Schweiz
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Studenten verfolgen in einem Vorlesungssaal eine Psychologievorlesung im Haupgebauede der Universitaet Zuerich, aufgenommen am 13. April 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Blick in einen Hörsaal der Universität Zürich. Bild: KEYSTONE

Akademiker reissen neuen Graben zwischen Stadt und Land auf

In den Städten sind Akademiker bald in der Mehrheit. Die Entwicklung reisst einen neuen Graben auf, der die Schweiz noch lange prägen wird.

YANNICK NOCK / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Es ist gar nicht so lange her, dass ein einziger Satz von Christoph Blocher einen gesamten Landesteil zum Schäumen brachte. «Die Welschen hatten immer ein schwächeres Bewusstsein für die Schweiz», sagte der SVP-Übervater nach dem knappen Ja zur Masseneinwanderungsinitiative, was für tagelange Empörung sorgte.

Heute, nur drei Jahre später, scheint der Röstigraben ein Relikt aus vergangener Zeit. Doch grosse Gräben gibt es noch immer. Fast unbemerkt hat sich eine neue Kluft aufgetan, welche die Politik und die Wirtschaft noch Jahre prägen dürfte: der Bildungsgraben.

Den Beginn der Zeitenwende läutete vor wenigen Wochen die Stadt Zürich ein. Sie gab bekannt, dass mittlerweile fast die Hälfte der Stadtbevölkerung einen Hochschulabschluss besitzt. Berücksichtigt man nur Erwachsene, wurde die magische Grenze bereits durchbrochen. 51 Prozent der über 24-Jährigen haben einen höheren Bildungsabschluss.

Zürich, einst die Stadt der Arbeiter, ist heute die Stadt der Akademiker. Aus den Fabrikarbeitern von damals sind die Hochschulabsolventen von morgen geworden. Doch das ist nur der Anfang, die Entwicklung ist nicht mehr allein ein Zürcher Phänomen.

In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Akademiker in allen Schweizer Grossstädten kontinuierlich an. Egal ob Genf, Basel, Bern, Lausanne oder St.Gallen: Überall schnellte die Quote nach oben, oft über die 40-Prozent-Marke, schweizweit liegt sie bei lediglich 29 Prozent.

Akademiker drängen in die Städte, Büezer bleiben auf dem Land. Vorbei sind die Zeiten des Geschlechter-, Landesteil- oder Generationenkonflikts.

Filterblasen in den Städten

«Der wichtigste Polit-Graben der Schweiz verläuft heute zwischen den Bildungsschichten», sagt Polit-Geograf Michael Hermann. «Der Bildungsunterschied ist der Hauptgrund, warum der Stadt-Land-Graben weiter wächst.»

Seit über 20 Jahren ziehen junge, gut gebildete Leute in die Städte. Auch Zuzüger aus dem Ausland besitzen heute in Zürich zu 81 Prozent eine höhere Bildung. Laut Hermann sind besonders das kulturelle Angebot und das soziale Milieu attraktiv für Akademiker. Die steigenden Mietpreise tun ihr Übriges.

Michael Hermann of the research center Sotomo, in Zurich, Switzerland, on June 3, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Michael Hermann von der Forschungsstelle Sotomo, am 3. Juni, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Polit-Geograf Michael Hermann. Bild: KEYSTONE

Hermann geht deshalb davon aus, dass in den Städten Filterblasen entstehen, wie er gegenüber «20 Minuten» sagt: «Da die gut Gebildeten ihr eigenes Milieu schaffen, entstehen neue Quartiere.» Das hat politische Konsequenzen: In acht von zehn grossen Schweizer Städten regiert heute Rot-Grün. Einzig Winterthur und Lugano bilden die Ausnahme.

«Ich liebe die Schlechtgebildeten»

Auch bei Volksabstimmungen dürfte der Bildungsgrad künftig öfter das Zünglein an der Waage sein. Während 1992 beim EWR die Landesteile und 1995 bei der Anti-Rassismus-Strafnorm die Geschlechter den Unterschied ausmachten, offenbarte sich bei der SVP-Durchsetzungsinitiative (DSI) vor allem der Bildungsgraben.

Personen ohne Abschluss (52%) oder mit einer Berufslehre (49%) stimmten knapp für beziehungsweise knapp gegen die DSI. Mit jeder höheren Bildungsgruppe serbelte die Zustimmung dahin. Von Personen mit Berufsmatura (33%) über die Fachhochschüler (30%) bis zu den Universitätsabsolventen (22%).

«Der einzige echte Unterschied zwischen Trump und Clinton beruhte auf dem Bildungsgrad der Wähler.»

Polit-Geograf Michael Hermann

Laut Hermann sind es drei Gründe, warum sich das Bildungsniveau stark auf das Wahlverhalten auswirkt. Erstens seien Fachhochschüler und Universitätsabsolventen besser für die künftigen Herausforderungen gerüstet, die Strukturwandel und Globalisierung mit sich bringen. «Wer eine Berufslehre absolviert hat, den verunsichern die Folgen der Digitalisierung vermutlich stärker.»

Als Beispiel führt Hermann den US-Wahlkampf an. «Viele fragten sich, war es das Thema Wirtschaft oder Zuwanderung, das Trump zum Sieg verhalf? Weder noch, denn der einzige echte Unterschied zwischen Trump und Clinton beruhte auf dem Bildungsgrad der Wähler.»

Jene ohne tertiäre Ausbildung stimmten erdrutschartig für Trump. Das wusste er. «I love the poorly educated» rief er der Menge in seinen Wahlkampf-Rallyes zu.

Der zweite Punkt betrifft das abstrakte Denken, das ein Studium fördert: «Globale Zusammenhänge werden schneller erkannt, die lokale Perspektive wird weniger wichtig», sagt Hermann.

Die Politik aus dem rechten Lager ziele hingegen stärker auf das Bauchgefühl der Bevölkerung. Ein Beispiel sei die Zuwanderung. Dass es bei mehr Zuwanderung schwieriger werde, einen Job zu finden, spreche viele Menschen intuitiv an.

Drittens fürchten Nicht-Akademiker laut Hermann eine symbolische Entwertung der traditionellen Tätigkeitsfelder. Nirgends zeigt sich ihr Unbehagen klarer als in den Umfragen zur Maturaquote. Zwar drängen Eltern ihren Nachwuchs ans Gymnasium, trotzdem finden rund zwei Drittel der Schweizer, es gebe zu viele Maturanden, während 83 Prozent sagen, Handwerker erhielten zu wenig Wertschätzung.

«Schon jetzt fehlen uns Elektriker oder Bäcker, dafür gibt es viel zu viele Ethnologen», beklagen SVP-Vertreter regelmässig. Wenn dann die Gegenseite jeweils eine Matura für alle fordert, ist nur die Empörung grösser als die Kluft zwischen den Ideologien.

Dabei verharrt die Maturaquote seit Jahren bei 20 Prozent. Die Zunahme geht auf andere Bildungswege zurück. Fachhochschulen, die Ausbildung zum Pädagogen sowie die höhere Berufsbildung sind im Aufwind.

«An der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät oder an der ETH sind die Studierenden im Durchschnitt deutlich bürgerlicher als bei den Geistes- und Sozialwissenschaften.»

Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich.

Für Adolf Ogi, einen der wenigen, die es ohne Hochschulstudium in den Bundesrat schafften, ist die höhere Bildung aber kein Allheilmittel: «Man ist nicht fähiger, nur weil man studiert hat», sagt er. «Weisheit kann man nicht an einer Universität abholen.»

Bildungsdruck steigt

Trotzdem wird die Akademisierung der Städte weiter zunehmen. «Die Zeiten haben sich geändert», sagt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich. Die technische Entwicklung, insbesondere die Automatisierung würde verschiedenste Jobs verdrängen, von Fabrikarbeitern bis zu Taxifahrern. Mit der Digitalisierung steige der Bildungsdruck.

Schon heute würden viele KMU auf Angestellte mit höherer Bildung setzen. Einen Einfluss auf die politische Gesinnung sieht Hengartner allerdings nicht. Entscheidender sei die Fachrichtung: «An der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät oder an der ETH sind die Studierenden im Durchschnitt deutlich bürgerlicher als bei den Geistes- und Sozialwissenschaften.»

Dass die Städte trotz der gestiegenen Quote von Hochgebildeten ein Ort der Diversität bleiben, steht ausser Frage. Die soziale und kulturelle Durchmischung bleibt. Doch die Abgrenzung zu den ländlichen Gebieten wird grösser. Städter bleiben unter sich, Menschen auf dem Land ebenso, neue Filterblasen entstehen.

Die Frage bleibt, ob die Schweiz darunter leiden wird. Vielleicht sollte man sich gerade jetzt an einen der klügsten Menschen der Geschichte halten: Schon Albert Einstein, selbst Akademiker in Zürich, sagte einst: «Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.»

Die politischen Gräben der Schweiz

Religion

Der Konfessionsgraben führte in der Schweiz zu vier Bürgerkriegen. Politisch ist er verschwunden. Das zeigen die Abstimmungen über die Fristenregelung. 1977 überstimmten die katholischen Kantone die protestantischen noch knapp, die Vorlage wurde abgelehnt. 2002 wurde der Schwangerschaftsabbruch hingegen mit deutlicher Mehrheit legalisiert. Nur noch zwei katholische Hochburgen blieben übrig: Wallis und Appenzell Innerrhoden sagten Nein.

Sprache

Besonders tief war der Röstigraben 1992 bei der Abstimmung über den EWR-Beitritt. Die 50,3 Prozent Nein-Stimmen stammten hauptsächlich aus der Deutschschweiz, während 75 Prozent der Romands ein Ja einlegten. Doch schon damals war dieser Graben nicht ganz so tief, wie es den Anschein machte. Auch fast alle grossen Deutschschweizer Städte waren dafür. In den beiden Basel waren die Ja-Sager sogar in der Mehrheit

Stadt/Land

Der Graben zwischen Stadt und Land ist der älteste der Schweiz. Er prägt die Schweiz seit dem 14. Jahrhundert. In Basel führte der Konflikt zwischen der konservativen Stadt und der revolutionären Landschaft 1833 sogar zu einer Kantonstrennung. Heute sind die politischen Rollen vertauscht. Das Land stimmt für die Tradition, die Stadt für die Moderne. Für die grösste Polarisierung sorgte 2011 die Waffenschutz-Initiative. Städte waren mit bis zu 70 Prozent dafür, ländliche Gegenden mit bis zu 90 Prozent dagegen.

Jung/alt

Ein Generationengraben öffnete sich 1994 bei der Abstimmung über die erleichterte Einbürgerung. Damals war die ältere Generation für eine restriktive Migrationspolitik. Bei den über 75-Jährigen stimmten nur 30 Prozent für eine erleichterte Einbürgerung junger Ausländer. Bei den unter 30-Jährigen waren hingegen 70 Prozent dafür. Die Jungen überstimmten die Alten knapp. Inzwischen hat sich der Generationenunterschied zumindest in Migrationsfragen schleichend aufgelöst.

Mann/Frau

Der Geschlechtergraben taucht in der Politik selten auf. Doch er hat zwei Abstimmungen entschieden. Die Stimmen der Frauen gaben 1985 den Ausschlag zur Annahme des neuen Ehe- und Erbrechts. Die Männer wehrten sich damals gegen die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau in der Ehe. Zehn Jahre später entschieden die Frauen erneut eine Abstimmung: Sie sagten Ja zur Anti-Rassismus-Strafnorm.

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ETH1995 27.03.2017 00:49
    Highlight Highlight Bildungsfern und religiös gehen Hand in Hand... Ja, klar doch. Schau dir doch mal an, wie viele jüdische Nobelpreisträger es gibt. Ich bin Wissenschaftler und glaube mir, da gibt sehr jüdische Kolleginnen und Kollegen...
  • Lami23 26.03.2017 14:59
    Highlight Highlight Also was sagt jetzt dieser Artikel? Für mich nichts.
    Den was das steht wusste ich schon (und damit bin ich sicher nicht alleine) Lösungsansätze wären eher interessant gewesen.
  • Gohts? 26.03.2017 12:39
    Highlight Highlight Völlig richtig.

    In Städten - allen voran Zürich - leben überraschend viel gebildete Menschen.

    Eingebildete.
  • You will not be able to use your remote control. 26.03.2017 12:03
    Highlight Highlight Warum muss jede kleine Meinungsverschiedenheit als Grabenkampf mit Filterblasen hochstilisiert werden?

    SVP: «Schon jetzt fehlen uns Elektriker oder Bäcker, dafür gibt es viel zu viele Ethnologen»

    Gerade von den Ethnologen könnte manch einer vieles lernen, so dass er sich nicht mehr für die Unterdrückung anderer Menschen einsetzen will. Ich denke da z.B. an das Engagement von Blocher in der ASA.
  • Chääschueche 26.03.2017 11:28
    Highlight Highlight Update: Wem haben wir die Wirtschaftskriese zu verdanken? Also bestimmt nicht dem Handwerker...so zum Thema... Hochschule = Retter der Menschheit und Wirtschaft :)
  • Ökonometriker 26.03.2017 10:55
    Highlight Highlight Auf welchen wissenschaftlichen Papers basieren die (teilweise sich selbst widersprechenden) Behauptungen in diesem Artikel?
    Würde mich doch sehr interessieren ob die Methodik korrekt ist - insbesondere ob alle konfundierenden Faktoren hinreichend berücksichtigt wurden.
  • Majoras Maske 26.03.2017 10:45
    Highlight Highlight Es gäbe auch die Möglichkeit die Volkshochschulen auf dem Land zu stärken, damit auch Nicht-Akademiker einen besseren Zugang zu Bildung haben. Diese Schulen müssen ja nicht nur ausschliesslich First, Delf und "Wie lehne ich ein E-Book online aus?" anbieten...
    • Chääschueche 26.03.2017 13:15
      Highlight Highlight @Majoras
      Es gibt mehr als genug Hochschulen in der Schweiz. Entsprechend gut Verteilt sind sie... und bitte... Qualität vor Quantität
  • Chääschueche 26.03.2017 10:13
    Highlight Highlight Hochschulabsolventen sind besser für die Zukunft gerüstet? Sorry aber das ist ein Witz...Schlussendlich können die genau so schnell ihren Job verlieren wie jemand der "nur" eine Berufsausbildung gemacht hat.
    Meiner Meinung nach sind Handwerker am besten für die Zukunft gerüstet, denn die braucht es immer im Land.

    Viele andere Stellen wie eben solche im Büro sind für die Firmen zwar ebenfalls essentiel, aber da muss der Arbeitsplatz nicht in der Schweiz sein, sondern kann dank der Digitalisierung auch auf einem anderen Kontinent sein.

    • Majoras Maske 26.03.2017 10:50
      Highlight Highlight Es werden schon heute KV-Stellen zu grossen Anbietern etwa in die Ukraine ausgelagert.
      Bin zwar kein Handwerker, aber ich gebe dir recht: Der Maurer, die Bäckerin und alle ändern können entspannter in die Zukunft schauen, denn ihr Handwerk wird auch in Zukunft geschätzt und nicht so schnell durch Roboter ersetzt werden wie der administrative Büroangestellte oder Logistiker (sind aber auch keine Akademiker), die wegen besseren Programmen und Automatisierungen überflüssig werden könnte.
    • Big ol'joe 26.03.2017 10:51
      Highlight Highlight Nene Digitalisierung und Automatisierung heisst nicht Verlagerung in andere Kontinente wie Globalisierung, sondern, dass die Arbeit von Programmen erledigt wird. Das wäre ein grosser Teil der Dienstleistungsgesellschaft, sehr wohl! Die, inkl. hochschulabschluss, werden wegrationalisiert. Das ist wihl di Hälfte. In diesen Bereichen bringen vor allem Universitäte Abschlüsse mit viel komplexem Denken was. Und ja! Handwerker brauchts, die können sich dort auch noch künstlerisch weiterentwickeln. Sicher gefragt in Zukunft...
    • Chääschueche 26.03.2017 11:25
      Highlight Highlight @Big
      Es passiert beides. Stellen werden ins Ausland verlagert und Roboter übernehmen Bürojobs. Die einzigen die wirklich profitieren sind die ITler.
      Aber du hast Recht was Digitalisierung angeht.
  • who cares? 26.03.2017 10:13
    Highlight Highlight Also die schlechter gebildeten pauschal damit abstempeln, dass sie die globalen Zusammenhänge nicht checken und emotional abstimmen, mag ja bis zu einem gewissen Grad stimmen. Aber genau diese Arroganz der Akademiker führt zu einem so tiefen Graben. Vielleicht begreift ja der Handwerker von nebenan die globalen Zusammenhänge, aber es ist ihm einfach egal, weil er mit seinem niedrigen Einkommen ganz andere Probleme zu bewältigen hat? Nicht das alle jetzt gleich arm sind, aber die Niedriglöhner evtl. sogar noch alleinerziehende Eltern, befassen sich Tag für Tag damit, jeden Rappen umzudrehen
    • Froggr 26.03.2017 11:09
      Highlight Highlight Aus dem Grund wurde Trump gewählt. Die hochnäsigen "Gebildeten" tragen die Schuld.
    • who cares? 26.03.2017 11:23
      Highlight Highlight ... und wenns um die eigene Existenz geht, interessieren globale Zusammenhänge nicht mehr. Es würde viel mehr erreicht werden, wenn bei Abstimmungen die Auswirkungen für den einzelnen diskutiert werden und nicht die national oder gar globale Ebene. Während dem die Akademiker Zeit und Musse haben über das Weltgeschehen nachzudenken, hat der Bildungsferne ganz andere Probleme, welche von den populistischen Parteien gern und billig angegangen werden, weil's die anderen verpassen das auf eine verständliche Weise zu tun.
    • Chääschueche 26.03.2017 11:27
      Highlight Highlight @WhoCares
      Es gibt viele Handwerker die mehr verdienen als so mancher Hochschulabsolvent.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ignorans 26.03.2017 10:12
    Highlight Highlight Bildungsinflation...
    Wobei ein Hochschulabschluss meiner Meinung nach nicht gleich Akademiker...
  • Rango 26.03.2017 10:02
    Highlight Highlight Ich frage mich ob dies einfach eine subjektive Einschätzung ist?! Kurz mein Kollegenkreis: 15 Jungs, vom Maurer mit EFZ zu Ingenieuren vom Tech, meiner einer mit HF. Trotzdem alle vom Lande. Klar keine Verallgemeinerung, aber die politische Gesinnung ist hier gerade teilweise umgekehrt.
    Ich würde tendenziell auch davon ausgehen, dass mit dem Bildungsgrad die Wahlentscheidung Richtung linkes Spektrum läuft. Doch schauen wir auch mal, welche Parteien wo wie aktiv sind? Neuer Ansatz? Sie überlassen den Rechten das Feld! So kommt es mir leider vor, also nicht empirisch erfasst.
  • Howard271 26.03.2017 09:59
    Highlight Highlight Es tönt so, als wären hier die Städte schuld: Sie würden sich abkoppeln etc. Dabei sind es einfach zwei entgegengesetzte Entwicklungen, auf Stadt und Land. Während die Städte sich öffnen und sich vermehrt nicht mehr mit dem Bild einer Berg- und Wiesenschweiz identifizieren können, wird das Land konservativer, will die CH stärker abschotten, zieht wieder öfters Trachten an usw. Beide Entwicklungen sind legitim (obwohl ich persönlich diejenige der Städte bevorzuge), aber die "Schuld" für diesen Graben liegt eben nicht nur bei der einen Seite.
  • Kronrod 26.03.2017 09:22
    Highlight Highlight Ich fordere ein höheres Rentenalter für Akademiker. Wer einen Uni-Abschluss hat, soll drei Jahre länger arbeiten als alle anderen. So sanieren wir die AHV und machen die Welt gerechter, da sich die Lebensarbeitszeiten der Schweizer annähern.
    • LaPaillade #BringBackHansi 26.03.2017 11:15
      Highlight Highlight WTF? Mit welcher Begründung sollen Uni-Absolventen länger arbeiten müssen als Personen ohne Uni-Abschluss?
    • gupa 26.03.2017 11:48
      Highlight Highlight Denkst du ein Studium ist keine Arbeit?
    • wasylon 26.03.2017 11:50
      Highlight Highlight @LaPaillade Anzahl Beitragsjahre in die AHV.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 26.03.2017 08:33
    Highlight Highlight Es ist zum Teil schon erstaunlich, was heute alles an Fachhochschulen "studiert" werden kann. Solche Master-Abschlüsse mit einer breiten Bildung gleichzusetzen ist ein Irrtum.
  • Hephaistos 26.03.2017 06:38
    Highlight Highlight Jetzt müsste man die Nichtakademiker nur noch erreichen....
    Poll: wer liest diesen Beitrag?
    Aber wahrscheinlich kann das die Watson Redaktion ohnehin beantworten.
    • Chääschueche 26.03.2017 09:54
      Highlight Highlight Hier ich bin einer von denen.
    • philosophund 26.03.2017 10:28
      Highlight Highlight Da brauchts wohl ein "Extra-Blatt".
    • Skip Bo 26.03.2017 11:09
      Highlight Highlight Philosoph, als Witz passabel, aber genau so stelle ich mir städtische Arroganz vor.

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