Schweiz
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In this image taken Friday Sept. 11, 2011 AP photographer Anja Niedringhaus poses as she attends an exhibition of her work in Berlin. Niedringhaus, 48, was killed and an AP reporter was wounded on Friday, April 4, 2014 when an Afghan policeman opened fire while they were sitting in their car in eastern Afghanistan. Niedringhaus an internationally acclaimed German photographer, was killed instantly, according to an AP Television freelancer who witnessed the shooting. Kathy Gannon, the reporter, was wounded twice and is receiving medical attention. (Photo/Markus Schreiber)

Anja Niedringhaus. Bild: AP/AP

«At War»

Die getötete Kriegsfotografin wollte nach Winterthur kommen

Die renommierte Foto-Reporterin Anja Niedringhaus ist am Freitag in Afghanistan ums Leben gekommen. Am 10. April wird in der Coalmine Winterthur eine schon länger geplante Ausstellung mit ihren Bildern eröffnet. 



Seit 20 Jahren berichtete die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus mit ihrer Kamera von vielen Kriegsschauplätzen der Welt: Jugoslawien-Krieg, Palästina, Afghanistan, Kuwait, Irak und Libyen. Am Freitag ist die Pulitzer-Preisträgerin in Afghanistan erschossen worden. Am 10. April wird in der Coalmine Winterthur eine schon länger geplante Ausstellung mit ihren Bildern eröffnet. Kurator der Ausstellung «At War» ist Sascha Renner. Wir konnten kurz mit ihm sprechen. 

Herr Renner, war geplant, dass Anja Niedringhaus an die Eröffnung der Ausstellung nach Winterthur kommt? 
Sascha Renner:
 Nein, wegen den Wahlen in Afghanistan war schon länger klar, dass sie dort ihre Arbeit machen wollte. Sie wäre aber im Juni für ein Künstlergespräch und für Führungen nach Winterthur gekommen. 

Es gibt viele Kriegsfotografen. Wie sind Sie gerade auf Anja Niedringhaus gestossen?
Ihre hervorragenden Bilder zeigen ein grosses Engagement und eine grosse Nähe zu den Menschen. Sie dokumentierte an den Kriegsschauplätzen nicht die Ereignisse, sondern die Hintergründe. Sie machte keine Schnellschüsse, sondern aufwendige Langzeitreportagen. Sie war eine der ganz wenigen Frauen in ihrem Beruf. 

Wie haben Sie die Zusammenarbeit für die Ausstellung mit ihr erlebt?
Ich kannte Anja noch nicht lange, erst seit einem halben Jahr für die Vorbereitung dieser Ausstellung. Sie war ein sehr herzlicher Mensch und vor allem eine grossartige Geschichtenerzählerin.  

Bilder von Anja Niedringhaus, die ab dem 10. April in der Ausstellung AT WAR in der Coalmine Winterthur zu sehen sind.

ZUR EROEFFNUNG DER AUSSTELLUNG VON ANJA NIEDRINGHAUS IN DER COALMINE - FORUM FUER DOKUMENTARFOTOGRAFIE IN WINTERTHUR AM 10. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Falludscha, Irak, Februar 2005. An einem Kontrollpunkt in der schwer bewachten Stadt steckt auf einem Stock ein Puppenkopf. Das Bild ist Teil der Ausstellung AT WAR - Kriegsfotografien von Anja Niedringhaus (Pulitzer Preistraegerin 2005) in der COALMINE Forum fuer Dokumentarfotografie in Winterthur vom 11. April bis 11. Juli 2014.(KEYSTONE/AP Photo/AnjaNiedringhaus)

Falludscha, Irak, Februar 2005. An einem Kontrollpunkt in der schwer bewachten Stadt steckt auf einem Stock ein Puppenkopf. Bild: AP/Anja Niedringhaus

ZUR EROEFFNUNG DER AUSSTELLUNG VON ANJA NIEDRINGHAUS IN DER COALMINE - FORUM FUER DOKUMENTARFOTOGRAFIE IN WINTERTHUR AM 10. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Salavat, Afghanistan, September 2010. Afghanische Maenner fotografieren kanadische Soldaten des Royal Canadian Regiment auf ihrer Patrouille. Als die kanadische Patrouille kurz darauf das Dorf verlaesst, wird sie mit Handgranaten angegriffen. Das Bild ist Teil der Ausstellung AT WAR - Kriegsfotografien von Anja Niedringhaus (Pulitzer Preistraegerin 2005) in der COALMINE Forum fuer Dokumentarfotografie in Winterthur vom 11. April bis 11. Juli 2014. (KEYSTONE/AP Photo/Anja Niedringhaus)

Salavat, Afghanistan, September 2010. Afghanische Männer fotografieren kanadische Soldaten des Royal Canadian Regiment auf ihrer Patrouille. Als die kanadische Patrouille kurz darauf das Dorf verlässt, wird sie mit Handgranaten angegriffen.  Bild: AP/Anja Niedringhaus

ZUR EROEFFNUNG DER AUSSTELLUNG VON ANJA NIEDRINGHAUS IN DER COALMINE - FORUM FUER DOKUMENTARFOTOGRAFIE IN WINTERTHUR AM 10. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Bengasi, Libyen, Maerz 2011. Am Boden des Leichenschauhauses vor dem Krankenhaus Al-Jalaa liegen gebrauchte Untersuchungshandschuhe, nachdem zahlreiche tote und verletzte Rebellenkämpfer eingeliefert wurden. Das Bild ist Teil der Ausstellung AT WAR - Kriegsfotografien von Anja Niedringhaus (Pulitzer Preistraegerin 2005) in der COALMINE Forum fuer Dokumentarfotografie in Winterthur vom 11. April bis 11. Juli 2014.(KEYSTONE/AP Photo/Anja Niedringhaus)

Bengasi, Libyen, März 2011. Am Boden des Leichenschauhauses vor dem Krankenhaus Al-Jalaa liegen gebrauchte Untersuchungshandschuhe, nachdem zahlreiche tote und verletzte Rebellenkämpfer eingeliefert wurden.  Bild: AP/Anja Niedringhaus

ZUR EROEFFNUNG DER AUSSTELLUNG VON ANJA NIEDRINGHAUS IN DER COALMINE - FORUM FUER DOKUMENTARFOTOGRAFIE IN WINTERTHUR AM 10. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Gaza-Stadt, Gazastreifen, Maerz 2006. Palaestinensische Jugendliche geniessen eine Karussellfahrt im Vergnuegungspark ausserhalb von Gaza-Stadt. Das Bild ist Teil der Ausstellung AT WAR - Kriegsfotografien von Anja Niedringhaus (Pulitzer Preistraegerin 2005) in der COALMINE Forum fuer Dokumentarfotografie in Winterthur vom 11. April bis 11. Juli 2014. (KEYSTONE/AP Photo/Anja Niedringhaus)

Gaza-Stadt, Gazastreifen, März 2006. Palästinensische Jugendliche geniessen eine Karussellfahrt im Vergnügungspark ausserhalb von Gaza-Stadt.  Bild: APAnja Niedringhaus

ZUR EROEFFNUNG DER AUSSTELLUNG VON ANJA NIEDRINGHAUS IN DER COALMINE - FORUM FUER DOKUMENTARFOTOGRAFIE IN WINTERTHUR AM 10. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Dschabaliya, Gazastreifen, Januar 2009. Palaestinensische Jungen spielen mit einem Telefon, das sie in den Trümmern eines Hauses ins Ost-Dschabaliya, im noerdlichen Gazastreifen, fanden. Israel hatte eine 22-Tage-Offensive gegen Gaza gefuehrt, um den Raketenbeschuss der Hamas auf Suedisrael zu beenden. Das Bild ist Teil der Ausstellung AT WAR - Kriegsfotografien von Anja Niedringhaus (Pulitzer Preistraegerin 2005) in der COALMINE Forum fuer Dokumentarfotografie in Winterthur vom 11. April bis 11. Juli 2014. (KEYSTONE/AP Photo/Anja Niedringhaus)

Dschabaliya, Gazastreifen, Januar 2009. Palästinensische Jungen spielen mit einem Telefon, das sie in den Trümmern eines Hauses ins Ost-Dschabaliya, im nördlichen Gazastreifen, fanden. Bild: AP/Anja Niedringhaus

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