der überwiegende Teil der SVP-Anhängerschaft (87 Prozent) will die SBI annehmen. Die Wähler der übrigen grösseren Parteien sagen klar Nein. Am grössten ist die Unterstützung mit 37 Prozent Ja noch bei den Freisinnigen. Bei der SP stösst das Volksbegehren gerade noch bei 12 Prozent auf Zustimmung.

Bei den Befürwortern der SBI überwiegt in erster Linie das Argument, dass die Demokratie nur funktioniere, wenn Volksentscheide respektiert und umgesetzt würden. Hauptargument im Nein-Lager ist, dass unter Umständen internationalen Verträge gekündigt werden müssten, die weiterhin im Interesse der Schweiz seien.

68 Prozent für Sozialdetektive

Relativ klar scheinen die Verhältnisse beim Gesetz zur Überwachung von Versicherten. 68 Prozent (+ 1 Prozentpunkt) der Befragten sind für den Einsatz von Sozialdetektiven, 30 Prozent lehnen ihn unverändert ab.

Das wäre den Detektiven mit dem neuen Gesetz erlaubt

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Video: watson/Angelina Graf

Die klare Zustimmung kommt aus dem Lager der bürgerlichen Anhänger mit Ja-Anteilen zwischen 73 und 86 Prozent. Skepsis herrscht bei den Wählerinnen und Wählern von SP und Grünen, welche das Gesetz mit 60 beziehungsweise 58 Prozent ablehnen.

Eine effektive Bekämpfung des Missbrauchs sei im Sinn der ehrlichen Versicherten, die sonst unter Generalverdacht gestellt würden, führen die Befürworter der Vorlage als Hauptargument an. Das Gesetz verletze die Privatsphäre aller und sei eine Gefahr für den Rechtsstaat, argumentieren die Gegner primär.

Vorsprung der Hornkuh-Initiative schmilzt

Spannend ist die Ausgangslage bei der Hornkuh-Initiative. Dort ist der Ja-Anteil von der ersten zur zweiten Umfrage von 53 auf 51 Prozent geschrumpft. Das Nein-Lager legte von 39 auf 42 Prozent zu. 7 Prozent sind noch unentschlossen.

ARCHIV -- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 25. NOVEMBER 2018, UEBER DIE HORNKUH INITITAVE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Eine Kuh mit Hoerner der Alpgenossenschaft Alpjen auf dem Simplon im Wallis, am Sonntag 26. August 2018. Am 25. November kommt die nationale Hornkuh-Initiative zur Abstimmung. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Unterstützung für die Hornkuh-Initiative schwindet. Bild: KEYSTONE

Klar dagegen sind einzig die Anhänger der FDP. Eher skeptisch ist auch die CVP- und GLP-Wählerschaft. Zu einem Ja tendieren die Unterstützer von Grünen, SP sowie - weniger ausgeprägt - SVP und BDP.

Klares Hauptargument der Befürworter bleibt, dass das Enthornen von Kälbern und Ziegen Tierquälerei sei. Zudem lasse die Initiative den Bauern weiterhin die freie Wahl. Subventionen für diesen Zweck seien unnötig und die Verletzungsgefahr sei grösser, argumentieren die Gegner der Vorlage.

13'630 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 25. und 26. Oktober online an der zweiten Tamedia-Umfrage teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1.4 Prozentpunkten. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rogidog 31.10.2018 11:43
    Highlight Highlight Sozialdetektive...!? Es erstaunt mich immer wieder was alles unternommen wird um den kleinen Bürger in den Schranken zu halten, zu bewachen, bevormunden und sowieso und überhaupt. ABER, was ist mit den wahren Gaunern in den Tepichetagen die uns um hunderte von Millionen betrügen mit ihren Salären, Verkausfstrategien, überteuerten Preisen, Importtricks usw. (Am Schluss zahlt ja eh alles der Konsument, aber legal...) Oder Bund und Kantone mit absurden und desaströsen Projekten. All die Verwaltungen die vor Ineffizienz und oft inkompetenz strotzen und ebenfalls Steuergelder verschläudern...
  • einmalquer 31.10.2018 11:31
    Highlight Highlight Bereits jetzt lässt ja zB die SUVA Personen untersuchen. Zeil ist dabei immer, die Gesundschreibung der Patienten.

    https://www.beobachter.ch/geld/ahviv/gutachter-die-gesundschreiber

    Mit den Versicherungsdetekiven wollen die Versicherer die gleichen Ziel erreichen.

    Normale staatliche Rechtsinstanzen würden da stören, denn die wären zur Objektivität verpflichtet.

    Wer gefilmt zB wird kann davon ausgehen, dass die fünf Minuten, in denen es scheinbar gut geht, zur Entscheidungsfindung heran gezogen werden, nicht aber die restlichen 23 Stunden und 55 Minuten.
  • Richu 31.10.2018 10:09
    Highlight Highlight Auch diese Umfrage bestätigt, dass eine verhältnismässig grosse Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die vielen Unwahrheiten der Gegner der "Sozialdetektive" erkennen und u.a. auch deshalb zu diesem Gesetz JA am 25. November oder per Briefwahl stimmen werden!
    Da nützt glücklicherweise auch nichts, dass sehrwahrscheinlich eine Mehrheit der watson Leserinnen und Leser bei diesem Gesetz NEIN sagen wird.
  • dorfne 31.10.2018 10:09
    Highlight Highlight Nein zur Hornkuhinitiative. a)Hornkühe werden in den zu kleinen Ställen angekettet (Verletzungsgefahr, Schäden durch Hörner wegen Platzmangel), während hornlosen Kühen oft ein Freilaufstall zur Verfügung steht. Die wenigsten Bauern würden wohl die Ställe ausbauen für ihre Hornkühe, wenn der Bund das nicht zahlt. b)seh ich nicht ein, weshalb es fürs Anketten der Kühe im Stall mehr Geld geben soll.
    • JarlUrlak 31.10.2018 11:21
      Highlight Highlight Denkst du wirklich auch nur ein Bauer würde alle seine Kühe loswerden und sich den Stall von einem auf den Nächsten Tag mit Hornkühen füllen (Welche er dann anbinden müsste)nur wegen dieser Subvention?
      Das Brächte sehr viel Arbeit und kosten für den Bauer, welche sich überhaupt nicht rentieren würde.
      Das Ziel dieser Initiative soll es sein die Bauern welche aufgrund des geringeren Ertrages (Pro Quadratmeter gesehen Weil mehr platz pro Kuh benötigt wird) zu unterstützen.
  • Raphael Stein 31.10.2018 08:58
    Highlight Highlight Stimmen solche Umfragen eigentlich oder unterliegen die einem feintuning von Interessengruppen.
  • just_a_name 31.10.2018 08:01
    Highlight Highlight Ich werde die Schweizer Stimmbevölkerung nie verstehen. Grosser Aufschrei wegen Facebook, dem NSA Skandal, Cambridge Analytics aber zur gleichen Zeit für mehr Überwachung stimmen. Irgendwie geht da etwas nicht so ganz auf.
    • Richu 31.10.2018 12:52
      Highlight Highlight @just_a_name: Die Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung ist glücklicherweise in der Lage, die Problematik der Sozialdetektive richtig zu analysieren, d.h. der "Sozialmissbrauch" muss mit dem im Gesetz vorgesehenen Massnahmen bekämpft werden.
      Ehrliche Bürgerinnen und Bürger haben absolut nichts zu befürchten!
      Die Mehrheit der Stimmbevölkerung hat auch festgestellt, dass die Argumente der Nein-Sager dieses Gesetze in den allermeisten Fällen nicht der Wahrheit entsprechen.

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

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