DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wolfgang Reitzle, who will be chairman of the new merged entity LafargeHolcim, attends a news conference in Paris, April 7, 2014. Switzerland's Holcim unveiled an all-share deal to buy France's Lafarge on Monday to create the world's biggest cement maker with combined sales of 32 billion euros ($44 billion). The partners billed the deal as a merger of equals under which Lafarge shareholders will receive one Holcim share for every Lafarge share held, with the combined group to be based in Switzerland and listed in Zurich and Paris.       REUTERS/Christian Hartmann (FRANCE - Tags: BUSINESS CONSTRUCTION)

Wolfgang Reitzle, Präsident von Holcim. Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Kurz vor dem Showdown: Holcim-Präsident weibelt für die Mega-Fusion

Rund einen Monat vor der Entscheidung der Holcim-Aktionäre über eine Fusion mit Lafarge liegt die Unterstützung zweier Grossaktionäre weiterhin in der Schwebe. Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle äussert sich zu den Bemühungen, diese von der Fusion zu überzeugen.



Der zweitgrösste Holcim-Aktionär Eurocement lasse es auch nach der Ernennung von Eric Olsen als designierter Konzernchef des Fusionsprodukts offen, ob er sich zur Fusion bekennen werde, sagte Reitzle in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Der drittgrösste Aktionär, der US-Fonds Harris, werde Olsen in Kürze kennen lernen. «Dann sind wir zuversichtlich, dass sie zum Schluss kommen, dass das eine sehr gute Wahl ist. Und dann hoffen wir, dass Harris für den Deal stimmt», sagte Reitzle. Hinter der Fusion der Zementriesen steht der grösste Holcim-Aktionär, Thomas Schmidheiny. Er hält rund 20 Prozent am Schweizer Zementkonzern.

Galtchev soll integriert werden

Eurocement und dessen Chef Filaret Galtchev hat von Holcim-Präsident Reitzle einen Verwaltungsratssitz angeboten erhalten. Zum Vorwurf des früheren Holcim-Chef Max Amstutz, dabei handle es sich um einen «plumpen Bestechungsversuch», sagte Reitzle: «Das hat mit Bestechung nichts zu tun, sondern ist ein Versuch, ihn zu integrieren.»

Es sei normal, dass jemandem, der über 10 Prozent der Anteile besitze, ein Sitz angeboten werde. «Man muss sich ja nicht wundern, dass er sich gegen den Deal stellt, wenn er nie involviert wurde.»

A general view shows Switzerland's Holcim cement production plant in Siggenthal, in this file photo taken August 23, 2007. Switzerland's Holcim Ltd has proposed changes to its planned merger with Lafarge SA aimed at saving the deal by modifying the share-exchange ratio and management structure, Bloomberg reported on Sunday, citing anonymous sources. Holcim is now proposing that Paris-based Lafarge adopt a 0.875 weighting, while Lafarge has signaled it will counter with a weighting of 0.93 to clinch a deal to create the world's biggest cement company, Bloomberg said. Originally, the ratio was one to one.   REUTERS/Christian Hartmann/Files  (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS CONSTRUCTION LOGO)

Holcim ist schon jetzt gross, möchte aber noch grösser werden. Bild: CHRISTIAN HARTMANN/REUTERS

Auf mögliche Interessenkonflikte angesprochen - Eurocement ist direkter Konkurrent von Holcim -, sagte Reitzle, bei bestimmten Entscheidungen könne Galchew nicht teilnehmen. Vor wenigen Tagen hatte Galtchev den Sitz aber ohnehin abgelehnt. Galtchev ist auch gegen die Fusion.

Nicht direkt äussern will sich Reitzle dazu, dass Galtchev die russischen Vermögenswerte von Holcim als Gegenleistung für eine Zustimmung zur Fusion angeboten werden könnten. Er könne nichts ausschliessen, sagte Reitzle. «Es kann ja sein, dass sogar etwas Interessantes dabei ist, wenn man die Firma besser kennen lernt.»

Neuer Name denkbar

Reitzle erwartet nach wie vor, dass es nicht zu erneuten Nachverhandlungen zum Fusionsvertrag kommen wird. Ende März hatten die Fusionspartner das Austauschverhältnis der Aktien zu Gunsten der Holcim-Aktionäre angepasst, da Holcim seit dem Abschluss der Fusionsverhandlungen besser geschäftete als die französische Lafarge.

Ausserdem lässt Reitzle, welcher als Präsident der fusionierten Gesellschaft vorgesehen ist, durchblicken, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein neuer Name für das Unternehmen gesucht wird. «Das ist der logische nächste Schritt.» Zunächst sei aber Lafarge Holcim der richtige Name, «weil sich beide darin wiederfinden». (feb/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Es gab noch nie so viele Mountainbiker – das führt zu Konflikten in der Schweiz

Velofahren im Gelände ist in der Schweiz ein Volkssport. Ein Mountainbike-Journalist spricht von einem fast ungesunden Wachstum. Darum: Der Hype hat nicht nur Vorteile.

Im Jahr 2020 wurde der Rekord noch einmal übertroffen. 200'000 neue Mountainbikes fanden einen Besitzer in der Schweiz. Zwar ist dieser, vom Branchenverband der Fahrradlieferanten Velosuisse erhobene, Wert nicht eins zu eins mit dem Vorjahr vergleichbar, als es noch rund 144'000 Mountainbikes waren. Dass der Sport im Coronajahr einen starken Aufschwung erlebte, ist aber unbestritten.

Mancher Veloverkäufer musste seine Kunden auf später vertrösten, weil nicht jedes Modell immer lieferbar war. …

Artikel lesen
Link zum Artikel